Forum: Politik
Trump entfacht Streit über Atomwaffenabkommen: Erst vor den Kopf stoßen, dann erkläre
REUTERS

In Moskau und Peking sind die Regierungen bestürzt, weil Trump das wichtige INF-Abrüstungsabkommen kündigen will. Jetzt reist sein Sicherheitsberater nach Russland, um die Entscheidung zu erklären.

Seite 1 von 8
quark2@mailinator.com 22.10.2018, 10:19
1.

Mit diesen Waffen sinkt die Vorwarnzeit soweit ab, daß ganz bestimmt irgendwann jemand aus Angst den großen roten Knopf drückt. Also muß man es erhalten. Und das bedeutet, man muß die Raketenabwehr rund um Russland rückbauen. Ist doch klar, daß RU sonst was dagegen tun muß.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alex300 22.10.2018, 10:22
2. Die Verträge mit den U.S.A. sind das Papier nicht wert,

auf dem sie geschrieben sind.
Es kommt ein neuer Trump und erklärt sie für nichts und nichtig.
Außerdem, gelten die internationalen Verträge so wie so nur für die anderen, nicht für die U.S.A.
Also, wozu die Mühe?
Was Bolton angeht, er ist eigentlich derjenige, der diesen Vertrag am schnellsten kündigen will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bernd R. 22.10.2018, 10:45
3. Russland hat Mittelstreckenwaffen?

Wenn Russlands SS-C-8 dem Vertag widersprechen, ist dieser bereits einseitig gebrochen. Dass China es toll findet, dass die USA keine Mittelstreckenwaffen bauen dürfen, sie selber aber schon, macht es auch nicht besser.
Lösung: Alle 3 setzen sich an einen Tisch und unterschreiben einen neuen Vertag an den sich dann auch alle halten und nicht nur die USA.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
seppfett 22.10.2018, 10:45
4. Genauso schlimm

Ich bin mir gar nicht so sicher, dass Trump und seine Leute so einen gefährlichen Blödsinn aus Aggression oder Bösartigkeit machen. Trump will einfach nur seine Unterschrift unter allen Abkommen sehen und damit für die Ewigkeit als der Superverhandler eingehen. Zerschlagen und das Selbe mit eigener Unterschrift als Neu zu verkaufen ist seine Strategie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
keine-#-ahnung 22.10.2018, 10:58
5. "Die Verträge mit den U.S.A. sind das Papier nicht wert ...

Zitat von alex300
Die Verträge mit den U.S.A. sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind. Es kommt ein neuer Trump und erklärt sie für nichts und nichtig. Außerdem, gelten die internationalen Verträge so wie so nur für die anderen, nicht für die U.S.A. Also, wozu die Mühe? Was Bolton angeht, er ist eigentlich derjenige, der diesen Vertrag am schnellsten kündigen will.
... auf dem sie geschrieben sind."
Vermutlich, weil die Vertragspartner der USA glauben, sie jederzeit und unsanktioniert brechen zu können?
Wenn die Russen tatsächlich in Sibirien zwei Bataillone mit SSC-8 stationiert haben, wäre das ein klarer Bruch des INF-Vertrages.
Es gibt Gerüchte (ausdrücklich Gerüchte), dass Putin plant, diese Bataillone nach Königsberg zu verlegen. Bei einer angenommenen Reichweite der Marschflugkörper von round about 2.500 km kann man dann problemlos London oder Paris von der Landkarte beamen.
Wenn der Russe tatsächlich SSC-8 entwickelt und in die Streikräfte integriert hat, verhält sich die US-Administration durchaus rational. Man macht doch auch nicht das Hoftor auf, wenn man eine Bande Einbrecher in Richtung Grundstück ziehen sieht?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 22.10.2018, 11:07
6.

