Forum: Politik
Trauerzug für Kim Jong Il: Zehntausende Nordkoreaner beweinen ihren "Geliebten Führer

Der Sarg war mit weißen Blumen und einer roten Flagge geschmückt, 21 Salutschüssen wurden zu Ehren des Verstorbenen abgefeuert: In Nordkorea haben Zehntausende Abschied von Kim Jong Il genommen. Die sorgfältig choreografierte Zeremonie gab Hinweise auf die künftigen Machtverhältnisse.

Seite 4 von 5
seine_unermesslichkeit 28.12.2011, 16:49
30. ...

Zitat von Chris110
ich kann diese Ausreden nicht mehr hören. Die simple Wahrheit über Diktaturen ist, es gibt sehr viele Überzeugungstäter, und noch mehr Mitläufer. Anders könnte sich diese kleine Clique niemals halten. Erst hinterher will dann niemand dabeigewesen sein. Das alte Lied, gähn.
Da brauch man sich bloß unter den Ossis in diesem unserem Land umzuschauen. Die meisten behaupten nämlich, dass sie als Zonengrenzer daneben geschossen hätten, wenn ein Leibeigener Honeckers in den Westen abhauen wollte.
Die heute noch lebenden Zonengrenzer tun so, als ob sie damals nicht indoktriniert gewesen wären.
Ha...ha...ha!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
maximus100 28.12.2011, 16:49
31. Ist das echt,

Zitat von sysop
Der Sarg war mit weißen Blumen und einer roten Flagge geschmückt, 21 Salutschüssen wurden zu Ehren des Verstorbenen abgefeuert: In Nordkorea haben Zehntausende Abschied von Kim Jong Il genommen. Die sorgfältig choreografierte Zeremonie gab Hinweise auf die künftigen Machtverhältnisse.
oder die hohe Schule der Schauspielkunst?Das Geschreie und Geweine der Leute meine ich.Oder sind die alle wirklich so bekloppt?
"Wie sollte der Himmel auch nicht weinen,wenn unser großer Führer von uns gegangen ist"Wenn es nicht so traurig wäre könnte man sich glatt schlapp lachen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kein Ideologe 28.12.2011, 16:54
32. 234234234

Zitat von Hagelsturm
Die "Sache" hast Du noch nie so wirklich verstanden, weil Du Dich nicht informierst/interessierst. Die Nordkoreaner wissen gar nichts über die "Welt da draussen". Die sind vollkommen abgeschirmt. Die Unterdrückung ist nahezu perfekt.
Die Sache ist leider nicht so eindeutig. Hab einen etwas längeren Beitrag dazu geschrieben, mal sehn ob der durch kommt.
Jedenfalls finde ich es unhöflich, wenn in einem Forum, in dem ja viele die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, eine Frage mit dem Vorwurf beantwortet wird, daß der Fragesteller sich nicht informiert hat.
Genau dazu dient die Frage, und wenn es sowas wie eine kluge Frage gibt, dann ist es diese. Sie führt einerseits zum Wahrheitsbegriff, andererseits zu der Frage, was nach dem Regime kommt. Und letztlich zu einer Erklärung, warum die Chinesen sich aus unserer westlichen Sicht in diesem Punkt so merkwürdig aufstellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stupp 28.12.2011, 17:01
33. -

Zitat von Chris110
ich kann diese Ausreden nicht mehr hören. Die simple Wahrheit über Diktaturen ist, es gibt sehr viele Überzeugungstäter, und noch mehr Mitläufer. Anders könnte sich diese kleine Clique niemals halten. Erst hinterher will dann niemand dabeigewesen sein. Das alte Lied, gähn.
Das ist wohl war. In bestimmten (privilegierten) Kreisen in Nordkorea sollen chines. Raubkopien von Filmen aus Südkorea sehr beliebt sein. Da wissen also mehr Leute Bescheid über die Welt "da draußen", als man glaubt. Die Frage ist, was man mit diese Wissen anfängt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
manometer 28.12.2011, 17:02
34. Es tut gut,

daß uns SPON mit seinen täglichen, ergreifenden Kondolenzberichten an der Trauer des Nordkoreanischen Volkes am Ableben des geliebten Führers teilnehmen lässt.

