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Tory-Abstimmung: Michael Gove ist nun Johnson-Herausforderer Nummer eins
Vudi Xhym shiti/DPA

Wer tritt neben Boris Johnson in der Tory-Urwahl des künftigen britischen Premiers an? Michael Gove ist im vorletzten Fraktionsvotum auf Rang zwei geklettert. In den kommenden Stunden geht es jetzt um jede Stimme.

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gigi76 20.06.2019, 16:44
20. guter Ablauf

Finde das Wahlprozedere sehr gut und wie man sieht führt es auch zu demokratisch legitimierten Ergebnissen. Deutsche Parteien sollten sich das zum Vorbild machen.

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nmare 20.06.2019, 16:44
21.

Zitat von Proggy
btw. Wenn das Volk zu entscheiden hätte, würde lt. Umfragen Johnson auch mit Abstand gewinnen.
Koennen Sie bitte zu diesen Umfragen verlinken? Ich hoere das naemlich zum ersten mal.
Hier steht stattdessen dass nur 1 in 4 Briten glaubt er waere ein guter PM. 54% der Befragten halten dagegen nichts von ihm als PM.

https://yougov.co.uk/topics/politics/articles-reports/2019/05/24/mays-resignation-has-sparked-long-awaited-tory-lea

Und wenn das Volk in einer General Election tatsaechlich den PM waehlen koennten, dann wuerden die Tories eben nicht den naechsten PM stellen. Daher gibt es auch keine General Election sondern der PM wird von 150,000 alten, reichen Tories ausgewaehlt.

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haarer.15 20.06.2019, 16:57
22. Ist schon egal, wer es wird

Beide stehen für den Brexit - wie auch immer. Gleichwohl wäre die Fallhöhe für Johnson ungleich größer, da er sein Maulhelden-Gehabe nicht ablegen kann.

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Nur ein Blog 20.06.2019, 16:59
23.

Zitat von grumpy53
Sollte Johnson tatsächlich glauben, dass die EU vor angst zittert und ihm Neuverhandlungen zu seinen Bedingungen bietet, dann viel Vergnügen. Aber BoJo verspricht ja allen gold-furzende Einhörner, und den ganz reichen Torys Steuervergünstigungen, und das Volk jubelt ihm zu. Na denn, ich sage voraus, wenn der no-deal-Ausstieg kommt und das böse Erwachen kommt, dann hält sich dieser PM auch nicht so lange. Ich befürchte, der britishe Rechtsruck hat noch nicht den Zenit erreicht, ob allerdings die Einhörner geliefert werden und funktionieren, darf bezweifelt werden.
Das Austrittsabkommen wird so oder so nicht mehr neu verhandelt werden. Es ist nicht zustande gekommen, so wie die die EU das wollte und so endet die Mitgliedschaft des UK automatisch am 30. Oktober dieses Jahres. Selbstverständlich zittert die EU nicht davor - schliesslich war diese Situation mehr als absehbar.

Jetzt geht es um Verhandlungen um die künftigen Beziehungen des UK zur EU und die bringen eher die EU in Erklärungsnotstand als die Briten.
Die EU wird der deutschen Exportwirtschaft, die sich den britschen Absatzmarkt erhalten will, erklären müssen, warum das UK im Vergleich zu praktisch allen EU-Drittstaaten am feindseligsten behandelt werden müsse. Die Türkei, noch immer der wichtigste und teuerste Beitrittskandidatin neben der Ukraine geniesst seit Jahrzehnten eine Zollunion mit der EU und kassiert Milliarden an "Heranführungshilfen" - trotz politscher Instabilität, Demokratiemängeln und Unzuverlässigkeit als NATO-Partner.
Wieso gerade die beiden Länder noch-EU-Dritt-Staaten auf der Schwelle zur EU, deren Beitritt sich die EU nach dem Wegfall der britischen Nettozahlung noch weniger wird leisten können, von Brüssel eine eklatante Besserbehandlung geniessen als der Drittstaat UK wird Brüssel den Bürgern in Europa noch erklären müssen. Zwar ist eine Mehrheit "überzeugter Europäer", aber nur eine Minderheit "glüht" bedingungslos "für Europa".

