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Trotz Koalitionsabsage: Wo sich CDU und AfD näherkommen
DPA

Nicht mal ein "Kaffeeplausch im Kommunalparlament": Die Unionsspitze setzt auf klare Kante gegen die AfD, gerade vor den Landtagswahlen. Doch nicht überall wollen Parteifreunde dieser Linie folgen.

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Xany 08.08.2019, 14:05
60.

Zitat von Brubeck
Sie können nicht zwischen Volksverhetzung und zulässiger Meinungsäusserung unterscheiden. Tragen Sie auch sonst immer Maulkörbe mit sich herum? Die AfD ist eine zugelassenen Partei des rechten Spektrums. Sie hat es geschafft, das die Parteigänger des linken Spektrums ihre Borniertheit gegen Andersdenkende, ihre gnadenlose Intoleranz und ihren Willen zur Bevormundung des Volkes offenbarten.
Ich spreche jetzt mal für alle "Linken" hier, dass Toleranz von Intoleranz generell nicht zu tolerieren ist. Tolleranz-paradoxon. Kann man googeln.

Das ist son bisschen wie sich darüber zu beschweren dass Antifa Nazis haut, beschweren tun sich nur die, die selber Nazis sind.

Ich glaube ihre intolerante Art andersdenkenden gegenüber stellt sie selbst in eine Ecke der Intoleranz. Gut gemacht, jetzt müssten Sie nur noch daraus lernen und erkennen, dass Sie vielleicht in der falsche Ecke stehen.

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kassandra21 08.08.2019, 14:05
61.

Zitat von gvcom
gleicht in vielen Punkten dem der CDU von 2003 und früher. Viele der heutigen AfD-Wähler sind von der CDU abgewandert. Warum sollte also eine Zusammenarbeit nicht möglich sein.
Weil die alte CxU doch für die desolaten Zustände verantwortlich zeichnet, die von der AfD so gerne "kritisiert" werden.
Deshalb.

Oder sollte ich da etwas falsch verstanden haben, wenn jemand das "Merkel-Regime" erwähnt?

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HerrPeterlein 08.08.2019, 14:06
62. Ein Erfolg der der AFD nichts bringt

Die AFD freut sich schon über ihre Wahlerfolgen die jetzt kommen, übersieht dabei aber viele Punkte. Umfragen sind noch keine Wahlergebnisse, dazu haben sie nur diese hohe Zustimmung in einigen Bundesländern im Osten. Mit dieser Zuspitzung auf diese Länder und den rechten Parolen dort verliert die Partei aber überall sonst an Zustimmung und wird so bald wieder unter 5% liegen.

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xtdrive 08.08.2019, 14:09
63.

Ich vermute das es langfristig zu Kooperationen zwischen AfD und CDU kommen wird. Die Wähler beider Parteien dürften dies auch entspannter sehen als die Presse.

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Freidenker10 08.08.2019, 14:13
64.

Zitat von klichti
Wäre die SPD so rückgratlos mit der Linken zusammengeflossen wie jetzt die "Christlichen" mit der AfD, dann hätten die Rechten von Opportunismus und "Fehlen jeglichen Anstands" lamentiert. Daß aber bei den Konservativen ein politisches Gewissen nicht existiert, wissen wir ja spätestens seit Kohls "Ehrenwort", hätten es aber schon deutlich früher verinnerlichen müssen, z.B. bei Strauß' Starfighter-Affäre (dem Spiegel noch in lebhafter Erinnerung). Mit den Linken durfte man nicht, weil sie die Nachfolge-Organisation der SED sind. Das war der Grund. Logisch, daß man dann natürlich mit der AfD darf (was wäre wohl geschehen, wenn die Parteien vom linken Spektrum das getan hätten?), denn die sind keine Nachfolge-Organisation der SED, sondern die beleben den Geist des Nationalsozialismus und des Rechtsextremismus, in Deutschland schon immer besser gelitten als so linke Entgleisungen wie Arbeitnehmerorganisationen und Betriebsräte. Daß der "Flügel" unter Verdacht steht, verfassungsfeindlich zu sein: kein Problem. Nachfolge-Organisation sein ist schlimm, genuin rechts und bigott und rechtsstaatsfeindlich zu sein, das paßt schon.
Natürlich sind die Linken wirklich gewöhnungsbedürftig und ihre Ansichten sind z.T. wirklich realitätsfern, aber die SPD hätte in der Vergangenheit trotzdem längst mit ihr koalieren müssen! Der öffentliche Druck dies nicht zu tun hat die SPD viel zu lange davon abgehalten. Jetzt wäre eine Koalition natürlich eher lächerlich, kommt man doch zusammen nur noch auf 20 %....

