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Triumph für Marine Le Pen: Frankreich im Schockzustand
DPA

Was für ein Debakel für Staatschef Hollande: Der FN von Marine Le Pen holte erstmals die meisten Stimmen bei einer Wahl in Frankreich. Die Spitzenpolitiker der etablierten Parteien reagieren ratlos auf den Triumph der Rechtsextremen.

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togral 26.05.2014, 09:36
90. optional

Wer die Geschichte nicht kennt bleibt auf ewig ein Kind. Und wie Kinder haben sie abgestimmt. Forderungen der FN sind: Erschwerung der Abtreibung, Ablehnung von gleichgeschlechtlichen Ehen, Ablehnung von "anormaler" Kunst, Erschwerung von Bau von Moscheen, keine Religösen Symbole in der Öffentlichkeit, Einführung von Schutzzöllen, Einführung der Todesstrafe. Frankreich stand sich schon immer gerne selbst im Wege. Wenn die wirklich mal die Regierung stellen dann kommt es zu einer Revolution. Aber nicht gegen Europa sondern gegen die Spezialisten die sie selber gewählt haben.

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falx 26.05.2014, 09:41
91. Willkommen in der Zukunft

In dem neuen Europa funktioniert eine Wirtschaft nur noch mit Exportüberschuss, siehe Modell Deutschland, weil Arbeitsproduktivität nicht mehr in Form von Lohnsteigerung oder Arbeitszeitreduzierung an den Arbeitnehmer weitergegeben werden (als Reform bezeichnet). Und das ist das Problem.
Frankreich wollte sich dem neoliberalen Reformdruck verwehren (siehe ausgeglichener Außenhandel) und wurde abgestraft. Hollande hat das Problem nicht erkannt und ist auf dem besten Weg, die neoliberale Medizin zu schlucken. Das ist für eine "sozialistische" Partei fatal. Die Antwort konnte nur von rechts kommen, und deren Argumente sind auch nachvollziehbar. Dem Hollande verbleiben nun noch ein paar Tage, um Lehren zu ziehen.

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-stuttgarter- 26.05.2014, 09:44
92.

Ich weis nicht was, aber irgendwas ist in Frankreich falsch gelaufen. Ich hoffe liberale und linke Parteien werden den Vormarsch der fn stoppen.

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Belfort 26.05.2014, 09:45
93. Interessant

Wie war das mit der Demokratie? "Wichtig ist die Meinung der anderen zuakzeptieren".

Ich finde es schon ein starkes Stück was sich sog. "Demokraten" und Liberalisten herausnehmen wenn es eben nicht nach Ihrer Pfeife geht.

Dann werden Medien gleichgeschaltet, es wird diffarmiert und Freund Gutmensch zeigt sein wahres Gesicht.

Wenn die Wahl diese war muss man sie akzeptieren. Denn das ist der Wille der Wähler gewesen. Die anderen haben hier erstmal zu schweigen statt zu beleidigen.

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charly-11 26.05.2014, 09:46
94. Wahlbeteiligung .....

daran liegt u.a. auch der Erfolg der Rechten in Frankreich. Wenn man sich die franz. Beteiligung von ca. 35% ansieht, dann reichen für die Rechten halt nur 8,5 % der gesamten Wahlbeteligten um an 26 % aller ABGEGEBENEN Stimmen zu kommen. Das haben die Leute halt davon, dass man nicht wählen geht !! Aus meiner Sicht gibt´s hieraus nur eine Konsequenz: Wahlpflicht für Alle, bei der man natürlich das Recht hat, seine Stimmt im Wahllokal ungültig zu machen, also nicht zu wählen. Das aber nur dort !

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Belfort 26.05.2014, 09:48
95. Gratuliere

Die Steigbügelhalter dieses sog. "Extremismus" ist eindeutig der ignoranteAbsolutismus den die Selbstzweck-EU über die Köpfe ihrer Völker bestimmt.

Das wird noch viel lustiger wenn es so weitergeht. Und es wird so weitergehen.

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gysc 26.05.2014, 09:48
96. Wo ist das Problem?

Ich verstehe die Aufregung ehrlich gesagt nicht. An der französischen Regierung ändert sich doch jetzt nichts, also kann das Ergebnis der FN doch getrost egal sein. Spannend wird es erst, wenn sie so ein Ergebnis in der nächsten Präsidentschaftswahl einfahren. Dann wird es spannend in Europa, denn auch unsere Regierung muss dann mit denen zusammen arbeiten.

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RobinSeyin 26.05.2014, 09:54
97.

Zitat von aramcoy
"Aus diesem wichtigen Ereignis müssen Lehren gezogen werden". Wer hier vorallem was lernen muss ist der französische Wähler. Mir scheinen die Franzosen ziemlich hirnlos immer den/die Politiker zu wählen, der die kurzfristigsten aber auch erlogensten Wahlversprechen von sich gibt. Wie sonst kann erklärt werden, dass sie auf den linken Schaumschläger Hollande reingefallen sind und ein "paar Monate später" , nur weil Hollande nicht liefert, den rechten Rattenfängern hinterherlaufen. Gegenüber beiden sieht Sarkozy und sein damaliges Programm ja fast wie ein Gebot der Vernunft aus. Aber er hätte den Franzosen wohl einige Einschnitte in den Sozialstaat verordnet. Aber kein Problem, wir sind jetzt 2 Jahre weiter, jetzt macht die Realität halt tiefere Einschnitte. Wann lernen es die Franzosen. Wählen hat nichts mit Tischlein-Deck-Dich oder Wunschkonzert zu tun, sondern mit einem machbaren Zukunftszenario. Also viel Spass in Frankreich, das sich meiner Meinung nach auf dem Weg in eine Revolution befindet.
Hollande ist kein linker. Dafür müsste er links Handeln. Er ist der typische Rechter, der sich zum Machtgewinn als Linker ausgibt. Natürlich funktioniert das nichts lang. Rechte Politik scheitert grundsätzlich, weil Sie nun Mal die Politik der Sklaverei und Unterdrückung ist. Hierarchische Systeme können mit einer Vielzahl von Lügen und Gewalttaten eine Zeit lang funktionieren, aber was kein einziges Mal in all den Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte funktioniert hat, wird nie funktionieren. Irgendwann sollte man das einfach mal begreifen.

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maipiu 26.05.2014, 09:56
98. Sie werden sich entlarven

Jetzt können die Rechten in Frankreich ja mal zeigen, was sie können. Und ich befürchte, das ist nicht viel. Die Wähler/innen werden dann sehen, wem sie gestern ihr Vertrauen "geschenkt" haben und beim nächsten Mal wird das wieder anders aussehen. Man sagt, Pack schlägt sich und Pack verträgt sich, aber ich bin sicher, dass dieses Pack - vor allem im Europäischen Parlament - sich schlägt und nicht verträgt.

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FKassekert 26.05.2014, 10:01
99. Franzosen sind uns 3 Schritte

mindestens voraus!
Etablierten auch hier - Wir sind die Gewinner und das mit weniger Prozenten! Es geht dochnur um Pfruende fuer sich und nie und nimmer um das eigene Volk!
Mc Allister sagte es doch gestern, zwar nicht so offen, dafuer aber auch ungeschminkt!

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