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Michael Collins 20.06.2019, 17:03
24. Die

Zitat von Watschn
Er ist als Abgänger einer Eliten-Schule (die selbe wie Cameron) natürlich hochintelligent. Er macht sich bloss ein wenig auf Understatement mit seinem linkischen Gehabe u. Sturmfrisur...(typisch britisch, bei Vorträgen wird oft mit einem möglichst träf-schrägen Witz begonnen, um aufzulockern. Ganz anders hier in Teutonien; da wird man mit schwerer bis unverdaulichem Rhetorik-Feuerwerk von Anfang an bombardiert bzw. Eingedeckt, um Eindruck zu verschaffen.) Johnson kennt den EU-Laden selbst recht gut, u. kann die Züge wohl im Voraus einschätzen. Klar will er zuerst auch einen geordneten Brexit, aber wenn dies nicht möglich sein sollte, wird er wohl auf Hart gehen. Vorstellbar ist, dass er noch eine Verlängerung bis Frühling beantragt, um nochmals zur Reflexion anzudenken, u. natürlich auch ein Hard-Brexit aus klimatischen Gründen besser im nächsten Frühjahr zu starten (LKW-Fahrer, Wartezeiten, Waren/Zollabfertigung usw.) Das ist natürlich ab April um einiges erträglicher als in der anbrechenden Winterzeit November bis Ende März; bis sich das Ganze eingespielt hat...
Die Jahreszeit wird wohl das letzte Kriterium sein, ob harter, weicher oder kein Brexit. Übrigens, der Winter hat auch seinen Charme für längere LKW-Wartezeiten, vor allem bei Kühltransporten.

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Proggy 20.06.2019, 17:03
25. Wäre das so schlimm für das UK

Zitat von bert1966
... Als nächstes wird vermutlich die NATO in Frage gestellt werden, dumm genug dazu wäre Johnson auf jeden Fall.
Aus britischer Sicht gesehen, 'bringt' die NATO dem UK nicht viel - außer Kosten und Verpflichtungen.
Als moderne Nuklearmacht, mit starkem und schlagkräftigem Militär, brauchen die restlichen NATO-Staaten jedoch die Briten, die nebenbei noch einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat haben.

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Nur ein Blog 20.06.2019, 17:08
26.

Zitat von mantrid
Ein neuerr Premier stünde vor einem alten Problem, nämlich keine Mehrheit zu haben. Selbst wenn alle Torrries treu zu ihrem neuen Premier stünden, bräuchte es imemr noch die Stimmen der nordirischen DUP. Das einige Torries dem neuen Premier ihre Stimme verweigern ist sehr wahrscheinlich, haben doch in der Vergangenheit gerade die Rebellen dieses auch gegenüber Theresa May durchgezogen. Warum sollte gerade Theresa May zu jemanden stehen, der ihr gegenüber auch nicht loyal war? Damit stünde Boris Johnson vor exakt dem gleichen Problem wie seine Vorgängerin: Ohe Zustimmung der Parlaments darf er die EU weder mit noch ohne Deal verlassen.
Erstens hat das britische Parlament selbst die Brexitgesetze verabschiedet und zweitens ist der EU-Vertrag so eindeutig wie die Position der EU: Der EU-Deal wird nicht neu verhandelt. Am 30. Oktober 2019 scheidet das UK so oder so aus der EU aus - egal ob mit oder ohne "May-Deal", den das britische Parlament ebenfalls abgelehnt hat.

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Proggy 20.06.2019, 17:14
27. Missverständlich, sorry

Zitat von nmare
Koennen Sie bitte zu diesen Umfragen verlinken? Ich hoere das naemlich zum ersten mal. Hier steht stattdessen dass nur 1 in 4 Briten glaubt er waere ein guter PM. 54% der Befragten halten dagegen nichts von ihm als PM. https://yougov.co.uk/topics/politics/articles-reports/2019/05/24/mays-resignation-has-sparked-long-awaited-tory-lea Und wenn das Volk in einer General Election tatsaechlich den PM waehlen koennten, dann wuerden die Tories eben nicht den naechsten PM stellen. Daher gibt es auch keine General Election sondern der PM wird von 150,000 alten, reichen Tories ausgewaehlt.
Natürlich würde Johnsen lediglich unter den 10 angetretenen Tory-Kandidaten mit großem Abstand auch gewählt werden. (Umfrage nach den TV-Debatten)
Sorry, wenn das falsch ankam.
Die Tories würden/werden selbstverständlich bei Wahlen generell verlieren und weiter schrumpfen.

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vermeervandelft 20.06.2019, 17:27
28. Kurios

dass es hier Johnson-Bewunderer gibt, die ihm alle möglichen Fähigkeiten unterstellen. Er war ja bereits Außenminister. Da kann jeder sehen, was er zumindest außenpolitisch kann. Das Ergebnis lautet Null, wie soll man das denn bestreiten?

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TabeaSchneider 20.06.2019, 17:30
29. 157 von 313 Stimmen

ist die absolute Mehrheit ;)

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