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Trump und der Mueller-Bericht: Präsidentschaftsbewerberin Warren für Amtsenthebungs
AP

2020 will Elizabeth Warren für die Demokraten ins Rennen ums Weiße Haus gehen. Als erste Bewerberin fordert sie nach dem Mueller-Bericht nun die härteste Maßnahme gegen Donald Trump - das sei "ihre Pflicht".

flux71 20.04.2019, 10:46
1.

Dieses "Entsetzen" der Republikaner kann ich erst dann ernst nehmen, wenn sie auch wirklich etwas unternehmen, um diesen Sumpf in der Trump-Administration trocken zu legen. Ob das ein Amtsenthebungsverfahren sein muss, sei dahingestellt. Aber die Reps als eine von dem Mafiaboss Trump gekaperte Partei, muss endlich anfangen, sich gegen diese ekelhaften Machenschaften zu wehren.

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Beat Adler 20.04.2019, 10:55
2. Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ist kontraproduktiv.

Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ist kontraproduktiv.

Da hat Nancy Pelosi Recht. Mit 78 Jahren und jahrzehntelanger Erfahrung als Politikerin weiss sie sehr wohl, was zu tun ist: Die Wahlen 2020 zu gewinnen! Nicht "nur" die Praesidentschaftswahlen, auch den Senat zurueckzugewinnen und die Mehrheit im Abgeordnetenhaus zu erhalten.

Elizabeth Warren sollte ihrer cleveren Mentorin Pelosi zuhoeren und in die gleiche Kerbe hauen: Wahlen gegen Trump gewinnen!

Ein Amtsenthebungsverfahren, sollte es widererwarten erfolgreich sein, dann, wenn bei den Untersuchungen ueber die finanziellen Verflechtungen von Trump und seiner Familie mit Russland und Saudi Arabien Verbrechen aufgedeckt werden und die Republikaner unter Fuehrung von Mitt Romney ihre Partei retten wollen, kommt der Mike Pence auf den Stuhl im Oval Office.

Die USA geraten vom Trumpregen unter die Pencetraufe. Hoffentlich nicht!
mfG Beat

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meister_proper 20.04.2019, 11:22
3. Es geht um die Ehre

Ob ein Impeachment im Senat scheitert oder nicht - es geht darum die Anhörungen dafür durchzuführen und die Ehre des Präsidentenamtes wieder herzustellen. Im Gegensatz zu den Mueller-Ermittlungen, sind Impeachment-Anhörungen auch öffentlich. Nicht jeder republikanische Senator kann auf eine ignorante MAGA-Wählerschaft zählen, die Trump am liebsten zum Diktator erheben würde. Deren Sitze sind nächstes Jahr in ernster Gefahr und öffentliche Anhörungen, bei denen jeden Abend neue Betrügereien durch die Nachrichten gehen, können bei echten Konservativen auch das Fass zum überlaufen bringen. Denn Trump ist ja kein Konservativer im eigentlichen Sinn. Er ist ein Zerstörer von Rechtsstaatlichkeit und Anstand, wie es noch keinen vor ihm gegeben hat. Nixon war zwar sicherlich raffinierter, aber zumindest hat er versucht eine rechtsstaatliche Fassade zu wahren.

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Beat Adler 20.04.2019, 11:22
4. Im Senat stimmen bereits 12 von 53 Reps mit den Demokraten.

Zitat von flux71
Dieses "Entsetzen" der Republikaner kann ich erst dann ernst nehmen, wenn sie auch wirklich etwas unternehmen, um diesen Sumpf in der Trump-Administration trocken zu legen. Ob das ein Amtsenthebungsverfahren sein muss, sei dahingestellt. Aber die Reps als eine von dem Mafiaboss Trump gekaperte Partei, muss endlich anfangen, sich gegen diese ekelhaften Machenschaften zu wehren.
Im Senat stimmen bereits 12 von 53 Reps mit den Demokraten.

Mitt Romney kaempfte im republikanischen Vorwahlkampf in Utah gegen einen Trumpanhaenger und gewann, Obwohl oder weil er oeffentlich erklaerte, in die Fussstapfen von John McCain zu treten und dem Trump Nichts durchzulassen, was die republikanische Partei gefaehrdet. Wenn es ihm gelingt noch weitere 8 Republikaner im Senat auf seine Seite zu ziehen, ist die 2/3 Mehrheit zusammen mit den Demokaten gesichert und Alles, was Trump unterschreibt, kann aufgehoben, fuer ungueltig erklaert und rueckgangig gemacht werden.
mfG Beat

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spon_2312970 20.04.2019, 15:17
5.

Zitat von Beat Adler
Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ist kontraproduktiv. Da hat Nancy Pelosi Recht. Mit 78 Jahren und jahrzehntelanger Erfahrung als Politikerin weiss sie sehr wohl, was zu tun ist: Die Wahlen 2020 zu gewinnen! Nicht "nur" die Praesidentschaftswahlen, auch den Senat zurueckzugewinnen und die Mehrheit im Abgeordnetenhaus zu erhalten. Elizabeth Warren sollte ihrer cleveren Mentorin Pelosi zuhoeren und in die gleiche Kerbe hauen: Wahlen gegen Trump gewinnen! Ein Amtsenthebungsverfahren, sollte es widererwarten erfolgreich sein, dann, wenn bei den Untersuchungen ueber die finanziellen Verflechtungen von Trump und seiner Familie mit Russland und Saudi Arabien Verbrechen aufgedeckt werden und die Republikaner unter Fuehrung von Mitt Romney ihre Partei retten wollen, kommt der Mike Pence auf den Stuhl im Oval Office. Die USA geraten vom Trumpregen unter die Pencetraufe. Hoffentlich nicht! mfG Beat
Leider wahr! Auf einen egomanischen Spinner würde ein christlich fundamentalistischer Spinner folgen...

