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Top-Nebenverdienste: Steinbrück kassierte 600.000 Euro für Vorträge
DPA

Mehr macht im Bundestag keiner: Peer Steinbrück ist Spitzenreiter bei den Nebenverdiensten. Laut Nachrichtenagentur dpa verdiente der Ex-Finanzminister in der laufenden Wahlperiode rund 600.000 Euro. Vor allem seine Vorträge lässt er sich offenbar fürstlich entlohnen.

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friedrich_eckard 20.04.2012, 15:45
10. kein Titel!

Man sollte sich vor allem die Liste derer ansehen, die ihn für seine Vorträge so fürstlich entlohnen... um das Kind einmal ganz deutlich beim Namen zu nennen: hier wird vorab das erwartete Wohlverhalten dessen honoriert, den interessierte Kreise als künftigen schwarzroten Finanzminister sehen - denn dass die S(eeheimer)PD den nächsten Kanzler stellen und dass der etwa Steinbrück heissen könnte, glaubt ja im Ernst doch niemand. Und bei "Bebeln Seinen" (C.v.O.) findet das offenbar niemand, oder doch niemand Prominentes, anstössig.

Bevor nun etwelche Schwachköpfe versuchen, Lafontaines Honorare als Buchautor dagegenzurechnen: Bücher schreibt der Herr ja auch, aber diese Zuverdienste würde ich ihm nie vorhalten. Autorenhonorar, abhängig von der Zahl der verkauften Exemplare, ist grundsätzlich zunächst einmal anständig verdientes Geld. Allenfalls wäre da erlaubt zu fragen, ob er für diese Autorentätigkeit Arbeitszeit verwendet hat, in der er eigentlich seinen Pflichten als Abgeordneter, die ihm vom Steuerzahler ja auch nicht so dürftig vergütet werden, nachzukommen gehabt hätte.

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jana45 20.04.2012, 15:45
11.

Was bedeutet es, wenn Politiker Geld von Konzernen für Vorträge bekommen und in Aufsichtsräten von Unternehmen sitzen? Es bedeutet zuerst Nähe und Entfernung. Nähe zu Unternehmen und Lobbyisten - Entfernung vom Normalbürger. Es bedeutet, wessen Futter ich bekomm, dessen Lied sing ich. Konzernnahe Politik wird mit Geld belohnt - ein psychologischer Mechanismus. Nähe bedeutet aber auch Kommunikation. Kommunizieren die wirtschaftlichen und politischen Eliten untereinander, wird das Volk ausgeschlossen. Wie soll ein Führer einer Arbeiterpartei, welche die SPD irgendwann einmal war, ein Verständnis für Arbeiterpositionen oder Intersessen bekommen, wenn er fast nur mit Managern und anderen Politikern redet? Dann entsteht eben Armut trotz Arbeit wie es die HartzIV-Gesetzgebung durch Ausweitung des Niedriglohnsektors brachte. Man muss Politikervorträge bei Unternehmen nicht verbieten, aber es würde schon viel helfen, wenn Politiker für solche Vorträge kein Geld annehmen dürften. Auch sollten aktive Politiker nicht in Aufsichtsräten von Konzeren sitzen, da dadurch ein Interessenkonflikt zwischen Wählerwille und Konzerninteresse geradezu automatisch entsteht. Dabei sind doch die Abgeordnetentantiemen hoch genug, dass Politiker ein finanziell gut abgesichertes Leben führen können, ohne auf weitere Einnahmen angewiesen sein zu müssen.

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jana45 20.04.2012, 15:45
12.

Was bedeutet es, wenn Politiker Geld von Konzernen für Vorträge bekommen und in Aufsichtsräten von Unternehmen sitzen? Es bedeutet zuerst Nähe und Entfernung. Nähe zu Unternehmen und Lobbyisten - Entfernung vom Normalbürger. Es bedeutet, wessen Futter ich bekomm, dessen Lied sing ich. Konzernnahe Politik wird mit Geld belohnt - ein psychologischer Mechanismus. Nähe bedeutet aber auch Kommunikation. Kommunizieren die wirtschaftlichen und politischen Eliten untereinander, wird das Volk ausgeschlossen. Wie soll ein Führer einer Arbeiterpartei, welche die SPD irgendwann einmal war, ein Verständnis für Arbeiterpositionen oder Intersessen bekommen, wenn er fast nur mit Managern und anderen Politikern redet? Dann entsteht eben Armut trotz Arbeit wie es die HartzIV-Gesetzgebung durch Ausweitung des Niedriglohnsektors brachte. Man muss Politikervorträge bei Unternehmen nicht verbieten, aber es würde schon viel helfen, wenn Politiker für solche Vorträge kein Geld annehmen dürften. Auch sollten aktive Politiker nicht in Aufsichtsräten von Konzeren sitzen, da dadurch ein Interessenkonflikt zwischen Wählerwille und Konzerninteresse geradezu automatisch entsteht. Dabei sind doch die Abgeordnetentantiemen hoch genug, dass Politiker ein finanziell gut abgesichertes Leben führen können, ohne auf weitere Einnahmen angewiesen sein zu müssen.

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curti 20.04.2012, 15:47
13. Warum so devot SPON und.......

