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Trotz Nato-Einsatz: Afghanistans Frauen leiden wie unter den Taliban
AFP

Sie werden geschlagen, eingekerkert, entrechtet: Die Lage von Frauen in Afghanistan ist dramatisch, warnt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Alarm. Es gibt kaum einen Unterschied zu der Zeit, als die Taliban herschten. Der Westen hat das Thema längst aufgegeben.

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i_sa 28.03.2012, 11:09
100. Der Westen hilft immer den Falschen

Der Westen hilft halt immer den Falschen bzw. den für den Westen Richtigen:-)

Der amerikanische Staatsbürger Karzai (seine Familie hat eine Lebensmittelkette in USA) war eine Unterstützung für die Amerikaner, da ihnen ein bekannter lieber war als ein unbekannter afghanischer Talib. Was will man von dem Mann erwarten.

Hier gibt's nur eins: Keine Kohle mehr. Bin sowieso dafür, dass man nur Entwicklungshilfeprojekte unterstützt unter der Bedingung, dass die Hilfsorganisationen frei arbeiten können.

Ansonsten bleibt uns nur:

Keine Waffen

Asylrecht auch für die wenigen Frauen, die nach Westen durchdringen;

Ab und an mal die Bundeswehr/Nato usw. zur Vernichtung afghanischer Opiumfelder einsetzen. Sehr wirksam, da sprudelnde Geldquelle für die Taliban!

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koboldine_2011 28.03.2012, 11:12
101.

Zitat von tinosaurus
Als Frau würde ich in Afghanistan auch nicht protestieren. Die möglichen Konsequenzen sind einfach zu hart.
So ist es. Und ich habe eine absolute Hochachtung vor den Afghaninnen, die sich für mehr Rechte einsetzen, denn sie tun es wirklich unter Einsatz ihres Lebens.
Zitat von tinosaurus
Nur wenn zu viele Frauen plötzlich aus Protest Selbstmord verüben würden, könnte es vielleicht nennenswerte Veränderungen bewirken.
Sollte man denken. Ist aber leider nicht so. Nehmen Sie die Inderinnen, die sich aus Protest wegen der katastrophalen Situation der Frauen weigern, Mädchen zur Welt zu bringen, was mittlerweile dazu geführt hat, dass es in manchen Dörfern keinen junge Frauen mehr gibt.

Nun könnte man meinen, dass die verbliebenen Frauen hofiert würden, aber das Gegenteil ist der Fall.

Ich war immer schon der Meinung, dass die positive Entwicklung in der arabischen Welt entscheidend von den Frauen abhängt. So lange die vielen kleinen "Mimis in ihrer Ehre gekränkt" das Sagen haben, kann das nichts geben. Eine Gesellschaft, die die Hälfte ihrer Ressourcen nicht nutzt, bleibt auf der Stelle stehen.

Und auch ich bin der Meinung, dass eine solche Entwicklung von innen heraus erfolgen muss, alles andere ist, wie sich gezeigt hat, nicht von Dauer und insofern wenig effektiv.

Wenn aber jedes Aufmucken der Frauen blutig niedergeschlagen wird, wird es für die Frauen schwierig.

Die afghanischen Frauen hatten in den 70ern den höchsten Bildungsstand in der arabischen Welt zu verzeichnen. Wenn sie aber mit brachialer Gewalt ins Haus zurückgetrieben, misshandelt und ermordet werden, was sollen sie tun?

Die Frauen in Afghanistan und anderen rigiden arabischen Ländern, wie Jemen, Saudi-Arabien, etc. sollten dringend den Weg der Inderinnen einschlagen und keine Töchter mehr gebären. Dann hat sich das Problem auf die eine oder eben auf die andere Weise bald von selbst erledigt.

Denn: Um fortbestehen zu können, ist jede Gesellschaft nun mal dringend auf Frauen angewiesen. Auch wenn die vielen kleinen Mimis das gern anders hätten.

