Forum: Politik
Trümmerstadt Tripolis: Millionen Libyer leiden unter Versorgungsnot

Wasser, Medikamente und Benzin werden knapp. Der Strom fällt aus. Müll türmt sich meterhoch auf. Sechs Tage nach dem*Einmarsch der Rebellen bricht in Tripolis die Versorgung zusammen. Laut Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon*leiden Millionen Libyer unter den Kriegsfolgen.

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hopalonghorus 28.08.2011, 01:17
90. Da hat die Wahrheit es schwer durchzudringen...

Zitat von hanspeter.b
Na Sie wären ein mustergültiger DDR-Bürger gewesen. Essen und Trinken gibt es natürlich nur mit Gaddafi und seiner Sippe.
Ach weh. Ein Kommunistenjäger.
Fakt ist:
Mit Gaddafi: Bevölkerung versorgt.
Mit NATO Gaddafi beseitigt: Versorgungsschwierigkeiten.

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claudius12 28.08.2011, 04:05
91.

Zitat von Jean P. v. Freyhein
Tja, das ist das, was Gaddafi seinem Volk hinterlässt. Trümmer, Chaos und Zerstörung. Ohne die NATO-Intervention wäre es noch einiges dicker gekommen.
..........

ach ja richtig, er hatte doch vor seine hauptstadt zu bombadieren, aber zum glück ist ihm die nato zuvorgekommen...natürlich aus humanitären gründen

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lichtschalter 28.08.2011, 08:05
92. Kriegsverbrechen

Die Nato hat offensichtlich die zivile Infrastruktur von Tripolis zerstört. Das ist ein Krieg gegen Zivilisten. Es ist erschreckend, dass fast alle gemäßigten Politiker ob dieser Situation Beifall klatschen. Anscheinend ist ihnen jedes Mitgefühl und jede gesunde Menschenverstand abhanden gekommen. Die Libyer sind größtenteils ein friedliches Volk. Deshalb haben sie sich nicht an dem Krieg beteiligt. Die Nato hat für eigene Interessen eine gewaltbereite Minderheit an die Macht gebombt.

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hannespiefke 28.08.2011, 08:23
93. Verlierer

Die Verlierer sind das Libysche Volk, denn ob sie Gaddafi mochten oder nicht die Infrastruktur hat gelitten.

Die Chancen für ein radikal muslemisches Regime sind groß.
Frankreich und GB ist das erst mal egal denn man hat schließlich schon Geheimabkommen mit den "Rebellen" bezüglich der Öl Reserven geschlossen.

Das Jammern wird aber groß werden wenn die erste Passagiermaschine dank Libyscher AAA Raketen abgeschossen wird. Das Szenario ist leider nicht abwegich, bedingt durch Meldungen vom Verkauf von Flugabwehrraketen im Sudan welche aus Libyschen Beständen stamten, zumindest hoch wahrscheinlich, und an Al Qaida nahe radikale Verbände verhökert wurden.

Dazu auch noch das sich die "Rebellen" noch anfang Juli über mangelnde Ausrüstung beklagten wobei sich selbst westliche Fachleute stirnrunzenlnd die Frage stellten wo denn die ganze Ausrüstung aus Gaddafis Kassernen hingewandert wäre.

Die Zeche werden die Kriegsgeilen wie auch die Skeptiker gleicherweise bezahlen müssen. und die sieht nicht sehr freundlich aus.

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atock 28.08.2011, 08:24
94. wer hätte das gedacht?

da werden selbst unsinnigste behauptungen die längst widerlegt wurden,widerholt.

versorgungsengpässe weil lybische regimeverbrecher,trinkwasser vergiften wollte?

welch ein liderliches spielchen.
längst ist bewiesen das gaddafi niemals seine bevölkerung dahinmetzeln wollte.
schliesslich,stand es zum grossteil hinter ihm.

tripolis wurde opfer der bombardierung,der infrastruktur und der belagerung der stadt durch die nato.

zu den vielen von nato und den rebellen begangenen gereueltatan hätte es nie kommen müssen.

gaddafi hat den waffenstillstand angeboten,die nato und deren rebellen haben das ignoriert.

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e_d_f 28.08.2011, 08:29
95. Glanzleistung der NATO

