Forum: Politik
Trauerakt für John McCain: "Wir trauern um das Ableben amerikanischer Größe"
AFP

Amerikas Politprominenz nahm Abschied vom verstorbenen Senator John McCain und einem "besseren Amerika". Nur US-Präsident Donald Trump fehlte - er war nicht eingeladen und ging lieber golfen.

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kizfonis 02.09.2018, 09:32
70.

Zitat von brooklyner
Sie haben ihn vielleicht nur als Kandidat gegen Obama wahrgenommen, aber in Wahrheit war er immer ein unbequemer Kritiker vor allem gegen die schlimme Bush Jr. Administration. Auch wenn ich ihm selbst oft kritisch gegenüberstand, ist die Anteilnahme meines Erachtens durchaus gerechtfertigt. Besonders in diesen Zeiten dieses orangenen Hallodris. McCain erinnerte mich manchmal an den späten Geißler, der unter Kohl ganz unerträglich erschien und dann später sehr Vieles wieder gut gemacht hat.
Sehr schön, der Vergleich mit Geißler.

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kizfonis 02.09.2018, 09:45
71.

Zitat von Der Ingenieur
... voellig absurd uebertrieben, als waere er George Washington und Abraham Lincoln in einer Person. Und der Grund dafuer ist, dass Trump nicht eingeladen ist. Da macht das Establishment ein grosses Staatsereignis, nur um Trump zu schaden. Soweit sind wir gekommen, dass selbst die Toten politisiert werden.
Ein toten Politiker zu politisieren geht nicht, vor allem dann nicht, wenn er seine eigene Trauerfeier politisch ausgelegt hat.

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jutta_weise 02.09.2018, 09:54
72.

Zitat von hansw
Guter Mann, ich kenne Ihr Alter nicht. Ich bin 78, habe also den WWII und die Hungerzeit danach erlebt. Ohne die Hilfe der USA wäre das Nazi System nicht so schnell ausgelöscht worden. Die USA waren als einzige Grossmacht aus dem Desaster hervorgegangen. Winston Churchill hat einmal gesagt, die Amerikaner machen vieles falsch, aber am Ende machen sie alles richtig. Das ist das Ergebnis von Denken und nicht Polemisieren. Ich hoffe, Sie haben noch nie eine jahrelange Hungerzeit mitmachen müssen.
und Sie sollten mal die rosarote Brille absetzen. Sie waren ein kleines Kind, können sich an das Meiste nur vom Hörensagen erinnern! So wie die Meisten der heute Lebenden. Meine Mutter ist 94, die könnte etwas Konkretes zu den damaligen Zeiten beitragen. Wann sind denn die Amis dem Krieg "beigetreten"? Fragen Sie mal die älteren Menschen in der Normandie, welche Erinnerungen sie an die "Befreier" haben, besonders die Bewohner von Caen und Le Havre! Die Städte wurden zur Bereinigung dem Erdboden platt gemacht! Und die heutigen "guten" Kriege, die unsere Freunde überall auf der Welt angezettelt haben, davon will ich erst garnicht reden! Bild dir deine Meinung, so siehts aus bei den älteren Semestern!

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Lasersnake 02.09.2018, 10:03
73. Unter Trump undenkbar

Zitat von brooklyner
[...] McCain erinnerte mich manchmal an den späten Geißler, der unter Kohl ganz unerträglich erschien und dann später sehr Vieles wieder gut gemacht hat.
Welch guter Vergleich. Interessant ist, dass an dem Ort, an dem die Vietnamesen McCain aus einem See gefischt haben jetzt Blumen niedergelegt wurden. Warum? Weil aus dem, der einst als Bomberpilot so viel Leid über die Menschen brachte und dem in jahrelanger Folter so viel Leid zugefügt wurde ein Versöhner und Freund des Landes und seiner Bevölkerung wurde. Ihm wurde vergeben und er hat vergeben. Unter Trump undenkbar.

Als während einer Wahlkampfveranstaltung McCains sein damaliger Konkurrent Obama durch das Publikum diffamiert wurde, schritt McCain ein. Unter Trump undenkbar, hier hetzt der Chef selbst.

Bemerkenswert war stets seine Überparteilichkeit und Fairness, nicht seine konkrete Meinung. Der Anti-Trump, der schmerzlich vermisst wird. Man schaue sich nur die Rede Obamas auf der Trauerfeier an. Mit großer Würde, Empathie und Humor ehrt dieser seinen politschen Gegner, mit dem er viele Stunden im oval Office kontrovers über Politik diskutiert hat. Unter Trump undenkbar.