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olicrom 28.03.2012, 11:12
102. "Mann" und "Islam" ist eine äußerst unheilvolle Allianz, Kombination

.....man bedenke nur, dass zum Beispiel diese ganze Verschleierungsarien ja immer damit begründet werden, dass der islamische Mann sich offensichtlich nicht beherrschen kann.

Kaum zu widersprechen ist: Schaffen Sie nur eines von beiden ab und die Welt hat einige ihrer übelsten Probleme gelöst.

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Alisa 28.03.2012, 11:12
103. Interessant ist,

Zitat von sysop
Sie werden geschlagen, eingekerkert, entrechtet: Die Lage von Frauen in Afghanistan ist dramatisch, warnt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Alarm. Es gibt kaum einen Unterschied zu der Zeit, als die Taliban herschten. Der Westen hat das Thema längst aufgegeben.
doch noch eine ganz andere Frage: Wer erzieht diese ganzen Männer? Natürlich, ab einem gewissen Alter kommt man diesem System nicht aus, keine Frage.

Ich habe trotzdem eine Reihe von Berichten gelesen, die mir die Haare zu Berge stehen lassen. Und zwar wegen der oftmals initiierenden Rolle der Frauen selbst.

Solange es zuhauf Mütter gibt (keine Einzelfälle; daß ist Usus!), die ihre eigenen Töchter verstoßen, solange die Frauen es nötig haben, ihre eigene moralische Integrität zu verteidigen, indem sie auf die Verfehlungen der Nachbarin zeigen, solange in Flüchtlingslagern Frauen, von denen bekannt geworden ist, daß sie vergewaltigt wurden, rigoros und unmenschlich ausgestoßen und mit Steinen beworfen werden (von Frauen, nicht von Männern!), solange stellt sich mir die berechtigte Frage, ob wir wirklich gründlich Ursachenforschung betrieben haben. Und solange wird sich auch nichts ändern können, unabhängig vom Islam und den Männern, vom Bau von Brunnen und Missionierung durch den Westen.

Es gibt genügend Studien die nahelegen, daß die Mehrzahl der Frauen in Afghanistan Erfahrung von sexueller Gewalt gemacht hat. Befremdend auf mich wirkt also die absolut fehlende Solidarität untereinander, weniger das Verständnis der Männer (denn die wissen es nicht besser).

Die Abwertung der Frau ist in dieser Gesellschaft tief verankert, und die meisten Frauen tragen das mit. Wer mir Zynismus vorwerfen will, der möge bitte die entsprechende Literatur lesen, die gibt es zuhauf.

Eine mutige Ausnahme bildet dieser Verbund: The Revolutionary Association of the Women of Afghanistan (RAWA)

Mit freundlichen Grüßen aus München

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markus_wienken 28.03.2012, 11:13
104. .

Zitat von munkelt
Was reden Sie da, Verbrechen an Menschen zu begehen ist keine Privatsache.
Was gehen uns Verbrechen (zumal es diese dort wohl gar keine sind) in anderen Ländern an?

Zitat von munkelt
Das geht uns alle an.
Nein, tut es nicht.

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Politikernachwuchs 28.03.2012, 11:13
105. Afghanistan

Zitat von sysop
Sie werden geschlagen, eingekerkert, entrechtet: Die Lage von Frauen in Afghanistan ist dramatisch, warnt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Alarm. Es gibt kaum einen Unterschied zu der Zeit, als die Taliban herschten. Der Westen hat das Thema längst aufgegeben.
Ein großartiger Erfolg unserer Politik. Die Bundeswehr war/ist erfolgreich tätig. Wieso zahlen wir für dieses Ergebnis Entwicklungshilfe. Landet das Geld etwa bei unserem Entwicklungsminister auf sein Konto, zumal er ja das Ministerium vor seiner Aufstellung abschaffen wollte. Frau Merkel hat hier das Geld gut angelegt. Dafür lässt Sie unsere Schulen, Kitas, Kinder usw. vorsätzlich verkommen. Hauptsache Banker und Politiker können ihre Einkommen steigern!

