Forum: Politik
Treffen von Kim und Trump: "Good to see you"
AP

Ein Tweet, dann angespanntes Warten - und schließlich ein Handshake: Das Treffen von Donald Trump und Kim Jong Un war spektakulär. Aber wie verlässlich ist der nordkoreanische Diktator?

Seite 3 von 6
adieu2000 30.06.2019, 18:01
20. Ist es nicht egal wer den Friedensprozess vorantreibt?

Moon legt sich ins Zeug, und von den vergangenen Präsidenten der USA gab es nur kraftstrotzende Parolen an das kleine unbedeutende Nordkorea und kein echtes Gesprächsangebot. Wenn man die Ereignisse rund um den Iran verfolgt, dann sind da ein Haufen Scharfmacher und Sicherheitsberater, hohe Militärs und Geheimdienste diverser Länder dort vor Ort, die seit Jahren den Iran von der Landkarte tilgen wollen, sie rufen nach Präsents der USA, plötzlich geschehen lauter kleine gemeine Attacken auf internationale Tanker, alles ohne großen wirtschaftlichen Schaden oder zivile Verluste, zu guter letzt wird eine sauteure Drohne beim spionieren abgeschossen, und dann stehen sie alle da Generäle. Militär und Wirtschaftsberater, israelische und saudiarabische Freunde un halten Trump den Knopf hin, lautstark schreiend, nun schieß endlich und mach den Iran platt und töte die Ungläubigen! Bei Obama und Syrien hat das noch funktioniert, und der Friedens Nobel Preisträger ließ Vergeltung üben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
EckivonRemagen 30.06.2019, 18:17
21. Treffen Kim und Trump

Wenn US-Präsident Donald Trump in Korea einen Erfolg mit dem
Norden einfährt, könnte seine Wiederwahl gesichert sein.
Aber eines muss er beachten: Nordkorea hat große Probleme mit
der Versorgung seine Bewohner. Hier hat Trump klug voran zu gehen.
Zum Anderen sollte er auch den Süden des Landes mit einbinden und
beiden koreanischen Führern das Gefühl geben, dass es ihm eine
Herzensangelegenheit ist. Mit der bisherigen Trumpschen Methode wird er nicht weiterkommen. Denn letztlich sieht Peking im Hintergrund zu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
funkstörung 30.06.2019, 18:26
22. behauptung

das ganze genöhle gegen trump bringt doch nichts kinder !

wenn es dereinst heißt : wer hat den friedensprozess in korea angeleiert, dann wird man sagen : donald trump, was dann ja auch keine lüge ist und nicht einmal nur eine behauptung.

nur wenn man das durch eine ideologische verwurstungsmaschine dreht kann etwas anders dabei rauskommen.

ganz von der hand zu weisen ist eine solche gefahr in bezug auf deutschland allerdings nie, dazu wird der anti-amerikanismus in diesem land von zu vielen akteuren gefüttert und genährt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markus_wienken 30.06.2019, 18:42
23.

Zitat von EckivonRemagen
Wenn US-Präsident Donald Trump in Korea einen Erfolg mit dem Norden einfährt, könnte seine Wiederwahl gesichert sein. Aber eines muss er beachten: Nordkorea hat große Probleme mit der Versorgung seine Bewohner. Hier hat Trump klug voran zu gehen. Zum Anderen sollte er auch den Süden des Landes mit einbinden und beiden koreanischen Führern das Gefühl geben, dass es ihm eine Herzensangelegenheit ist. Mit der bisherigen Trumpschen Methode wird er nicht weiterkommen. Denn letztlich sieht Peking im Hintergrund zu.
Peking sieht nicht im Hintergrund zu sondern Peking zieht die Strippen und sagt Kim was er zu tun und zu lassen hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stirnrunzeln 30.06.2019, 18:52
24. Ob dieses Bild...

in die Geschichtsbücher Einzug halten wird, ist von den Schritten abhängig. Sollte es wirklich der Auftakt zur erfolgreichen Wiedervereinigung Koreas sein, ist dies historisch. Wenn dem nicht so ist, war es reinste Propaganda. Und zwar von beiden Seiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
edward elgar 30.06.2019, 18:52
25.

Zitat von funkstörung
das ganze genöhle gegen trump bringt doch nichts kinder ! wenn es dereinst heißt : wer hat den friedensprozess in korea angeleiert, dann wird man sagen : donald trump, was dann ja auch keine lüge ist und nicht einmal nur eine behauptung. nur wenn man das durch eine ideologische verwurstungsmaschine dreht kann etwas anders dabei rauskommen. ganz von der hand zu weisen ist eine solche gefahr in bezug auf deutschland allerdings nie, dazu wird der anti-amerikanismus in diesem land von zu vielen akteuren gefüttert und genährt.
Ich wäre doch mal noch vorsichtig mit Friedensprozess und so. Bis jetzt sind das alles nur Statements und man darf nicht vergessen, dass es Kims Todesurteil wäre, würde er auf seine Lieblingsbomben verzichten. Beide Kandidaten sind ja nicht wirklich zuverlässig, und haben schon in der Vergangenheit Divergenzen zwischen Verlautbarungen und Resultaten gezeitigt, Lüge und Wahrheit liegen bei denen ganz dicht beieinander.

