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Tory-Machtkampf in Großbritannien: Bereit für Boris?
AFP

Boris Johnson wird am Dienstag aller Voraussicht nach zum Sieger im britischen Tory-Machtkampf erklärt - und damit auch zum designierten Premier. Kann ihn jetzt noch jemand stoppen? Die wichtigsten Antworten.

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Zuspitze 23.07.2019, 07:53
1. Wenn Großbritannien nun

ein Ende mit Schrecken bekommen möchte, ist es halt so. Es ist genug gesagt, auch von jedem, es ist Zeit, dass das große Großbritannien erlebt, wie groß es heute wirklich ist. Johnson ist nur das Ende der langen Behauptungskette von britischen Politikern seit der eisernen Margaret Thatcher, dass die EU an allem schuld ist und nicht das eigene Unvermögen.

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Knacker54 23.07.2019, 07:58
2. Massenpsychose?

Ist das eigentlich eine globale Massenpsychose, die überall in der Welt diese gefährlichen Populisten, Rassisten und Kriegstreiber an die Macht spült? Wie viele von diesen Typen hält der Globus noch aus? Die menschliche Zivilisation ist auf dem besten Weg, an ihrer eigenen Blödheit zugrunde zu gehen. Wir brauchen keinen Klimawandel, keine Artensterben und keine Plastikvermüllung - wir kriegen das auf die gute, alte Art hin: Krisen und Kriege werden vom Zaun gebrochen und das tumbe Volk jubelt allenthalben dazu.
Dass eine Nation am Zeiger dreht, kann ja mal vorkommen. Dass aber gleich in mehreren bedeutenden Nationen solche Zerstörer und Blender an den Hebeln der Macht sitzen - meistens noch ducrh Wahlen, also auf demokratische Art und Weise, dorthin gebracht, begreife ich einfach nicht. Was ist z.Zt. mit der Menschheit los? Ist das eine Folge der Überbevölkerung und ein natürliches Regulativ? Wenn wir uns zu dicht auf der Pelle hocken, lösen wir einfach mit Massenvernichtungswaffen das Problem und gut ist? Bald sind wir wieder so weit....

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bert1966 23.07.2019, 08:01
3. Die Macht der Masse

Die größte Schwäche der Demokratie: wenn trotz Mehrheitsbeschluss überdeutlich erkennbar das Dümmste getan, der Falscheste gewählt und das Vernünftigste bewusst unterlassen wird. Man kann kaum darüber streiten, dass das britische Demokratoid z. B. im aktuellen Fall, der Bestimmung des neuen PM per Minderheitsbeschluss, ganz eklatante Webfehler hat. Aber das Vertrauen in die omnipräsente "Schwarmintelligenz" ist wohl auch sonst deutlich zu optimistisch. Es scheint in der Realität erheblich mehr Schwarmdemenz zu geben.

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temp1 23.07.2019, 08:03
4. was wollen die konservativen Abgeordneten eigentlich

Ich frage mich, was wollen due konservativen Abgeordneten eigentlich, wenn sie Boris Johnson wählen, was erhoffen sie sich. Er kündigt einen ungeregelten Brexit an, für den aber die Mehrheit der Tories gar nicht ist. Es gibt ohnehin keine Mehrheit für gar nichts, nur gegen dies und das. Sehen die Abgeordneten in ihm einen Zauberer, der eine Lösung findet die es nicht gibt, die slke die nicht wissen was sie wollen befriedigt?

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claus7447 23.07.2019, 08:04
5. Boris hat im September 6 Wochen Zeit...

... da kann er seine Verhandlungsstrattegie in Brüssel auffahren. Da er zu diesem Zeitpunkt auf eine eingefahrene und vor allem in allen Punkten erfahrene Mannschaft treffen wird, bin ich gespannt.

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bran_winterfell 23.07.2019, 08:04
6. etwas unklar

Vielleicht habe ich nicht genau genug gelesen, aber Boris J muss sich zunächst wohl keiner Wahl im Parlament stellen? Dh er wird erstmal 'einfach so' Premierminister, von der Queen ernannt?

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lutzi-lange 23.07.2019, 08:07
7. Luegen und betrügen

In der Welt habe ich gerade nachgelesen was ich bisher mehr als nur vermutet habe. " ....wo er wegen eines gefälschten Zitats gefeuert wurde."
Die Kernkompetenz von Johnson lässt sich in zwei Sorten zusammenfassen: Lügen und betrügen. Nun machen andere sicher auch, lassen sich aber wohl seltener erwischen.

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andreas.vogt 23.07.2019, 08:08
8. Die Opposition kann auch einen Misstrauensantrag stellen

das ist wohl auch wahrscheinlicher als einer aus den eigenen Reihen.

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koch-51 23.07.2019, 08:11
9. Wie der Brexit verhindert werden kann

70% der Abgeordneten im britischen Parlament sind Remainer. Die entscheidende Frage ist für sie, wie es gelingt, den Brexit zu kippen, ohne dass es zu Neuwahlen kommt. Denn Neuwahlen wären, wenn man die Europawahlen als Menetekel sieht, beim Mehrheitswahlrecht in GB der Untergang nicht nur der Konservativen sondern auch für Labour und der totale Triumph der Brexitpartei von Nigel Farage. Denn auf der anderen Seite könnte das nur eine Remainpartei verhindern, was bedeuten würde, dass Labour mit den Liberalen zusammengehen müsste. Im Großraum London, mit seiner bunten, linksliberal und migrantisch geprägten Struktur mag das funktionieren, das Problem aber wäre die klassische Wählerklientel von Labour, die weißen Industriearbeiter der Midlands und ihr Milieu, das zu den fanatischsten Brexiteers gehört. Bliebe also nur, dass die Remainer der Konservativen und die Liberals nach dem Sturz von Johnson einen liberalen Labourpolitiker, nicht Corbyn, zum Premier wählen, der den Austrittsartikel 50 zurückzieht, und dann einen Remainer nach einiger Zeit, wenn sich alles etwas beruhigt hat, an die Spitze der Konservativen. Neuwahlen dann erst in frühestens 2 Jahren, wenn es um andere Themen geht. Ein zweites Referendum ist viel zu riskant, das kann wieder zum falschen Ergebnis führen, denn alle Mobilisierung durch die Open-Society-Organisationen, durch Guardian und BBC kann nicht verhindern, dass auch die Brexiteers mit Telegraph und Sun über Massenmedien verfügen.

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