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BerlinerGöre72 28.03.2012, 11:13
106. Woher nehmen????

Zitat von laufmichel
..., unsere westliche Werte, Demokratien, Menschenrechte, Kulturen, Lebensweisen und Religionen auf andere Völker und Länder zu übertragen? Woher nehmen wir das Recht, sie zu missionieren oder Demokratieverständnis herbei zu bomben? Wie krank muss ein Mensch sein, um sich diesen Fiktionen hinzugeben? Die Dinge entwickeln sich von ganz alleine und von innen heraus. Laßt die Zeit es machen. In Europa hat diese Entwicklung auch gedauert und ist noch nicht zu Ende.
Hier geht es nicht um "westliche Lebensweisen", hier geht es darum, dass Frauen geschlagen, vergewaltigt und unterdrückt werden, und dies von oben geduldet oder sogar unterstützt wird.

Es geht nicht darum, dass afghanische Frauen plötzlich unverschleiert im Minirock in Diskotheken gehen dürfen, sondern einzig darum, dass man sie nicht wie ein Stück Dreck behandelt!!!

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tatortreiniger 28.03.2012, 11:14
107. Afghanische Verhältnisse

Zitat von westpfälzer
...Ach, Afghanistan ist so weit weg, so archaisch, und SIE haben im Moment gerade keine Zeit für einen humanitären Einsatz vor Ort! Tja, dann werden sich die Verhältnisse dort nicht so schnell ändern!

Die Verhältnisse dort werden sich (vielleicht) frühestens in 100 Jahren ändern, denn so weit zurück ist die afghanische Gesellschaft im Denken und Handeln gegenüber uns. Lokale Herrscher, die mit der Kalaschnikow unterm Arm ihre eigenen Interessen vertreten und die wahren Könige des Landes sind, lassen sich nicht schnell beseitigen. Jedes Dorf dort hat eigene Gesetze – alle natürlich unter dem „Hauptgesetz“ Sharia. Da werden Frauen gegen Ziegen getauscht und Kinder zwangsverheiratet wenn es der Dorfälteste so will. Diesen Menschen Demokratie beibringen zu wollen ist aussichtslos. Eine Veränderung der Gesellschaft kann nur von innen gelingen.

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munkelt 28.03.2012, 11:16
108.

Zitat von westpfälzer
welch kluger Beitrag (einer unter vielen)! Frage: "Was ändert dieser an den Verhältnissen in Afghanistan?" Antwort: "Nichts, aber auch gar nichts"! ...

Ja ich weiß, aber ein Satz wie dieser:

Zitat von
...soll ich mich intensiv für die armen Frauen in Afghanistan einsetzen? Genauso wenig wie ich möchte das sich andere in meine privaten Dinge einmischen...
kann so nicht stehen bleiben. Vergewaltigte Frauen als Täterinnen zu bestrafen, das ist ein Verbrechen und keine Privatsache. Und ich bin sicher, dass das auch nicht im Koran steht.

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antalya1977 28.03.2012, 11:16
109. Traurig

Zitat von sysop
Sie werden geschlagen, eingekerkert, entrechtet: Die Lage von Frauen in Afghanistan ist dramatisch, warnt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Alarm. Es gibt kaum einen Unterschied zu der Zeit, als die Taliban herschten. Der Westen hat das Thema längst aufgegeben.
wie es den Frauen, aber auch den Männern in Afghanistan geht, auch den kinder, sowie auch in Somalia, Niegeria, Peru etc.. Zwei punkte möchte ich doch ansprechen:

- Wer glaubt tatsächlich an einen Krieg in Afganistan für die Afganen oder unsere Sicherheit im Zivilisierten Westen? Wer Profitiert vom Krieg ?

- Die Züge der Islamophobie sind regelmäßig bei Verschiedenen Foristen auch bei viel Gutmeschentum nicht zu übersehen. Die Problematik in Afganistan nur auf diesen Punkt zu reduzieren, das ist emotional getriggert.

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