Forum: Politik
Treffen der Außenminister: Europäer dringen auf schnellen Austritt der Briten
DPA

Nach dem Brexit-Votum in Großbritannien bestehen die EU-Gründerstaaten auf einem schnellen Austritt des Landes aus der Union - und drängen die britische Regierung zu mehr Tempo.

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gandhiforever 25.06.2016, 16:12
100. Wenn hier einige Foristen

Wenn hier einige foristen meinen, die Abstimmung sollte keine folgen, auch keinen austritt nach sich ziehen, dann ist das eine sehr unueberlegte Sicht.

Damit wuerde nicht nur der viel zitierten Demokratie Schaden zugefuegt, damit wuerde letztlich die EU noch mehr geschwaecht.

Es liegt im Interesse der Parteien, die Trennung schnell ueber die buehne zu bringen, von britischer Seite, weil das dem wunsch der Abstimmung entspricht, von EU-Seite, weil schnellstens Rechtssicherheit hergestellt werden muss.

Ein Mitglied ist Mitglied, mit allen Vor- und Nachteilen. Einer, der auszutreten wuenscht, hat nicht nur der Nachteile verlustig zu gehen, sondern auch der Vorteile.

Da die Briten meinen, ohne EU besser zu fahren, muss die Trennung rasch erfolgen. Ob sie dann allein wirklich besser fahren, darf bezweifelt werden, ist aber auch nicht relevant fuer das Procedere.

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jadehase 25.06.2016, 16:14
101. Was soll die Ausgrenzung?!

Also was ist das für eine Runde? Warum treffen ausgerechnet die sich und fordern irgendwas? Hat das jetzt wen zu interessieren? Ich mein wir haben 2016 und nicht 1957, jedes EU-Land muss hier ja wohl gleichberechtigt mitreden. Mit der künstlichen Abgrenzung von irgendwelchen "Gründungsmitgliedern" geht der Zerfall der EU ja mal mit Riesenschritten weiter! Echt genial! Willkommen in der Zweiklassengesellschaft oder was ist das jetzt?

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egoneiermann 25.06.2016, 16:14
102.

Zitat von tpro
Das sind die Gründungsstaaten und gleichzeitig 6 von 9 Nettozahlern. Das die jetzt, z.B. darüber reden, wie man die fehlenden 5 Milliarden Euro der Briten behandelt, ist richtig. Dauernd Forderungssteller haben dabei nicht zu suchen.
Es gibt in der EU keine Staaten die Forderungen setllen. Der Haushalt der EU fördert Projekte in allen Staaten, auch bei uns. Der einzige Unterschied ist, dass einige Staaten weniger in den Haushalt einzahlen, als an Projektgeldern zurückfießt.

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Elfes 25.06.2016, 16:14
103. merken Sie was?

Zitat von tpro
Das sind die Gründungsstaaten und gleichzeitig 6 von 9 Nettozahlern. Das die jetzt, z.B. darüber reden, wie man die fehlenden 5 Milliarden Euro der Briten behandelt, ist richtig. Dauernd Forderungssteller haben dabei nicht zu suchen.
"Gründungsstaaten" der EU. Nicht Europas. Der europäische Kontinent ist nicht EU, sondern ein Kontinent. Und die Chefs der EU nicht die Chefs des europäischen Kontinents. Und Britannien noch immer Teil des europäischen Kontients, sie sind nicht weggezogen

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Denkt mal selber nach 25.06.2016, 16:16
104. Alles nur Show.

Die Verhandlungen dauern ohnehin mindestens 2 Jahre. Der Druck wird nur aufgebaut, um bei der kommenden Parlamentswahl Stärke zu demonstrieren, damit es sich die Briten noch einmal überlegen.

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nach-mir-die-springflut 25.06.2016, 16:18
105. Neues Spiel, neues Glück

Von England / UK dürfte ein Muster-Beispiel ausgehen, wie die Beziehungen unter Staaten geregelt werden können, ohne dass die nationale Souveränität aufgehoben oder bis zur Unkenntlichkeit gebeugt wird. Also, es kommt zwangsläufig zu einer Besinnung aufs wirklich Wichtige. Der Irrwitz der EU überhaupt sind die Russland-Sanktionen. Die Sanktionen sind hier nur Beispiel, es geht nicht um die Sanktionen als solche und deren Hintergrund. Nicht nur, dass OBWOHL die einzelnen Länder solch Sanktionen weder wollten noch fortwährend wollen, sie wurden auch noch aus Washington Brüssel diktiert. Während Brüssel hier für alle entscheidet, auch für die Nicht-EU-Länder, und den Fraktionszwang innerhalb der EU einklagt. Brüssel als wirkliche Diktatur, als gleichschaltendes Machtinstrument. Es gibt gar keine Mehrheit in den Bevölkerungen für die Russland-Sanktionen, und doch wurden sie beschlossen und aller Einlassungen zum Trotz aufrecht erhalten.

Es geht um keinen Schnitt mit England / UK, der ist auch gar nicht möglich, es geht um eine Entflechtung. Für die politische Hygiene dürfte Brexit stimulierend wirken.

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FrankS. 25.06.2016, 16:20
106. Drängen!

http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-abc-draengen-dringen-a-311743.html

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MatthiasPetersbach 25.06.2016, 16:22
107.

Was für ne Überschrift! Europäer?

Tut mir leid, England kann hundertmal aus der EU austreten - Europäer sind das allemal.

Und die "Europäer", die jetzt zur Eile mahnen, sind nicht "die Europäer". Europäer sind die BÜRGER des Erdteils Europa - was mit der EU genausowenig zu tun hat wie ein Nilpferd mit Häkeln.

Wer hier die Trommel rührt, das sind Verwaltungsdeppen - das ist alles.

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Hermes75 25.06.2016, 16:27
108.

Zitat von Denkt mal selber nach
Die Verhandlungen dauern ohnehin mindestens 2 Jahre. Der Druck wird nur aufgebaut, um bei der kommenden Parlamentswahl Stärke zu demonstrieren, damit es sich die Briten noch einmal überlegen.
Nein, nicht mindestens 2 Jahre, sondern maximal 2 Jahre. Nach dem Austrittsantrag gibt es eine Frist von 2 Jahren in denen sich die Briten mit der EU geeinigt haben müssen. Nach verstreichen dieser Frist sind sie automatisch draußen auch wenn es bis dahin noch keine Einigung gab. Das wäre dann für die Briten allerdings extrem ungünstig.

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danielc. 25.06.2016, 16:28
109.

Die Abstimmung ist durch, die Regierung ist noch die alte. Es liegt in der Verantwortung der Regierung den per Abstimmung ermittelten Volkswillen umzusetzen. Wenn sie das nun nicht tut, muss sie sich vor ihrem Souverän verantworten, nicht vor der EU. Zumindest nehme ich an, dass nicht die Queen der Souverän ist, dann sähe die Sache anders aus. Jedenfalls ist das zunächst eine innenpolitische Sache, die erst offiziell nach außen getragen werden muss.

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