Forum: Politik
Trauerfeier für John McCain : Ein Fanal gegen Donald Trump
AFP

Amerika nimmt Abschied von Senator John McCain. Nur der Präsident ist nicht dabei. Das wird ihm schaden.

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mwroer 01.09.2018, 15:21
10.

Was hätte Herr Nelles geschrieben wenn Trump teilgenommen hätte? Auch was negatives.

Mc Cain wollte Trump nicht dabei haben, der hat das respektiert. Fertig.

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DJ Bob 01.09.2018, 15:26
11. Rip

RIP John McCain Du hast gewusst wie "wahre" Demokratie funktioniert!! Kein dumpfes Parteigehorsam! Selbst ein Gesetz die Du eigentlich in den Form abgelehnt hast hast Du die Stange gehalten nämlich Obama Care
Du hast keine äussere Kraft gebraucht um nach Vietnam zu reisen um sich mit seine ehemalige Feinden zu versöhnen. In den letzten Tagen in Vietnam wird wegen Deine Person getrauert! Du hast wie kein anderer dafür gesorgt das zwischen die USA und Vietnam sogar freundschaftliche Beziehungen herrschen
. Du was unbequem bist zum schluss indem du den amtierende US Präsident ausdrücklich ausgeladen hast! Ja eine noch vernichterende Ohrfeige war der ausdrückliche Wunsch für eine Grabrede von Obama

Auch wenn ich eigentlich Atheist bin sage ich:


RIP John McCain and God bless you!

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merkel123 01.09.2018, 15:33
12. Verlogen,

was Herr Nelles von sich gibt: Waere McCain 2008 zum Praesidenten gewaehlt worden - und er waere ein guter Praesident geworden - , waere er seitens SPON den gleichen Hass- und Hetzartikeln ausgesetzt worden wie vorher Bush jr. und jetzt Trump. Man stelle sich vor: Ein boeser Bomberpilot gegen das vietnamesische Brudervolk als Praesident usw.
Schaebig, Herr Nelles, einen Toten so zu instrumentalisieren! Nur weil er, was ihn ehrt, in manchen Fragen anderer Meinung als Trump gewesen ist.
Im uebrigen glaube ich, dass die USA heute nicht mehr oder weniger gespalten sind als 2016 oder 2008.

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schmidt-post 01.09.2018, 15:33
13.

Zitat von mueller23
"Seit den Tagen von George Washington nehmen US-Präsidenten die Rolle des gerechten Versöhners der Nation ein." Sehr witzig, Washington war Sklavenhalter. Checken Sie die 56 Unterschreiber der Declaration Of Independence durch, das waren alle superreiche, megareiche Unternehmerfiguren, die sich von der britischen Krone nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollten.
Die These stimmt.
1. Damals war Sklavenhaltung völlig normal, auch für europäische Staaten.
2. Auch die "normalen" Kolonisten kämpften für die Unabhängigkeit, nicht nur die Superreichen.
Etwas Geschichtskenntnis schadet nicht.

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bakiri 01.09.2018, 15:34
14. Die USA haben einen großen Politiker verloren,

den sie in diesen Zeiten umso dringender gebraucht hätten. So traurig der Anlass auch ist, hat die Trauerfeier etwas positives: Sie zeigt Zusammenhalt und Gemeinsamkeit der politischen Lager, sie zeigt Parteien übergreifendes denken und erinnert an die Grundwerte. Bei dieser Trauerfeier verhalten sie sich einmal so, wie politisches Handeln zur Gestaltung eines Landes im Alltag eigentlich sein sollte. Es ist klar, dass ein Spalter dort keinen Platz hat (und diese Tatsache offenbart sich sehr deutlich durch diese Veranstaltung und sein vorheriges Verhalten. Leider zeigt sich auch die Uneinsichtigkeit und Dummheit seiner Anhängerschaft, wie man durch Kommentar 2 sieht). Es ist alleine ärgerlich, dass in diesem Zusammenhang so viel über die Abwesenheit von Trump berichtet wird. Er sollte schlichtweg einfach egal sein und nicht weiter erwähnt werden. Was hat er schließlich mit der Trauerfeier zu tun?

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Esthos 01.09.2018, 15:42
15.

Es bleibt vermutlich ein frommes Wunschdenken, dass es Trump am Ende schadet. Was an dem Typen alles schon abgeperlt ist, von dem man dachte, dass das diesmal nun wirklich sein Ende ist. Thema "grab them by the pussy" oder auch die Beleidigung des Veteranen McCain.

Wir verstehen Trumps Anhänger schlichtweg nicht, man feiert ihn nach wie vor. Manchmal habe ich den Eindruck, dass er auf offener Straße jemanden erschießen könnte, es hätte keine Konsequenzen.

