Forum: Politik
Treffen an der innerkoreanischen Grenze: Geschenkt
Korean Central News Agency/ AP

Es war eine dramatische Inszenierung fürs Fernsehen - und offenbarte erneut Donald Trumps Affinität zu Diktatoren. Doch was brachte sein Treffen mit Kim Jong Un wirklich, außer Einschaltquoten und Wahlwerbung?

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funkstörung 01.07.2019, 11:01
70. bilder der woche

donald trump hat ein bild für die ewigkeit geliefert, so wie brandt oder neil armstrong, da kann man natürlich als weltoffener, liberaler und moralisch überlegener journalist nur versuchen die sache madig zu machen, ist ja auch ok, ändert aber nichts an der tatsache.

der deutsche journalismus in bezug auf trump hat mit dem gescheiterten gifpel in singapore für mich stark an glaubwürdigkeit verloren.

als man noch davon ausging das der gipel ein erfolg werden würde wurde bereits der anzunehmende erfolg kleingeschrieben und mies gemacht, als der gipfel scheiterte war die erleichterung im deutschen blätterwald unüberhörbar, das fand ich mies, da wurde die mißgunst in bezug auf einen erfolg trumps höher bewertet als ein schritt hin richtung ausgleich und entspannung in korea.

deshalb herzlichen glückwunsch mr. president !

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Korken 01.07.2019, 11:05
71. Hier Ihre Antwort

Zitat von iasi
Es ist doch auch bezeichnend, dass Trump der erste US-Präsident auf nordkoreanischem Boden ist. Was sagt dies über Erfolge seiner Vorgänger bzgl. politischer Gespräche und Diplomatie aus?
Nun, es sagt aus, dass Trump sich anbiedert. Andere amtierende US Präsidenten wären ohne Probleme ebenso gerne von Nordkorea empfangen worden, nur weigerten sich diese, einem der Kims diesen Gefallen zu tun. Im übrigen muss man in Ihrem Satz "erste US Präsident" ein "amtierend" hinzufügen, dann passt es.

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kuac 01.07.2019, 11:10
72.

Zitat von goose fraba
Wer in Deutschland die Zeiten des kalten Krieges mitbekommen hat und da zähle ich mich dazu, weiß was es für ein Gefühl ist, wenn tausende Raketen auf einen gerichtet sind. Da muss ich mich nicht extra nach Seoul begeben um einschätzen zu können, wie sich Südkoreaner fühlen müssen...
Doch das müssen Sie. Die Situation ist eine ganz andere. Im kalten Krieg waren beide Seiten bis auf die Zähne bewaffnet und es herrschte der kalte Kriegszustand, weil jede Seite die andere besiegen wollte. Südkorea hat keine Atomwaffen, das weiß Nordkorea. Also diese Gefahr eines Atomschlages aus Südkorea besteht nicht. Somit ist der Spannungszustand wie im kalten Krieg in Europa nicht gegeben. Außerdem, die Südkoreaner denken nicht wie die Deutschen.
Sowohl Pakistan als auch Indien haben fast hundert Atomwaffen und tragfähige Raketen. Leben die Menschen dort deshalb nur in Atombunkern? Ihre Angst ist eher ein Bauchgefühl.

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funkstörung 01.07.2019, 11:12
73. 50 %

Zitat von claus7447
- er hat die Administration in Washington DC schon so dezimiert, dass es ein Wunder ist, dass dort noch etwas funktioniert.
nun, ich denke wenn man den bundestag um 50 % verkleinern würde, dann würde das niemand merken und alles läuft weiter wie bisher, ok die staatsausgaben sinken etwas.

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draco2007 01.07.2019, 11:15
74.

