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Treffen mit Nordkoreas Diktator Kim Jong Un: Trump verspricht "Freund" Kim wirtschaft
REUTERS

In Vietnam trifft Donald Trump Nordkoreas Diktator Kim Jong Un. Gelingt es den beiden, einen Friedensvertrag im Koreakonflikt auszuhandeln und das Atomprogramm zu beenden? Der US-Präsident hat viel vor.

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daxbauer 27.02.2019, 09:03
10. Gegenseitigkeit?

Es würde mich nicht wundern, wenn Nordkorea anbietet,dass die USA in Nordkorea investieren dürfen, wenn die Denuklearisierung beidseitig erfolgt, und Nordkorea Inspektoren schicken darf, um die Vernichtung der US-Atomwaffen zu überwachen.....

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minimalmaxi 27.02.2019, 09:04
11.

Zitat von justice005
Die Botschaft, die grade vermittelt wird, ist folgende: Man muss nur Atomwaffen bauen und die Welt bedrohen, und schon kommen die USA und bieten ein Wirtschaftswunder an. Das ist ein verheerendes Signal an die Diktatoren dieser Welt. Deshalb halte ich die Vorgehensweise von Trump für einen großen Fehler. Besser wäre es, konsequent zu signalisieren, dass der Bau von Atomwaffen keinen Sinn ergibt. Außerdem bezweifle ich auch einen Erfolg. Wirtschaftliche Stabilität und ein friedvolles zivilisiertes Leben setzt eine gewisse Ethik der Staatsführung voraus. Und ein Diktator, der keine Skrupel hat, Kritiker kurzerhand zu ermorden oder in Arbeitslager zu stecken, kann kein Land nach vorne bringen. Durch eine wirtschaftliche Hilfe wird nur der Diktator gestützt und seine Macht gefestigt. Außerdem wird Kim seine Atomwaffen auch nicht abrüsten, denn diese sind ja das einzige Druckmittel, was er hat. Wir werden also vordergründig vielleicht einen "Erfolg" sehen, aber langfristig wird sich das als sehr schlechtes Vorbild für alle anderen Diktatoren auf der Welt erweisen. So weit denkt Trump aber nicht, weil er nur sein schlicht denkendes Wählerpotential auf dem Schirm hat.
Die USA ist nicht "die Welt" und niemand wird von Nordkorea bedroht. Um nicht das Schicksal von Ländern wie Irak oder Afghanistan zu erleiden, macht es deshalb durchaus Sinn, eigene Atomwaffen zu besitzen. Keine andere Stategie schützt besser vor einer amerikanischen Aggression.

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draco2007 27.02.2019, 09:13
12.

Zitat von justice005
Die Botschaft, die grade vermittelt wird, ist folgende: Man muss nur Atomwaffen bauen und die Welt bedrohen, und schon kommen die USA und bieten ein Wirtschaftswunder an. Das ist ein verheerendes Signal an die Diktatoren dieser Welt.
Was meinen sie, wieso kein vorheriger POTUS sich mit irgend einem der Führer Nordkoreas getroffen haben?

EXAKT aus dem Grund.
Verhandlungen ja, aber doch keine Treffen mit einem "Erpresser" und Diktator, der lieber sein Volk hungern lässt als das Atomprogramm aufzugeben.

Das erste Treffen war eine riesige Aufwertung für das kleine, völlig irrelevante Nordkorea. Vor allem, weil er Kim als einen Freund bezeichnet, während er für Europa, Merkel und viele andere Verbündete nur Beleidigungen übrig hat.

Naja der Möchtegern Diktator umgibt sich halt lieber mit echten Diktatoren...

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EckivonRemagen 27.02.2019, 09:16
13. Atomkonflikt mit Nordkorea

Wenn Trump jetzt geschickt an die Arbeit geht, könnte er in die Geschichte eingehen.
Nach Ende der jetzigen Verhandlungen müssen die Diplomaten an einen Tisch.
Den nordkoreanischen Regierungschef hinzuhalten wäre eine nicht wieder gut zu machende
Dummheit der US-Amerikaner-

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HanzWachner 27.02.2019, 09:20
14. Da treffen sich zwei...

...denen man beiden nicht trauen kann. Das "Freund"-Getue von Trump ist ein Grund, besonders misstrauisch zu sein.