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claus7447 20.04.2019, 15:29
6. Ich kann nur meine Ansicht abgeben-

Last den Spinner im Weissen Haus. Es nimmt ihn ohnehin ausser seinen Fans keiner mehr ernst. Mueller's Bericht zeigt doch deutlich, wie die Administration mittlerweile arbeitet. Ich vermute abends laufen die Schredder heiss, wenn die Vorlagen und Anweisungen Donny's verschwinden.

Ein Impeachment kostet Zeit, Kraft, kaum Aussicht und bindet Kräfte die dringend anderswo gebraucht werden.

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anboes 20.04.2019, 18:16
7. Wer kann mir diese Logik verständlich erklären?

Trumps Wahlkämpfer hätten sich über die Hilfe aus Moskau gefreut, wenn sie denn gekommen wäre.
Welcher russische Lieferant hatte etwas anzubieten gehabt und tat dies trotz allen Wollens nicht? Warum nicht? Dazu würde der erfolglose Treff von Trumps Sohn mit der russischen Rechtsanwältin passen.
Unterm Strich heißt das, man hats versucht und hätte es getan, wenn es denn geklappt hätte! Ist diese Dummheit noch steigerbar?

Das kann ich nur insofern verstehen, als dass die Trump-Wahlkämpfer den Versuch nach einer russischen Hilfe in Russland suchten, dabei aber nichts erreichten? Und nun, Herr Trump?

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rainbow-warrior999 20.04.2019, 21:43
8. Ich stimme den Einschätzungen der Foristen 1-7 zu

mit der Ergänzung : Elizabeth Warren macht mir als Kandidatin in spe zu viele "Schnellschüsse", die in der aktuellen Lage und wenn es dabei bleibt, für die DEMs problematisch sein könnten. Ein Impeachment kostet Zeit, Kraft, hat kaum Aussicht und bindet Kräfte die dringend anderswo gebraucht werden.(@claus7447 ) Stimmt.
Da der aktuelle POTUS und seine Tea-Party-Fanatiker vor kaum einer Schmutzkampagne zurückschrecken,-siehe die peinliche Äußerung von Warren über ihre indianische Herkunft (Trump: "Pocahontas"),- sehe ich die Forderung von ihr eher kontraproduktiv. Besonders, seit ich gestern eine Doku/Reportage über "Trump-Land" gesehen habe:
https://www.arte.tv/de/videos/RC-016097/trumps-amerika/

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anja-boettcher1 20.04.2019, 23:44
9. Meine Güte!

Was interessieren uns, in Europa, eigentlich noch die internen Ränkespiele dieses Land auf einem komplett anderen Kontinents, dessen "Eliten", ob Republikaner oder Demokraten, die eigene Bevölkerung nur noch anwidern.

Wir, liebe Spiegel-Redakteure, leben in EUROPA, einem Kontinent, der im Osten von einem dynamischen asiatischen Markt, im Süden von einem - dank den USA - explodierenden Nahen Osten, von dem Millionen Menschen bei uns leben, und einem afrikanischen Kontinent, dessen Bewohner sich auf dem Weg zu uns machen werden, wenn wir nicht langsam eine gescheite Politik mit ihnen machen.

Wenn wir nicht UNSERE Probleme langsam anpacken und unsere geographische und politische Umgebung bewusst, mit Intelligenz, Expertise und Empathie betrachten, dann knallt uns alles um die Ohren. Und Euch, der aus Medienvertretern und politischem Funktionspersonal bestehenden kleinen Schicht von Leuten, die offensichtlich nicht über den eingeschränkten Tellerrand ihres Jahrzehnte zurückliegenden Fellow-Programms hinausgucken können, knallt irgendwann in naher Zukunft die eigene Bevölkerung um die Ohren, wenn angeblich uns vertretende Politik uns nicht mehr sieht - von denen übrigens viele inzwischen woanders herkommen, aber nicht vom US-amerikanischen Kontinent.

Abermillionen haben es satt, dass sich bei uns alles um den für uns am allerallerunwichtigsten, abgelutschtesten und irrelevantesten Teil der Welt überhaupt dreht. Mental provinziell, von den Manieren abstoßend, um sich selbst kreisend und absolut auf dem aufsteigenden Ast ist dieses der uninteressanteste Teil der Welt überhaupt. Macht endlich die Augen auf - und guckt, wo Ihr lebt! Auch den Nahen Osten solltet Ihr langsam mit der Expertise von Nachbarn und Mitbürgern vieler Menschen von dort betrachten - und nicht durch die Verdummungsbrille der Absolvernten trivialer Treffen transatlantischer Thinktanks.

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