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Trotz Koalitionsabsage: Wo sich CDU und AfD näherkommen
DPA

Nicht mal ein "Kaffeeplausch im Kommunalparlament": Die Unionsspitze setzt auf klare Kante gegen die AfD, gerade vor den Landtagswahlen. Doch nicht überall wollen Parteifreunde dieser Linie folgen.

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oidamo 08.08.2019, 12:30
1.

Sollte eine Zusammenarbeit irgendeiner Partei mit der in großen Teilen fremden- und demokratiefeindlichen AfD tatsächlich zustande kommen, wäre das der GAU für die betreffende Partei und die deutsche Politiklandschaft. Die fast täglich stattfindenden Ausfälle - oft auch prominenter Mitglieder der AfD aus den ersten Reihen - sind eine klare Ansage, wohin ihrer Meinung nach das Land abdriften soll: An den äußersten rechten Rand, an dem kein Platz mehr für Diskurs ist, und wo kein Wert mehr gelegt wird auf wissenschaftlich belegte Fakten.

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johnwayne87 08.08.2019, 12:37
2. Selbst Schuld

Die CDU war mehr als ein Jahrzehnt an der Spitze. Sie haben es selbst zu verantworten, daß die AFD aufkeimt und sie treiben selbst die Leute der AFD in die Arme.
Wer ein generelles ablehnen von Gesprächen mit einer Partei, nicht mal "Kaffeeklatsch", befürwortet sollte sehr genau über seine Interpretation von Demokratie nachdenken.
Hätten von Anfang an die Politiker und auch die Medien mit der AFD geredet hätten die Wähler schnell gemerkt das sich in ihr kein Heiland verbirgt.

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josho 08.08.2019, 12:40
3. Selbstverständlich weiß man ....

...... bei der CDU genau, dass man auf Dauer um eine Kooperation mit der AfD nicht herum kommt. Es geht jetzt nur noch darum noch ein paar Wahlniederlagen auszuhalten und dann eine angemessene Schamfrist einzuhalten. So dumm wie die SPD, die 20 Jahre lang auf Bundesebene eine Zusammenarbeit mit der Linken ausgeschlossen hat und sich jetzt um 180 Grad wenden muss, sind die Konservativen definitiv nicht!

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mkummer 08.08.2019, 12:42
4. Erinnert alles stark

an die Geschichte mit der FPÖ unter Haider. Erst einmal Distanz, solange es geht. Zum Machterhalt ist dann alles egal. Der erste AfD-Ministerpräsident ist nur eine Frage der Zeit?

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RioTokio 08.08.2019, 12:44
5.

Zitat von oidamo
Sollte eine Zusammenarbeit irgendeiner Partei mit der in großen Teilen fremden- und demokratiefeindlichen AfD tatsächlich zustande kommen, wäre das der GAU für die betreffende Partei und die deutsche Politiklandschaft. Die fast täglich stattfindenden Ausfälle - oft auch prominenter Mitglieder der AfD aus den ersten Reihen - sind eine klare Ansage, wohin ihrer Meinung nach das Land abdriften soll: An den äußersten rechten Rand, an dem kein Platz mehr für Diskurs ist, und wo kein Wert mehr gelegt wird auf wissenschaftlich belegte Fakten.
Die AFD hat nicht nur viele Ex-CDUler in ihren Reihen, sondern hat eine ähnlich Programmatik wie die alte CDU.
Eine Demokratiefeindlichkeit sehe ich nicht - im Gegenteil - die AFD triff für Volksabstimmung nach dem Vorbild der Schweiz ein.
Mehr Demokratie geht nicht.
Und Fremdenfeindlichkeit?
Nur weil man den deutschen Sonderweg der offenen Grenzen ablehnt ist man noch lange nicht fremdenfeindlich.

Und die Diskursverweigerung findet ja gerade auf Seiten der CDU statt.

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Brubeck 08.08.2019, 12:45
6. Na, Sie sind auch ein Ausfall.

Zitat von oidamo
Sollte eine Zusammenarbeit irgendeiner Partei mit der in großen Teilen fremden- und demokratiefeindlichen AfD tatsächlich zustande kommen, wäre das der GAU für die betreffende Partei und die deutsche Politiklandschaft. Die fast täglich stattfindenden Ausfälle - oft auch prominenter Mitglieder der AfD aus den ersten Reihen - sind eine klare Ansage, wohin ihrer Meinung nach das Land abdriften soll: An den äußersten rechten Rand, an dem kein Platz mehr für Diskurs ist, und wo kein Wert mehr gelegt wird auf wissenschaftlich belegte Fakten.
Sie können nicht zwischen Volksverhetzung und zulässiger Meinungsäusserung unterscheiden.

Tragen Sie auch sonst immer Maulkörbe mit sich herum?

Die AfD ist eine zugelassenen Partei des rechten Spektrums. Sie hat es geschafft, das die Parteigänger des linken Spektrums ihre Borniertheit gegen Andersdenkende, ihre gnadenlose Intoleranz und ihren Willen zur Bevormundung des Volkes offenbarten.

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hasselblad 08.08.2019, 12:46
7.

Eigentlich ist das alles ganz einfach. Man redet nicht mit Rechtsextremen, man macht sich nicht gemein mit ihrem Schwachsinn, und vor allem koaliert man nicht mit Rechtsextremen. Man nennt Rechtsextreme in den Parlamenten auch nicht "konservativ" und ihre rechtsextremen Wähler nicht "besorgte Bürger". Man grenzt sie aus und lässt sie am langen Arm verhungern in ihrem Selbstfrust und mit ihren infantilen Hutbürgerängsten. Wie gesagt: ganz einfach.

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alter55 08.08.2019, 12:49
8. Respekt vor dem Wähler zeigen

Egal zu welcher politischer Richtung ein jeder selbst steht, eine Wahl ist eine Wahl und zu respektieren.
Der oder die gewählten haben die politische Verantwortung zu übernehmen. Wer nicht gewählt wird, hat die zu akzeptieren. Es gilt auch zu unterscheiden, ob es sich um kommunale Angelegenheiten handelt oder um Bundespolitik. Je nach dem ist auch ein politischer Gegner einzubeziehen. Es liegt schließlich am Wähler wie es weitergeht.

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lazyfruit 08.08.2019, 12:49
9. So hart es klingt...

...aber die AfD ist das, was die Linkspartei vor Jahren für die SPD war. Mittelfristig wird die CDU sich bei 15 bis 20 Prozent einpendeln und kommt dann nur schwer an der AfD vorbei. Entsprechend wird es uns genau so gehen wie vielen anderen europäischen Ländern. Linkspopulisten, Sozialisten und Sozialdemokraten auf der einen sowie Rechtspopulisten und Konservative auf der anderen Seite. Grüne und Liberale irgendwo dazwischen als Mehrheitsbeschaffer.

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