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Trump droht Mexiko : Erst Zäune, jetzt Zölle
DPA

Donald Trumps jüngstes Manöver gegen Migranten und Asylbewerber: Er warnt den südlichen Nachbarn Mexiko mit drastischen Strafzöllen. Doch das könnte nach hinten losgehen.

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wilfriedwunderland 31.05.2019, 19:21
60. Cymanheute, 18:06 Uhr

Typisches Eigentor!

Als ob es in Japan signifikante Migration gäbe!
Vielleicht können Sie uns erhellen unter welchem Rechtskonstrukt sie sich legal in Japan aufhalten und wie sich das von einem Wirtschaftsflüchtling in Juarez unterscheidet!

Und ich bleibe dabei UNGEREGELTE, unkontrollierte Migration, wie sie an der Südgrenze der USA und den EU Aussengrenzen stattfindet, ist eine Kernursache für Probleme und Populismus!

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anooq 31.05.2019, 19:21
61. Trump wird recht behalten

Marc Pitzke: „Gerade auch weil alle Zölle letztlich eben zu Lasten amerikanischer Firmen und Verbraucher gehen. Selbst Mulvaney gibt das zu: "Illegale Einwanderung hat ihren Preis", sagt er lakonisch. "Der US-Steuerzahler zahlt für das, was an der Grenze passiert."
Renommierte Witschaftswissenschaftler sehen das anders Herr Pitzke.
Die mexikanischen Produkte stehen im Wettbewerb mit Erzeugnissen aus der ganzen Welt. Es gibt genügend Lieferländer die zum gleichen Preis zollfrei liefern können. Die Verbraucherpreise werden deshalb nicht ansteigen, aber es kommt mehr Geld in den US-Staatshaushalt. Trump wird recht behalten, die Mauer wird von Mexiko finanziert.

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Cyman 31.05.2019, 20:05
62.

Zitat von wilfriedwunderland
Typisches Eigentor! Als ob es in Japan signifikante Migration gäbe! Vielleicht können Sie uns erhellen unter welchem Rechtskonstrukt sie sich legal in Japan aufhalten und wie sich das von einem Wirtschaftsflüchtling in Juarez unterscheidet! Und ich bleibe dabei UNGEREGELTE, unkontrollierte Migration, wie sie an der Südgrenze der USA und den EU Aussengrenzen stattfindet, ist eine Kernursache für Probleme und Populismus!
Hat irgendjemand was von Japan und Migration gesagt?
Die Japaner kommen grad selbst auf den Trichter, dass es bei der derzeitigen demographischen Lage ohne Migration nicht geht.
Und auch wenn es Sie nicht angeht: Ich bin mit einer Japanerin verheiratet, die in Brasilien geboren ist. Bunt gewinnt... immer!

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Darkqueen 31.05.2019, 20:18
63.

Als die Republikaner die Mehrheit hatten hat er auch die Mauer nicht bekommen also steht seine eigenen Partei auch nichtr hinter seinen Plänen.Trumpbenimmt sich wie der kleine König Kalle Wirsch und meint er ist Alleinbestimmer

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altais 31.05.2019, 20:21
64.

Zitat von mccartney11
absolut richtig beurteilt. Die selbstgefaelligen Gutmenschen in Deutschland ( und auch Herr Pitzke im bequemen Reportersessel in NY) sollten sich mal das Elend anschauen was uns hier in den USA ins Land getragen wird, von Schlepper Kartellen und Drogenheandlern, die sich unter dem Deckmantel "Humanitaet" Milliarden in die Taschen stecken . Als Resultat haben wir massive Obdachlosigkeit in Staaten wir California, Schulen in denen nur noch 20% der kids English sprechen, hochkriminnalisiert Cities mit extremer drogen und Gewaltkriminaliaet-. Fachkraefte ?? - Fehlanzeige! Endresultat : die shitholes in Sued- und Zentralamerika werden in die USA verlagert. Das ist unakzeptabel, genauso wie die Zerstoerung Europas durch Masenimmigration.
Nicht uninteressant, einem MAGA-Amerikaner beim Denken zuzusehen. An der Drogenkrise sind die Drogenhändler schuld? Analog ist der VW-Händler am Abgasaustoß seiner Autos schuld, die unsere Luft verdrecken. Die Opioid-Krise, die in die Drogenkrise führte hat ihren Ursprung bei den US-Pharmafirmen. Das ist Fakt. Genauso gut könnten die Mexikaner von den Staaten verlangen ihren absurden Drogenmarkt trocken zu legen. Dann herrscht in den Heimatländern der Migranten vielleicht wieder so viel Frieden, dass die nicht mehr fliehen müssen.

