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Treffen der Außenminister: Europäer dringen auf schnellen Austritt der Briten
DPA

Nach dem Brexit-Votum in Großbritannien bestehen die EU-Gründerstaaten auf einem schnellen Austritt des Landes aus der Union - und drängen die britische Regierung zu mehr Tempo.

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ssissirou 25.06.2016, 15:47
80.

Zitat von axelmueller1976
Vermutlich kippt dann die Stimmung noch mehr gegen Brüssel .Hinzu kommt ,daß die Außenminister von Holland nach der Wahl im September und Frankreich 2017, auch mit einem Referendum rechnen müssen. Dann müßten diese Länder auch mit einer solchen Behandlung rechnen.
Bei Holland und Frankreich macht das nichts. Da setzt sich die Regierung einfach über das Ergebnis eines Referendums hinweg, wie wie bei den Abstimmungen über die EU-Verfassung gesehen haben. Das ist neue und moderne Demokratie.

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moe.dahool 25.06.2016, 15:47
81. War doch klar

Zitat von BlogBlab
Erst schrieben alle Zeitungen und mahnten alle EU-Politiker die Briten: Wir lieben euch, bleibt! und nun können es dieselben nicht mehr eilig genug damit haben, die Briten herauszuwerfen. Das sieht ganz nach einem Rachefeldzug aus verschmähter Liebe aus. Welchen Grund sollte es denn sonst für die geforderte Eile geben? "Wir wollen keine Hängepartie", wird offiziell genannt. Wieso? Solange GB noch Mitglied gelten alle alten Regelungen.
...dass solch komischen Unterstellungen folgen werden. Das Ganze hat nichts mit verschmähter Liebe oder Rachefeldzug zu tun, sondern ganz profan, dass eine Hängepartie massive Schäden für die europäische Wirtschaft bedeuten könnte. So lange es in vielen Punkten keine Rechtssicherheit gibt, werden sich Investoren deutlich zurückhaltener verhalten, als wenn ein Austritt vollzogen würde. Im übrigen würde ich keinen Rachefeldzug starten, nur weil meine Liebe nicht erwidert wurde, aber so unterscheiden sich die Menschen.

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gerd.lt 25.06.2016, 15:48
82. falsches Signal

Cameron wäre nicht Cameron, wenn er der EU nicht zum Abschied noch ein dickes Ei ins Nest legen würde, und dieses Ei ist die Unverantwortlichkeit die durch sein Referendum geschaffene Tatsache in einem Schwebezustand zu belassen. Auch sein möglicher Nachfolger scheint es nicht eilig zu haben. Wie bei den konservativen Briten üblich, sollen wahrscheinlich wieder Sonderkonditionen herausgeschlagen werden, die alle anderen Mitgliedsstaaten bezahlen müssen. Wenn sich die Briten nicht bald erklären, dann muss die Brechstange rann, was auf einen ungeordneten Abschied hinaus läuft. Jetzt hier konziliant und großzügig zu sein, ist das falsche Signal, dass von Cameron und seinem Nachfolger garantiert falsch verstanden wird, denn schon jetzt wird durch das britische Verhalten die EU komplett vorgeführt.

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micromiller 25.06.2016, 15:49
83. Steinmeier und seine Kollegen

haben genau das Richtige gesagt!! Steinmeier wächst und wird mehr und mehr zum Europäischen Staatsmann, die SPD sollte ihn zeitig zum Kanzlerkandidaten küren.

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tpro 25.06.2016, 15:51
84.

Zitat von chuwie
...zeigt sich dass Problem! Die EU besteht doch zumindest noch aus 27 Staaten! Es treffen sich nun 6 um die Umsetzung des Brexits zu besprechen! Ohne Worte... nichts gelernt
Das sind die Gründungsstaaten und gleichzeitig 6 von 9 Nettozahlern. Das die jetzt, z.B. darüber reden, wie man die fehlenden 5 Milliarden Euro der Briten behandelt, ist richtig.

Dauernd Forderungssteller haben dabei nicht zu suchen.

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vnv_muc 25.06.2016, 15:52
85. Glaubwürdigkeit

Wenn nun seitens der EU nicht entschlossen gehandelt wird, wird keiner in Europa der EU auch nur irgendetwas mehr zutrauen. DAS wäre dann das eigentliche Ende der EU, nicht der Austritt der Briten.

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micromiller 25.06.2016, 15:52
86.

Zitat von helmipeters
ist Europa die Gilde alter Männer a la Juncker denen es nur um ihre eigene Macht und nicht um die Menschen in Europa geht ? Die Gesichter und Reaktionen von Merkel, Juncker, Schulz und Konsorten sagen alles. Sie sind zu Tode beleidigt und verstehen überhaupt nicht, wieso das gemeine Britenvolk ihre "Wahnsinnsleistung" für Europa nicht verstanden hat. Selbstkritik - NULL !
Stimmt wirklich! Nur haben wir keine jungen, mutigen, intelligenten, charismatischen die sich auf die Bühne wagen. Die Briten hatten viele gute Gründe auszutreten, sicherlich wird die Existenzangst der EU Granden endlich eine Reform des Molochs einleiten. Besser wäre jedoch wenn die Briten im Klub geblieben wären und an der Reform mitgewirkt hätten.

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Chris11 25.06.2016, 15:52
87. Rausschmeissen

wenn die britische Regierung nun nicht in die Gaenge kommt, sollte man sie einfach rausschmeissen. Basta. Sie wollten es doch so. Dann haben sie die boese EU-Riegierung und ihre angebliche Einmischung in die nationale Souveraenitaet schneller los, als sie sich jemals ertraeumt haben. Mir will aber immer noch nicht in den Schaedel, wie es moeglich ist, dass ca. 20% der Gesamtbevoelkerung mit ihrem Votum das Schicksal des gesamten Koenigreichs bestimmen. Das ist also die vielgepriesene Basisdemokratie?

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fam.weber11 25.06.2016, 15:53
88. Ratlosigkeit

Zitat von freudentanz
Art 50 der europäischen verfassung sagt klipp & klar wie das Austrittsverfahren zu erfolgen hat. Die europäischen Aussenminister wollen sich nicht daran halten sondern wollen SOFORT die Briten hinauswerfen. Das Gesetz hat in der EU keine Gültigkeit mehr. Das ist DER beste Beweis wie willkürlich die EU handelt.
Der Aktionismus der verlassenen Außenminister mutet an wie eine Übersprungshandlung. Wenn mein Kater eine Situation nicht einschätzen kann, fängt er an, sich hektisch zu putzen. Die Briten indessen sind smart genug, das zu realisieren und sich nicht drängen zu lassen.

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gefaehrlicheshalbwissen 25.06.2016, 15:54
89.

Zitat von bs2509
Die EU gewährt jedem Mitglied, das den mittlerweile "Hohlen Traum einer EU" verlassen will, zwei Jahre Zeit zum rückabwickeln von Verträgen und Vereinbarungen, Und so sollten die Herren Schulz , Juncker und Co. es auch handhaben.
und sie erkennen das Problem nicht.. Die zwei Jahre beginnen aber erst, wenn der Antrag abgegeben wurde. Das wird er aber bis mindestens Oktober nicht! Aber den Märkten ist das herzlich egal.. Da muß die EU jetzt retten. Und hier will UK noch fleißig mitreden.

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