Forum: Politik
Trump gegen Assad: Ein bisschen Krieg
AP

Ein paar Tomahawks - und schon wird Trump von seinen schärfsten Kritikern gelobt. Wer Bomben wirft, der wird geliebt. So irre ist unsere Welt. Der US-Präsident wird sich das merken - und wir werden es bereuen.

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caty24 13.04.2017, 14:13
1. Seit 7.4. Welt-Anarchie

Sollte die USA nochmals Syrien angreifen ,könnte Putin die Ölanlagen der Saudis beschiessen.
Denn die sind für mindestens 50% der toten Syrer verantwortlich,Und das mit Jemen ist sowieso eine Schande. Da die Regeln des Völkerrechts faktisch am 7.4.17 von den Amis außer Kraft gesetzt wurden,
spricht nichts mehr dagegen.

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Katzazi 13.04.2017, 14:16
2.

Danke für diesen Beitrag. Ich stimme Inhnen selten zu, aber diesmal beschreiben Sie relativ gut, meine Verwunderung und Bedenken. Zugegebenermaßen kann ich auch sagen, dass es "nachvollziehbar" war. Das ist eine Formulierung, die ich aber auch bei einem Verbrecher wählen würde, wenn ich verstehe, was ihn dazu verleitet hat. Aber das macht es nicht besser. Und auch nicht richtig. Es ist wahrscheinlich auch kein wirklicher Schritt in Richtung einer Lösung. Auch nicht die Tatsache, dass er schlimmeres hätte machen können. -- Dazu kommt, dass das Leid eben der besagten Kinder von allen möglichen Parteien nun zynisch verwendet wird um ihre eigenen Positionen und eigene Macht zu stärken und Profit daraus zu schlagen. Während das Leid all der anderen Kinder (und Erwachsenen) die durch ähnlich grausame dinge verletzt oder getötet wurden ebenso zynisch ignoriert wird. -- Wie hat ein Forist letztens (etwas naiv) geschrieben: wenn man das Geld das die Tomahawks gekostet haben statt dessen in humanitäre Hilfe gesteckt hätte, hätte man in Syrien viel mehr bewegen können.

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abi86 13.04.2017, 14:17
3. Sehr richtig!!

Herr Augstein,

Ich muss Ihnen hier zustimmen. Besonders die Passage: "Regeln, die immer nur die anderen einhalten sollen, sind keine."
Das müsste die gute Flintenuschi mal gesagt werden

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eunegin 13.04.2017, 14:17
4. bissig aber treffend. Leider.

Der kurze und bissige Artikel enthält leider viele Wahrheiten und eine böse Vorahnung. Deutschland sollte sich innerhalb der EU genau überlegen, was es tut.

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Beetulli 13.04.2017, 14:23
5. Schön, dass es mal jemand ausspricht,

wie verwunderlich es ist, sich plötzlich die Anti-Trumpisten, ehemaligen Clinton-Fans, kritischen Mitmenschen, aufrechten Demokraten und Verteidiger der Wertegemeinschaft an Donald begeistern können. Und offenbar am Fakt des Völkerrechtsbruchs. Aber das Völkerrecht war ja noch nie so das Ding der US-amerikanischen Präsidenten, zumindest, wenn's im Wege war. Ich bin nur entsetzt, wie man sich an so einer Aktion auch hierzulande berauschen kann. Dummerweise habe ich mir letzte Woche auch noch Altmeiers Versuch der Rechtfertigung bei M. Slomka angesehen, die Lippe kriege ich mehr aus dem Gedächtnis...

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svfuchs 13.04.2017, 14:25
6. Es geht ums Strafen

Die Erregung oder das Umschwenken in den Medien hat noch einen tieferen Grund: Es geht um das Strafen. Und zwar um das Strafen, das die meisten Menschen als Kind erlebt haben. (In den USA vor allem in vorm von weit verbreiteten "corporal punishment")

In dem Buch "Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und ihre heimliche Macht" haben Lakoff & Wehling das (sprachliche) Konzept der "Strenger-Vater-Moral" vor allem für die USA beschrieben. Das Buch erklärt im Grunde sehr gut, warum die US-Politik so tickt wie sie tickt. Erziehungsmodelle und Normen werden auf das Politische übertragen, bildlich und real. Das bildliche Konzept "Nationen sind Personen" bedeutet, so die Autoren, dass die USA sich selbst als strengen Vater erlebt und sieht, der Ungehorsam in der Welt bestrafen muss.

Das Buch an sich ging mir allerdings nicht weit genug. In diesen Tagen sollte man wieder von dem Psychohistoriker Lloyd deMause das Kapitel "The Gulf War as a Mental Disorder" (der Text ist online leicht zu finden) aus dem Buch "The Emotional Life of Nations" lesen.

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der_unbekannte 13.04.2017, 14:26
7. Danke Herr Augstein

Sie sagen es! Plötzlich ist Donald Trump beliebt weil er militärisch eingegriffen hat. Ist zwar irgendwie verständlich nach der Giftgasattacke, aber dennoch falsch und gefährlich!

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dieter-ploetze 13.04.2017, 14:28
8. trump wurde auch fuer seine anvisierte politik des raushaltens gewaehlt

nun hat er damit auch seine waehler enttaeuscht, das koennte schwer wiegen, da seine waehler ihm das
standing im ihm sonst feindlich gesinnten amerika waren. ich nehme aber nun nicht an , wie augstein, dass
trump so weiter macht. auf diese zustimmung pfeift er, trotz mancher eitelkeiten.

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keinname100 13.04.2017, 14:36
9.

Welch schrecklicher Denkfehler zu denken mit Trump sei die Welt sicherer. Was für eine Dummheit. Es ist doch klar, dass dieser verrückte Mensch nur darauf gewartet hat, endlich seine Machtgelüste auszuleben und Bomben zu werfen. Das war mit Sicherheit nur ein kleiner Testlauf für ihn. Und es fühlt sich toll an für ihn und deshalb wird er es wieder tun, usw.... An seiner Körpersprache ist doch zu erkennen, was der Mann für ein Verbrecher ist. Ich verstehe nicht, dass das nicht mehr beachtet wird, dazu muss man gar nicht Zeitung lesen, man braucht keine politische Bildung: man sieht und fühlt es sofort. Es ist ziemlich pervers, dass dieser Mann zum mächtigsten Menschen der Welt gemacht wurde.

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