Eine Anteilnahme, gepaart mit Hintergrundinformationen wie: " Die Macht hatte er 1994 nach dem Tod seines Vaters übernommen und das Land seitdem mit eiserner Faust regiert."

Dieser "eisernen Faust" ist es zu verdanken, dem Volk Frieden und Freiheit gebracht zu haben, wie es sich am sympathischen, pausbäckigen Gesicht von Kim Jong Un gut ablesen lässt, der hier stellvertretend für alle Nordkoreaner steht.

" Auch Ri Yong Ho, Chef des Generalstabs der mächtigen Volksarmee, begleitete den Trauerkorso. Der Vize-Marschall genoss das Vertrauen Kim Jong Ils und begleitete ihn häufig auf dessen Reisen."

Ja, diese wohltätigen Reisen zu den Ponyhöfen Nordkoreas, finden nun ihr Ende im Gedenkpalast, von wo aus zu neuen Ufern aufgebrochen wird, denn nunmehr: "soll sein Sohn nicht als Autokrat, sondern gemeinsam mit seinem Onkel Jang und dem Militär herrschen, wie die Agentur Reuters von einer Person mit engen Verbindungen zu den Regierungen Nordkoreas und Chinas erfahren hatte."

Und so erfahren wir es, dank unseres geliebten Führungsorgans SPON.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Simax 28.12.2011, 17:07
35. Woher bitte sollen sie es wissen ?

Zitat von kritilligenz
Eine Sache habe ich noch nie so wirklich verstanden: Weinen die Menschen, weil sie wirklich traurig sind, dass ihr "Geliebter Führer" gestorben ist (auf Grund der Gehirnwäsche halten sie Kim zumindest für einen solchen) oder weinen sie, weil sie es müssen, weil sie der Staat dazu zwingt? Warum weinen die Menschen? Wissen sie denn nicht, wie gut es ihnen ohne die Kims gehen könnte (mehr oder weniger)?
Es fehlen diesen Menschen jegliche Vergleichsmöglichkeiten. Ich finde den pseudoaufgeklärten herablassenden Tonfall absolut nicht angebracht. Und wenn man in einem absolut autoritären Elternhaus aufgewachsen ist weiß man vielleicht aus eigener Erfahrung was mangelnde Informationen und mangelnde Entfaltungsmöglichkeiten bewirken. Und selbst das repressivste Elternhaus ist ein absoluter Klacks gegen das abgeschirmte Regime in Nordkorea. Leute die gerne über die eigene Kindheit jammern sollen mal deren Umstände sich 50x schlimmer vorstellen ohne jede Möglichkeit zur Flucht oder überhaupt das Wissen um andere Systeme / Möglichkeiten. Vielleicht geht einigen dann mal ein Licht auf.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ludger_klein 28.12.2011, 17:22
36. Sie scheinen

Zitat von seine_unermesslichkeit
Da brauch man sich bloß unter den Ossis in diesem unserem Land umzuschauen. Die meisten behaupten nämlich, dass sie als Zonengrenzer daneben geschossen hätten, wenn ein Leibeigener Honeckers in den Westen abhauen wollte. Die heute noch lebenden Zonengrenzer tun so, als ob sie damals nicht indoktriniert gewesen wären. Ha...ha...ha!
uns Ossis ja sehr gut zu kennen! Es gehörte keine Indoktrination dazu, wenn man auf einen Flüchtling absichtlich daneben geschossen hat. Das konnte einem niemand von den kommunistischen Armee-Konsorten nachweisen. Man musste nur eines: Seinem Gewissen folgen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vagil 28.12.2011, 17:47
37.

