Forum: Politik
Tories vor dem Parteitag: Die Brextremisten warten schon auf May
REUTERS

Beim Parteitag der Konservativen muss Theresa May Farbe bekennen: Sucht sie den Kompromiss mit der EU - oder schlägt sie sich doch auf die Seite der Nationalisten? Mächtige Gegner lauern in den eigenen Reihen.

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drsamatha 30.09.2018, 10:30
10. Sollen doch machen was sie wollen

Aber bitte nicht darauf bauen, dass die EU nach ihrer Pfeife tanzt.
Ich kann mir diesen Zirkus wirklich nicht mehr mit ansehen. Ich hoffe nur, dass die EU bei ihren Prinzipien bleibt und den Briten das gibt, was sie mit ihrem Votum wollten. Komplett raus, sich neu sortieren und dann meinetwegen wieder die ein andere Anfrage nach einem Handelsabkommen stellen. Mir fällt bei all diesen populistischen und auf Lügen basierten Strömungen der Neuzeit nur der Spruch zu den intelligenzgeminerten jungen Kühen und den selbst auserwählten Schlachtern ein: nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber.

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bauklotzstauner 30.09.2018, 10:32
11.

Zitat von Teile1977
Die Briten haben mit äußerst knapper Mehrheit nach einer massiven Lügenkampagne für einen Brexid gestimmt. Ich glaube nicht das Ihnen ein harter Brexid mit der Abschaffung der Arbeitnehmerrechte, Umweltschutz... im Sinne war.
Es obliegt allein GB festzulegen, daß entsprechende EU-Regeln auch nach dem Brexit weitergelten, bis Neuregelungen getroffen sind. In ihrem Land können Sie ja tun, was ihnen beliebt, nicht?

Zumal Sie da meiner Meinung nach ein Schreckgespenst an die Wand malen. Meines Wissens gelten EU-Regeln immer erst nach einer konkreten Umsetzung derselben in nationales Recht - und das wurde/wird ja von den jeweiligen Staaten einzeln beschlossen, und gilt somit auch unabhängig von einer konkreten EU-Mitgliedschaft erst mal weiter. Also besteht weder die konkrete Gefahr, daß Umweltstandards plötzlich nicht mehr gelten, noch daß Arbeitnehmer plötzlich rechtlos wären. Aber interessant, daß "Arbeitgeber" nicht genannt werden...

Wie war das mit "Lügenkampagne"? Ich glaube, das "EU-Lager" und die "Brextremisten" (wer hat den dieses Wording gesetzt, SPON??) nehmen sich da nix. Und mir scheint auch, daß bei den "EUxtremisten" versucht wird, genau das Chaos, vor dem sie da warnen, selbst anzurichten, um daraus politisches Kapital zu schlagen.

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stevie25 30.09.2018, 10:34
12. Wenn die Regierung nicht weiß, was sie will

muss sie das Volk fragen. Jeder weiß, was die, die gegen den Brexit gestimmt haben, wollen. Aber niemand kann genau sagen, was die wollen, die für den Austritt gestimmt haben. Also Optionen zur Abstimmung stellen: Harter Brexit, Modell Norwegen, Verbleib in der EU. Erreicht im ersten Wahlgang keine der drei Optionen die absolute Mehrheit, kommt es zur Stichwahl zwischen den beiden Optionen mit den meisten Stimmen.

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skr72 30.09.2018, 10:35
13. Tja, wenn da nicht nur

Zitat von Hansfried
Das britische Volk hat gesprochen und das ist der Souverän. Wenn Frau May nun versucht, mit Tricks den Austritt zu kaschieren, erweisst sie sich einer Demokratie als unwürdig und fungiert als bevormundende Autokratin.
die blöden Folgen und Konsequenzen dieser Entscheidung wäre. Aber wenn man nicht auf der Insel leben muss, dann kann einem ja das egal sein und man kann nach Lust und Liebe die EU hassen.

Auch blöd ist nur, wenn dem Volk die eigene Entscheidung nicht schmeckt, dann wird sie die Möchtegern-Thatcher trotzdem grillen. Das hat May jetzt langsam auch kapiert: Sie sieht in Neuwahlen den einzigen Weg, wie sie da selber wieder rauskommt.