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kajoter 27.02.2019, 09:24
15. Meine Damen und Herren, ...

darf ich vorstellen: 2 Geistesverwandte, 2 Freunde!
Man vergleiche diesen Gipfel bitte mit Trumps Auftreten und Äußerungen auf dem G7- oder NATO-Gipfel oder seinen frostigen Treffen mit Trudeau und Merkel. Und man betrachte auch seine fast ehrerbietenden Auftritte mit Putin.
Dieser Mann ist durch und durch ein kleiner Möchtegern-Diktator, der sich am besten mit Seinesgleichen versteht.
Wie kann die USA noch eine westliche Führungsmacht sein, wenn deren Präsident den norkoreanischen Tyrannen als Freund und "great guy" bezeichnet und verkündet, dass "we fell in love"?
Vergessen sind die menschenverachtenden Gefangenenlager, sind in Särgen heimgekehrte, zuvor zu Tode misshandelte Bürger, sind die harten Repressalien, denen die Nordkoreaner ausgesetzt sind.
Natürlich muss man trotzdem miteinander reden. Aber was sollte denn dabei auf der Agenda stehen?
Typischerweise stehen die Nuklearwaffen und ein angebliches wirtschaftiches Potential an erster Stelle. Sprich: Wenn ihr abrüstet, bauen wir eure Wirtschaft auf, wobei sich Trump höchstwahrscheinlich bereits jetzt einen prominenten Platz für einen Trump Tower reservieren lässt.
Aber wo sind die Erklärungen darüber, dass neben der militärischen Abrüstung auch eine solche auf den Gebieten der Repression und des Rechtssystems, sprich Lager und Gefängnisse, erfolgen muss?
Hat man die Bilder schon vergessen, auf denen die Erschießung eines ehemaligen Offiziers mit einem Flak-Geschützt zu sehen waren?
Man kann, nein - man muss sich dafür schämen, dass ein Mensch, der den höchsten Posten im sog. Westen innehat und diesen gleichzeitig missbraucht und pervertiert, dass dieser Mensch damit auch das mit Füßen tritt, was man gemeinhin westliche Werte nennt.
Glücklicherweise gibt es einen Trost: Alles, was Trump unternimmt, verkommt frlüher oder später zu einer grotesken Zirkusveranstaltung, die primär die Lachmuskeln und das Fremdschamgefühl anspricht. Aber eigentlich kann sich die Welt diesen Luxus angesichts ihrer auch durch Trump verursachten Probleme nicht leisten.

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justice005 27.02.2019, 09:24
16. @ Nr.9 und Nr. 11

Dieser typisch linke Unsinn wird nicht richtiger, auch wenn er immer wieder wiederholt wird. Investitionen von Privatunternehmern sind kein Diebstahl!! Privatunternehmer müssen diese Investitionen nämlich bezahlen und die Vertragskonditionen bestimmen beide Vertragspartner. Und davon profitieren auch beide Seiten. Wollen Sie ernsthaft behaupten, bei dem bisherigen "Modell" in Nordkorea ginge es den Menschen besser? Ich kann diesen linken Unsinn echt nicht mehr hören. Und was Nr. 11 betrifft: man muss schon sehr verblendet sein, um zu behaupten, von Nordkorea ginge keine Bedrohung aus. Und noch verblendeter ist die Ansicht, von Afghanistan wäre keine Bedrohung ausgegangen. Und was den Iran betrifft: Niemand greift den Iran an, solange dieser nicht andere bedroht (z.B. Israel).

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FidelCastorp 27.02.2019, 09:34
17. Das Wort

"friend" im Amerikanischen hat eine etwas andere Bedeutung als das deutsche "Freund". Amerikaner nennen viele ihren "friend" auch wenn sie ihn erst einmal gesehen haben und kaum kennen.

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kuac 27.02.2019, 09:36
18.

Es muss noch ein Treffen vor der Wahl in USA geben, damit Trumps Aussichten für seine Wiederwahl steigen. Eine große Show, die die US-Steuerzahler ( nicht Mexiko) finanzieren.

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wjruf 27.02.2019, 09:37
19. Wie intelligent ist Kim?

Eines ist doch wohl klar: Sollte das Regime in Nord-Korea sich schwächen, sich gar ansatzweise liberalisieren, wirtschaftlich und gesellschaftlich, dürfte Kim alsbald stürzen.
Denn einen Wechsel zu Öffnung, Demokratisierung, Glasnost (um das sowjet. Beispiel zu nennen) kann es nur im Fall personeller Wechsel an der Spitze geben.
Aus Sicht seiner Interessen dürfte ihm das klar sein - oder ist er nicht intelligent genug?
Ob Trump das begriffen hat, ist eher fraglich.

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