Zitat von sysop
Mehr macht im Bundestag keiner: Peer Steinbrück ist Spitzenreiter bei den Nebenverdiensten. Laut Nachrichtenagentur dpa verdiente der Ex-Finanzminister in der laufenden Wahlperiode rund 600.000 Euro. Vor allem seine Vorträge lässt er sich offenbar fürstlich entlohnen.
....die headline in eine falsche Wahrnehmung lenken?
Er verdiente nicht rund 600.000 €sperantos sondern mindestens, und gem. dem was Insider zu seinem Preis ansetzen, wohl weitaus wahrscheinlicher mehr als eine Million. Vermutlich wäre mit dieser Summe die Tür zum Skandal allerspätestens offen, zumal er ja auch noch über den Bundetag Einkommen Einkommen generiert. Wofür eigentlich?

Im übrigen legt die Aufzählung seiner Auftraggeber den Rückschluß nahe, daß er im politischen Wirken Interessen verteten dürfte, die nicht der Vorstellung seiner Kernwählerschaft entsprechen. bzw. dem was er denen vorgauckelt z.B. in Wahlkämpfen.

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regensommer 20.04.2012, 15:48
14. genau...

... genau, Steinbrück als Finanzminister und wir hätten de facto keinen. Schließlich hat er keine Zeit. So wie er jetzt keine Zeit hat seiner bezahlten Tätigkeit als Abgeordneter nachzukommen.
Mal ist er da - meistens nicht, mal macht er sich Gedanken - meistens nicht.
Genau deswegen gibt es die Piraten und abgeordnetenwatch. Da lässt sich ganz gut nachschlagen was er vor allem nicht tut für sein Geld.

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unixv 20.04.2012, 15:51
15. Spezial Demokraten!

Weil, die haben nicht 24std am Tag, die haben 48std am Tag zur Verfügung, oder wie nimmt der Man seine Politischen Aufgaben war?
Ich frage mich schon lange, wieso wird die SPD nicht vom Verfassungsschutz beobachtet? Warum ist die SPD GEGEN das Antikorruptionsgesetz? Ein Schelm wer böses dabei denkt? oder einfach nur noch widerlich?
Wasser predigen, Wein saufen, typisch für die üble Schröderianer SPD!

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cemi 20.04.2012, 15:52
16.

Zitat von soli123
Bei aller Wertschätzung für Steinbrücks lockere Sprüche frage ich mich, welchen Mehrwert die Reden haben, die doch nichts weiter sind als Konserven. ...
Ich bitte Sie! Es ist doch vollkommen wurscht, was er da bei seinen Einladungen erzählt. Es geht lediglich um Belohnung für seine bisherigen Verdienste bei der Rettung des Finanzsystems, und natürlich Sicherung weiterer Dienste, wenn er dann endlich wieder Merkels Zugeh-Minister wird. Was meinen Sie, wer diese 600 Mille locker macht? Die ehemalige Kleintel der SPD sicher nicht.

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randolftreutler 20.04.2012, 15:55
17. Sehe ich ganz anders...

Zitat von petrasha
wer tüchtig ist, der wird auch belohnt. er wäre mir lieb als finanz oder wirtschaftsminister.
Bei Steinbrück sowie bei Gerhard Schröder, auch Topverdiener unter den Vortragsrednern, wird der Bekanntheitsgrad und die Persönlichkeit bezahlt, nicht die Inhalte...es gibt ausreichend Finanzexperten die würden für weit weniger Geld referieren.

Fazit: Nicht überbewerten, Geld ist nicht alles.

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nihilestutvidetur 20.04.2012, 15:55
18. ...man liest

Zitat von
...in der Liste der Auftraggeber finden sich Unternehmen wie die Deutsche Bank, Hypo Bank, Citigroup, Credit Agricole oder das Investmenthaus J.P. Morgan.
& SPON`s Bild-ähnlicher Meinungsmache:

Zitat von
...Steinbrück, der als nächster Kanzlerkandidat der SPD gehandelt wird...
Ich frage mich ob SPON jetzt schon Kanzlerkandidaten aufstellt(?)

Weiterhin ist bekannt das Herr Steinbrück 2011 als Gast bei den lieben Weltenlenkern, den Bilderbergern
(Bilderberg 2011: Offizielle Teilnehmerliste und Agenda - The Intelligence)
geladen war- wie übrigens auch Frau Merkel, Herr Clinton, Herr Obama und viele weitere Entscheider VOR ihrer Wahl ins anschließende Amt.

Bei dieser fraglichen und einmal mehr bewiesenen Verstrickung von Finanz und Politik muss die Frage erlaubt sein welchen Sinn der Souverän in der heutigen Demokratie überhaupt noch hat?

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flanke 20.04.2012, 15:56
19. ...

Zitat von pförtner
Worüber spricht er dann,wenn er so spricht ? Von Armut kann es doch nicht sein, denn von der, versteht er nichts !
Warum muss er denn von Armut sprechen? Vielleicht redet er auch nur über´s Wetter.

Mir jedenfalls ist ein Expolitiker, der über das Land tingelt und Vorträge hält, allemal lieber als einer, der drei Wochen nach dem Ausscheiden aus dem Politbetrieb Berater eines Unternehmens wird, welches er vorher kontrolliert hat. Und wenn ihm dafür jemand 600.000 zahlt - von mir aus!

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