Forum: Politik
Trump in Brüssel: "Die Deutschen sind böse, sehr böse"
REUTERS

Beim Treffen mit der EU-Spitze hat Donald Trump massive Kritik an Deutschland geübt. Der SPIEGEL erfuhr aus Teilnehmerkreisen den genauen Wortlaut.

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Fuscipes 26.05.2017, 11:03
630.

Das mit den freien Märkten kann nur funktionieren solange die Aushandelsbilanzen annähernd ausgeglichen sind. Das ist seit vielen Jahren aber nicht mehr der Fall.
Die amerikanischen Hoflieferanten China und Deutschland sind etwas düpiert, weil dieses Spiel so nicht weitergehen kann und wird, es sei denn man liefert nicht nur die Ware sondern bezahlt sie am besten auch noch.
Das Phänomen ist die griechische Krankheit die vom Kapitalismus ausgelöst wurde, da wäre eine Diät beim Patienten angesagt, aber der sieht das garantiert nicht ein.
Die Lieferanten werden jetzt an der Produktpalette schrauben müssen.

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Andraax 26.05.2017, 11:04
631. Kann das funktionieren?

Zitat von Werner Esser
Die Amis sollten so gute Autos bauen wie die Deutschen, dann haben sie auch einen Handelsüberschuss.
Klingt so schön einfach: Jedes Land der Welt bracuht nur die besten Autos der Welt bauen, und jedes Land hat Handelsüberschuss. Handelsüberschuss für ALLE ist kein Märchen sondern heilige Gral, der durch grenzenlosen Wettbewerb zu finden ist. Amen!

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theodtiger 26.05.2017, 11:05
632. Permanente Exportüberschüsse schaden sehr wohl auch Deutschland

Zitat von Emil Peisker
Mein Gott, was für Verschwörungstheorien verbreiten Sie denn? Es ist völliger Blödsinn, den Sie hier verbeiten wollen. Wenn man von Volkswirtschaft keine Ahnung hat, sollte man einfach schweigen, anstatt darauf zu bestehen, dass die abstruse "Saldenthese" Realität ist.
Eigentlich sollte auf Postings von Trollen nicht reagieren. Wenn es aber dann doch so dreist wird, dass bei volkswirtschaftlichem Basiswissen von" Verschwörungstheorien" und Fake News (Überschrift von Kommentar 521) gesprochen wird und dem Autor von Kommentar Nr 1 unterstellt wird, er habe von "Volkswirtschaft keine Ahnung", dann ist vielleicht doch eine Reaktion angezeigt.
Natürlich führt ein Exportüberschuss erst einmal nur zu Geld beim Exportland und nicht zu Sach- oder Dienstleistungen als Kompensation, denn sonst hätte man keinen Exportüberschuss. Wenn dieser Exportüberschuss in jedem Jahr auftritt - und darum geht es - wächst die Geldforderung immer weiter an. Wenn man sich dann für das Geld keine Sachwerte im Ausland kaufen kann, hat man zwar Geldforderungen aber realwirtschaftlich nichts für die Exporte bekommen. So gesehen ist ein permanenter Exportüberschuss ein Geschenk ans Ausland, das dann aber weniger Beschäftigung und andere Probleme hat.
Es läge sehr wohl im deutschen Interessen, wenn die hohen Exportüberschüsse zurückgeführt würden. Diese destabilisieren insbesondere auch die Eurozone, von der Deutschland enorm profitiert. Allerdings geht kein Strukturwandel problemlos. Daher sollten wir schnellstmöglich damit anfangen, damit er noch einigermaßen behutsam durchgeführt werden kann.

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az26 26.05.2017, 11:05
633.

Zitat von rloose
Es geht nicht darum weniger zu exportieren, sondern mehr zu importieren. Und dazu wäre eine angemessene Lohnsteigerung hierzulande eben durchaus sinnvoll. Die Statistik über den Reallohnverlust bei unteren und mittleren Einkommen in den letzten 20 Jahren hierzulande ist ja erst letzte Woche erschienen. Und gerade hier geht das meiste Geld in ......
So, und welche Produkte sollen wir Verbraucher aus den USA kaufen?
Iphones? Die werden nicht in den USA gefertigt, und Apple drückt sich geschickt darum, die Gewinne in die USA zu transferieren. Lieber geben sie Anleihen heraus, mit denen sie zur Stützung des Aktienkurses Anteile zurückkaufen - um so auch wieder Steuern zu vermeiden.

PC? Bis auf den Prozessoren steckt da keine amerikanische Leistung dahinter.
Autos? Teils zu groß für unsere Städte (Ford 150), zu durstig, kein Design für den Weltmarkt.
Lebensmittel (Fleisch, Käse, etc.)? Wenn wir mal die Themen Genfood und Chlorhühnchen weglassen (womit ich weniger Probleme habe), so lehrt einen der Blick ins Kühlregal eines US-Lebensmittelhändlers, dass originär US-Wurstsachen kaum der Hit sind.

Im Allgemeinen designen und produzieren US-Hersteller für den Binnenmarkt. Der Weltmarkt spielt kaum eine Rolle. Das kann ich sogar verstehen, schließlich ist der Markt riesig, und das Selbstverständnis eines Lands von Coast to Coast ist eben ein Anderes als unseres. Wenn allerdings ein größerer Teil der Verbraucher Gefallen an ausländischen Waren haben, dann sollte man sich als Hersteller seine Gedanken machen.