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altais 31.05.2019, 20:31
65.

Zitat von anooq
Marc Pitzke: „Gerade auch weil alle Zölle letztlich eben zu Lasten amerikanischer Firmen und Verbraucher gehen. Selbst Mulvaney gibt das zu: "Illegale Einwanderung hat ihren Preis", sagt er lakonisch. "Der US-Steuerzahler zahlt für das, was an der Grenze passiert." Renommierte Witschaftswissenschaftler sehen das anders Herr Pitzke. Die mexikanischen Produkte stehen im Wettbewerb mit Erzeugnissen aus der ganzen Welt. Es gibt genügend Lieferländer die zum gleichen Preis zollfrei liefern können. Die Verbraucherpreise werden deshalb nicht ansteigen, aber es kommt mehr Geld in den US-Staatshaushalt. Trump wird recht behalten, die Mauer wird von Mexiko finanziert.
Nein. Die Mauer wird von den Amerikanern finanziert. Es gibt in keinem mir bekannten Universum einen Exporteuer, der die Importsteuern, aka Zölle, zahlt.
" Die Verbraucherpreise werden deshalb nicht ansteigen, aber es kommt mehr Geld in den US-Staatshaushalt." Wie soll den mehr Geld in die Staatskasse kommen, wenn man aus Ländern Waren bezieht, die zollfrei liefern?

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schwaebischehausfrau 31.05.2019, 21:31
66. @Altai: Das funktioniert (langfristig) so...

Zitat von altais
Nicht uninteressant, einem MAGA-Amerikaner beim Denken zuzusehen. An der Drogenkrise sind die Drogenhändler schuld? Analog ist der VW-Händler am Abgasaustoß seiner Autos schuld, die unsere Luft verdrecken. Die Opioid-Krise, die in die Drogenkrise führte hat ihren Ursprung bei den US-Pharmafirmen. Das ist Fakt. Genauso gut könnten die Mexikaner von den Staaten verlangen ihren absurden Drogenmarkt trocken zu legen. Dann herrscht in den Heimatländern der Migranten vielleicht wieder so viel Frieden, dass die nicht mehr fliehen müssen.
Mal unabhängig davon, dass Protektionismus und Strafzölle in Summe meist für ALLE Beteiligten negativ sind (und damit auch für diejenigen, die sie verhängen), weil sie oft zu einer globalen Rezession führen und man sich zudem in einer hoch arbeitsteiligen, globalen Wirtschaft meist ins eigene Fleisch schneidet.

Die generelle Zielsetzung von Strafzöllen besteht darin, eigene Unternehmen und damit auch einheimische Arbeitsplätze zu schützen vor billigen Produkten ausländischer Unternehmen. Wenn diese ausländischen Produkte durch Strafzölle/Importzölle deutlich teurer werden, dann sind die einheimischen Produzenten wettbewerbsfähiger (bzw. die ausländischen Produzenten werden dadurch gezwungen, ne Fabrik in den USA zu bauen , um so die Import-Zölle zu umgehen) Wenn man in den USA dann mehr (Vor- und Zwischen-)Produkte einheimischer Firmen kauft , dann werden erstmal (theoretisch zumindest) mehr Arbeitsplätze geschaffen und es werden damit auch , wie der werte Mitforist argumentiert, im Inland mehr Unternehmens- und Einkommensteuern gezahlt. Und genau dies ist ja die Grund-Intention der ganzen Trump'schen Strafzoll-Orgie gegen deutsche Autobauer und chinesische Stahlhersteller etc. pp: Im Ausland produzierte Produkte teurer und unattraktiver zu machen, damit US-Amerikaner und US-Firmen einheimische Produkte kaufen, ausländische Produzenten ihre Fabriken zwecks Vermeidung der Zölle in die USA verlegen

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anooq 31.05.2019, 22:20
67. Zu 68. Das erkläre ich Ihnen gerne

In Dänemark zahlt man eine hohe Auto-Luxussteuer. Weil VW, Toyota und andere dort verkaufen wollen müssen sie ihre Preise dort anpassen. Ich habe selbst ein Auto aus Dänemark in Deutschland eingeführt, deshalb weiß ich es.
Die mexikanischen Firmen werden ihre Preise anpassen. Die 5 % Zoll kommen in die Staatskasse. Meine Aussage ist von renommierten Wirtschaftsverstehern sogar US-Demokraten belegt. Die Internetrecherche danach sind Sie sich selbst schuldig, wenn Sie es genau wissen möchten.

