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Trump-Beraterin: Das Massaker, das es nie gab
DPA

Wie rechtfertigt man einen Präsidentenerlass, der weltweit für Empörung sorgt? Ganz einfach, man erfindet einen Terroranschlag - so wie Trump-Beraterin Kellyanne Conway mit dem "Bowling Green Massaker".

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herz+hirn 03.02.2017, 16:53
170. Mehr

Zitat von ThomasGB
Und wie eröffnet man einen Krieg zur Beseitigung einer Gefahr die es nie gab? Ganz einfach: Man erfindet fahrende Chemielabors. Wie damals im Irak. Nebenbei: Merkel fand das damals ganz toll und ist noch zu Dabbelju gereist um ihm ihre Zustimmung für einen Krieg gegen Saddam Hussein zuzusichern.
als "Whataboutism" fällt Ihnen zu dieser Lügenbande nicht ein? Die Methode ist doch offensichtlich: solange alternative Fakten behaupten, bis niemand mehr irgendwas glaubt und bei der Vielzahl an Richtigstellungen Interesse und Überblick rapide schwinden. Bleibt zu hoffen, das wir nicht irgendwann beim Randy Newman Song "Political Science" landen.

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elkemeis 03.02.2017, 16:54
171.

Zitat von kajoter
1. Sie schrieben es so, als wäre Merkel damals für einen Krieg verantwortlich gewesen, den Deutschland nicht geführt hat. 2. Sie fuhr damals als Oppositionsführerin, also als quasi Vertreterin der deutschen Bevölkerungsminderheit nach Washington. 3. Schon mal daran gedacht, dass sie das in Absprache mit Schröder tat? Der wollte die Wogen glätten, die seine Weigerung ausgelöst hatte, und zugleich sein Gesicht wahren. Merkel konnte ihre Verbundenheit mit den USA öffentlichkeitswirksam demonstrieren und ihre politische Statur stärken. Also Win-Win. Das Szenario ist durchaus möglich. Aber es ist nicht möglich, damit in AfD-Manier auf Merkel einzuschlagen.
1. Ist das Unverständnis oder absichtliche Mißinterpretation. Mit keinem Wort deutet der Forist auch nur an, Merkel sei für den damaligen Krieg verantwortlich gewesen. Der Forist schreibt völlig zu Recht, dass sich Deutschland unter Merkel an dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak beteiligt hätte. Außerdem hat Merkel damals eine gewählte deutsche Bundesregierung in einer weltpolitisch höchst brisanten Situation öffentich desavouiert.
2. Das stimmt. Unerwähnt bleibt, dass auch etliche traditionelle CDU/CSU Wähler gegen eine deutsche Kriegsbeteiligung waren.
3. Wo haben Sie denn dieses Märchen her? Das ist ja abenteuerlich absurd.

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pansatyr 03.02.2017, 17:00
172. ich habe keine Zeit,

alle Beiträge zu studieren, gehe aber davon aus, dass die Trumpistas sinngemäss argumentieren werden, dass die Verhafteten ein Massaker geplant hatten.

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auchdasnoch 03.02.2017, 17:01
173. Ergänzung

Laut NY Times hat Conway via Twitter zu ihren Aussagen Stellung bezogen.
https://www.nytimes.com/2017/02/03/us/politics/bowling-green-massacre-kellyanne-conway.html

Sie habe eigentlich "Bowling Green terrorists" gemeint, und im Übrigen ließ sie es sich nicht nehmen, gleich noch in bester Whataboutism-Manier gegen Fehler der Trump-kritischen Presse gewettert.

Mit diesem Teil-Eingeständnis kann sie aber zwei weitere Lügen in ihrer Aussage nur sehr notdürftig kaschieren: a) dass es keine Berichterstattung über Bowling Green gegeben habe; und b) dass die Obama-Adminstration daraufhin einen Bann gegen Iraker ausgesprochen hätten.

