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Trump-Kim-Gipfel in Hanoi: Wie es zum Scheitern kam
DPA

US-Präsident Trump und Nordkoreas Diktator Kim haben das Gipfeltreffen in Vietnam verkürzt und ohne Abschlusserklärung verlassen. Was genau ist passiert und wie könnte es weitergehen? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

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Wmeinberg 28.02.2019, 12:49
40. Dieses Treffen wurde mit viel Tamtam angekündigt.

Die ganze Welt schaute auf diese beiden Schauspieler. Sogar der Friedensnobelpreis kam ins Gespräch.
Das leere Ergebnis zeugt von dilettantischen Vorbereitungen auf beiden Seiten.
Alle Forderungen hätten im Vorfeld längst bekannt und ausdiskutiert sein müssen. Dafür gibt es hochrangige Regierungsvertreter und schnelle Kommunikationswege. Dann trifft man sich, lächelt, liefert Bilder für die Presse, etwas Show im Gastgeberland, feierliche Unterzeichnung, noch ein Abschlußbild und ab geht's nach Hause, um sich feiern zu lassen.
All das ist nicht geschehen. Unerfahrene Laien versuchten auf naive Weise, etwas Kompliziertes fertig zu bringen.
Ein Armutszeugnis.

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danubius 28.02.2019, 12:53
41. Trump erfolglos?

Nicht ganz, hat doch unter seiner Führung die amerikanische Wirtschaftsdelegation mit Vietnam "a great deal" mit einem Umfang von rund 20 Milliarden USD gemacht, davon entfielen allein auf Boeing 100 Maschinen des Typs 737 MAX sowie 10 Dreamliner 787-9 mit einem Volumen von insgesamt 16 Mrd. USD. Er kommentierte diesen Erfolg mit: "I am very proud of Vietnam and its economic development the last years..." Die abgebrochenen Verhandlungen mit Kim sind - aus meiner Sicht - für ihn dagegen nur peanuts.

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neutralfanw 28.02.2019, 12:53
42. Unvorbereitet

Wenn man unvorbereitet in ein Meeting geht, kommt so etwas dabei heraus. Die einfachsten Fragen wurden nicht vorab geklärt. Wenn man vorzeitig die Einstellung Kim‘s gewusst hätte, wäre das Treffen nicht zustande gekommen. Beide Politiker brauchten jedoch einen internationalen Auftritt für ihre Propaganda. Trump ist der große Verlierer. Er hatte nämlich große Ergebnisse angekündigt. Jetzt brennt seine Hütte in Amerika und er kommt gleichzeitig mit nichts aus Vietnam zurück. Die Zeiten werden jetzt richtig schwierig für ihn.

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pnegi 28.02.2019, 12:57
43. Nun ja...

Man hatte wohl vergessen, dass Kim zu Hause auch CNN schaut und Twitter liest. Und dort hatte ja ein Marco Rubio letztens gezeigt, was die USA für Leute einplanen, die freiwillig ihr Land entwaffnen. Trump hat seinen Wählern versprochen, 'to drain the swamp'. Das bedeutet aber nicht, die schlimmsten Kreaturen der Clinton/Bush/Obama Ära aus eben diesem swamp auszugraben und sie in die eigene Regierung einzuarbeiten. Ein Mike Pompeo gehört ebenso nicht ins Aussenministerium wie ein verurteilter und von Bush begnadigter Straftäter Abrams im UN-Sicherheitsrat Venezuela Demokratie predigen sollte.

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herrfroschi 28.02.2019, 13:04
44. "Trump sagte, er glaube ihm"

Natürlich tut er das. Er glaubt ja auch Wladimir Putin mehr als seinen eigenen Geheimdiensten. Diktatorenkumpels unter sich.

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Barças Superstar 28.02.2019, 13:06
45. @17

Heißt es nicht "Deutsches Sprache, schweres Sprache"? Sie haben natürlich Recht. Mein alter Deutschlehrer würde aus seinem Grab heraus vermutlich kiloweise - oder auch literweise - mit nassen Schulschwämmen um sich werfen. Inhaltlich kann man den Ausführungen des gemaßregelten Rezensenten aber durchaus zustimmen. Und Herrn Trump kann man eine einfache Sprache attestieren. Vermutlich ist er auch deswegen gewählt worden. Arroganz aus!

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susuki 28.02.2019, 13:16
46.

Ich bin ja gespannt auf die tweets und die Verfilmung des Stoffes.

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schwerpunkt 28.02.2019, 13:16
47.

Zitat von Celegorm
Ausser Trump hat vorher ja niemand mit einem Atomkrieg bzw. atomarer Zerstörung gedroht. ...
Das stimmt so nicht exakt. während des ersten Golfkrieges (unter George Bush, Anfang 1991) zur Befreiung Kuweits, griff der Irak Israel unprovoziert mehrfach mit Raketen an und drohte diese mit chemischen Sprengköpfen zu bestücken. das Motiv dahinter war, Israel in den Konflikt rein zu ziehen und somit weitere arabische Staaten auf Seiten des Iraks zu "motivieren". Die Gefahr bestand, dass der Krieg sich unkontrolliert ausbreiten könnte und zu einem Flächenbrand, den man mit einiger Berechtigung dann "3ten Weltkrieg" hätte nennen können.

Die USA verfolgten dabei eine Doppelstrategie, in dem sie (erfolgreich) versuchten Israel von Vergeltungsschlägen abzuhalten und gleichzeitig dem Irak zu drohen, dass, sollte Israel tatsächlich mit chemischen Waffen angegriffen werden, die USA dem Irak eine Atombombe in die Wüste setzen werden, in Sichtweite Bagdads … als letzte Warnung, bevor die Hölle über dem Irak herein bricht.

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Teutonengriller 28.02.2019, 13:20
48. Hat Trump wohl gedacht

mal schnell den Friedensnobelpreis mitzunehmen um endlich mit seinem „Vorbild“ Obama gleichzuziehen. Falsch gedacht. Sehr gut

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denn76 28.02.2019, 13:22
49.

Zitat von prisma-4d
... dass Verhandlungen Ergebnislos sind. Es braucht DREI Artikel auf SPON die GLEICHZEITIG mitteilen das was passiert ist was sonst so gut wie nie passiert: "Hanoi-Gipfel geplazt". Ein wenig irritiert war ich wegen der Überschriften diverser Artikel... auch SPON. Es wird das Wort "geplatzt" benutzt. Ich war immer der Meinung wenn ein Termin "platzt" dann ist einer nicht gekommen oder hat kurzfristig abgesagt. Aber ich bin weder Journalist noch Sprachwissenschaftlerin noch irgend wie anderweitig sprachlich "hochbegabt". Als ab sofort sind für mich ergebnislose Termine auch "geplatzte" Verhandlungen. Deutsch war mal so schön eindeutig und hatte sehr deutliche Wörter. Ich bin nicht mehr modern... ich sehe es ein!
"...ohne Abschlusserklärung verlassen".
Vorzeitig beendet, ich würde so etwas als "geplatzt" bezeichnen.

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