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Treffen der Außenminister: Europäer dringen auf schnellen Austritt der Briten
DPA

Nach dem Brexit-Votum in Großbritannien bestehen die EU-Gründerstaaten auf einem schnellen Austritt des Landes aus der Union - und drängen die britische Regierung zu mehr Tempo.

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bermany 25.06.2016, 13:45
1. Was würde ich als Brite tun

Zunächst: Für den Fall eines Brexit waren Börsenabstürze und Währungseinbrüche vorhersehbar. Für alle Beteiligten hatte dies sogar Folgen, die mit 2008 vergleichbar waren. Nun gilt es, die Wirtschaft soweit möglich wieder aufzupeppeln, bis sich jeder an den Gedanken gewöhnt hat. Man deutet also an, in den nächsten Monaten erst einmal garnichts zu tun. In dieser Zeit leitet die EU Stabilisierungsmaßnahmen ein, auch für GB, schließlich sind sie noch immer in der EU. Milliarden werden fließen und die Briten halten so gut es geht die Hände auf. Der künftige Premierminister wird den Brexit einleiten, sobald sich die Lage stabilisiert hat. Es ist, als würde dir deine Frau sagen: Ich lasse mich scheiden, aber erstmal verprasse ich noch alle Kohle, die im Topf ist.

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BlogBlab 25.06.2016, 13:48
2. Verschmähte Liebhaber

Erst schrieben alle Zeitungen und mahnten alle EU-Politiker die Briten: Wir lieben euch, bleibt! und nun können es dieselben nicht mehr eilig genug damit haben, die Briten herauszuwerfen. Das sieht ganz nach einem Rachefeldzug aus verschmähter Liebe aus. Welchen Grund sollte es denn sonst für die geforderte Eile geben? "Wir wollen keine Hängepartie", wird offiziell genannt. Wieso? Solange GB noch Mitglied gelten alle alten Regelungen.

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fred0r 25.06.2016, 13:51
3. Hmm....

Was passiert eigentlich mit bereits abgenickten EU-Foerderungen ? Da fallen mir zum Beispiel die zig Mrd. Subvention fuer Hinkley Point ein.

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axelmueller1976 25.06.2016, 13:56
4. Ob das Drängen gut ist für Europa

Vermutlich kippt dann die Stimmung noch mehr gegen Brüssel .Hinzu kommt ,daß die Außenminister von Holland nach der Wahl im September und Frankreich 2017, auch mit einem Referendum rechnen müssen. Dann müßten diese Länder auch mit einer solchen Behandlung rechnen.

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at.engel 25.06.2016, 13:59
5.

Wenn die es in Brüssel nicht schaffen, schnellsten den Brexit abzuwickeln, können die den Laden in zwei drei Jahren dicht machen. London wird natürlich versuchen, ein Maximum an Privilegien und Sonderverträge herauszuhandeln. Wenn Brüssel da nicht schnellstens eine klare Linie zieht, kann man sich zurecht fragen, warum man drin bleiben soll.

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waldschrat_72 25.06.2016, 14:00
6. Die Briten..

..haben sich entschlossen, auszusteigen. Das ist zu respektieren. Jetzt sollte aber auch klar sein, wo die Tür ist. Tschüß dann.

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thrashmail 25.06.2016, 14:01
7.

Zitat von bermany
Zunächst: Für den Fall eines Brexit waren Börsenabstürze und Währungseinbrüche vorhersehbar. Für alle Beteiligten hatte dies sogar Folgen, die mit 2008 vergleichbar waren. Nun gilt es, die Wirtschaft soweit möglich wieder aufzupeppeln, bis sich jeder an den Gedanken gewöhnt hat. Man deutet also an, in den nächsten Monaten erst einmal garnichts zu tun. In dieser Zeit leitet die EU Stabilisierungsmaßnahmen ein, auch für GB, schließlich sind sie noch immer in der EU. Milliarden werden fließen und die Briten halten so gut es geht die Hände auf. Der künftige Premierminister wird den Brexit einleiten, sobald sich die Lage stabilisiert hat. Es ist, als würde dir deine Frau sagen: Ich lasse mich scheiden, aber erstmal verprasse ich noch alle Kohle, die im Topf ist.
So ist es, und nicht anders.
Die Hysterie seitens der "Rest EU" entlarvt einen gewissen "knock out", welchen man eigentlich dem UK unterjubeln wollte. -
Sicherlich wird es einen "UK-Scotex" und gleichermassen Northern Ireland Exit Versuch geben, das sind aber eher UK Probleme. Dann haben wir noch die zukünftige " ex EU Enclave Gibraltar".

Börsen verlieren heute fiktive Milliarden und gewinnen sie morgen fiktiv wieder zurück. No harm done.

Lehmann Brothers Pleite war wohl schlimmer.

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bermany 25.06.2016, 14:06
8. @BlogBlab

Ist Ihnen das wirklich nicht klar? Bei jeder ausstehendenden Entscheidung muss abgewogen werden, ob die Briten künftig dabei sind oder nicht. Solange die Briten in der EU sind, sind sie auch Entscheidungsbefugt. Das ist ein unhaltbarer Zustand und muss umgehend beseitigt werden. Zudem will die EU verhindern, dass die Briten in aller Ruhe eigene Handelsabkommen mit anderen Staaten beschließt. Von diesem Moment an sind die Briten keine Verbündeten sondern wirtschaftliche Mitbewerber. Und ja: man hat den Briten auf freundschaftliche Weise zum Bleiben aufgefordert. Das wollten sie jedoch nicht, es war also ihre Entscheidung.

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RRoger 25.06.2016, 14:08
9. Europäer?

Ich sehe alte Männer auf dem Foto und das soll Europa sein? Was für eine unglaubliche Arroganz.

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