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Treffen in Biarritz: Drohungen zum Gipfel-Auftakt
Ludovic Marin/AFP

Miese Stimmung zu Beginn des G7-Treffens in Biarritz: US-Präsident Trump droht den Gastgebern erneut mit Strafzöllen auf französische Weine, die EU hält dagegen.

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hagebut 24.08.2019, 19:17
1. Der Clou

Nach den WTO/GATT-Vereinbarungen sind die USA berechtigt Schutzzölle zu verhängen. Das wird dort unter Zahlungsbilanzungleichgewichten behandelt.

Wehrt sich eine Volkswirtschaft dagegen durch Erhöhung der Zölle, wie z.B. jetzt die EU, dann ist das vereinbarungswidrig.

Wird wohl eine Zeit dauern bis das in die heuchlerischen Birnen reingeht.

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w.diverso 24.08.2019, 19:22
2. Bei diesen ganzen Strafzolldrohungen

sollte Trump nie vergessen, dass zwar die EU bei den Waren einen Überschuss mit USA hat, aber wenn man die ganzen Dienstleistungen, also die sozialen Medien, Versicherungen, diverse Software und die Banken berücksichtigt, hat wieder die USA einen Überschuss. Dass die amerikanischen Internetkonzerne ihre Gewinne nicht in USA entsprechend versteuern, ist eine Schwäche von Amerika. Die EU könnte bei amerikanischen Strafzöllen auf Waren immer leicht mit Steuern auf diese Firmen reagieren. Schein auch der Grund zu sein warum Trump da doch etwas zurückhalten ist.

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WilhelmTell 24.08.2019, 19:27
3. @hagebut

Nach welchen Vereinbarungen sind denn die USA berechtigt, sich als Petrodollar- und SWIFT - Chefs aufzuspielen oder mal kurz regime changes in Ländern durchzuführen, die ihre eigene unabhängigere Wirtschaft aufbauen wollen ? Wer hat denn die Genscher-Gorbatschow-Vereinbarung oder nun gerade den INF-Vertrag gebrochen ? Welche Vereinbarung gibt den USA das Recht, Europa wirtschaftliche Sanktionen gegen IHNEN ungenehme Länder aufzuerlegen ? Erklären Sie mal...

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Liberalitärer 24.08.2019, 19:30
4. Waldbrände

Laut NASA liegen die leicht unter Normalniveau. Regenwälder brennen übrigens nicht, Duschen auch eher selten, es geht um die Übergangszone.Dort gibt es eine Trockenzeit und dort gibt es immer Brände. Es ist doch wohl glasklar, dass F und Irland einen Anlass, um dieses Handelsabkommen in die die Tonne zu treten und das könnte sehr wohl etwas damit zu tun haben, dass die EU demnächst ein paar Tonnen US Rindfleisch zusätzlich einführen muss. Bei einem hard Brexit verliert den Irland den hochpreisigsten Absatzmarkt und dann bleibt nur in die EU Niedriglohnzone zu exportieren und das dürfte ziemllich uninterssant sein, da da eher rumänischen Pferdefleisch gegessen wird. Nicht falsch verstehen, Brasilien hat ein Problem mit seinen Wäldern allerdings auch nicht erst seit Herrn Bolsonario.

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WilhelmTell 24.08.2019, 19:33
5. Uebrigens.....

Fragen Sie mal Apple, Microschrott oder Amazon, ob die nicht eventuell in Delaware oder den Caymans Konten haben. Wenn Tonald Drump schon so idiotisch rumtönt, sollte er mal bei sich zuhause anfangen, seine digitalen Lieblinge anständig zu besteuern. Aber dazu hat er weder den Willen noch die Macht - scheinbar. Und er kauft ja auch nicht bei WalMart ein, der einen Grossteil von seinem Zeug aus Asien bezieht...

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bigroyaleddi 24.08.2019, 19:36
6. Trump gehört einfach die rote Karte gezeigt

und nicht die Gelbe. Etwas anderes versteht er nicht. Und ich weiss auch nicht, was denn sein Amerika außer IT und Harley Davidson heute noch zu bieten hat. Nichts mehr. Und bei IT kann Europa ganz sicher in kürzester Zit mithalten.

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gersois 24.08.2019, 19:36
7. 1 Flasche

Dann war wohl die eine Flasche Grand Cru classé im Wert von € 200,- doch wohl als Geschenk zu wenig, um ihn umstimmen zu können. Da hätten die französischen Winzer besser hinlangen müssen!

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hagebut 24.08.2019, 19:39
8. Falsch

Zitat von w.diverso
sollte Trump nie vergessen, dass zwar die EU bei den Waren einen Überschuss mit USA hat, aber wenn man die ganzen Dienstleistungen, also die sozialen Medien, Versicherungen, diverse Software und die Banken berücksichtigt, hat wieder die USA einen Überschuss. Dass die amerikanischen Internetkonzerne ihre Gewinne nicht in USA entsprechend versteuern, ist eine Schwäche von Amerika. Die EU könnte bei amerikanischen Strafzöllen auf Waren immer leicht mit Steuern auf diese Firmen reagieren. Schein auch der Grund zu sein warum Trump da doch etwas zurückhalten ist.
Als Handelsdefizit (englisch: Trade in Goods and Services) bezeichnet man das Defizit der Handels- und Dienstleistungsbilanz, also alles das was Sie aufgezählt haben.

Sie meinen wohl die Leistungsbilanz, die Primär- und Sekundäreinkommen inkludiert. Dazu ist halt festzustellen, dass es für einen arbeitslosen US-Amerikaner kein Trost ist, wenn die Leistungsbilanz durch Kapitaleinkünfte der amerikanischen Unternehmen im Ausland halbwegs (entgegen Ihrer Darstellung) ausgeglichen ist.

Auch macht es für einen arbeitslosen Amerikaner keinen Sinn, wenn die importierten Waren schön günstig sind.

Prophylaktisch: Von nahezu Vollbeschäftigung in den USA kann man wohl bei über 44 Millionen Lebensmittelmarkenempfängern nicht sprechen.

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hagebut 24.08.2019, 19:43
9. ;-)

Zitat von WilhelmTell
Nach welchen Vereinbarungen sind denn die USA berechtigt, sich als Petrodollar- und SWIFT - Chefs aufzuspielen oder mal kurz regime changes in Ländern durchzuführen, die ihre eigene unabhängigere Wirtschaft aufbauen wollen ?
Kann es sein, dass Sie das Thema reframen wollen? ;-)

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