Forum: Politik
Traumatisierte US-Soldaten: Das Heer der kranken Köpfe
AP/ DVIDS

Die Gräuel des Krieges hinterlassen Spuren bei den US-Soldaten. Tausende leiden unter traumatischen Stresserkrankungen - möglicherweise auch der Amokläufer Robert Bales. Doch die Armee-Psychologen haben vor allem ein Ziel: Die Kämpfer rasch zurück in die Schlacht zu schicken.

Seite 13 von 16
rabenkrähe 19.03.2012, 20:32
120. jaja

Zitat von sysop
Die Gräuel des Krieges hinterlassen Spuren bei den US-Soldaten. Tausende leiden unter traumatischen Stresserkrankungen - möglicherweise auch der Amokläufer Robert Bales. Doch die Armee-Psychologen haben vor allem ein Ziel: Die Kämpfer rasch zurück in die Schlacht zu schicken.
.........

Krieg an sich ist krank, da werden Arbeiter gezwungen auf ihresgleichen und deren Verwandte und Freunde zu schießen und sie zu töten.
Das geht nur mit Menschen, die krank sind oder sich krank machen lassen.
Oder die mit Drogen bearbeitet werden...
rabenkrähe

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wahrhabenwollen 19.03.2012, 20:33
121. falsch verstanden...

Zitat von ewspapst
Hat sich eigentlich keiner die Mühe gemacht, sich an den WK II zu erinnern? Millionen zwangsweiser Akteure, zu denen ich leider auch noch gehöre, haben nie einen Armee-Psychologen gesehen noch zugeteilt bekommen. Welche Vorstellung haben diese Schreiber eigentlich vom Kriegsgeschehen? Mit Verlaub, sie haben nicht die geringste Vorstellung davon, welche Veränderungen der Mensch in so einem Zwangszustand durchläuft und damit in der Regel fast immer und überall alleine fertig werden muss und auch wird. Wenn wir, die aktiv beteiligten gezwungenen Kampftruppen auf allen Seiten, zu diesen im Artikel genannten traumatischen Stresserkrankungen ebenfalls behandelt worden wären, dann bestünde die Weltbevölkerung nur noch aus Psychiatern und Psychopathen, wobei die Psychopathen schon wieder kräftig im Vormarsch sind und gar nicht schnell genug wieder auf einen neuen Krieg zusteuern.
, oder vielleicht hab ich mich auch schlecht ausgedrückt. Ich wollte keineswegs irgendwelche Kriegserfahrungen runterspielen. Zur Aussage, dass es ZWEI Paar Stiefel sind, die Einsätze im Irak und Afghanistan und damals im 2.Wk steh ich nach wie vor. Dass die Menschen damals durch ihre Umwelt anders geprägt waren (der letzte große Krieg war keine 50 Jahre her) ist meiner Meinung nach auch nicht zu vernachlässigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kanalratz 19.03.2012, 20:33
122.

Zitat von bayrischcreme
Man kann ja gerne über Sinn und Unsinn jedes einzelnen Einsatzes diskutieren. Ih pauschaler Kommentar über Soldaten ist in jedem Fall ein Armutszeugnis für Sie. Jegliche Freiheit musste in der Geschichte hart erkämpft werden. Von mutigen Geistern und von Soldaten. Nur weil Sie nichts anderes kennen als Freiheit und Ihnen diese Freiheit geschenkt wurde, heisst das nicht dass sie selbstverständlich ist. Eigentlich haben Sie Freiheit nicht verdient. Es könnte für Sie sehr heilsam sein, wenn Sie mal ein paar Jährchen in einem unfreien Land leben müssten und niemand sich für ihr Schicksal interessiert.
Ich kann nicht feststellen, dass in den beiden letzten Jahrhunderten Armeen / Soldaten die Freiheit der Menschen erkämpft hätten. Soldaten waren immer nur nur Schachfiguren wirtschaftlicher und finanzieller Interessen von bestimmten Herrschern / Systemen. Freiheit / Demokratie wurde z.B. in Deutschland erst möglich nach dem Zusammenbruch der militaristischen Systeme des Kaiserreichs bzw. des Dritten Reichs. Wenn es eine gesellschaftliche "Kaste" gibt, die mit Freiheit oder Demokratie nicht viel anfangen kann, dann doch die Spezies Soldat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
leo321 19.03.2012, 21:08
123. Widerspruch

