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Tote "Gorch Fock"-Kadettin: Zeugin erhebt schwere Vorwürfe gegen Schiffsarzt
DPA

Warum starb Jenny Böken? Unter bis heute ungeklärten Umständen ging die 18-jährige Kadettin vom Segelschulschiff Gorch Fock über Bord. Jetzt hat sich nach SPIEGEL-Information eine neue Zeugin gemeldet.

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Jotrocken 19.10.2014, 15:17
150. .

Zum Thema Vertuschung:
Da soll also die StA Kiel mit der Marine unter einer Decke stecken. Da das Strafverfahren dann eingestellt wurde, haben die Eltern Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft eingelegt (siehe Presseberichte). Die steckt also auch mit der Marine unter einer Decke und weist die Beschwerde ab. Das Gericht, welches mit der weiteren Beschwerde gegen die Entscheidung der GStA befasst war, was natürlich ebenfalls befangen.
Nee, ist klar...

Und welche Veranlassung hat wohl ein Zeuge, der sich erst nach 6 Jahren meldet? Da soll nicht zufällig dreckige Wäsche gewaschen werden?

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spon-facebook-1425926487 19.10.2014, 15:44
151.

Zitat von judith.tubbesing
Ja und wenn sie kein Wasser in der Lunge hatte und damit nicht ertrunken ist, was zum Henker ist denn dann die offizielle Todesursache?
Sollte sie tatsächlich eingeschlafen und dann vom Ausguck herunter gefallen sein, dürfte der Aufprall aus 40 m Höhe etwa dem wie aus 20 m auf Beton entsprochen haben.

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tweet4fun 19.10.2014, 15:48
152. Grundsätzliche Fragen

Vielleicht sollte man das ganze Konzept in Frage stellen!

Ich begrüße es eindeutig, daß auch Frauen in allen Waffengattungen dienen. Positive Erfahrungen darüber in unseren westlichen Armeen gibt es genug.
ABER sowohl die medizinischen Tauglichkeitsuntersuchungen als auch die körperlichen Grundausbildungen sollten härter werden, damit offensichtlich Untaugliche nicht "durchrutschen" können.

Ich liebe Segelschiffe und begrüße es ausdrücklich, diese als Kulturgut und nationale Repräsentanz zu pflegen und zu erhalten.
ABER sollte in Frage gestellt werden, ob sie überhaupt noch als Grundausbildungsmittel für eine moderne Marine taugen. Mit der richtigen Ausbildungsmethode sind die Schwerpunkte "Teamleistung" und "Kampfgeist" auch auf einem Zerstörer vermittelbar.

In diesem Fall ist es ja nun leider zu spät. Aber aus den Erfahrungen sollte man doch für die Zukunft lernen. Dann hätte der tragische Tod der Kadettin wenigstens einen Sinn.

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retterdernation 19.10.2014, 16:30
153. Erinnert an das letzte Aufgebot...

die haben kein Personal bei der Bundeswehr. Der Verein hat seit Abschaffung der Wehrpflicht keinen Rückhalt mehr in der Bevölkerung. Das macht sich auch bei den Neueinstellungen bemerkbar. Zudem gibt es gefährliche Einsätze, wer will das schon. Von daher wird dort offenbar nur unzureichend ausgemustert.

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Sammi ElPadre 19.10.2014, 17:17
154.