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Advo67 08.08.2019, 14:14
65. "Wahre Demokraten"

Zitat von RodgerViefhaus
Der Souverän ist der Bürger/Wähler, sein Wunsch müsste jedem Politiker Verpflichtung sein. Wenn also die Wähler bestimmen, welche Partei ihre Stimme erhält, dann ist das ein demokratischer Vorgang. Dies mag manchem nicht schmecken, ist aber so. Sollte sich die AfD durchsetzen, so ist das von den Wählern gewünscht, ob es mir gefällt oder nicht. Wahre Demokraten akzeptieren dies auch.
... akzeptieren aber auch, dass das nicht bedeutet, dass andere Parteien mit der AFD koalieren müssen. Wahre Demokraten akzeptieren auch, dass (zum Glück) die ganz überwiegende Mehrheit der Wähler mit der AFD nichts am Hut hat und diese auch auf keinen Fall in einer Regierung sehen will. Wahre Demokraten sehen es auch gerne, wenn man sich von Rassismus und rechtsradikalem Gedankengut abgrenzt. Darüber hinaus verschließen wahre Demokraten nicht die Augen vor den Lehren, die man aus der Geschichte ziehen kann.

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charlybird 08.08.2019, 14:14
66. Die AfD

verfolgt eindeutig antidemokratische Ziele auf vielen Ebenen, das einzige, was an der Partei demokratisch ist, ist, dass sie gewählt wurde.
Das spricht aber nicht gerade für ihre WählerInnen, es sei denn, sie haben es wieder einmal nicht gewusst, aber das haben nach 45 auch fast alle beteuert. Frage war damals, ob man es ihnen glauben konnte.
Mit einer Partei dieser Art verbietet es sich zu koalieren, geschweige denn gemeinsam Politik zu gestalten, das sollte 1. einen erzieherischen Effekt haben und 2. eine klare Haltung zur Vergangenheit, auch auf die Gefahr hin, dass die Trotzwähler ein leichtes Hoch bekommen könnten.
Das wird aber nur im Osten sein.
Auch getarntes Braun geht nicht in einem demokratischen Parlament.
Die Geschichte sollte uns das deutlich genug gezeigt haben.

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claus7447 08.08.2019, 14:14
67. Widewide wit - ich mal mir meine Welt ....

Zitat von RioTokio
Die AFD hat nicht nur viele Ex-CDUler in ihren Reihen, sondern hat eine ähnlich Programmatik wie die alte CDU. Eine Demokratiefeindlichkeit sehe ich nicht - im Gegenteil - die AFD triff für Volksabstimmung nach dem Vorbild der Schweiz ein. Mehr Demokratie geht nicht. Und Fremdenfeindlichkeit? Nur weil man den deutschen Sonderweg der offenen Grenzen ablehnt ist man noch lange nicht fremdenfeindlich. Und die Diskursverweigerung findet ja gerade auf Seiten der CDU statt.
... man kann sich ja Scheuklappen aufsetzen. Zusätzlich am besten noch Oropax - damit auch keine schädlicher Laut ins Ohr dringt.

Zum einen:

- die Schweiz pflegt dieses System schon seit 400 Jahren - da hat man Erfahrung. Ihnen würde ich das Thema noch nicht zutrauen.

