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Trump, Kavanaugh und die Folgen: Geteilte Staaten von Amerika
REUTERS

Mit dem Streit um seinen Richterkandidaten hat Donald Trump die tiefen Risse in Amerikas Gesellschaft offengelegt - und für sich ausgenutzt. Doch dahinter stecken viel stärkere Kräfte. Der Kampf hat gerade erst begonnen.

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thor.z1367 09.10.2018, 19:57
130. #125 diamondjack Hallo Mister Trump

Wenn ich mich ihre Argumente durchlese, muss die Frau nichts anders getan haben um an diesen rechten Richtermit einer Vergangenheit die sehr zweifelhaft ist zu verfolgen.Und dann wartet sie bis das er zum obersten Richter ernennt werden soll.Und die andere haben wahrscheinlich einen deutschen Schäferhund gehabt den der Richter wegen unerlaubten Eintritt nach Amerika zurückgeschickt hat.Fake News läßt grüßen.Ich für meinen Teil habe solche Behauptungen im deutschsprachigen Raum nicht gefunden. Und sie ein Trumpanhänger sind nehmen sie es mit der Wahrheit ja auch nicht so genau , genauso wie ihr Präsident.

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die-metapha 09.10.2018, 20:33
131.

Zitat von ulrich-lr.
Die Schwere des Vorwurfs ersetzt niemals den Beweis. Und der Beweis fehlt.
Der Fall selbst ist verjährt - weshalb es kein zivilrechtliches Verfahren geben wird.
Aus genau diesem Grund wäre es - auch um die Reputation Herrn Kavanaugh aufrechterhalten zu können - Aufgabe der beteiligten gewesen, sämtliche Zeugen dazu zu hören um dieser Anhörung so etwas wie einen einigermaßen objektiven und der Wahrheit förderlichen Raum bieten zu können.
Selbstverständlich auch mit der Konsequenz, dass eine zu Unrecht erhobene oder gar eine gezielte, falsche Verdächtigung aktuell strafrechtlich verfolgt werden könnte.
So wurde aber unter enorm hohem Zeitdruck und der unrühmlichen Verunglimpfung dieser Frau durch einen Präsidenten der Vereinigten Staaten eine sehr umstrittene - und zumindest suspekte - Person in dieses Amt versetzt.
Man hätte diesen Gesamtablauf auch noch um 4 bis 6 Wochen verlängern können, um sich da zumindest etwas mehr Gewissheit verschaffen zu können. Immerhin ging es da um die Besetzung eines Richteramtes im Supreme Court der USA und dazu auf Lebenszeit. Das kann kein vertrauensbildender Akt gewesen sein - einzig eine Demonstration von Macht.
Herr Trump selbst verbuchte das ja als Sieg - dazu noch als den Seinen persönlich mit dem Hinweis darauf, dieses Ergebnis wäre aufgrund seiner Rede zustande gekommen.

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ulrich-lr. 09.10.2018, 22:35
132. Die schöne Zeit

Zeit war ja nun wirklich genug. Es waren wohl immerhin ca. 90 Tage. Das ist eher lange.
Hinzukommt, dass Trump Kavanaugh bereits vor seiner eigenen Wahl ofiziell auf der Liste hatte. Die Personalie war also weithin bekannt. Dass man ihn und damit seine Kandidatenvorschläge nicht ernst nahm, ist ein anderes Kapitel. Formal kann sich Trump in diesem Fall auf Transparenz und Konsistenz berufen.
Selten wurden zu einem Kandidaten mehr Unterlagen angefordert und vorgelegt. Das soll sogar rekordverdächtig sein. Nebenbei war an Kavanaugh fachlich nichts auszusetzen. Seine Schriftsätze (Zahl und Umfang waren ebenfalls gewaltig) wurden nicht beanstandet.

Der Grund für den Aufwand liegt darin, dass die Dems ihn nicht wollten, immer noch was forderten, um Zeit zu gewinnen. Sie forderten sogar Schriftsätze und Korrespondenz aus seiner Zeit im Weißen Haus ein, also viel Post, die er nicht selbst erstellt, sondern nur gesichtet und weitergeleitet hatte. Erkenntnisgewinn über den Kandiaten = 0. Wurde schon lächerlich. Irgendwann fiel keinem mehr etwas ein.

Nicht nur für mich klar wie Kloßbrühe, dass die Ford-Story deshalb als letzte Trumpfkarte ausgespielt werden sollte, als sonst nichts mehr ging. (Nicht neu. Wir erinnern uns an Anita Hill.) Ja, und dann hat man auf lange Ermittlungen gehofft, die sich ruhig gaaaanz lange hinziehen könnten. Am besten bis weit in den November. Auf keinen Fall den vernünftiger Weise zu erwartenden Entlastungsbericht vor den Wahlen zulassen. Und danach die "Machtdemonstration" andersherum.

Da haben sich die Dems ganz einfach verpokert und hatten eben kein gutes Blatt. Und das ist das Schändliche: Mit dieser haltlosen Anschuldigung werden die wirklichen Opfer verhöhnt und instrumentalisiert. Aus politischem Kalkül. Solche Aktionen mindern die Glaubwürdigkeit anderer Opfer, die sich keine teuren Anwälte leisten und auf keine Begleitkampagnen hoffen können, wenn sie selbst politisch bedeutungslos sind.

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