Forum: Politik
Trump-Eklat in Helsinki: Jetzt war es angeblich ein Versprecher
REUTERS

Er will's nicht so gemeint haben: Donald Trump präsentiert eine kuriose Ausrede für seinen umstrittenen Auftritt mit Wladimir Putin. Die Kritiker des US-Präsidenten im Kongress wird diese Erklärung kaum besänftigen.

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CSc5911 18.07.2018, 11:20
100.

Zitat von neptun680
Was bei all der Hysterie im Reiche der großartigen Demokraten gern vergessen wird ist die Tatsache, dass ein sehr großer Teil der Bevölkerung Trump als Präsident haben will. All jenen sei gesagt, auch wenn es immer wieder gern verdrängt wird, das eine Gemeinschaft immer nur so stark ist wie ihr "schwächstes" Glied. In der Folge stehen dann nur immer noch mehr Menschen am Rand der Gesellschaft und werden ausgegrenzt.
Außer bei Trump selbst und seinen unverbrüchlichen Jüngern sehe ich in den USA kaum Hysterie - eher angelsächsisch-nüchternes, pragmatisches und zielorientiertes Denken, auch bei großen Teilen der Republikaner. Was den Zuspruch des Präsidenten betrifft, der immerhin 3 Millionen Wählerstimmen weniger bekommen hat als seine erbitterte Feindin, lohnt immer wieder ein Blick auf den Stand bei https://projects.fivethirtyeight.com/trump-approval-ratings/. Interessant ist hierbei auch der Vergleich mit seinen Vorgängern.

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matthiasdaun 18.07.2018, 11:22
101. @RalfHenrichs

Ob oder in welchem Umfang Russland letztendlich versucht hatte, aud die US Wahl Einfluss zu nehmen ist doch zweitrangig. Als ob Sie Einblicke in die Ermittlungen hätten. In dieser Diskussion geht es nur um eine Frage: Kann ein Staatschef einem ohne Zweifel diktatorisch regierenden Politiker öffentlich mehr Glauben schenken als dem eigenen Geheimdienst? Dass aus unserer Sicht die US Geheimdienste alles andere als ehrenhaft sind, hat der NSA Skandal gezeigt. Doch für einen US Bürger ist es nun etwas anderes. Der US Bürger verlangt von seinem Präsidenten Solidarität. Trump legt sich mit allen Verbündeten an, doch den Herrn Putin hebt er in den Olymp der ehrenwerten Gentlemen und stösst den eigenen Geheimdienstlern vor den Kopf. Dies ist für Amerikaner ein Skandal, für die Europäer nur ein weiteres Beispiel für einen verwirrten Präsidenten, dessen Urteilsvermögen zweifelhaft ist. Welche Äusserung kann man nach dem Desaster von Trump eigentlich noch ernst nehmen? Wer einen Groll gegen das liberale Establishment hat sollte trotzdem fragen, ob dieser verwirrte Mann mit seiner Schwäche für Diktatoren wirklich der Richtige ist, um die negativen Auswirkungen einer liberalen Weltordnung zu beheben.

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jogi72 18.07.2018, 11:23
102.

Putin ist seit dem Besuch von Trump gewiss bester Laune. Man muss sich nur mal die Bilder ansehen, wenn Putin Trump mit süffisantem Lächeln anschaut, "oh Trump du tumber Tor."
Putin ist gewiss skrupellos, allerdings gepaart mit Intelligenz und in Grenzen berechenbar. Trump hingegen ist skrupellos, gepaart mit Anmaßung, Überheblichkeit und Dummheit und absolut unberechenbar. Fazit:
Für mich ist Trump der gefährlichere.

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Andraax 18.07.2018, 11:24
103.

Zitat von ichwars55
Wenn ich hier so manche Kommentare lese von vielen. Da merkt man wie Bild Spiegel und Co sie unter Kontrolle hat. Klar ist Trump manchmal etwas zu, Hauptsache im Mittelpunkt stehen. Aber immerhin hat er nicht so viel Leid gefordert wird Hillary. Viele werden sich nach seiner Amtszeit noch umschauen. Unter den nächsten Präsidenten den das Etablissement stellen wird, wird es wieder mehr Leid auf der Welt geben. Das Etablissement muss ja seine Verluste der vergangenen 4 Jahren wieder aufholen. Die ganzen Abgeordneten im weißen Haus (Gegner Trumps) Die momentan weniger Geld von der waffenlobby bekommen, setzen ja alles dran ihn schlecht zu machen.
Interessant, wie man durch eine politische VT den Blick auf die Realität total außen vorlassen kann. Ihre VT legt also nahe, dass unter einer "Establishment-Regierung" die Waffenlobby (wahrscheinlich meinen Sie auch die Rüstungsindustrie) besser dahstehen würde. Sie verkennen dabei die Realität, dass Trump einer der größten Verteidiger der Waffenlobby ist (ganz im Gegensatz zu Obama), und dass Trump den Rüstungsetat (oder wie das genau in den USA heißt) um etwa 10% erhöht hat. Also wenn es Falken, Waffenlobby und Rüstungslobby gut geht, dann unter Trump, jedenfalls mehr als unter den "Establishment-Regierungen".
Und Leid hat Trump auch schon genug in die Welt gebracht, z.B. an der Grenze zu Mexiko.

