Forum: Politik
Trump-Rivale Mitt Romney: Angriff von innen
AFP

Trump spielt beim Shutdown den starken Mann - dabei haben im US-Repräsentantenhaus die Demokraten die Macht übernommen und auch aus den eigenen Reihen droht Gefahr. Was plant sein alter Gegner Romney?

Seite 1 von 11
claus7447 05.01.2019, 13:55
1. Allein mir fehlt der Glaube ...

... zum Königsmord. Aber man weiß ja nie. Vielleicht dämmert es langsam einigen Republikanern wie Donny den Laden an die Wand fährt. Mit ca. 6,5 Mrd. Kosten pro Woche für den Shut Down wird auch in der Wirtschaft so manch einer wach werden.

Aber - man wird es an Donny's Fan's auch hier immer wieder merken: Dummheit kennt keine Grenzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
skeptikerjörg 05.01.2019, 14:03
2. Kaffeesatzleserei

All diese Spekulationen sind im Moment müßig. In naher Zukunft wird es darauf ankommen, ob und wie sich Trump aus der selbstgestellten Mauerfalle befreien kann. Gibt er nach, gilt er bei seinen Hardcore-Anhängern als Looser. Geht der Shutdown zu lange, werden die Betroffenen und deren Umfeld es mehr und mehr den Republikanern anlasten; vor allem, wenn es beginnt, auch außerhalb der öffentlichen Verwaltung Arbeitsplätze zu kosten, die Auswirkungen auf die Wirtschaft und durch logischen Konsumverzicht auch auf die Finanzwirtschaftliche durchschlagen. Dann, und erst dann wird sich die Frage stellen, ob die Mehrheit im Senat den POTUS noch stützt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
descartes 05.01.2019, 14:19
3.

Zitat von skeptikerjörg
All diese Spekulationen sind im Moment müßig. In naher Zukunft wird es darauf ankommen, ob und wie sich Trump aus der selbstgestellten Mauerfalle befreien kann. Gibt er nach, gilt er bei seinen Hardcore-Anhängern als Looser. Geht der Shutdown zu lange, werden die Betroffenen und deren Umfeld es mehr und mehr den Republikanern anlasten; vor allem, wenn es beginnt, auch außerhalb der öffentlichen Verwaltung Arbeitsplätze zu kosten, die Auswirkungen auf die Wirtschaft und durch logischen Konsumverzicht auch auf die Finanzwirtschaftliche durchschlagen. Dann, und erst dann wird sich die Frage stellen, ob die Mehrheit im Senat den POTUS noch stützt.
Genau das sehe ich auch als Hauptproblem. Die meisten Schäden, die orange 45 durch sein Handeln verursacht, werden erst langfristig Konsequenzen für seine Unterstützer haben, sodass ein Umdenken in dieser Bevölkerungsgruppe wohl erst stattfinden wird, wenn er sich so oder so bereits im Ruhestand befindet. Dann kann man das alles auch schön seinem demokratischen Nachfolger in die Schuhe schieben. So wie bei Clinton und Obama.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wi_hartmann@t-online.de 05.01.2019, 14:21
4. Politclown

Trump ist eines Landes wie die USA unwürdig. Weltweit verliert die
USA an Ansehen und auch Einfluss.
Selbst treue Verbündete im Ausland gehen auf Distanz um sich innenpolitisch nicht zu schaden.
Daß so eine Person im eigenen Volk noch eine große Anhänger-
schaft hat ist das eigentlich Erschreckende.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Watschn 05.01.2019, 14:22
5. Trump muss eine Russlandverschwörung nachgewiesen werden....

Und das heisst: Aktive Verschwörung (Mitwisserschaft u. Unterstützung wie aktive Wahlmanipulation, Verrat von Regierungsgeheimnissen, Hochverrat, Spionage, Verkauf von US-Interessen an fremde/feindl. Staaten o. Spione, schwere Eingriffe uam. für fremde Staaten und gegen die hiesige staatl. Ordnung) Erst bei einem solchen Vergehen oder bei eindeutig festgestellter Amtsunfähigkeit (Koma, schwerer Unfall usw.) kommt ein Impeachment zum Zuge.

Und das ist bei Trump wohl eher nicht der Fall. Es ist wohl möglich, dass evtl. nicht sauber mit Wahlkampfgeldern umgegangen worden ist, oder er mit unbedachten Zahlungen vermeintl. dagegen verstossen haben könnte (Stormy Daniels, Kohen), aber dies würde niemals ausreichen. Ein Abschmettern o. ein Vergleich wäre vielleicht denkbar. Die repbl. Partei würde ein initiiertes Impeachment seitens der Dems abschmettern. Und m.E. hat Trump die Reps. längst auf Teaparty/Trumpismus umgekrempelt. Die Antagonisten (wie McCain, Rubio, Kasich, Corker...) sind längst abgetreten, vor dem Ruhestand, verstorben, oder sind aussen vor. Trump hat sich -im Gegenteil- den Bushs u. Romney u. gar Graham wieder angenähert bzw. versöhnt...