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ulijoergens 30.09.2018, 10:36
14. Geschick hat sie ja gerade nicht wirklich bewiesen...

Im Umgang mit Parteifreunden, (potentiellen) Wählern, Verhandlungspartnern und Verbündeten hat sie sich bislang nicht nur nicht geschickt sondern eher tollpatschig angestellt.
Die aus ihrer Sicht harte Haltung der EU war von Anfang an vorhersehbar und liegt in Sachzwängen begründet, die nicht einfach für die Briten beseitigt werden können.
Im Grunde fordert May, dass die EU dem Vereinigten Königreich beitritt. Das will nun auf dem Kontinent hoffentlich wirklich niemand!

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kuac 30.09.2018, 10:43
15.

Der geregelte oder der ungeregelte Brexit, Bild 7:
http://www.spiegel.de/fotostrecke/cartoons-der-woche-von-thomas-plassmann-und-klaus-stuttmann-fotostrecke-164145-7.html

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archi47 30.09.2018, 10:43
16. diese Partei soll alleine den Ausschlag geben?

Das wäre ja hahnebüchen, denn interessengeleitete Desinformation allerorten, aber vor allem dort.
Solche wegweisenden Entscheidung hat das gesamte Volk zu treffen und zwar im Lichte aller Fakten und Erkenntnisse.
Entweder es gibt Neuwahlen, die gleich mit diesen Fakten geführt werden.

Wenn das nicht gelingt, dann muß die neuer Regierung eine faktenbasierte Abstimmung für alle Briten zulassen udn zwar über die Inhalte und nicht über Hetze und Gefühle. Es empfiehlt sich dabei eine Verordnung, die öffentliche Desinformation justiziabel macht.
Denn was wir bei der Brexit-Abstimmung erlebt haben, war ja unterirdisch. Wie soll da ein normaler Bürger zur Wahrheit und einer richtigen Entscheidung finden?

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daishi666 30.09.2018, 10:50
17.

Zitat von Hansfried
Das britische Volk hat gesprochen und das ist der Souverän. Wenn Frau May nun versucht, mit Tricks den Austritt zu kaschieren, erweisst sie sich einer Demokratie als unwürdig und fungiert als bevormundende Autokratin.
Die Wahlbeteiligung war niedrig, so dass nur etwa 30% für einen Brexit gestimmt haben. Wie Andere bereits anmerkten ging eine Lügenkampagne der Abstimmung voraus. Zudem ist unklar wie viele vor allem für Leave gestimmt haben um Cameron auf Grund seiner Unfähigkeit einen Denkzettel zu Verpassen.

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rloose 30.09.2018, 10:56
18.

Zitat von Hansfried
Das britische Volk hat gesprochen und das ist der Souverän. Wenn Frau May nun versucht, mit Tricks den Austritt zu kaschieren, erweisst sie sich einer Demokratie als unwürdig und fungiert als bevormundende Autokratin.
Das war eine Volksbefragung und keine Volksabstimmung und aufgrund dieser ist May nicht mal gezwungen gewesen, einen Austrittsantrag zu stellen. Wie sie einen solchen Antrag gestalten möchte, ist schon Sache der britischen Regierung, in diesem Fall sollte es meiner Meinung nach auch Sache des Parlaments sein. Sonst bräuchte man ja keine Regierung.

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skeptikerjörg 30.09.2018, 10:59
19.

Zitat von nisse1970
... sollten diesmal erwähnen, das ein Freihandelsabkommen wie mit Kanada Jahre in Anspruch nimmt und die geplante „super“ Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte und Steuerdumping nicht gerade zum Verhandeln einladen.Das kleine Königreich bekommt ein kleines Abkommen -und auch da,nur wo es auch für die kontinentaleuropäische Seite Sinn ergibt. Die EU sitzt immer am längeren Hebel. Vor und nach dem Brexit
Johnson und Konsorten meinen ja, sie könnten der EU vorschreiben, wie ein Freihandelsabkommen auszusehen hat. Von verhandeln wie mit Kanada ist nicht die Rede. Rule Britannia, Britannia rule the waves.

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