1989 habe ich in den USA eine Chrysler Dynasty gefahren: Ein Tempomat, der zur Geschwindigkeitsregelung das Gaspedal per Seilzug nach vorne zog. Eine durchgehende vordere Sitzbank, die keinen Seitenhalt bot und so weich, dass man bald mit dem Arsch am Bodenblech aufsaß. Das war so weit hinter der Weltkonkurrenz, auch der Deutschen, dass die im Rückspiegel hinterm Horizont verschwanden.

Deutsche Angestellte für die US-Army sagten mir, dass ihr vom Arbeitgeber gestellter US-Wagen nach längerer Zeit mit Tempo 140 überhitzten.

Der Chevrolet Spark und der Chrysler PT-Cruiser waren/sind Dauergäste in den Pannenstatistiken.

WAS also soll ich mir als durchaus USA-affiner und -freundlicher Mensch kaufen? Ich träge ja gerne meinen Teil zur reduzierung des Handelsdefizits bei - nur wie???

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statlter 26.05.2017, 11:06
634. Was D. Trump wirklich will ...

Was D. Trump wirklich will sind "Deals" - Deals, wie er sie Saudi-Arabien abgeschlossen hat.
Um US-Arbeitsplätze zu schaffen muss er die Wirtschaft und damit den Export ankurbeln. Die einzigen Produkte - made in USA -, die sich in die Welt noch verkaufen lassen sind Waffen aller Art. Also sollen z.B. die Nato-Staaten ihre Ausgaben für (Amerikanische-) Waffen massiv erhöhen. Er will so Märkte schaffen. Alles andere ist nur Show.

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Maria-Galeria 26.05.2017, 11:07
635. Im Duden schauen

Für was das amerikanische Wort bad verwendet wird, es ist erstaunlich vielfältig. Die reißerischste Variante von bad-böse wurde von unseren Journalisten auserkoren. Bekannter Maßen haben wir einen Handelsüberschuss der scheint allen schadet, uns im Land, denn zur Verbesserung der sozialen Umstände tragen sie nicht bei z.B. Dumpinglöhne, sämtlichen EU Mitgliedsstaaten, Letzt Ends tatsächlich auch Amerika, da die eigene Wirtschaft marode ist. Leider muss man auch feststellen wir sind in der Zwickmühle, da wir hauptsächlich vom Autobau abhängig sind, es hängen sehr viele Arbeitsplätze dran. Kann es sein, dass eine Art Mobbing mit dem amerikanischen Präsidenten betrieben wird, er ist angetreten um etwas zum positiven für die Amerikaner zu erreichen, er fordert Betreff Nato etwas ein, übrigens auch Obama, was längst überfällig ist. Wenn man auf Augenhöhe mit Amerika bei der Verteidigung sein will muss leider auch entsprechend geleistet werden. Ansonsten denke ich mir wird sich Amerika in Zukunft bei Konflikten in unserem EU-Land heraushalten, siehe Türkei, siehe Russland, na ja der Terror geht alle auf der Welt was an. So folgt der neue Präsident einer gewissen Logik. Auf ihrem Kontinent kann den Amerikanern Europa ganz einfach wurst werden. Trump hat keine so geschliffene Rhetorik wie ein Rechtsanwalt, genauso wenig wie ein Diplomat, die alles in Watte packen damit es nicht so weh tut, deshalb sollten wir diesen Präsidenten trotzdem ernst nehmen, er will etwas positives für sein Land erreichen, nicht für uns. Also wenn wir rückwirkend auf die Leistungen schauen die Amerika versus EU-Nato-Länder erbracht hat, stehen wir tatsächlich gegenüber Amerika erheblich in der Kreide, geht in hunderte Milliarden.

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hesseausfrankfurt 26.05.2017, 11:07
636. Unfassbar ! Aber ...

... da er sich so auf Deutschland fokussiert, heißt dass auch nix anderes, als dass er in "uns" den stärksten Konkurrenten sieht. Angela Merkel + Co. sollten diese starke Position mit der größtmöglichen Gelassenheit und Stärke zum Wohle Europas nutzbar machen.

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and_one 26.05.2017, 11:08
637.

Die Bürger der anderen Länder werden kaum bereit sein ihr hartverdientes Geld für einheimischen Schrott auszugeben, nur damit deren Handelsbilanzen ausgeglichen werden.

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Kurt2.1 26.05.2017, 11:10
638. .

Ein Gutes hat die Reise des US Präsidenten gebracht. Man konnte sich jetzt direkt überzeugen, wie ahnungslos er ist. Der Auftritt bei der NATO war ein Witz. Die Europäer waren offensichtlich zu höflich oder zu konsterniert, um sich umzudrehen und den Mann sich selbst zu überlassen.
Es bringt nichts, sich mit Trump in dessen Tonlage auseinanderzusetzen. Man wird abwarten müssen, bis in den USA genug Müll ausgegraben wurde, um den Kerl zum Teufel zu jagen, am besten gleich mit einer Anklage. Er hat ausreichend Dreck am Stecken.
Also, abwarten und Tee trinken. Auf jeden Fall nicht auf ihn eingehen, da Trump sowieso nicht weiß, wovon er redet.
P.S. Es ist völlig wurscht, ob er bad oder evil gesagt hat. Beides ist eine Unverschämtheit, das eine mehr, das andere weniger.

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vaikl 26.05.2017, 11:13
639. Deals

Zitat von statlter
Was D. Trump wirklich will sind "Deals" - Deals, wie er sie Saudi-Arabien abgeschlossen hat.
Exakt. Er will seine Fernsehshow und Bilder mit "Deals", damit er jetzt schon Wahlkampf machen kann, denn er befindet sich ja mittendrin, seit er den letzten nur mit Lügen und Ausreden beendet hatte.

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