Zitat von wandee
Mein Mann war zu Beginn der 70er Jahre bei einem Minensuchgeschwader stationiert und erinnert sich daran, dass Stiefel nur vom Wachpersonal im Hafen getragen wurden (ich habe eine ganze Reihe seiner Bilder durchgesehen, welche dies bestätigen). Dies galt auch nur für die Mannschaftsdienstgrade vom Maat aufwärts zum Bootsmann (der trug schwarze Lederschuhe) wurden Bordschuhe getragen (rostbraun mit Lederbezug an den Fersen und Zehen und sonst aus Tuchmaterial hergestellt mit Sohlen die das Ausrutschen auf glatten und nassen Flächen vermieden. Dies war auch der Fall auf Übungsfahrten oder während Einsätzen, wo Stahlhelm und Schwimmweste getragen werden mußte. Die Besatzungsmitglieder die Stiefel trugen waren die Heizer (Maschinenpersonal und der EMI) und die mußten Ihre Stiefel ausziehen sobald sie den Maschinenraum verließen. Minensucher und das deutsche Segelschulschiff sind aus Holz gebaut und wie mein Mann mir erklärte würde der Alte (Kommandant) einen Anfall bekommen haben, wenn die Besatzung mit Stiefeln über das Deck gelaufen wären und die Eisenbeschläge die vorne und am Absatz der Stiefel angebracht sind das Deck beschädigt hätten. Einzige Ausnahme zu der Regel waren die Besatzungsmitglieder welche das Minenräumgerät zu Wasser bringen mussten, doch deren Arbeitsbereich auf dem hinteren Deck war mit Stahlplatten versehen.
Auf die Aussage muss ich in zwei Teilen Antworten:

Zum einen: Auch S-Boote sind aus Holz und es würde KEINEM Einfallen, sich irgendwo auf dem Boot ohne Schuhwerk zu bewegen, es sei denn auf dem Weg von der Unterkunft zur Toilette. Ein Gang, der in keinem Fall über Deck führt. Allein schon aufgrund der tatsache, dass der Boden in so einem Schiff und/oder Boot in der Regel sehr kalt ist.

Zum Thema Stiefel: Die aktuellen Stiefel, die bei der Marine getragen werden sind zum einen der moderne Seestiefel mit Gummisohle. Reicht bis knapp unters Knie und besteht rundherum aus Leder, keine außen liegenden Beschläge. Getragen wird der eigentlich nur von den Decksdienstlern. Dann kommt der normale Kampfstiefel, Modell 2000. Diese werden auf See vom Rest der Mannschaft getragen. Auch hier: Gummisohle ohne Beschläge. Der so genannte Bordschuh wird in der Praxis fast garnicht verwendet. Hinzu kommen noch spezielle Schuhe für die Ausgehunfiorm, die aber auch auf See nicht getragen werden (Die gibts nur zur 1. Geige, die 2. Geige, die auch auf See getragen werden kann beinhaltet den Kampfstiefel).

Es mag sein, dass das Ausziehen der Stiefel in den 70ern durchaus Praxis gewesen ist, allerdings wird das heute nicht mehr geduldet.

Und für Korken: Ich möchte niemanden Schützen. Wenn der Frau etwas wiederfahren ist, dass nicht mit dem Stürzen aus dem Ausguck und einem hinterher durch Naturgewalten verursachten Tod (Also ertrinken und/oder unterkühlung) erklärt werden kann, so muss das natürlich Restlos aufgeklärt werden. ich habe lediglich einen Einblick in die Praxis der Marine gegeben.

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bill_dauterive 19.10.2014, 17:33
155.

Zitat von sitiwati
Quatsch, wenn man über Bord geht, denkt man wohl an andere Dinge, wenn man überhaupt in so einer Situation denken kann !
Wirklich? Als gedrillter Soldat dem diese Grundregel bis ins Rückenmark reingepaukt wurde?

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bill_dauterive 19.10.2014, 17:44
156.

Zitat von Korken
Aber in dieser Situation denkt man natürlich noch daran, pflichtbeusst die Schuhe auszuziehen??
Natürlich denkt man daran. Genauso wie man als Panzerfahrer im brennenden Panzer auch das vorgeschriebene Procedere durchzieht und nicht einfach panisch abhaut. Sowas nennt man "Drill". Das wird so lange in dich reingeprügelt bis das in jeder, Wiederholung, JEDER Situation sitzt.

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