Zitat von kanalratz
Ich kann nicht feststellen, dass in den beiden letzten Jahrhunderten Armeen / Soldaten die Freiheit der Menschen erkämpft hätten. Soldaten waren immer nur nur Schachfiguren wirtschaftlicher und finanzieller Interessen von bestimmten Herrschern / Systemen. Freiheit / Demokratie wurde z.B. in Deutschland erst möglich nach dem Zusammenbruch der militaristischen Systeme des Kaiserreichs bzw. des Dritten Reichs. Wenn es eine gesellschaftliche "Kaste" gibt, die mit Freiheit oder Demokratie nicht viel anfangen kann, dann doch die Spezies Soldat.
Es ist merkwürdig, dass Sie den Widerspruch in Ihrer Aussage nicht sehen. Das Dritte Reich ist nicht von selbst zusammengebrochen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fussball11 19.03.2012, 21:08
124.

Zitat von coldplay17
Angegriffen wurden die USA von Al Kaida, deren Schutzherr die Taliban waren. Dass die USA uns nicht im Kampf gegen Al Kaida dabei haben wollte, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Aufgabenteilung in Afghanistan sah wohl so aus, dass die Bundeswehr für die eigentliche Terroristenjagd nicht (mehr) zuständig war.
Einsatz am Hindukusch: Deutschland drängte sich*für Afghanistan-Krieg auf - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Einfach mal nachlesen, dann ist man besser informiert .

Al Kaida und Afghanistan ist ja wohl Jahre vorbei, der Krieg wird jetzt gegen die Taliban geführt, ein Krieg der eigentlich gegen das Völkerrecht verstößt - na ja, dafür geht er ja wohl auch verloren.

Während sich Al Kaida in anderen Ländern weiter verbreitet hat und jetzt sogar dort aktiv ist wo unsere Kräfte kämpfen, geht das sinnlose Sterben in AFG weiter. Der Westen hat sich ja schon früher von Osama Bin Laden vor den Karren spannen lassen, seinen Nachfolgern gelingt das wohl wieder.

Sie sollten sich mal mit den Zielen von Al Kaida beschäftigen. Dort wird deutlich gesagt das man den Westen auf arabischen Gebiet in Kriege verwickeln muss, sie dort besiegen wird und dann werden die ungläubigen Diktaturen gestürzt und Gottesstaaten errichtet - sehen sie evtl. Parallelen mit der Gegenwart?

Der Schaden, den wie den Grundlagen der Demokratie in den letzten Jahren zugefügt haben, ist immens und kaum reparabel. Mittlerweile nennen wir Kriege schon "Mittel der Verbreitung der Demokratie" - was für ein erbärmlicher Zustand.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peat53 19.03.2012, 21:15
125. Die USA verheizen ihre Soldaten

