Forum: Politik
Treffen auf Kirchentag: Obama stärkt Merkel in Flüchtlingspolitik
AFP

Zehntausende haben sich vor dem Brandenburger Tor versammelt, um Barack Obama und Angela Merkel zu sehen. Der Ex-Präsident und die Kanzlerin warben für Menschlichkeit und Pluralismus.

Seite 1 von 5
frazis 25.05.2017, 13:02
1. Christliches Mitgefühl

ist eine Sache. Die andere ist aber pragmatisches Handeln in der Politik. Obama hat zu Recht darauf hingewiesen, dass Politiker auch eine Verantwortung gegenüber dem eigenen Volk haben. Moralisches Handel, wie es Kirchenpolitiker bei fast jeder Gelegenheit fordern hört sich zwar gut an, mit der rauen Wirklichkeit hat dies aber allzuoft - leider - nicht allzuviel zu tun.

Beitrag melden
Be Kind 25.05.2017, 13:02
2. Klasse Livestream, unverständliche Spiegelinterpretation

Danke für die Klasse Liveübertragung! Schade, dass die humane und verbindende Euphorie der Veranstaltung in der Spiegel-Berichterstattung null Platz findet. Das Wesen des Gesprächs war definitiv nicht, dass Obama die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin unterstützt, es ging um viel viel mehr und ein deutlich größeres Weltverständnis. Der Spiegel reduziert auf verkaufsfördernde Headlines. Das ändert sich sicher auch mit einer neuen Generation Journalisten, so wie den ambitionierten jungen Interviewteilnehmern auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor.

Beitrag melden
aalf 25.05.2017, 13:28
3. Wahlhilfe?

Obamas Äußerungen klangen zum Teil sehr nach Wahlhilfe für die Kanzlerin.
Merkel und Obama erwähnten zudem mehrfach die verschiedenen Glaubensrichtungen, die große Gruppe der Konfessionslosen, nach Schätzungen über 30%, blieben unerwähnt.

Beitrag melden
B.Borowski 25.05.2017, 13:55
4. Wie üblich ...

.. allgemeine Wohlfühl-Floskeln und Durchhalte-Parolen zur Rechtfertigung der eigenen Entscheidungen. Eigentlich kann man auch nicht mehr erwarten - wer gibt schon gerne und freiwillig zu, dass er sich geirrt hat? Jeder Einzelne sollte aber sein Hirn bemühen und versuchen, die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Aussagen selbst zu beurteilen – und sich nicht vertrauensselig auf die Meinung der Führungs-Elite verlassen.

Beitrag melden
sarkasmis 25.05.2017, 13:58
5.

Wenn Obama Merkels Politik so super fand, warum hat er sie dann nicht nachgemacht? Wie viele Syrer haben die USA unter ihm aufgenommen? 5.000 pro Jahr?

Beitrag melden
alter_nativlos 25.05.2017, 14:17
6. Leider hat Obamas christliches Mitgefühl....

....auch in seiner Amtszeit nicht zur Aufnahme syrischer und irakischer Flüchtlinge in den USA geführt, obwohl doch gerade die USA ein gutes Teil Mitschuld an den Ursachen tragen (Irak-Krieg, Stärkung von Assad...). Es ist eben immer einfacher, mitfühlend zu reden als mitfühlend zu handeln, was die Verdienste von Obama im übrigen nicht schmälern soll. Für Merkel, eine seiner "besten Freundinnen", ist sein Auftritt jedenfalls eine gute Wahlkampfhilfe und sicher einige Prozentpunkte wert. Wenn die Kanzlerin jetzt noch Erdogan die "Rote Karte" zeigen und Soldatinnen, Soldaten und Tornados aus der Türkei abziehen würde, ist die absolute Mehrheit für die Union, die sie in Bayern traditionell hat, auch im Bund greifbar nahe!

Beitrag melden
dieter 4711 25.05.2017, 14:25
7. Nächsten-, Feindesliebe und Bergpredigt in den Vordergrund stellen

Zitat von aalf
Obamas Äußerungen klangen zum Teil sehr nach Wahlhilfe für die Kanzlerin. Merkel und Obama erwähnten zudem mehrfach die verschiedenen Glaubensrichtungen, die große Gruppe der Konfessionslosen, nach Schätzungen über 30%, blieben unerwähnt.
Lieber aalf,
es war sicher eine Wahlhilfe für Angie. Warum sollte er die Konfessionslosen erwähnen, auch wenn die hier 30% der Bevölkerung ausmachen?
Ich bin dafür, das die Thesen von Jesus gerade in dieser Zeit mit Nächsten- und Feindesliebe und der Bergpredigz in den Vordergrund gestellt werden, vorallem bei einem Kirchentag.

Beitrag melden
karend 25.05.2017, 14:25
8. ,

"Obama stärkt Merkel in Flüchtlingspolitik"

Das ist natürlich einfach, wenn man selbst und die Steuerzahler des eigenen Landes nicht für die Kosten aufkommen und mit den Konsequenzen leben muss/müssen. Sozialbetrug, verschwundene Flüchtlinge etc. etc. Kriegsflüchtlingen sollte geholfen werden, doch dieses unkontrollierte Hereinlassen war verantwortungslos.

Beitrag melden
frederic_1618 25.05.2017, 14:29
9. Fast schon zu gefühlig,

wenn ich die Aussage von B. Obama richtig verstanden habe, ging es ihm darum, aufzuzeigen wie mit den Werten eine Verbundenheit entsteht, das hat die Kanzlerin dann auch gerne aufgenommen. Bei B. Obama meine ich aber auch herausgehört zu haben, dass es keinen 'allein-selig-machenden Anspruch' gibt und dass dies alle Gläubigen wissen. Weltoffen hat er sich präsentiert und für mich ist er weiterhin ein/der Mr. President und wenn's nur der 'der Herzen' ist, aber geradedrum!

Beitrag melden
Seite 1 von 5
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!