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altais 31.05.2019, 22:46
68.

Zitat von schwaebischehausfrau
Mal unabhängig davon, dass Protektionismus und Strafzölle in Summe meist für ALLE Beteiligten negativ sind (und damit auch für diejenigen, die sie verhängen), weil sie oft zu einer globalen Rezession führen und man sich zudem in einer hoch arbeitsteiligen, globalen Wirtschaft meist ins eigene Fleisch schneidet. Die generelle Zielsetzung von Strafzöllen besteht darin, eigene Unternehmen und damit auch einheimische Arbeitsplätze zu schützen vor billigen Produkten ausländischer Unternehmen. Wenn diese ausländischen Produkte durch Strafzölle/Importzölle deutlich teurer werden, dann sind die einheimischen Produzenten wettbewerbsfähiger (bzw. die ausländischen Produzenten werden dadurch gezwungen, ne Fabrik in den USA zu bauen , um so die Import-Zölle zu umgehen) Wenn man in den USA dann mehr (Vor- und Zwischen-)Produkte einheimischer Firmen kauft , dann werden erstmal (theoretisch zumindest) mehr Arbeitsplätze geschaffen und es werden damit auch , wie der werte Mitforist argumentiert, im Inland mehr Unternehmens- und Einkommensteuern gezahlt. Und genau dies ist ja die Grund-Intention der ganzen Trump'schen Strafzoll-Orgie gegen deutsche Autobauer und chinesische Stahlhersteller etc. pp: Im Ausland produzierte Produkte teurer und unattraktiver zu machen, damit US-Amerikaner und US-Firmen einheimische Produkte kaufen, ausländische Produzenten ihre Fabriken zwecks Vermeidung der Zölle in die USA verlegen
Soso. Sie zitieren meinen Betrag, in dem kein Wort von Zöllen steht. Seis drum.
"Die generelle Zielsetzung von Strafzöllen besteht darin, eigene Unternehmen und damit auch einheimische Arbeitsplätze zu schützen vor billigen Produkten ausländischer Unternehmen. " Vielen Dank fürs Schooling. Vielleicht erklären Sie mir jetzt noch, wie man mit Zöllen ungewollte Migration verhindert.

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ex_berliner 31.05.2019, 22:50
69.

Zitat von anooq
Marc Pitzke: „Gerade auch weil alle Zölle letztlich eben zu Lasten amerikanischer Firmen und Verbraucher gehen. Selbst Mulvaney gibt das zu: "Illegale Einwanderung hat ihren Preis", sagt er lakonisch. "Der US-Steuerzahler zahlt für das, was an der Grenze passiert." Renommierte Witschaftswissenschaftler sehen das anders Herr Pitzke. Die mexikanischen Produkte stehen im Wettbewerb mit Erzeugnissen aus der ganzen Welt. Es gibt genügend Lieferländer die zum gleichen Preis zollfrei liefern können. Die Verbraucherpreise werden deshalb nicht ansteigen, aber es kommt mehr Geld in den US-Staatshaushalt. Trump wird recht behalten, die Mauer wird von Mexiko finanziert.
Erstens sind zum Beispiel die US Autohersteller auf Einfuhren aus Mexiko angewiesen, weil sie die Produktion ihrer Fahrzeugteile in grossem Stil nach Mexiko ausgelagert haben. Sicher koennen die sich nun die Kotfluegel fuer den Cadillac von Hyundai aus Suekorea bestellen nur wird der eben nicht so passgenau sein, wie das eigens fuer GM in Mexiko gefertigte Teil, dass da rangehoert. Natuerlich gut fuer die auslaendischen Hersteller, die ihre Teile nicht aus Mexiko beziehen. Trump schafft denen gerade einen Wettbewerbsvorteil - so ganz im Sinne von America First, gel?

Was Agrarprodukte angeht, bin ich mal gespannt, wo das milliardenschwere Importvolumen mal so eben ueber Nacht herkommt, wenn nicht aus Mexiko. Sollte es von anderen Lieferanten kommen, dann nimmt der US Staatshaushalt natuerlich keine Zoelle ein und sitzt demzufolge weiter auf den Kosten fuer die Mauer - wenn sie dann tatsaechlich irgendwann gebaut wird.

Und die Zoelle, die anfallen, werden immer vom Importeur und niemals vom Exporteur gezahlt. Mexiko wird also die dusselige Mauer in keinem Fall bezahlen, egal, wie oft und lange ihr Trumpisten das Gegenteil behauptet. US-Einfuhrzoelle sind effektiv Steuern, die die Amerikaner zahlen. Punkt.

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