[QUOTE=sysop;9849730]
__________________________________________________ _______
in sinnlosen Einsätzen. Der Artikel wirkt etwas propagandistisch, weil seit 10 Jahren lese ich nur das Gg.Teil- dass nämlich traumatisierte Heimkehrer
null bis fast keine psych.Unterstützung bekommen, geschweige erstmal eine ausreichende Sozialhilfe oder Sozialbetreuung, Ehen zerbrechen, es kommt zu Morden, die Veteranen verfallen Drogen und Alkohol.
Es mag sich ja was geändert haben, doch den letzten negativen Artikel über das Problem las ich gg. Ende letzen Jahres.
Also soll hauruck sich was geändert haben ?
Das ist nicht glaubwürdig.
Ich halte es für verantwortungslos Traumatisierte noch mal in einen Einsatz zu schicken, weil sie wohl Sachen erlebt haben die man sein ganzes Leben nicht vergesst, fürs Gehirn gibts keine Waschanlage,
schlimme Erlebnisse kann man vielleicht durch jahrelange Psychotherapie
verringern aber nicht gänzlich löschen.
Was auch völlig verschwiegen wird, dass die Soldaten wie jetzt in Afghanistan wohl auch ziemlich viel Drogen nehmen.
Dass sich ein GI frühmorgens betrinkt um dann Amok zu laufen ist genausowenig glaubwürdig. Soweit ich informiert bin gibts in den
Standorten/Kasernen einen regelmentierten Alkausschank.
Auch glaube ich nicht dass sich ein Betrunkener mit Benzinkanister auf einen 4km Fußmarsch gemacht und am Tor vorbeigeschuggelt hat, eher sind wohl 4-5 Soldaten mit dem rausgefahren und haben dann mit ihm den Amok geliefert und sind dann einfach abgehauen und haben ihm die Schuld in die Schuhe geschoben. Die waren wohl alle High-dicht.
Die Hälfte der US-Soldaten in Vietnam waren auf Drogen und haben auch Massaker begangen, warum sollte es in Afghanistan wo es alles gibt anders sein ?
Den USA wird ein Desaster blühen im Orient wenn sie so weitermachen.
Mtwl. wird ein 1/3 der Army aus dem Knast rekrutiert, man sucht sich natürlich die Härtesten aus,kein Wunder was die dann anrichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
denn76 19.03.2012, 21:20
126.

Zitat von dumedienopfer
Die frage aber muss lauten, wie Naiv sind sie eigentlich... ps. ich kann das verstehen, schön in Mecklenburg für 800 euro oder 1000 euro arbeiten gehen(Facharbeiter), davon die Miete und das Auto bezahlen... Beim Bund ist man gut beim dreifachen ! Das junge Menschen noch kein Plan haben vom leben, ist nicht sonderlich neu oder ?
Fuer noch mehr Geld kann ich mich auch prostituieren, Bankraeuber oder Auftragskiller werden. Nur sollten fuer die Berufswahl doch auch moralische Punkte eine Rolle spielen. Als Soldat muss ich damit rechnen auf andere Menschen zu schiessen, zu toeten. Somit sollte fuer vernuenftig denkende Menschen dieser Beruf gar nicht in Frage kommen.

Dass es ggf traumatisierend sein kann wenn man das Grauen miterlebt, und andere Menschen toetet, sollte nicht so ueberraschend sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
maxxxonator 19.03.2012, 21:25
127. Multipolarität schwer vorstellbar

Zitat von MashMashMusic
Haben Sie auch eine relevante Quelle? Und ich kann's gar nicht erwarten, dass endlich der chinesische Sozialismus, kombiniert mit den Auswüchsen des Manchesterkapitalismus und das Putin-Zarentum die Welt regieren. Eineige Leute sollten sich mal überlegen, was genau sie sich tatsächlich wünschen.
Ich glaube, da haben Sie mich falsch verstanden! Ein Erstarken von Rußland und China bedeutet nicht, dass wir unter einen neuen Hegemon geraten.

Aber es bedeutet eventuell (so zumindest meine Hoffnung), dass

a) wir wieder einen größeren Meinungs- und kulturellen Pluralismus erleben werden.

b) keine alleinige Supermacht es sich mehr erlauben kann, sich selbst so massiv gefälscht und geschönt darzustellen, wie derzeit die USA

c) sich keine einzige Supermacht einen solchen realpolitischen Amoklauf mehr erlauben kann, wie wir ihn seit nun mehr als 10 jahren von unserer derzeit alleinigen Hegemonialmacht erleben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wahrhabenwollen 19.03.2012, 21:39
128. bitte was?

