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Treffen mit Hongkong-Aktivist: China bestellt deutschen Botschafter wegen Maas ein
FELIPE TRUEBA/EPA-EFE/REX

Das Treffen von Außenminister Heiko Maas mit dem Hongkong-Aktivisten Joshua Wong in Berlin hat jetzt auch diplomatische Folgen: Der deutsche Botschafter in Peking wurde formal einbestellt.

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Kurt2.1 11.09.2019, 16:41
1. .

Es ist der Versuch Chinas, einen vermeintlich angehenden Vasallen zu maßregeln.
Ich halte zwar den Besuch des Demonstranten hier in Berlin für falsch, sein Ziel hätte London sein müssen, denn ein Vertrag über HK wurde zwischen China und GB gemacht. Den versucht China soeben zu unterlaufen.
Das Verhalten Chinas einem Handelspartner gegenüber ist ziemlich unverschämt und unangemessen. Vielleicht ist es noch gerade rechtzeitig, um einigen Freunden der Seidenstraße die Augen ein wenig zu öffnen.

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niroclean 11.09.2019, 16:49
2. ....das ist erst der Anfang

China ist mittlerweile zu einem gefährlichen (weil undemokratisch) Globalplayer geworden. Vermutlich ist das erst der Anfang, denn China baut strategisch seine militärische und wirtschaftliche Macht aus und kann damit seine Ziele ohne Rücksicht durchsetzen.

Der Westen müsste normalerweise seine Bündnisse stärken um ein Gegengewicht zu sein, aber statt dessen macht Trump eine unkalkulierbare Politik, stößt seine langjährigen Partner vor den Kopf und die Briten wollen auch einen Alleingang machen.

Die Chinesen werden sich freuen - währen sich der Westen in Streitigkeiten verliert, baut China seine Macht sukzessive (und in vielen Ländern ohne großen Krach) aus und wird schon bald die führende Nation der Welt sein.

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onkel-ollo 11.09.2019, 16:56
3. Jemand in Peking ist gereizt

China hatte der Welt auf dem Tianmen-Platz in Peking ja schon gezeigt was es kann. Und wie dieses Thema in der eigenen Gesellschaft unter Strafandrohung anschließend totgeschwiegen wurde. Rund um Hong Kong gab es nun wieder Militärbewegungen zu beobachten - bewusst demonstrativ offen! Die offizielle chinesische Kritik empört natürlich die Nomenklatura, die sich im System der 'revolutionären Diktatur' angenehm warm und weich eingerichtet hat. Und es ist absurd sich mit scharfem Blick auf Gesetze zu beziehen, die man selber so implantiert hat, damit sie allein dem Schutz der herrschenden Oberschicht dienen. Was China sich da zudem mit seinem technischen Überwachungs- und Bestrafungssystem geschaffen hat -und immer weiter verschärfen wird- ist der vorletzte Schritt zu einem Zustand, wo die Menschen gefügig gemacht und ausgeschaltet werden können wie Roboter. Die Kameras und Erkennungssysteme sollten besser mal auf die eigene Polit-Riege gerichtet werden.

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Pragmatiker 307 11.09.2019, 17:07
4. Das geht ja gar nicht, ...

... dass ein deutscher Minister auf deutschem Boden jemanden trifft, der China nicht passt.
Es ist unglaublich, was sich dieses China, das sich zur Totalkontrolle der Bürger im eigenen Land aufschwingt, für Unverschämtheiten leistet!
Es ist Zeit, Selbstbewusstsein zu entwickeln und sich diesen undemokratischen, selbstherrlichen Kräften entgegenzustellen! Und ja, dann nehmen wir mal ein paar finanzielle Einbußen in Kauf. Freiheit ist wichtiger!

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mafey 11.09.2019, 17:26
5.

Herr Wong muss noch viel lernen.
U.a., dass eine reine Demokratiebewegung ohne soziale, wirtschaftspolitische und strategische Zielsetzung von der Realität eines US-Imperialismus einseitig instrumentalisiert wird.
Deutschland spielt da überhaupt keine Rolle. Insofern verrät es Dünnhäutigkeit der chinesischen Führung, hier überhaupt ein Wort zu verlieren.
Will Herr Wong wirklich die chinesische Diktatur gegen eine US-Dominanz eintauschen?
Die USA wollen den Aufstieg Chinas zur Supermacht hinauszögern, weshalb sie nun einen Handelskrieg angefangen haben.
Verhindern werden sie es nicht.
Herr Wong wäre gut beraten, einen unabhängigen Demokratiekurs zu steuern, welcher die Ablösung der Diktatur in China bezweckt, ohne den USA in den Hintern zu kriechen.

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niroclean 11.09.2019, 17:34
6. .....wir hängen schon längst an der (chinesischen Nadel)

Zitat von Pragmatiker 307
Es ist Zeit, Selbstbewusstsein zu entwickeln und sich diesen undemokratischen, selbstherrlichen Kräften entgegenzustellen! Und ja, dann nehmen wir mal ein paar finanzielle Einbußen in Kauf. Freiheit ist wichtiger!
Ein paar finanzielle Einbußen? China ist der größte Handelspartner von Deutschland - und die Industrie wird sicherlich eher die Politik zurück pfeifen.
Die chinesische Reaktion auf den Empfang von Wong ist sicherlich noch gedämpft (weil man zur Zeit auf Deutschland angewiesen ist) - wenn es den Handelsstreit mit den USA nicht gäbe wäre die Reaktion sicherlich noch harscher ausgefallen.
Es wird nicht mehr lange dauern dann sind wir auch auf die Warenströme aus China angewiesen weil unsere eigene Produktion nicht mehr existiert (da in China alles billiger zu machen ist) - man kann jetzt schon sehen das viele Deutsche Onlinehändler, die bisher Waren aus China verkauft haben aufgeben - die Chinesen machen das jetzt selber und bauen auch hier in Deutschland Läger auf. Das alles ist ein schleichender Prozeß und wenn es von allen bemerkt wird ist es zu spät (bis die Politik reagiert sowieso).

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mostly_harmless 11.09.2019, 17:34
7.

Ich finde den sich über die Zeit ändernden Tonfall der chinesischen Regierung äusserst spannend. Während vor 30 Jahren bei Gesprächen deutscher Politiker mit chinesischen Oppositionellen - wenn überhaupt - eine leise Mißfallensbekundung geäussert wurde, wird heute der Botschafter einbestellt. Da kann man sehr gespannt sein, wie China in 30 Jahren reagieren wird, wenn das Land vermutlich die militärische und ökonomische Nummer 1 sein wird.

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eskimo47 11.09.2019, 17:47
8. Maggie Thatcher

Zitat von Kurt2.1
sein Ziel hätte London sein müssen, denn ein Vertrag über HK wurde zwischen China und GB gemacht. Den versucht China soeben zu unterlaufen.
Meine Rede seit Jahren: Honkong hätte in die Unabhängigleit entlassen werden sollen und wäre mindestens ein so prosperierender Stadtstaat wie Singapore geworden. Aber dann hätte das UK ja kein Geld zurück bekommen für seine "Investitionen" in die dortige Infrastruktur. Thatcher hat HK an China verkauft, klipp und klar.

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eskimo47 11.09.2019, 17:48
9. Maggie Thatcher

Meine Rede seit Jahren: Honkong hätte in die Unabhängigleit entlassen werden sollen und wäre mindestens ein so prosperierender Stadtstaat wie Singapore geworden. Aber dann hätte das UK ja kein Geld zurück bekommen für seine "Investitionen" in die dortige Infrastruktur. Thatcher hat HK an China verkauft, klipp und klar.

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