Zitat von Little_Nemo
Die Einstellung "Lasst ihn doch mal machen" hat sich in der Geschichte schon vielfach gerächt. Zumal sich Trumps Haltung in diesem Fall bereits gezeigt hat. Er krault Kim ein bisschen den Bart und lässt ihn dann am ausgestreckten Arm verhungern, krault ihm dann wieder ein bisschen den Bart usw. Früher oder später wird auch der kleine dicke Kim kapieren dass der große dicke, überhebliche Donald ihn veräppelt. Dann wird sich wohl zeigen ob seine Raketen wirklich bis in die USA reichen. Solange sie nicht Donnies Golfplatz treffen, wird er das aber wohl auch nicht weiter ernst nehmen und zum willkommenen Anlass für wahlkampftaktisch wirksame Antworten nehmen, die ihm auch gleich die Gelegenheit geben tiefer gehende Neujustierungen am US-amerikanischen System vorzunehmen. Lasst ihn mal machen.
Ich sehe das genau andersrum.

Kim spielt Trump wie eine Fidel.
Trump ist unfassbar durchschaubar. Kim schmiert ihm Honig ums Maul schon geht es von Rocketman auf beste Freunde fürs Leben incl. Liebesbriefchen.

Kim bekommt fantastische Bilder für sein Volk und kann weiter den Status Quo erhalten. Womöglich mit weniger Sanktionen ohne irgendwas substantielles aufgeben zu müssen.

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steppenwolf81 01.07.2019, 11:15
75. @ #61, goose fraba

Abschottung oder Ausgrenzung? Egal wie wir es betrachten, im Prozess Nordkorea wieder solidarisch aufzunehmen darf dieser Vorhalt nicht gestellt werden. Es bringt nichts. Druck erzeugt Verweigerung und dient auf beiden Seiten wieder als erfülltes Stereotyp um das Spiel erneut zu beginnen. Konsens findet sich auch dort, wo man manch krude Einstellung des anderen gar nicht teilen muss. Das Raketenprogramm ist absolut unnötig, richtig (wenn auch sicher nicht ausschließliche Ursache für die Hungersnot). Genauso unnötig wie die Waffen und Waffenprogramme des Westens. Wer macht aber den Anfang und legt seine zuerst ab? Der andere bitte, sagen beide. Beide fühlen sich bedroht. Beide haben eine völlig verschiedene Wahrnehmung über die Gründe des jeweils anderen.

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Jöel L. 01.07.2019, 11:16
76. Oho!!!

Zitat von iasi
Diese Experten und Expertinnen. Mieke Eoyang will also aufzeigen, was Trumps Vorgänger erreicht hatten. Faktisch haben diese erreicht, dass Nordkorea Atomwaffen und Trägerrakten besitzt. Es ist doch auch bezeichnend, dass Trump der erste US-Präsident auf nordkoreanischem Boden ist. Was sagt dies über Erfolge seiner Vorgänger bzgl. politischer Gespräche und Diplomatie aus? Vor Trump war Stillstand - ein gefährlicher Stillstand. Man muss mit Trumps Vorgehen nicht einverstanden sein, aber er geht wenigstens voran und verwaltet nicht nur den sich zuspitzenden Status Quo. Probleme kann man aussitzen, wie es unsere Kanzlerin so wunderbar versteht, bis sis sich dann aber derart zuspitzen, dass man nur noch reagieren kann. Regieren oder reagieren? Das ist hier die Frage. Das Beispiel China zeigt, dass Trump regiert und alle Mittel einsetzt, um einen bestmöglichen "Deal" zu erreichen. Er braucht dafür Kim, also stärkt er ihn, und er braucht selbst Rückhalt im eigenen Land, also sucht er solche Bilder. Aber diese senden eben auch Botschaften an andere aus, u.a. Südkorea, China.
Der Beitrag zeigt vor allem eines deutlich auf: Wie in der Wolle gefärbte Trumpisten funktionieren. Trump kann dieses tun oder jenes unterlassen, Trump kann jenes unterlassen oder dieses tun, egal, auf jeden Fall beweist es, dass der geliebte Präsident, das stabile Genie, der sehr geniale Dealmaker der Grösste ist, endlich den Sumpf trockenlegt und jene grossartigen Erfolge einfährt, die keinem seiner Vorgänger gelungen sind. Was hat er konkret erreicht? Kim redet mit Trump und tut was er will. Aber der aussergewöhnlich hervorragende Dealmaker war als erster, beliebtester und bestgewählter Präsident der Geschichte in der demilitarisierten Zone. Ach iasi, Sie haben sich wirklich ein tolles Idol ausgesucht...