Und letztlich was wollen sie den Abstimmen? Abschaffung von Steuern (geht auch in der Schweiz nicht) - Erhöhung der Ost-Rente (ebenfalls nicht in der CH vorgesehen). Ausweisung der Flüchtlinge! Das wäre nun mal ein AfD Thema nach Wunsch. Damit automatisch verbunden Austritt aus der EU (sie dürfen da gerne die Kollegen aus der CH fragen, welche Probleme die schon mit ihrer SVP hatten ohne den EU Vertrag zu gefährden).

Aber ich könnte auch sagen:

- Rente und Arbeitslosenversicherung werden privatisiert - und zwar vermutlich rückwirkend.

- Behinderte - da möchte ich nicht weiter denken, das erinnert mich an den dunklen Teil der deutschen Geschichte.

Aber folgen sie ruhig ihren Vorbildern. Da ist zum Beispiel ein Herr Räpple - ein Bild von Demokrat. Oder Herr Gedeon, nun ein bisschen Antisemitismus darf es schon sein.

- Warum Musste Meuthen überhaupt einen SPRACHKATALOG herausgeben. Sind die AfD Funktionäre so bekloppt, dass man denen vorgeben muss was wie gesagt werden darf? und in diese Hände wollen sie isch begeben. Na prost - ich wünsche viel Vergnügen. Gut das 87% der Wähler (bzw. 70% überhaupt nicht daran denken) das anders sehen!.

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misterknowitall2 08.08.2019, 14:15
68. Die Haltung der AfD dürfte

Zitat von olli118
Einerseits finde ich die AfD ganz, ganz schrecklich. Für mich käme eine Wahl dieser Partei nicht in Frage. Andererseits leben wir in einer Demokratie. Somit sind auch die Stimmen der Bürger, die diese Partei wählen, zu berücksichtigen. Erstens, weil es gar nicht geht, dass die Wünsche und Sorgen eines doch schon grossen Teils der Bevölkerung einfach übergangen werden, indem sogar eine Kooperation (geschweige denn eine Koalition) mit der AfD untersagt wird; zweitens, weil man gerade so Menschen dazu bringt, AfD zu wählen. So nach dem Motto: jetzt erst recht. Muss man abwarten, bis die 50% der Stimmen haben? AfD in der Opferrolle ist das letzte, was man braucht. Solange sie keine Verantwortung haben, und nur vom Rand her hämisch kommentieren können, was ach so alles falsch läuft bei uns, wird man sie nicht entzaubern können.
klar sein, deren Standpunkte auch. Also, über was muss man da reden? In wie weit muss man solche Standpunkte teilen oder tolerieren, nur weil ein paar mehr die Partei gewählt haben. Das hat Demokratie nichts zu tun. In der Demokratie geht die Macht vom Volke aus, nicht von einer kleinen Minderheit.

Die "Wünsche und Sorgen" der Afd-Wähler sind nicht maßgebend. Ich habe auch "Wünsche und Sorgen"; interessiert auch niemanden. Zumal ich sogar behaupte, die einzige Sorge dieser Menschen sind die ganzen Ausländer. Alles weitere ist nur gemache, weil man das ja so nicht sagen kann.

Wenn die Afd mehr als 30% bekommt, ist es an der Zeit dieses Land zu verlassen. Eine vorsichtige Warnung an alle.

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almeo 08.08.2019, 14:18
69.

Zitat von RioTokio
[...]Eine Demokratiefeindlichkeit sehe ich nicht - im Gegenteil - die AFD triff für Volksabstimmung nach dem Vorbild der Schweiz ein. Mehr Demokratie geht nicht. Und Fremdenfeindlichkeit? Nur weil man den deutschen Sonderweg der offenen Grenzen ablehnt ist man noch lange nicht fremdenfeindlich. [...]
Ach kommen Sie schon! Nicht schon wieder die Leier! Wer bei den Aussagen von AfD-Spitzenpolitikern keine rassistisch-rechte Wortwahl erkennt und sie als letztes Bollwerk der Demokratie sieht, hat den SChuss doch nicht gehört. Anbei der erste Link von Google:

https://www.volksverpetzer.de/analyse/nazis-in-afd/

Weitere Beispiele bieten Ihnen so ziemlich alle in Deutschland erhältlichen Zeitung in ihren Onlineausgaben, verschiedenste Politiker und private Blogs...

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