Erinnert mich an Frau von Storch: so wie die damals "auf der Maus ausgerutscht ist", ist Frau Conway wohl einfach auf ihren strahlenden Schneidezähnen ausgerutscht ;-)

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unumvir 03.02.2017, 17:04
174.

Zitat von Teile1977
Sie wissen aber schon das es die Chemiewaffen an sich wirklich gab? (...)
Nein, die gab es "an sich wriklich" nicht, die Chemiewaffen!

Die waren zu dem Zeitpunkt schon längst abgerüstet und vernichtet.

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hman2 03.02.2017, 17:10
175.

Zitat von die-metapha
Merkel schwor damals vor laufender Kamera? Wo sind diese Aufnahmen zu finden?
Fragen Sie die US-Networks...

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quellcode 03.02.2017, 17:10
176. Apologeten des Untergangs

Zitat von ed_tom_bell
Mich verblüfft das alles auch ziemlich. Hätte ich mir noch vor ein/zwei Jahren nicht träumen lassen. Und das obwohl man ja nun schon einiges gewohnt ist. Inzwischen habe ich sogar den Eindruck, dass die Anhänger des GröLaZ (Größter Lügner aller Zeiten) sich von ihm deshalb nicht betrogen fühlen, ja gar nicht von ihm betrogen fühlen können, weil sie genauso gut wie er und wir wissen, dass das alles Lügen sind. Während wir das aber erbärmlich und kriminell finden, halten sie es für genial und total gewieft und bewundern den Balkenbieger und seine Antiwahrheitskommission dafür. Ja sie beteiligen sich sogar inbrünstig am verbreiten und schöpfen neuer Lügen. Der Zweck heiligt jedes noch so jämmerliche Mittel. Was allerdings dieser Zweck sein könnte, und ob der selbst mehr als eine große Lüge sein kann, ist mir noch nicht ganz klar. Denn wie aus diesem verlogenen Chaos irgend etwas Zukunftsfähiges herauskommen können soll ist nicht zu erkennen. Und wie diese Leute und ihr großer Anführer jemals wieder zur Wahrheit zurückfinden sollen, falls sie da schon mal waren und überhaupt noch wissen wo das ist, ist mir auch ein Rätsel.
Jeder hat halt einen eigenen, mehr oder weniger subjektiven Eindruck. Ihre Meinung bringt zum Ausdruck, als sei Wahrheit für alle außer Trumpis Normalität, das seh ich ganz anders. Und wenn Ihre Konstruktion keinen Sinn für Sie ergibt, dann liegen Sie ja eventuell falsch. Oder können es schlicht nicht verstehen. Um dahingehend eine Aussage zu treffen, müssten Sie natürlich mit Fakten und nicht mit Sinneseindrücken und Catchphrases (Antiwahrheitskommission, Größter Lügner aller Zeiten (Hitler war wohl ehrlicher?)) argumentieren, was soll man auch sonst dazu sagen, "Tut mir leid für Sie"?

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wexelweler 03.02.2017, 17:11
177. Mit solchen Leuten in der Politik

ist der Untergang des Abendlandes gesichert.

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kuac 03.02.2017, 17:11
178.

Zitat von pansatyr
alle Beiträge zu studieren, gehe aber davon aus, dass die Trumpistas sinngemäss argumentieren werden, dass die Verhafteten ein Massaker geplant hatten.
Das Argument geht so: nur weil niemand ein Massaker gesehen hat, heisst nicht, dass kein Massaker gegeben hat!

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hman2 03.02.2017, 17:13
179.

Zitat von brooklyner
Oder fragen SIe mal amerikanische Akademiker, ob sie jemals etwas vom My-lai Massaker in der Schule gelernt haben - Fehlanzeige. Oder wie schwer war es zum Beispiel für Fred Branfman, der den geheimen Krieg der CIA in Laos publik machte (wofür Kissinger übrigens vors Kriegsverbrecher Tribunal gehört), Gehör zu finden....
Oder ob ein Amerikaner je davon gehört hat, dass die CIA in fremden Ländern Staatschefs wegputscht oder gleich ermorden läßt...

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