Zitat von Bernd R.
Wenn Russlands SS-C-8 dem Vertag widersprechen, ist dieser bereits einseitig gebrochen. Dass China es toll findet, dass die USA keine Mittelstreckenwaffen bauen dürfen, sie .....
Bis auf den letzten Satz stimme ich zu. Aber was soll das "nicht nur die USA" ? Es gibt ein Abkommen, welches eine Abwehr gegen balistische Interkontinentalraketen verbietet. Genau genommen dürfen USA und RU jeweils 2 Gebiete schützen, RU z.B. Moskau. Da die USA seit Jahren daran arbeiten, einen kompletten Schutzschirm zu schaffen, versuchen sie, die russischen Raketen zu entwerten. Das untergräbt das Kräftegleichgewicht. Vielleicht gibt es eine juristische Ausrede, aber es gibt keine bzgl. des Grundgedankens der gegenseitigen Abschreckung. Aus meiner Sicht waren es die USA, die zuerst versuchten, das Gleichgewicht zu zerstören.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Vogel VT 22.10.2018, 11:26
7. Die kalten Krieger in den USA

sollten ganz dringend mal ein Seminar zur Entwicklung des Planeten nach dem Jahr 1989 besuchen. Mal ganz abgesehen von China und den beiden US Wurmfortsätzen namens GB und Frankreich gibt es noch weiter Spieler am nuklearen Pokertisch. Indien zum Beispiel oder Pakistan, das die gefährlichsten Atomwaffen überhaupt besitzt. Die islamische Bombe ist für die zivilisierte Welt ganz objektiv eine viel größere Gefahr als das gesamte Arsenal aller anderen offiziellen oder inoffiziellen Atommächte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Trevor Philips 22.10.2018, 11:26
8.

Zitat von alex300
auf dem sie geschrieben sind. Es kommt ein neuer Trump und erklärt sie für nichts und nichtig. Außerdem, gelten die internationalen Verträge so wie so nur für die anderen, nicht für die U.S.A. Also, wozu die Mühe? Was Bolton angeht, er ist eigentlich derjenige, der diesen Vertrag am schnellsten kündigen will.
Einen Vertrag kündigen? Das würden die Russen natürlich nie tun. Die haben die Lösung gewählt die Screwdriver zu bauen und wohl auch zu stationieren ohne den mühseligen Umweg der Auflösung des Vertrages zu gehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Beat Adler 22.10.2018, 11:28
9. Trump, Bolton, Pompeo, Bannon gehen ans Eingemachte!

Trump, Bolton, Pompeo, Bannon gehen ans Eingemachte! Sie treffen nun Europa!

Ob der INF Vertrag durch den Kongress ratifiziert wurde, deswegen nur vom Kongress aufgeloest werden kann, weiss ich nicht. Ob Trump unter Einfluss seiner Einfluesterer, besonders vom Falken Bolton, diesen INF Vertrag kuendigen kann, ist weiter unerheblich, weil der Vorgang ins trumpsche Muster passt: Alles und Jedes, das vor ihm von irgend einem Praesidenten unterschrieben wurde, muss aufgeloest werden.

Dass seit 1987 technische Erungenschaften, innovative Fortschritte dafuer sorgen, dass dieser INF Vertrag NACHverhandlet werden soll, versteht jeder, ausser Trump. Nachverhandeln ist nun mal NICHT kuendigen!

Uns, den Nicht-US-Buerger, die nur hin und wieder in die USA auf (Geschaefts)Reisen waren und weiterhin gehen, ausserhalb der USA leben, interessiert es wenig, ob Trump im Sueden eine Mauer baut oder nicht, Obamacare abschafft oder nicht, das Waffenrecht lockert oder nicht, und Vieles mehr, aber wenn es um Atomwaffen im Zusammenhang mit Europa geht, dann werden auch wir nervoes!

Sollten die Republikaner die Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses am 6. Nov. 2018 behalten koennen, dann dreht Trump erst richtig auf.
mfG Beat

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8