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Neandiausdemtal 02.09.2018, 10:18
74.

Zitat von tmhamacher1
Natürlich ist unsere Linke im Innersten bolschewistisch und antiamerikanisch! John McCain war ein Held, nicht nur der USA, sondern der ganzen westlichen Welt. Wir feiern einen Toten in Zeiten, in denen westliche Wert wie Individualismus oder Patriotismus immer mehr unterhöhlt werden. Wir - die westlichen Patrioten - lehnen dies ab, und wir feiern John McCain als den letzten Helden des Westens!
So weit kommt 's noch, dass Leute wie Sie die Deutungshoheit hätten, was westliche Patrioten sind. Das ist ähnlich peinlich, wie der Versuch Trumps, sich über McCain zu stellen und dessen Leiden zu kategorisieren.

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kickmeto 02.09.2018, 10:20
75. Ist das noch das Sommerloch?

In den letzten Jahren mag Mc Cain (vorallem im Vergleich zu Trump, aber das ist nicht schwer), ein Guter gewesen sein. Insgesamt stößt jedoch auch mir auf, dass Spon hier so in höchsten Tönen von ihm spricht. Warum wird denn ausgerechnet hier nun die Wahrheit so verzerrt? Der Mann hat in Vietnam vermutlich hunderte Todesopfer zu verantworten, vielleicht auch mehr. Sicher, es war Krieg. Und trotzdem nennt man sowas einen Mörder, in USA natürlich einen Held, die Folter danach gleicht die Morde wieder aus, oder wie? Spiegel verkommt leider immer mehr zur Bild.

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Atheist_Crusader 02.09.2018, 10:22
76.

Angesichts der Berichterstattung hier könnte man meinen, der ganze McCain-Clan wäre am Aussterben und wir würden einen Artikel pro Mitglied bekommen. Es reicht. Ein Artikel hätte vollends gereicht.

Vor allem aber mal finde ich es mehr als ein bisschen erschreckend, wie der Mann hier quasi heiliggesprochen wird. Ich will nicht behaupten dass er nichts gutes oder bewundernswertes getan hat, aber er hat eben auch so einige unschöne Dinge getan, unterstützt und vorangetrieben.

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hjcatlaw 02.09.2018, 10:29
77. Bei der

Inszenierung von McCains Trauerfeier ging es neben aller Ehrerbietung dem Verstorbenen gegenüber um ein klares Bekenntnis gegen die Politik des gegenwärtigen amerikanischen Präsidenten, und das ist auf subtile Weise der Trauergemeinde und den Rednern perfekt gelungen. Trump mit keinem Wort erwähnt, aber allgegenwärtig. Insofern macht dieses Ereignis Hoffnung, und wenn dieses McCain mit der Planung seiner Trauerfeier erreichen wollte, dann ist es ihm gelungen.

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outsider-realist 02.09.2018, 10:48
78. Kontext

Zitat von Tubus
Persönlich war Mc Cain sicher ein honoriger Mann mit Haltung und Stil, was er auch besonders nach seiner Niederlage gegen Obama bewies. Politisch war er ein Kriegstreiber von der schlimmsten Sorte und genau so ein Vertreter amerikanischen Exceptionalismus, wie sein rüpelhafter Kontrahent Trump auch. Peinlich, wie der Autor des Artikels Trump vorwirft, er hätte sich vor dem verbrecherischen Vietnamkrieg gedrückt. Bei uns werden doch sonst Deserteure als Widerstandskämpfer gefeiert, oder wie jetzt?
Auch wenn es schwer fällt. Betrachten Sie das Ganze mal im Kontext. Trump mochte nach eigener Aussage McCain nicht, weil er Soldaten verachtet, die sich im Krieg gefangen nehmen lassen. So tickt ein Trump und da liest sich doch das sich Drücken vor dem Vietnamkrieg ganz anders, nicht wahr?

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oranje-web 02.09.2018, 10:59
79. man sollte nicht vergessen

das dieser Mann Bomber Pilot war in einem krieg der unrechtmäßig , (fall von Tonkin das amerikanische Gleiwitz) geführt wurde dort hat er niicht Bonbons auf Zivilisten abgeworfen. Er war ein Hardliner der krieg als mittel zur Durchsetzung amerikanischer ziele für rechtmäßig hielt. Nur weil er gegen trump war wird er in Deutschland gehuldigt? was geht mich ein amerikanischer bomberpilot an... SPON macht der transatlantik wieder mal alle ehre .. nein in Deutschland ist der man kein Held .

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