Zitat von schönbergwebernberg
wissen wir nicht. Da ich an das Gute im Menschen glaube, denke ich schon, dass die Menschen genau wissen, was in ihrem Land so alles schief läuft. Die ganze Trauer ist nur gespielt; das ist antrainiert worden. Der Ruf nach dem Staat ist der Ausdruck von selbst verschuldeter Unmündigkeit. Selbst in Deutschland erschallt er, auch wenn mir mit der DDR so schlechte Erfahrungen gemacht haben. Zur Erinnerung: In der DDR war der Staat für alles verantwortlich, vom Klopapier bis zum Neuen Deutschland. Es gab Güter in Deutschland, die waren äußerst knapp und andere waren im Überfluss vorhanden, mit der Folge, dass man Brötchen an Schweine verfüttert hat. Hierzulande meckert man immer über die Kapitalismus, der angeblich zu viel produziert und wegschmeißt, aber dieser Vorwurf hat gar nicht Substanz. Die Kunst ist es, so wenig wie möglich wegzuschmeißen und das schaffen die auch. Und die Abfälle, die dann anfallen (z. B. vergammeltes Gemüse), kann man immer noch nutzen, nur halt nicht mehr an Menschen verkaufen. Der Ruf nach dem Staat drückt sich auch darin aus, dass, wenn die Bundestagswahl am nächsten Sonntag wäre, wir 100 % sozialdemokratische, staatsgläubige Parteien im Bundestag hätten. Die einzige nichtsozialdemokratische Partei, die FDP, wäre bekanntlich draußen. Die wichtigen Medien sind auch alle antiliberal und negieren das Indivdium. Der Glaube an den Staat ist so groß, dass SPD-Leute der CDU/CSU in ihrer Kritik an Frau Sabine Leuttheuser-Schnarrenberger (SLS) bestärken. Dabei ist SLS die fähigste Ministerin, in dieser Regierung sowie in diesem Amt. Haben Däubler-Gmelin und Zypris irgendwas positives erreicht? Schnarri hat in dieser Legislaturperiode, die gerade mal zwei Jahre alt ist, mehr erreicht, als die anderen zwei Damen zusammen in elf Jahren.
1) die haben toten Fisch von einen toten Diktator erhalten,die heulen vor lauter Glück,endlich mal wieder was zu essen!
2)was soll denn daran schwer zu verstehen sein wenn Lebensmittel vernichtet werden um die Preise hoch zu halten? Kulmination dessen was die Banken so vorführen.Der Kapitalismus ist abhängig von unendlichen Wachstumsqoten gegenüber endlichen Energieressourcen.Die Meschanismen vom Kapitalismus zu begreifen ist nicht so schwer,viel schwieriger dagegen ist es zu verstehen wie eine Hand voll Gierhälse es schaffen die Masse klein zu halten,darüber sollte man mal nachdenken und diskutieren,ich glaube da würden sich neue Horizonte auftun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pepito_sbazzeguti 28.12.2011, 17:49
38. Lachen

Zitat von maximus100
oder die hohe Schule der Schauspielkunst?Das Geschreie und Geweine der Leute meine ich.Oder sind die alle wirklich so bekloppt? "Wie sollte der Himmel auch nicht weinen,wenn unser großer Führer von uns gegangen ist"Wenn es nicht so traurig wäre könnte man sich glatt schlapp lachen.
Naja, den Leuten wird befohlen zu weinen und zu schreien - und dieser Befehl wird ausgeführt. Die Nordkoreaner wissen nichts von Welt um sie herum, kommunistische Indoktrination seit über 60 Jahren, das hinterlässt Spuren. Wer könnte sich bei uns vorstellen, für einen solchen Schweinehund auch nur eine Träne zu vergießen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sumerer 28.12.2011, 19:54
39.

Zitat von pepito_sbazzeguti
Naja, den Leuten wird befohlen zu weinen und zu schreien - und dieser Befehl wird ausgeführt. Die Nordkoreaner wissen nichts von Welt um sie herum, kommunistische Indoktrination seit über 60 Jahren, das hinterlässt Spuren. Wer könnte sich bei uns vorstellen, für einen solchen Schweinehund auch nur eine Träne zu vergießen?
Der "Große Führer" war Garant eines individuellen Abhängigkeitsverhältnisses, dessen Beendigung kollektiv betrauert wird. Es ist nur völlig natürlich, dass da auch Zähne klappern und das große Heulen ausbricht. Vergleichbar vielleicht mit der blamablen Niederlage einer Fußballmannschaft, die man gerade eben noch auf dem Platz angebetet und angehimmelt hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 5