Forum: Politik
Treffen der Außenminister: Europäer dringen auf schnellen Austritt der Briten
DPA

Nach dem Brexit-Votum in Großbritannien bestehen die EU-Gründerstaaten auf einem schnellen Austritt des Landes aus der Union - und drängen die britische Regierung zu mehr Tempo.

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multi_io 25.06.2016, 15:56
90.

Zitat von bermany
Ist Ihnen das wirklich nicht klar? Bei jeder ausstehendenden Entscheidung muss abgewogen werden, ob die Briten künftig dabei sind oder nicht.
Das gilt prinzipiell für jedes andere Mitgliedsland genauso. Jedes Mitgliedsland kann jederzeit nach eigenem Ermessen seinen Austritt nach Artikel 50 einleiten -- oder auch nicht. Das EU-Referendum ist eine GB-interne Sache. Wann die Briten ihren Austritt einleiten, ist deren Sache. Solange sie Mitglied sind, haben sie alle damit verbundenen Rechte und Pflichten.

So sieht mMn die rechtliche Situation aus.

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multi_io 25.06.2016, 15:58
91.

Zitat von kleinbürger
sich monatelang intensivst damit beschäftigt griechenland zu rechten, milliarden in das land zu pumpen und sich mit hochstablern wie varoufakis herumquälen, himmel und hölle in bewegung setzed um diesem pleitestaat in der EU zu halten
Die EU-Mitgliedschaft Griechenlands stand niemals zur Diskussion. Es ging um die Teilnahme am Euro.

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egoneiermann 25.06.2016, 15:58
92.

Ich sehe jetzt nicht, was eine Eile bringen soll. Politisch heben die Engländer in der EU nichts mehr zu sagen. Und solange sie noch in den Haushalt einzahlen, können sie auch noch die Vergünstigungen genießen.

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hebru 25.06.2016, 15:59
93. Keine Eile ???

Alle, die so was schreiben, bitte ich mal, fiktiv folgende Situation zu vergegenwärtigen:

Ihr Ehepartner erklärt Ihnen die Scheidung. Sie wird in etwas einem halben Jahr eingereicht werden, dann wird noch zwei Jahre "verhandelt" - "gestritten" wäre wohl eher der angemessenere Begriff.
ABER - es bleibt vorerst alles beim Alten - gemeinsames Bett, gemeinsame Küche, gemeinsames wirtschaften. "Hallo Schatz - ich kauf mal noch schnell ein neues Auto, du hast doch sicher kein Problem, wenn ich das von unserem gemeinsamen Konto bezahle- das wo du 50% davon einzahlst." ;-)

Aber zur EU / Brexit-Arie:
In diesen 2,5 Jahren werden also noch GEMEINSAME Verträge gemacht, in allen Entscheidungen denken beide ja wohl grundsätzlich an das "Gemeinwohl" ????
Und keiner der beiden wird versuchen, den anderen über den Tisch zu ziehen und noch mal schnell GEMEINSAM etwas durchzudrücken, wovon er dann später alleine profitiert???? Das haut doch alles nie und nimmer hin.
Ich kann mir beim besten Willen jetzt keine EU-Entscheidungen mehr vorstellen, wo die Briten ernsthaft noch die EU im Auge haben werden, wenn sie etwas fordern/entscheiden/ablehnen.
Die müssen aus dem Entscheidungsprozess raus - so bald wie möglich.
Just My2Pence,
HeBru

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egoneiermann 25.06.2016, 16:00
94.

Zitat von helmipeters
ist Europa die Gilde alter Männer a la Juncker denen es nur um ihre eigene Macht und nicht um die Menschen in Europa geht ?
Glaube nicht, dass es Junkers um seine Macht geht. Den Posten hätte er auch schon vier Jahre vorher haben können, er wollte aber weiterhin seinen recht machtlosen Posten als Ministerpräsident in Luxemburg bleiben.

