Forum: Politik
Trump, Kavanaugh und die Folgen: Geteilte Staaten von Amerika
REUTERS

Mit dem Streit um seinen Richterkandidaten hat Donald Trump die tiefen Risse in Amerikas Gesellschaft offengelegt - und für sich ausgenutzt. Doch dahinter stecken viel stärkere Kräfte. Der Kampf hat gerade erst begonnen.

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fk85 08.10.2018, 16:15
70. Noch einer..

Zitat von skr72
die Konservativen in den USA (der alte weiße Mann) werden ja immer weniger, d.h. eine Minderheit. Dafür gibt es viele Gründe. Die Gefahr der USA besteht darin, dass sich der alte-weiße-Mann mit seinen Minderheitsrechten nicht abfinden kann, zumal er sich doch gerne als Krönung der Schöpfung sieht, welcher Sonderrechte gegenüber andere Minderheiten hat. Als Gleichester unter Gleichen, sollen gefälligst seine Empfindlichkeiten weiterhin prior betrachtet werden. Da er aber in Zukunft eine Minderheit ist, hat er die Lust an der Demokratie verloren: Viel besser ist doch ein System in dem der alte-weiße-Mann nach Lust und Laune andere unterdrücken kann, so wie es ihm gefällt, und so wie es seine Vorfahren schon gemacht hat. Da es unter seines gleichen zufälligerweise sehr viele Milliardäre gibt (Koch, Mercer, Murddoch, Ford...), haben die die Mittel dazu, die blöde Demokratie doch einfach hinwegzufegen. Auch in D werden mehr als die Hälfte der Trolle aus den USA finanziert. Die Demokratie sollte besser weltweit abgeschafft werden, sonst kommt das Volk nur auf dumme Gedanken. Die größte Gefahr geht neben Putin u. China jetzt auch noch von den USA aus. Wenn die EU nicht zusammenhält, ist die Demokratie weltweit gefährdet. Ausgerechnet von den USA, dem ehemaligen 'Land of the free'! Forget it, wenn Trump sich in den Midterms durchsetzt wird die Demokratie in den USA nicht nur beschädigt: Ziel ist die Abschaffung der Demokratie und der blöden Rechte der Bevölkerung, nichts anderes.
Sie waren wohl schon sehr lange nicht mehr in den Staaten. Dass die Konservativen immer weniger werden, wird nur in linksextremen Interessengruppen verbreitet. Die centerbased liberals, also klassischen Sozialdemokraten verlassen die Partei in Massen, weil diese den linksextremen Marktschreiern nicht mehr folgen wollen.
Die Midterms gelten jetzt schon als verloren und Trumps Chance wiedergewählt zu werden war nie so hoch.
Auch die nachfolgende junge Generation (Gen-Z) will mit den linksextremen Parolen nichts aber auch gar nichts zu tun haben. Sie sind politisch mitte-rechts angesiedelt und werden die wütenden alten weissen Frauen einfach austauschen. Ihr Schlachtruf ist Reeeee, sie singen Shadilay und tummeln sich auf 4chan. Es besteht Hoffnung für die USA.

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spon-facebook-10000012354 08.10.2018, 16:17
71. 40 % Nichtwähler

Zitat von linda84
Ich bekomme hier in den USA nichts von Spaltung mit. Vielleicht lebe ich in einer Blase, aber Schwarze, Weiße und Hispanics beobachten völlig relaxt den Zirkus der Politik. Wir lachen und diskutieren und bemerken die Untergangsstimmung hat nicht. Wird hier evtl übertrieben?
Dies stimmt - 40 % der Amerikaner ist die Politik schlicht egal, was hier in Europa immer vergessen wird: Nach Auszählung aller Stimmen in den US-Bundesstaaten lag die Wahlbeteiligung für die US-Präsidentschaftswahlen vom 8. November 2016 bei 58,9 Prozent (Quelle: "United States Elections Project", Stand: 20. Dezember 2016). Die Wahlbeteiligung war demnach sogar etwas höher als im Jahr 2012, als Amtsinhaber Barack Obama (Demokraten) gegen Mitt Romney (Republikaner) gewann - damals stimmten ebenfalls 58,0 Prozent der Wahlberechtigten ab (Quelle: United States Elections Project). Nach der Wahl am 8. November hieß es zunächst, dass die Unbeliebtheit der Kandidaten Donald Trump (Republikaner) und Hillary Clinton zu einer niedrigen Wahlbeteiligung geführt habe - diese Einschätzung hat sich als falsch erwiesen.
http://www.uswahl.lpb-bw.de/wahlverhalten_grafik.html