So lange das noch alles in der Schwebe ist, wäre ich auch nicht so schnell mit "ideologischen Verwurstungsmaschinen" und Äußerungen wie Antiamerikanismus bei der Hand. Oder ist diese feierliche Demarkationslinienüberschreitung schon das Fait accompli, das den Weltfrieden sichert? Wohl kaum.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
draco2007 30.06.2019, 18:53
26.

Zitat von funkstörung
das ganze genöhle gegen trump bringt doch nichts kinder ! wenn es dereinst heißt : wer hat den friedensprozess in korea angeleiert, dann wird man sagen : donald trump, was dann ja auch keine lüge ist und nicht einmal nur eine behauptung. nur wenn man das durch eine ideologische verwurstungsmaschine dreht kann etwas anders dabei rauskommen. ganz von der hand zu weisen ist eine solche gefahr in bezug auf deutschland allerdings nie, dazu wird der anti-amerikanismus in diesem land von zu vielen akteuren gefüttert und genährt.
WIr werden sehen. NOCH gibt es keinen Frieden...

Innerhalb von Wochen von der Drohung der totalen Vernichtung vor der UN Vollversammlung (übrigens ein Bruch der UN Charta)
hin zu Liebesbriefchen?

Und was hat sich geändert? Nichts, NK testet weiter fleissig Raketen.

Ah doch es hat sich was geändert...
Alle Länder dieses Planeten wissen jetzt, egal wie menschenverachtend sie sind, dass sie auf Augenhöhe mit den USA verhandeln können, wenn sie die Atombombe haben.

Es hatte einen Grund wieso die Präsidenten vor Trump genau DAS nicht getan hatten.
Gespräche gab es deswegen trotzdem. Nur eben nicht die unfassbar dämliche Aufwertung für einen grausamen Diktator.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
do_jo 30.06.2019, 18:58
27. Hm, kann man dem ganzen Treffen trauen?

Es gab ja schon mal ein solches Treffen, von dem Trump später sinngemäß meinte, Kim und er würden sich lieben ;). Beim nächsten Treffen in Vietnam wurde dann mal Tacheles geredet (beide Seiten stellten Maximalforderungen) und danach entstand ein Foto, auf dem beide mit versteinerten Gesichtern nebeneinander saßen. -
Ob beide daraus gelernt haben und wirklich nicht nur an sich denken, das bleibt abzuwarten...
Der Sprunghaftigkeit Trumps und der Unberechenbarkeit Kims kann ich nicht wirklich trauen, denn es geht bei Politik nicht nur um kurzfristige Deals, sondern um längerfristige Kompromisse.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spiegerlguckerl 30.06.2019, 19:04
28. Beide Herren

sind alles andere als vertauenswürdig. Der eine profitiert vom "legendären" Moment zwecks Wahlkampf daheim, der andere kann nun, nach dem Debakel in Vietnam, seinen Leuten sagen: seht her, ich habe den Präsidenten der USA auf Nordkoreanischen Boden die Hand gereicht - er kam zu mir, nicht ich zu ihm.

Im übrigen sind sowohl Frisuren als auch Kleidung der beiden abscheulich.

Aber das kümmert sowohl dem einen, der ein knallharter Diktator ist, als auch dem anderen, der gerne ein solcher Diktator wäre, daran aber von lästigen, (noch) haltenden "checks and balances" gehindert wird, nicht die Bohne.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kajoter 30.06.2019, 19:24
29. Reality Show mit bösen Folgen

Natürlich wäre ein gesicherter Frieden ohne Atomwaffen auf der koreanischen Halbinsel sehr begrüßenswert. Dem ist Trump aber auch mit dieser Show keinen Deut nähergekommen. Stattdessen hat er einen skrupellosen Diktator international aufgewertet, um für sich TV-taugliche Bilder zu produzieren.
Trump besitzt keine Scheu, mit derartigen Diktatoren eine Art von "Freundschaft" vorzugaukeln, die letztlich die gesamte USA in ein verheerendes Licht rückt. Zumal er gegenüber alten Alliierten und damit zivilisierten und demokratisch gewählten Führungspolitikern extreme Kommunikationsprobleme besitzt.
Letztlich weiß niemand, welchen Zweck außer einer Selbstdarstellung diese Show besaß. Aber das riesige Ego dieses geistigen Kleinkinds mag dabei übersehen haben, dass auch geistig Erwachsene sein Treiben beobachten. Die Welt sollte endlich von diesem Egomanen befreit werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 6