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INGXXL 25.06.2016, 16:04
95. #76

Wer sich verzockt hat wird sich rausstellen. Wirtschaftlich wird man das regeln können. Die politische Folge könnte die Unabhängigkeit von Scotland und ggf Nordirland sein. Ausserdem wird der Finanzplatz London an Bedeutung verlieren.
Und das mit Griechenland liegt doch so das die ohne EU längst Pleite wären aber immernoch eine dicke Lippe haben. Kommt mir so vor wie ein Hartz 4ler der einem Job zum Klo putzen ablehnt. GB Austritt bedaure ich vor allen wenn es auseinander bricht Griechenland hätte man nie aufnehmen sollen Wäre gut wenn die austreten aber die hängen an den Geldtrasfusionen aus Brüssel

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kleinbürger 25.06.2016, 16:09
96. sie haben recht

Zitat von multi_io
Die EU-Mitgliedschaft Griechenlands stand niemals zur Diskussion. Es ging um die Teilnahme am Euro.
die energie die aufgewendet wurde war trotzdem fehlgeleitet.

man hätte die griechen aus dem euro entlassen sollen und sich bezeiten um die briten kümmern sollen.

energie verschendet für nothing important.

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sensei 25.06.2016, 16:09
97. Bisher hat keiner was gemacht

Nur weil die Europäer fordern, dass ein nicht politisch bindendes Referendum schnellst möglichst in eine große Umwälzung auslöst, heißt noch lange nicht dass die englische Politik dies genauso sieht.

Wäre es ein herber Gesichtsverlust für GB? Natürlich. Kann man sie dazu zwingen wenn der nächste Premier keine Lust hat den Brexit durchzuziehen und keine Mehrheiten im Parlament findet?

Die EU macht es sich aktuell sehr leicht. Sie tut so als hätte es in den letzten 20 Jahren nicht hunderte von Referenden gegeben und dann hat man sich immer sofort und ohne darüber nachzudenken an jedes Gehalten. Genau das Gegenteil ist der Fall.

Man sollte dem Land die Chance geben ihren politischen Prozess durchzuziehen und nicht auf Autmatismen pochen die man gar nicht kontrollieren kann.

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PaulchenGB 25.06.2016, 16:10
98. 6 EU-Gründungsaußenminister rotten sich zusammmen

die anderen 21 Außenminister aus z.B. Lettland, Slowakei, Polen sind entweder schlau, nicht dem Erpressungsversuchstreffen teilzunehmen oder die sechs "Gründer" kochen ihr eigenes Süppchen. Was für ein erbärmliches Verhalten. Keep calm. Verhandlungen abwarten und dann schauen wir mal, ob es tatsächlich zum Austritt kommt.

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Profdoc1 25.06.2016, 16:11
99. Sprachlos

Zitat von BlogBlab
Erst schrieben alle Zeitungen und mahnten alle EU-Politiker die Briten: Wir lieben euch, bleibt! und nun können es dieselben nicht mehr eilig genug damit haben, die Briten herauszuwerfen. Das sieht ganz nach einem Rachefeldzug aus verschmähter Liebe aus. Welchen Grund sollte es denn sonst für die geforderte Eile geben? "Wir wollen keine Hängepartie", wird offiziell genannt. Wieso? Solange GB noch Mitglied gelten alle alten Regelungen.
Ich bin wirklich sprachlos, was manche Foristen schreiben. Vielleicht hilft es auch sich zunächst mit einem Themenkreis auseinanderzusetzen und ebendiesen zu durchdringen!
Also, ein schneller Austritt ist deshalb jetzt wichtig, damit sich Märkte beruhigen und die EU neue Themen angehen kann. Ihr letzter Satz stellt dabei genau das Problem dar. Verstehen Sie: In is in, out is out. Die britische Bevölkerung hat entschieden, nicht mehr dabei sein zu wollen. Das ist eine demokratische und schon deshalb zu respektierende Entscheidung. Aber: Es geht jetzt weiter ohne UK. Deshalb obliegt es jetzt nicht mehr der britischen Politik frei zu entscheiden und Forderungen zu stellen. Vorbei ist vorbei. Ende. Aus. Auf Wiedersehen.

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