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matthiasdaun 18.07.2018, 11:26
104. @RalfHenrichs

Ob oder in welchem Umfang Russland letztendlich versucht hatte, aud die US Wahl Einfluss zu nehmen ist doch zweitrangig. Als ob Sie Einblicke in die Ermittlungen hätten. In dieser Diskussion geht es nur um eine Frage: Kann ein Staatschef einem ohne Zweifel diktatorisch regierenden Politiker öffentlich mehr Glauben schenken als dem eigenen Geheimdienst? Dass aus unserer Sicht die US Geheimdienste alles andere als ehrenhaft sind, hat der NSA Skandal gezeigt. Doch für einen US Bürger ist es nun etwas anderes. Der US Bürger verlangt von seinem Präsidenten Solidarität. Trump legt sich mit allen Verbündeten an, doch den Herrn Putin hebt er in den Olymp der ehrenwerten Gentlemen und stösst den eigenen Geheimdienstlern vor den Kopf. Dies ist für Amerikaner ein Skandal, für die Europäer nur ein weiteres Beispiel für einen verwirrten Präsidenten, dessen Urteilsvermögen zweifelhaft ist. Welche Äusserung kann man nach dem Desaster von Trump eigentlich noch ernst nehmen? Wer einen Groll gegen das liberale Establishment hat sollte trotzdem fragen, ob dieser verwirrte Mann mit seiner Schwäche für Diktatoren wirklich der Richtige ist, um die negativen Auswirkungen einer liberalen Weltordnung zu beheben.

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ex_Kamikaze 18.07.2018, 11:31
105. Das politische System der USA

zeigt im Moment seine ganze Absurdität. Eine Oligarch kämpft gegen die Parlamente die auch nur aus Oligarchen bestehen. Dabei wird hauptsächlich gestritten: wenn der Präsident wirtschaftspolitische Maximalforderung stellt wird er von den Einheitsmedien der Oligarchen als Abenteurer gebrandmarkt (nicht ganz zu Unrecht), wenn sie selber so agieren und geopolitische Maximalforderungen stellen verlangen sie Gefolgschaft und erklären jeden der das nicht tut zur Unperson.
Dabei agieren alle Seiten mit Fake News, besonders bedenklich ist die Tendenz mit Vorwürfen und Behauptungen so zu agieren wie mit Tatsachen. Bedenklich ist ebenso die Spionitis, eine Krankheit die regelmäßig totalitäre Systeme befällt oder Systeme die auf dem Weg dahin sind. Nicht mal angezweifelt werden dürfen die Geheimdienste, auch wenn offensichtlich ist das die längst ein politisches Eigenleben führen und keiner wirksamen Kontrolle unterliegen, bereits in der Vergangenheit gelogen und riesigen Schaden angerichtet haben. Argument? Unpatriotisch! Und das klingt für mich totalitär.
Wenn das alles nicht fruchtet sind immer die Russen schuld denen man jede Eigenstaatlichkeit incl. legitimer Interessen abspricht. Im Zweifel verhängt man dann eben lieber Sanktionen oder verschiebt weitere Truppen nach Osteuropa. Mit jeder dieser dummen Aktionen (egal ob Potus oder Senat oder Kongress) steigt die Kriegsgefahr.
Und was machen wir Europäer? Wir traben diesen Blinden hinterher!