Im März o. spätestens im April dieses Jahr wird Muller seinen Abschlussbericht vorstellen. Man kann gespannt sein. M. E. wird er wohl nicht sehr zur Befriedigung der Demokraten ausfallen..., Trump hätte da sicher bereits einen leichten Wink (mit dem Zaunpfahl) bekommen. Das ist wie bei den dt. Landtags- o. Bundestagswahlen. Da bekommen die Protagonisten auch so ungefähr die relevanten Verhältnisse um 16.00 bis 17.00 Uhr mitgeteilt, um sich auf 18.00 vorzubereiten. Und ähnl. ist dies auch in den USA auf den Beginn von 2019. Sonst wäre nicht Warren gegen ihn nun angetreten..., sondern sie hätte in Aussicht auf schwerwiegende präsidiale Vergehen auf den neuen Herausforderer gewartet..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Vadomar 05.01.2019, 14:26
6. Mit Vorsicht zu genießen.

Romney ist derzeit sicherlich ein Intimfeind Trumps. Aber er ist selbstverständlich auch ein Falke. Und er hat in der Vergangenheit schon oft seine Meinungen gewechselt, so wie es gerade passte. Vom Trumpfreund zum Trumpfeind, vom Abtreibungsgegner zum Befürworter und wieder zurück. etc.
Zudem ist er in vielen Punkten inhaltlich nicht weit von der Trump-Administration entfernt. So z.B. in seiner Haltung zu Obamacare oder Waffenbesitz.
Echte Opposition darf man nur von den Demokraten erhoffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
w.diverso 05.01.2019, 14:29
7. Das Wichtigste für Trump

wird die weitere Entwicklung der Wirtschaft sein. Wenn, wie es eigentlich fast immer war, die Realwirtschaft mit einer gewissen Verzögerung der Börse folgt, wird es für Trump ungemütlich. Viele seiner Anhänger haben gesagt, er redet zwar viel Mist und lügt auch manchmal, aber die Arbeitslosenzahlen sind nieder und die Löhne steigen. Der Durchschnittsbürger interessiert sich eher nur am Rande für Umweltschutz, Außenpolitik und Gleichberechtigung, dafür aber mehr was er auf sein Gehaltskonto bekommt und dann noch um sein subjektives Sicherheitsgefühl. Wenn die Demokraten Trump den Mauerbau erfolgreich verwehren und die Wirtschaft leichte Bremsspuren hinlegt, dann wird es für Trump schwierig. Man soll ja nie vergessen, dass er die letzte Wahl gegen eine ungeliebte Kandidatin nur mit Wahlmännerstimmen gewonnen hat. Seine Kernwählerschicht wird sicher auch bei der nächsten Wahl zu ihn halten, die sind ja beratungsresistent, aber das sind doch nur um die 35-38%. Ein geschickt gewählter Kandidat der Demokraten und vielleicht noch republikanische Konkurrenten, schon kann sich Donald ins Privatleben zurückziehen. Und dann werden ihn die ganzen Anklagen und Prozesse einholen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Watschn 05.01.2019, 14:40
8. Wichtig ist auch Unterscheidung, Vergehen IM Amt vs. ausserh. des Amts

Und da sieht es für Trump (eher o. leider; je nach Standpunkt) gut aus. Die Entlassung von Comey könnte evtl. noch ein Ansatzpunkt für eine sog. 'Justizbehinderung' sein, jedoch muss dies nachgewiesen werden, denn eine Entlassung kann auch das Vorhaben einer Neuorientierung mit neuem Personal bedeuten, wie Trump es ja auslegt.

Aber (ausser Verrat, Hochverrat/aktive Einflussnahme (aktive Wahleingriffe/Manipulationen für fremde Mächte wie Russland) hat Trump eher ausserhalb des Amts gegen Gesetze o. Vorschriften evtl. verstossen. Und ein Impeachment reicht da (ausser bei sehr schweren Vergehen analog Nixon IM Amte) nicht aus.
Da hat Bill Clinton (m. E. auch der Symphatie-Präsident par excellence) viel mehr Glück gehabt. Sein Vergehen (gelogen IM Amt, durch Verneinung sex. Vorfälle unter Anklage) war viel heikler, er kann mit Glück sagen, nicht impeacht geworden zu sein. (Durch seine Sympathiewerte, dem 'Delikt', u. seiner demokratischen Mehrheit im Senat, die mehrheitlich gegen das Impeachment hielt..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dr_gb 05.01.2019, 14:48
9. Keine seriösen Vorhersagen möglich ..

ausser dass es sich ungezügelt unprofessionell weiter entwickeln wird, nicht nur an der Penn. Ave, DC. Sondern auch ringsum. Denn im Fäkalien-Ton bereits öffentlich angekommen, bezeichnen nicht nur Demokraten das 'Individuum #1' als professionellen Lügner stark geminderter Intelligenz, sondern schimpfen halbamtlich ja auch 'seine' Generäle : Mr. T "is a mo..phukker" (so dass es NYT, WP, CNN, CBS u.a. ohne Einspruch oder Dementi zitierten).

Solange Mr. T im Oval ist, wird dieses Chaos und die Willkür allenfalls nur durch Krisen/Ereignisse anderswo medial 'übertönt' werden können -- vielleicht. Aber anstrengen muss sich Mr. T offenkundig kaum, sehr rasch erneut verschwenderisch unheilvolle Verwirrung zu stiften. Die Andere, er selbst noch (!) nicht, zahlen und aushalten müssen ..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 11