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sol7 08.10.2018, 16:19
72. Tendenziöse, uninformierte Berichterstattung

Die meisten Journalisten, die über den Fall schreiben, scheinen sich die Anhörung nicht im Livestream angesehen zu haben. Ich habs getan. Man wirft Kavanaugh unbewiesene Verfehlungen vor, die er als 17 oder 18jähriger begangen hat oder haben soll. Immer und immer wieder musste er sich rechtfertigen, dass er »Bier getrunken« habe. O mein Gott. Als hätte er als 17jähriger schon gewusst, dass er einmal Bundesrichter werden würde (und sich deshalb hätte zurückhalten sollen). Gehts noch? Das ist doch geisteskrank. Ich neige zwar eher den Demokraten zu, aber sie haben sich während der Anhörung und während des ganzen Verfahrens so schäbig benommen, dass sie für mich jetzt unwählbar wären, würde ich in den USA leben. Den ganzen vorurteilsbeladenen deutschen Journalisten würde ich raten, sich erst einmal die Anhörung in Gänze anzusehen, bevor sie schreiben.

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mostly_harmless 08.10.2018, 16:21
73.

Zitat von fk85
Dieses Amerika was sie hier beschreiben gibt es nicht. Das gibt es nur in den Fantasien lokaler linksextremer Gruppen, besonders auf dem Campus. Was Sie hier aufzählen ist reiner Unsinn und gehört in das Reich der Propaganda.
Achwas. Dann erklären Sie doch mal, wie man "grab them at the pussy" einordnen soll, wenn nicht als Frauenverachtend. Erklären Sie doch mal, wie man die rechte Lügenkampagne gegen Obama ("Kenianer") anders einordnen soll, als unter Rassismus. Erklären Sie doch mal, wie man die Berufung von Familienangehörigen in hohe Staatsämter durch Trump anders einordnen soll, als unter Nepotismus.

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g.eliot 08.10.2018, 16:25
74.

Zitat von claus7447
Dass teilweise Stahlwerke wieder mehr Aufträge haben ist gut, wird aber zu einer stärkeren Inflation führen. Denn lokaler stahl kostet mehr. Da im Gegenzug der Staat aber keine Einsparungen durch die Zölle hat (fehlende Sozialleistungen) wird dies kaum von anhaltender Dauer sein, denn dieser Handelskrieg ist erst in seiner Anfangsphase. USA war und ist gespalten, früher weiß gegen schwarz und dies heute noch, jetzt Geld gegen nicht-Geld. Und wer verliert dabei?
Was die Stahlindustrie betrifft, so hatte Trumps Ende Juli die Gründung von sechs oder sieben neuen Stahlwerken durch US Steel avisiert. Die Pressesprecherin von US Steel beschrieb die bisher geplaten Investitionen, aber erklärte, dass kein einziges neues Stahlwerk in Planung sei, . Außerdem erklärte sie, dass solche Pläne sonst auf der Website des US Steel beschrieben würden, und das sei nicht der Fall. Daher fragte sie sich, wie Trump zu der Schlussfolgerung kommen könnte. Quelle: Politifact 2.8.18

Trump prahlt also mit Leistungen, die keine sind und belügt seine Anhänger munter weiter.

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claus7447 08.10.2018, 16:26
75.

Zitat von besserwessixxl
Wenn Sie in einem unaufgeregten Augenblick Ihre eigene Sprache einer Würdigung unterwerfen, stellen Sie fest, dass der von Ihnen kritisierte Hass vorrangig von denen ausgeht, die den Hass kritisieren. Fällt das schon unter Paranoia ?
Bei Beiträgen wir ihrer schaue ich mir meist zuerst weitere Meinungen des Floristen an. Bei Ihnen bin ich mir nicht klar ob sie verstanden haben, was Freiheit und Demokratie wert sind. Vielleicht haben sie auch ein anders Verständnis dafür. "Konservativ" ist für mich fast wie der Begriff Heimat.

Für mich ist konservativ das was das Wort meint: konservieren. Und das steht für mich für "stehen bleiben, rückwärts gehen!". Wissen sie, eher kann man sagen "ich stehe auf Tradition" das hindert dann nicht den Fortschritt

Im übrigen: Polen ist nicht mehr weit davon entfernt. KEIN RECHTSSTAAT zu sein.