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rooonbeau 18.07.2018, 11:33
106. @tastofink kodu hat völlig recht

Schauen sie sich unbedingt mal Vorträge von Professor mausfeld an. Der Trick an allem ist das Amerika sein gebaren geschickt verpackt mittels PR, statt propaganda und die Neoliberale Agenda erfolgreich mit Vernunft und alternativlos verknüpft hat. Und Menschenrechten. Das Treiben amerikas ist aber genau das was Russland vorgeworfen wird. Die Zahlen allein sprechen für sich. Militärausgaben, aussenstützpunkte etc. Und zur Krim. Da wollten manche das die NATO einen Stützpunkt errichtet. Das konnte er sich nicht gefallen lassen. Strategisch ist die Krim für Russland alternativlos. Das wusste der Westen auch. Was hätten denn die Amerikaner gemacht in so einem Fall? Muss man nur Kuba anschauen. Nicht kondus Beitrag ist VST sondern ihre Ansicht. Nur allgemein akzeptiert. Und was putin innenpolitisch angeht haben sie völlig recht. Da finde ich vieles auch nicht gut. Aber selbst da sind die Amerikaner und gerade die fundamentalen christen mit mächtig Einfluss in der Politik auch nicht weit weg was homophobie angeht. Das alles ist leider so verquehrt auf der Welt. Wirklich schwer zu durchschauen..

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Actionscript 18.07.2018, 11:39
107. Der GRU, die russische militärische Geheimdienst....

Zitat von luisfigo
Es liegen eindeutige Beweise vor, dass der Angriff auf die Computer der Demokraten (DNC) am 5. Juli 2016 kein Hackerangriff sein konnte, vielmehr war es ein Inside Job, denn die Daten wurden nicht von außen gehackt sondern intern kopiert. Dies hat eine häufig in solchen Fragen tätige Veteranengruppe ehemaliger Geheimdienstler der USA zweifelsfrei belegt. Deren Memorandum dazu wurde Trump im Sommer 2017 vorgelegt. Trump weiß also, dass es den russichen Hack nicht gegeben hat. Heute musste er auf innenpolitischen Druck zurückrudern, um diese Geschichte am köcheln zu halten. Obama hatte in seiner letzten Pressekonferenz als Präsident am 18.01.2017 die Vorwürfe der Geheimdienste vom 06.01.2017 zu dem angeblichen russischen Hack als "nicht schlüssig" bezeichnet.
...Einheit hat laut Mueller eindeutig den DNC Computer gehackt. Mueller hat 12 russische Agenten identifiziert und alle Details mit Servern, Daten etc beschrieben. Die Russen haben DNC Analytica, genaue Daten über Wähler der demokratischen Partei, gestohlen. Damit konnten sie ganz gezielt auf diese Wähler zugehen mit Haus zu Haus Besuchen, Telefonanrufen und Werbung. Trump sind diese Daten vor dem Helsinki Besuch bekannt gewesen. Sie sollten sich besser informieren, bevor sie so etwas posten.

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Andraax 18.07.2018, 11:44
108.

Zitat von luisfigo
Es liegen eindeutige Beweise vor, dass der Angriff auf die Computer der Demokraten (DNC) am 5. Juli 2016 kein Hackerangriff sein konnte, vielmehr war es ein Inside Job, denn die Daten wurden nicht von außen gehackt sondern intern kopiert. Dies hat eine häufig in solchen Fragen tätige Veteranengruppe ehemaliger Geheimdienstler der USA zweifelsfrei belegt. Deren Memorandum dazu wurde Trump im Sommer 2017 vorgelegt. Trump weiß also, dass es den russichen Hack nicht gegeben hat. Heute musste er auf innenpolitischen Druck zurückrudern, um diese Geschichte am köcheln zu halten. Obama hatte in seiner letzten Pressekonferenz als Präsident am 18.01.2017 die Vorwürfe der Geheimdienste vom 06.01.2017 zu dem angeblichen russischen Hack als "nicht schlüssig" bezeichnet.
Es ist in Geheimdienstkreisen auch völlig unüblich vor Ort Informanten zu acquirieren. "Hack" ist vielleicht dann nicht der richtige Terminus, aber deswegen ist eine Einmischung von russischer Seite kein Stück unwahrscheinlicher geworden.

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mostly_harmless 18.07.2018, 11:44
109.

Zitat von Ezechiel
Wenn die Amtszeit von Trump einmal zu Ende sein wird, und der/die neue US-Präsident/in durch die Welt reist um den angerichteten Schaden wieder gut zu machen, wird es heißen "Sorry, Trump war ein Verwähler". Nur wird dieser "Verwähler" zwei mal passiert sein.
Das ist zu hoffen. Die einzige Chance für die USA ist, dass die Trump-Wähler kapieren, dass sie von den Rechten seit 40 Jahren verar**** werden. Und niemand ist besser geeignet für die Vermittlung dieser Lehrstunde als Trump. Millionen Wähler von Trump haben beispielsweise keine Krankenversicherung mehr. Je länger dieser Zustand andauert, um so besser. Die durch Trump angezettelten Handelskriege der USA gegen die halbe Welt werden ihr übriges tun.

Und Europa hat die Chance, sich auf sich selbst zu besinnen. Ganz ohne "großen Bruder".

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