Zitat von xxyxx
... Es ist der Sieg der NATO, die den Rebellen in den letzten 3 Wochen nicht nur an jeden Hinderniss den Weg freigebombt hat, sondern auch (weil man sich wohl die Pattsituation der viereinhalb Monate vorher nicht mehr leisten wollte) mit massiver Unterstützung durch Luftaufklärung und bei der taktischen Führung mehr und mehr auch die militärische Entscheidungsgewalt weggenommen hat...
Das kann man so sehen. Einige Schlaumeier und selbsternannte Militärexperten hier im Forum haben ja noch vor Kurzem getönt, der Krieg könne die NATO gar nicht gewinnen, ohne Bodentruppen (mit Panzern und anderem schweren Gerät) einzusetzen, ja, und Gaddafi werde am Ende sowieso gewinnen, die NATO zerbrechen, der NATO die Bomben ausgehen usw. usw. - Das alles hat sich als falsch erwiesen. Im Gegenteil. Die Luftwaffe hat den Ausschlag gebracht. Man muss sich das mal vorstellen: Eine völlig untrainierte Chaos- und Turnschuhtruppe, die von der auf Aufstände bestens vorbereiteten Armee Gaddafis ohne Hilfe in wenigen Tagen weggeputzt worden wäre, trägt den Sieg über eine der stärksten Armeen Afrikas davon. Man mag sich darüber ärgern, aber militärisch war das eine Glanzleistung der NATO; man hat nicht einen einzigen Soldaten verloren, und auch nur ein Flugzeug (ohne Feindeinwirkung durch Defekt), und dennoch das Blatt im eigenen Sinne vollständig gedreht, ohne am Boden selbst einzugreifen zu müssen (man hätte sich in Afghanistan auch damit begnügen sollen, die Nordallianz zum Sieg zu bomben. Den Einsatz am Boden hätte man sich besser gespart). Selten war ein Krieg so erfolgreich, gemessen an den eigenen Verlusten. Rein militärisch betrachtet eine große Leistung.

Abgesehen davon steht die Allianz jetzt aber vor einem Trümmerhaufen. Die Kollateralschäden des Krieges sind hoch, das Leid der Menschen größer als erwartet. Die bisher bekannt gewordenen Details sind teilweise erschütternd (war es das wert?). Libyen liegt am Boden, und der Erfolg der ganzen Aktion wird daran zu messen sein, ob es bald gelingt, das Leben im Land nachhaltig zu normalisieren und einen besseren Staat zu schaffen. Im Vergleich zum militärischen Teil dürfte das die schwerere Aufgabe werden. Es liegt noch viel Arbeit vor den Beteiligten.

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faguo888 28.08.2011, 08:39
96. Arbeitslosigkeit??

Viele Argumente sind schon ausgetauscht. Verwundert hat mit die angebliche Arbeitslosenrate von 30 %. Warum gab es ein Millionenheer ausländischer Gastarbeiter in Libyen? Es gab dort traditionell mehr Ausländer als Einheimische. Sie kamen aus Afrika, Asien und Europa. Jeder, der arbeiten wollte, konnte dies tun. Eine Folge der kriegerischen Auseinandersetzung ist nun die Massenflucht von Afrikanern nach Europa. Kein Wunder, dass sich die Afrikanische Union mit Wertungen über Gaddafi zurückhält. Die afrikanischen Staaten haben einen Teil der Rückwanderer aus Libyen mitzuversorgen. Es gibt also eine Fülle von unangenehmen Nachwirkungen weltweit, die Leute in der NATO mit dem schnellen Finger am Abzug nicht bedacht haben.

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moliebste 28.08.2011, 08:40
97. Schneller Brüter für Al-Quaida

CNN meldet, dass es sich bei den 600 aus einem Gefängnis in Tripolis befreiten Gefangenen um junge radikale Al-Quaida-Leute handelt.

Und in der Cyreneika seien mittlerweile Trainingslager von und für Al-Quaida eingerichtet worden.

Die Mienen der CNN- Moderatoren waren sehr besorgt.

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richterd 28.08.2011, 08:42
98. Kinderglaube

Zitat von hanspeter.b
Ein Diktator (der schlimmsten Sorte) weniger. Eine gute Sache für Libyen und die Welt.
Gott schuetze Ihren Kinderglauben. Es ging nicht darum, die Welt von einem schlimmen Diktator zu befreien. Es ging um Macht und Einfluss in einem oelreichen Land. Gaddafi hat einen schweren Fehler gemacht: Er hat mit den Chinesen angebandelt. Bevor die Chinesen zu viel Einfluss bekamen, schlug lieber die wohlbekannte westliche Allianz zu.

Jetzt wird es spannend zu beobachten, was die ach so demokratischen Rebellen machen.
Ich gehe konform mit dem Beitrag von Widder58 und aehnlichen Beitraegen einiger anderer Foristen.

Ausserdem sollte man die staendige Diffamierung des Herrn Westerwelle unterlassen. Seine Entscheidung war richtig. Als Deutsche sollten wir nicht die Erfuellungehilfen der Kriegsverbrechen anderer sein.

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martin-gott@gmx.de 28.08.2011, 08:43
99. China

Zitat von hanspeter.b
Die Frage ist einzig und allein, ob es gut und richtig ist den Sturz einer brutalen Diktatur zu unterstützen oder nicht. Ich denke uneingeschränkt ja. Dass noch weitere Interessen eine Rolle spielen mögen ist mit diesbezüglich vollkommen egal.
denn habe ich mal eine Frage. Wenn es in China zu ähnlichen Ere´gnissen wie 1989 kommt denn sind sie uneingeschränkt dafür sich einzumischen. Da ihnen weitere Interessen ja egal sind würden sie auch einen Atomkrieg riskieren. Ich hoffe nur das sie nie politischen Einfluss bekommen denn müßte ich ja um mein Leben fürchten mein wichtigstes Menschenrecht.

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