Zitat von fussball11
Einfach mal nachlesen, dann ist man besser informiert . Al Kaida und Afghanistan ist ja wohl Jahre vorbei, der Krieg wird jetzt gegen die Taliban geführt, ein Krieg der eigentlich gegen das Völkerrecht verstößt - na ja, dafür geht er ja wohl auch verloren. Während sich Al Kaida in anderen Ländern weiter verbreitet hat und jetzt sogar dort aktiv ist wo unsere Kräfte kämpfen, geht das sinnlose Sterben in AFG weiter. Der Westen hat sich ja schon früher von Osama Bin Laden vor den Karren spannen lassen, seinen Nachfolgern gelingt das wohl wieder. Sie sollten sich mal mit den Zielen von Al Kaida beschäftigen. Dort wird deutlich gesagt das man den Westen auf arabischen Gebiet in Kriege verwickeln muss, sie dort besiegen wird und dann werden die ungläubigen Diktaturen gestürzt und Gottesstaaten errichtet - sehen sie evtl. Parallelen mit der Gegenwart? Der Schaden, den wie den Grundlagen der Demokratie in den letzten Jahren zugefügt haben, ist immens und kaum reparabel. Mittlerweile nennen wir Kriege schon "Mittel der Verbreitung der Demokratie" - was für ein erbärmlicher Zustand.
Eben! lesen ist eine gute Idee.
Es gibt das OEF-Mandat und das ISAF Mandat.
Der Großteil ALLER Truppen steht unter ISAF Mandat, und das Ziel dieses EInsatzes ist es die afghanischen Sicherheitsbehörden solange zu unterstützen, bis sie die Sicherheit selbst gewährleisten können.
Dieses Mandat wurde unter mitwirken der afghanischen Übergangsregierung erstellt. Also kommen sie nicht mit so einem Halbwissen. Rein rechtlich ist die Lage klar.


Das OEF-Mandat dient der Bekämpfung des Terrorismus und ist etwas völlig Anderes.

Ich kann es echt nicht mehr lesen, wie sich hier Leute als Pseudo-Völkerrechtler melden.
Die Romantisierung von Taliban als Freiheitskämpfer ist ebenso absurd.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wahrhabenwollen 19.03.2012, 22:03
129. zum Nachdenken!

Zitat von denn76
Fuer noch mehr Geld kann ich mich auch prostituieren, Bankraeuber oder Auftragskiller werden. Nur sollten fuer die Berufswahl doch auch moralische Punkte eine Rolle spielen. Als Soldat muss ich damit rechnen auf andere Menschen zu schiessen, zu toeten. Somit sollte fuer vernuenftig denkende Menschen dieser Beruf gar nicht in Frage kommen. Dass es ggf traumatisierend sein kann wenn man das Grauen miterlebt, und andere Menschen toetet, sollte nicht so ueberraschend sein.
1. Ein Polizist muss auch damit rechnen auf andere MEnschen zu schießen, ggf. zu töten, ist er deswegen unvernünftig, oder gar unmoralisch?

2. Ein Soldat wird nur in den Einsatz geschickt, weil die Regierung, die hier in Deutschland demokratisch gewählt(oder wollen sie das etwa anzweifeln?!) wurde das so beschlossen hat.

3. Handeln Menschen, die sich verteidigen und notfalls den Angreifer verletzen und oder töten unmoralisch, wenn er ihnen nach dem Leben trachtet?? Sie würden damit das (weltweit geltende) Notwehrrecht in Frage stellen.

4. Sie stellen unsere Soldaten mit Bankräubern und Auftragskillern auf eine Stufe, das disqualifiziert sie als Diskussionspartner!

5. Stehen sie hinter unserer Verfassung und unserem Grundgesetz? Wären sie bereit dafür Opfer zu bringen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 13 von 16