PS Ich bin beileibe kein Fan der amtierenden Bundeskanzlerin. Aber Merkels Regierungsarbeit mit derjenigen von Kim zu vergleichen dazu braucht es doch Einiges. Soll ich es argumentativen Wagemut nennen?

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altais 01.07.2019, 11:19
77.

Zitat von ofelas
Egal was er macht, es ist dann falsch? Zumindest hat er ein Geste des Gute Willens gezeigt. Ohne Dialog, und ohne persönliches Treffen geht sowas nicht. Ich weiss es ist halt the Donald, und ihm gibt man nicht gleich den Friedensnobelpreis ohne das er irgendwas befriedet hat (ausser durch Drohnen)
Es geht sehr wohl, ohne persönliches Treffen auf höchster Ebene. Diplomaten sind für genau diese Verhandlungen zuständig. Dabei ist Nordkorea ungefähr so groß wie Mississippi ist, hat ein BIP in der Größenorddnung von Zypern und einen Diktator, der sein Volk versklavt, hungern lässt, einsperrt und umbringt. Welcher Verhandler kommt auf die Idee, diesem Diktator seine Aufwartung zu machen? Ausgerechnet der vermeintlich mächtigste Mann der Welt? Der Führer der Freien Welt? Absurd.

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altais 01.07.2019, 11:21
78.

Zitat von StefanXX
Und Sie scheinen noch nicht verstanden zu haben, dass manchmal Machtdemonstration der beste Schutz vor einem Krieg ist. Ich kenne noch die Zeiten des kalten Krieges. Ist es heute weitgehend anerkannt, dass das enorm hohe Bedrohungspotential auf beiden Seiten letztendlich dazu beigetragen hat, dass sich niemand getraut hat den anderen anzugreifen. Ich möchte nicht wissen was passiert wäre, wenn sich die (angeblichen) Friedensjünger damals durchgesetzt hätten.
Jaja. Weil Iran die Macht der früheren Sowjetunion hat und wir noch mit alten Strategien herum furwerken.

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claus7447 01.07.2019, 11:23
79. Sie leben noch in alten Zeiten

Zitat von StefanXX
Und Sie scheinen noch nicht verstanden zu haben, dass manchmal Machtdemonstration der beste Schutz vor einem Krieg ist. Ich kenne noch die Zeiten des kalten Krieges. Ist es heute weitgehend anerkannt, dass das enorm hohe Bedrohungspotential auf beiden Seiten letztendlich dazu beigetragen hat, dass sich niemand getraut hat den anderen anzugreifen. Ich möchte nicht wissen was passiert wäre, wenn sich die (angeblichen) Friedensjünger damals durchgesetzt hätten.
An ihren Zeilen sieht man, sie haben nicht realisiert, dass man schon auf einem wesentlich besseren Weg war als sich gegenseitig seine Militärische Macht zu zeigen. Man hat anerkannt, dass eine weitere Hochrüstung nicht bringt - ausser Vernichtung von Bruttosozialprodukt.

DAS haben Präsidenten wie die Weltorganisation, auch mit dem Wandel der UdSSR zumindest erbracht - das man eingesehen hat, dies ist der falsche Weg.

Das was Donny in seiner großen "Weisheit" macht ist ein ahnungslosen lavieren - wobei ich glaube, dass seine Falken im Hintergrund die Fäden ziehen und er letztlich in diesem Punkt eine Marionette ist. Er hat keine Ahnung von internationalen Beziehungen, von dem sorgfältigen und empfindlichen Geflecht, dass den Frieden seit 70 Jahren auf dem zentral europäischen Kontinent erhält.

Aber ich kann ihnen zum wiederholten male sagen: mit einem bestehenden Atomwaffensperrvertrag mit dem Iran wäre die Welt sicherer - es wartet doch nur Saudi Arabien (das sind Donnys freunde - klar da ist viel Goldschmuck dran - oder sein falscher Freund Netanjau - das man dort unten im Iran den Konflikt anheizen kann. Wie oft hat Israel schon gedroht dort kriegerisch einzugreifen.

Das Ergebnis: wenn es kommen sollte - sie werden es sehen, ein neuer Strom von Flüchtlingen!

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