Forum: Politik
Trotz britischer Kinder: Niederländerin soll nach 24 Jahren Großbritannien verlassen
AFP

Die Niederländerin Monique Hawkins lebt mit ihrem britischen Mann in dessen Heimat. Aus Angst vor dem Brexit wollte sie die Staatsbürgerschaft beantragen - das hätte sie besser nicht getan.

Seite 1 von 10
langenscheidt 28.12.2016, 22:40
1. Übereilte Panik

Nur weil die Niederländerin nicht weiß, was beim Brexit passiert, dreht sie am Rad und beantragt die britische Staatsbürgerschaft. Mit dem Brexit muss Großbritannien seine Gesetze eh neu ordnen. Das dauert. Die Engländer werden beim Austritt Schottlands auch nicht schottische "Staatsbürger" ausweisen. Die Briten haben nicht die Absicht sich zu entvölkern. Was für eine Panikmache.

Beitrag melden
juliaz 28.12.2016, 22:49
2. Kein Skandal

Sie mußte das Originaldokument vorlegen und hat das nicht getan. Also erhält sie auch kein Bleiberecht. Wo ist da das Drama? Wenn jeder die Regeln nach eigener Vorliebe und Bedürfnissen auslegt, braucht man keine Regeln mehr. Und jeder, der 24 Jahre in GB lebt, sollte wissen, dass die britische Bürokratie der berühmten deutschen Bürokratie mehr als gewachsen ist. Da wird nicht einfach mal fünfe grade gemacht.

Beitrag melden
spmc-135322777912941 28.12.2016, 22:53
3. Mutter zweier Briten

Nach allem was ich so im Laufe von Jahrzehnten auf diesem Sektor erfahren haben kann ich mir nicht vorstellen dass die Mutter von 2 Briten ausgewiesen werden kann oder wird. Als ich vor Urzeiten in den USA die Green Card beantragte musste ich meinen Reisepass auch abgeben und durfte das Land nicht verlassen. Vielleicht hat die Frau mit ihrer Weigerung, den Pass herauszurücken, einen Fehler gemacht.

Beitrag melden
georgjähnig 28.12.2016, 22:54
4. Völlig irreführende Überschrift

Die Niederländerin hat also die brit. Staatsbürgerschaft beantragt. Dazu muss sie laut den Bestimmungen den Original-Pass abgeben. Das hat sie nicht gemacht, und hat wohl deswegen einen Copy-Paste-Standard-Antwort bekommen, dass man ihren Antrag ablehnt.

Da ist offenbar überhaupt kein offizieller Beschluss gefallen. Liebe SPON-Redaktion, warum spint ihr diese Meldung dann so falsch in der Überschrift?

Und die Begründung der Niederländerin ist auch schwach: "Nachdem ihr Vater erst vor Kurzem verstorben war, musste sie weiterhin zwischen Großbritannien und den Niederlanden hin- und herreisen und brauchte dafür das Originaldokument."

Nein, dazu braucht sie keinen Original-Pass. Dazu reicht auch ein niederländischer Personalausweis:
https://en.wikipedia.org/wiki/Dutch_identity_card
Warum übernehmt Ihr ungeprüft die Angaben der Frau, ohne selbst zu recherchieren?

Beitrag melden
rainer82 28.12.2016, 22:55
5. Das ist nur ein winziges Beispiel

für die absurden Folgen, die der Brexit noch haben wird. Zum katastrophalen Nachteil für GB, aber auch für die Menschen in vielen anderen Ländern. Schon heute kann man mit Recht sagen: Der Wahn war kurz, die Reue lang!

Beitrag melden
spiegel__hh 28.12.2016, 23:00
6. Ein Fall von

Das hört sich doch - auch wenn man den zitierten Artikel im Guardian liest - eher so an, als sei das Problem der nicht im Original eingereichte Reisepass gewesen. Jetzt kann man über Sinn und Unsinn des Behördenverhaltens natürlich hervorragend streiten, aber daraus einen Artikel zu der auf Spiegel Online sehr beliebten Brexit-Panikmache zu stricken, scheint doch arg konstruiert...

Beitrag melden
jantrawinski 28.12.2016, 23:01
7. spiegel-redakteure haben Probleme mit englisch

Im Guardian stand nicht, dass die Frau lange Schlangen für Amerikaner befürchtete, sofern "American style queues" also Schlangen wie bei der Einreise in die USA

Beitrag melden
nofreemen 28.12.2016, 23:06
8. Flickenteppich Europa

Auch in der Schweiz gibt es ähnliche Geschichten. 40 Jahre Aufenthalt als Uni-Lehrer und keine Vorstrafen trotzdem die Einbürgerung abgelehnt. Und viele weitere Beispiele.

Beitrag melden
m.m.s. 28.12.2016, 23:16
9. Gähn - Pass nicht abgegeben

Ohne den Original-Pass konnte nichts entschieden werden. Ist reine Bürokratie-Regel, hat nichts mit Diskriminierung oder Brexit zu tun.

Beitrag melden
Seite 1 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!