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fred_m 01.09.2018, 15:47
16. McCain könnte mehrere Gründe gehabt haben

Zitat von Ultras
Nämlich daß störrische alte Mann aus Arizona selbst im Tod noch unversöhnlich ist - wenig christlich - und so an der Spaltung Amerikas ein letztes Mal mitarbeitet.
McCains Entscheidung war völlig korrekt. Für Trump wäre eine Teilnahme an der Trauerfeier nur eine willkomme Möglichkeit zur weiteren Selbstdarstellung gewesen. Schöne Fotos, ohne dafür etwas zu liefern. Dieses Gratisgeschenk hat McCain ihm verweigert.

Ein weiterer Grund könnte die sehr beleidigende Information gewesen sein, die vor einigen Monaten aus dem Weißen Haus durchsickerte. Die Aussage kam zwar nicht von Trump selbst, aber war doch ganz in seinem Sinne.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/john-mccain-mitarbeiterin-nach-bemerkung-ueber-krebserkrankung-gefeuert-a-1211417.html

Mit der Ablehnung von Trump hat McCain den Trauergästen bei seiner Beerdigung viel Ärger erspart.

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mueller23 01.09.2018, 15:53
17. Ehrabschneidung, Beleidigung aus der untersten Schublade

Trump sagte, er mag keine Kämpfer, die sich gefangen lassen nehmen.
Er selbst hat sich kraft des Einflusses seines Vaters um den Kriegsdienst drücken können.
Teile der Bevölkerung, die noch nicht komplett verunklugt sind, wissen das.

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peer.seus 01.09.2018, 15:57
18. Die Worte hör ich gern, allein ..

Die Worte hör ich gern, allein mir fehlt der Glaube.

Leben wir nicht in Zeiten einer laufenden technischen Revolution, die eine soziale Revolution nach sich ziehen wird, nach sich ziehen muss?

Leben wir nicht in Zeiten, in denen die Zuverlässigkeit dessen, was wir als Wahrheit bezeichnen, verloren gegangen ist?

Die Tatsache, dass jeder Mensch seine eigene Wahrheit sieht und wir uns in unseren Gesellschaften und Gruppen der Gesellschaft auf gemeinsame Wahrheiten einigen löst sich durch die Ende-zu-Ende-Kommunikation auf. Unsicherheit und Ohnmacht in Bezug auf Wahrheit und Realität sind weit verbreitete Gefühle bei den Menschen.

Und Leute wie Trump, Orban oder Höcke schlagen daraus ihr Kapital, dass sie denen, die Ohnmacht und Not empfinden, Scheinlösungen in die Augen streuen.

Und wenn Trump nur das (gruselige) Symptom dieser kollektiven Identitätskrise ist, die durch die erlebte Unzuverlässigkeit der eigenen Sinne und Gefühle und das noch nicht entwickelte "digitale Ich" ausgelöst wird, dann wird der Medusa einfach der nächste Kopf wachsen, auch wenn es Trump jetzt mühselig politisch zerreißen würde. Die Triebfeder für all die autoritären Phänomene liegt in den Menschen. Sie sehnen sich in diesen Zeiten ihrer eigenen Orientierungslosigkeit und Verletzlichkeit nach einem starken Führer.

Und wenn er nur genügend Stärke verkörpert, dann muss er es auch mit der Wahrheit nicht so genau nehmen - es ist ja "für einen guten Zweck": Die eigene Orientierungslosigkeit soll nicht spürbar sein, jede dümmliche Überkompensation ist willkommen.

Die Trauerfeier für McCain ist da viel zu rational und hilft denen nicht, die sich überfordert den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen einer digitalen Welt stellen müssen. Und damit ist nicht die Beherrschung von Wisch-Gesten auf Handys gemeint, sondern die Neuordnung der Macht gemeint - der individuellen Macht jedes einzelnen Menschen genauso wie der Macht derer, die Gesetze machen und derer, die sie durchsetzen.

Insofern: Kann sein, dass das Trump schadet. Aber so lange die Menschen keine stabile Identität in den entstehenden digitalen Gesellschaften bilden, werden wir dauerhaft mit geschichtsvergessenen Realitätsverweigerern zu tun haben.

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newera2100 01.09.2018, 16:02
19. McCain war nun wirklich kein Held

... und seine aussenpolitischen Ambitionen - ganz auf der Linie von GWBush, Cheney, Rumsfeld, Powell und den anderen Falken - katastrophal für den Weltfrieden. Ich denke das, was normalerweise einigermaßen vernünftige Politiker wie Biden an McCain schätzten, war dessen Integrität und Standhaftigkeit - Eigenschaften also, die ein guter Präsident haben sollte, die Trump aber so fremd sind wie dem Fisch die Wüste.

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