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spon-facebook-10000523851 08.10.2018, 16:29
76. Nichts Neues.

Americanr werden bereits mit entsprechender Party DNA geboren. Saher hatte eine dritte Partei noch nie eine Chance, ausser, was Ross Perot damals schuf und dann vermasselte. Nun kommt dazu, dass Hillary mit dem einzigen Ziel, in's Weisse Haus zu ziehen, gegen einen Ruepel gescheitert ist, und speziell Jungdemokraten mit ihren sozialistischen Traeumen die Niederlage bis heute nicht verkraftet haben. Im Grunde kann die regierende Partei machen was sie will; es erzeugt Proteste und Wutgeheule. Selbst wenn "alles gratis fuer alle und Freibier" von den Repubs geboten wuerde, waere das Wutgeheule von der anderen Seite garantiert. Die USA haben sich schon seit Langem in ihrem politischen System festgefahren und von Demokratrie kann keine Rede sein. Wahlen sind zu einem Marketing Zirkus verkommen, der Menschen einredet, ihre Stimme zaehle noch was.

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drent 08.10.2018, 16:43
77. Die Ehefrau, bitter lächelnd

Geht's noch ein bisschen schwächer? Muss ein "Kommentator" sich so weit aus dem Fenster lehnen? Woher kennt er denn alle anderen Spielarten des Lächelns von Mrs. K.

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Emderfriese 08.10.2018, 16:45
78. Slaves

Zitat von fk85
Sie waren wohl schon sehr lange nicht mehr in den Staaten. Dass die Konservativen immer weniger werden, wird nur in linksextremen Interessengruppen verbreitet. Die centerbased liberals, also klassischen Sozialdemokraten verlassen die Partei in Massen, weil diese den linksextremen Marktschreiern nicht mehr folgen wollen. Die Midterms gelten jetzt schon als verloren und Trumps Chance wiedergewählt zu werden war nie so hoch. Auch die nachfolgende junge Generation (Gen-Z) will mit den linksextremen Parolen nichts aber auch gar nichts zu tun haben. Sie sind politisch mitte-rechts angesiedelt und werden die wütenden alten weissen Frauen einfach austauschen. Ihr Schlachtruf ist Reeeee, sie singen Shadilay und tummeln sich auf 4chan. Es besteht Hoffnung für die USA.
"...Auch die nachfolgende junge Generation (Gen-Z) will mit den linksextremen Parolen nichts aber auch gar nichts zu tun haben. …"
Am besten, die "nachfolgende junge Generation" führt die Sklaverei wieder ein. Dann hätten die "Weißen" billigste Arbeitskräfte ohne jede Rechte, und die "Schwarzen" wären mit dem Nötigsten versorgt. Eine echte Win-Win-Situation!
Doch bevor Sie diesen Vorschlag womöglich ernst nehmen: Es ist reine Satire...

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g.eliot 08.10.2018, 16:45
79. Bitte um Antwort

Zitat von temelnosce
Die Zerstörung der Amerikanischen Volkshomogenität hat Obama mit genau derselben Politik herbeigeführt, mit der Merkel Deutschland (und eigentlich ganz Europa) zerspalten und destabilisiert hat. Jetzt schieben wir das einfach den Nachfolgern in die Schuhe?
Meinen Sie die "weiße", konservative "Volkshomogenität"? Hm, hatte Obama in einem Jahr drei Millionen Einwanderer aufgenommen? Relativ gesehen wären das vergleichsweise mindestens 3 Mio. in den USA, genauer will das jetzt nicht ausrechnen.

Was hat Obama denn Böses getan? Dies wird hier immer wieder aufgeworfen, doch nie wirklich erklärt. Ähnlich, wie auch keiner der Trump Fans darauf antworten will, wie viele Kriege Obama denn angefangen hatte, ebenso eine häufige und beliebte Behauptung.

Aber weil Obamas Zustimmungswerte zum Schluss bei 60% lagen und er zum beliebtesten Präsidenten in der Lebenszeit der Teilnehmer einer Umfrage des Pew Instituts gekürt wurde, sieht die Mehrheit der Amerikaner dies doch ein wenig anders als Sie (als Beobachter aus der Ferne?).

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