Forum: Politik
Trump gegen EU: "Glaubt mir, sie machen es nicht sehr lange"
AP

US-Präsident Trump verschärft im drohenden Handelskrieg seinen Ton gegenüber der EU: Auf jede Vergeltungsmaßnahme werde er mit einer härteren reagieren. Als erstes träfe es die deutschen Autohersteller.

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olli08 07.03.2018, 07:55
1. Na gut ...

... sollen doch ALLE Zölle zwischen USA und EU komplett aufgehoben werden. Spart viel Arbeit.
Dann werden bei uns die Jeans billiger, den Rest aus USA will hier eh' keiner haben.
Nach spätestens einem Jahr will Trump das alte System zurück ...

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Max Super-Powers 07.03.2018, 08:04
2.

Wenn man bedenkt, dass es bei der ganzen Sache ursprünglich mal darum ging, die Schwerindustrie der USA von der Billig-Konkurrenz aus China zu bewahren, frage ich mich schon, mit welcher Chuzpe sich die EU von Anfang an dort eingemischt hat. Es ist nun mal eine Tatsache, dass die Globalisierung im Allgemeinen und China im Besonderen vielen Wirtschaften in Erstweltnationen schadet. Bloß auf deutscher und EU-Seite begnügt man sich mit Herumlamentieren ohne jede ernsthafte Konsequenz für China.
Nun zeigt Trump auf der anderen Seite, dass er dagegen angeht, dass ihm die Arbeitnehmer und die Wirtschaft seines Landes näher liegen als die anderer Länder, was natürlich vollkommen legitim ist - prompt mischt sich die EU ein und will ihm just dieses Recht absprechen. Dieser Handelskrieg ist aus meiner Sicht ein Unnötiger. Denn die EU hätte einfach mal darauf verzichten sollen, sich "unqualifiziert" einzumischen.

Wer hier sauer sein will, sollte es nicht auf Trump sein - der macht nur, was er für notwenidg für sein Land erachtet. Wer sauer sein will, sollte es vielmehr auf die geldgierigen Menschen sein, die erst damit angefangen haben, Produktionen in alle Welt auszulagern nur um auch noch den letzten Cent zu sparen. Irgendwann, in vielen Jahren, wird das dazu führen, dass die Industrie wieder zu uns kommt. Aber nicht, weil wir so gut sind, sondern weil in Europa dann der Billiglohnsektor bedient werden kann.

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Frank Klipp 07.03.2018, 08:14
3. Einfach nicht reagieren...

Der amtierende US-Präsident nutzt eine alte, durchsichtige und letztlich schädliche Verhandlungsstrategie: Drohkulisse aufbauen, Stimmung machen, und dann einen scheinbaren Kompromiss anbieten, der letztlich nur eine einseitige Verbesserung beinhaltet. Darauf reagiert man am besten mit einem klaren Bekenntnis zu fairen Handelsbedingungen und sonst nicht.

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ykerniz? 07.03.2018, 08:15
4. Dem Luxussegment könnte es helfen

Es wäre nicht das erste Mal, dass hochwertige Güter durch eine Verteuerung erst recht nachgefragt werden, sie werden dann zum Statussymbol.

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LorenzSTR 07.03.2018, 08:17
5. Komisch

Ich dachte immer, die Märkte regeln alles? Ist das nicht das, was der Herr Trump und seine neoliberalen FreundInnen immer erzählt haben? Die große Freiheit und so? Und plötzlich, wenn sie dann mal nicht mehr fett profitieren, dann muss auf einmal der Staat her und dann gibt es Zölle und Strafzölle... Neoliberale sind und bleiben der lächerlichste Haufen der Welt – und leider auch der schädlichste.

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gastundredner 07.03.2018, 08:20
6. Apfel

Was steht hinten auf jedem Eiföhn ? Assembled in China. Apple sollte die Geräte komplett in den USA fertigen und dann mit Deckung aller Kosten auf den Markt bringen. Anzahl der verkauften Produkte: 0

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Baum234 07.03.2018, 08:22
7.

Zitat von Max Super-Powers
Wenn man bedenkt, dass es bei der ganzen Sache ursprünglich mal darum ging, die Schwerindustrie der USA von der Billig-Konkurrenz aus China zu bewahren, frage ich mich schon, mit welcher Chuzpe sich die EU von Anfang an dort eingemischt hat. Es ist nun mal eine Tatsache, dass die Globalisierung im Allgemeinen und China im Besonderen ......
Wenn es nur darum gehen würde gegen die "Billig-Konkurrenz aus China" vorzugehen, dann könnten die Zölle ja auch nur auf Importe aus China erhoben werden. Stattdessen sollen sie aber alle Länder betreffen - auch die EU. Es ist doch also vollkommen legitim, dass die EU eine Reaktion, wenn sie betroffen ist.

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Spiegelleserin57 07.03.2018, 08:23
8. sehr interessant...und diese Staaten...

wurden mal als Freunde bezeichnet...wie die Welt sich ändert!

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jujo 07.03.2018, 08:25
9. ...

Was ist das für ein demokratisches Verständnis von Politik, wenn der Präsident per Dekret, bei Umgehung des Senats und Repräsentantenhaus diese Politik betreibt. Machen die Kontrollorgane nich mit, werden die Massnahme flugs zu einem Problem der nationalen Sicherheit erklärt. Was die Autozölle angeht muss man schon sehr um die Ecke denken um das plausibel zu erklären.
So sind die USA nur noch politisches Vorbild für ähnlich gestrickte Autokratien.

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