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Trump und der Rekord-Shutdown: Die verkorkste Präsidentschaft
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Donald Trump will die Mauer zu Mexiko mit Macht durchsetzen. Dafür nimmt er in Kauf, dass der "Shutdown" der Regierung weitergeht. Ein zynisches Spiel, das er nicht gewinnen darf.

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Promethium 12.01.2019, 14:41
200.

Es geht um sehr viel Geld.

Die mexikanischen Drogenkartelle nehmen in den USA zwischen 19 und 29 Milliarden Dollar pro Jahr ein![1]

Das ist deutlich mehr als z.B. die gesamten mexikanischen Rohöl-Exporte einbringen. ($15.8B laut The Observatory of Economic Complexity)

Der Mauerbau könnte diese Profite massiv gefährden.

1.CNN:Mexico Drug War Fast Facts

"Mexican drug cartels take in between $19 billion and $29 billion annually from drug sales in the US."

englisch Billion = Milliarde

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madameping 12.01.2019, 14:41
201.

Zitat von sewass
Ein wesentlicher Punkt in der Demokratie ist, dass Wahlversprechen gehalten werden. Und u.a. für das Wahlversprechen des Mauerbaus wurde Trump nun einmal von Millionen von Amerikanern gewählt. Es ist nicht Trumps Mauer, sondern die Mauer von Millionen von Amerikanern. Trump macht es besser als Obama, der die meisten Wahlversprechen gebrochen hatte. In Deutschland wird es ja inzwischen als völlig normal angesehen, das die Wahlversprechen nicht eingehalten werden, Aber das ist zutiefst undemokratisch. Oder man macht es so wie Merkel, die erst gar keine Aussagen macht und dann ihr Fähnchen nach dem Wind dreht.
Versteht Ihr Trump-Versteher das denn wirklich nicht? Was gibt's denn da bloß nicht zu kapieren?
Trump macht ein Versprechen, das politisch höchstbrisant ist; unter anderem, weil es erstens schon Mauern gibt und zweitens, weil sich kein Krimineller von einer Mauer abhalten lassen würde. Das Gerede um die Mauer ist nichts als politischer Bluff, Leute in den Bann zu ziehen, die sich von Emotionen hinreißen lassen und nur in entweder-oder-Kategorien oder aber-er-hat-doch-gesagt-Mustern denken können. Bitte nehmen Sie das mit: Wahlversprechen sind ähnlich wie Werbeaussagen in der Werbung; sie sagen lediglich etwas über den Kern des Objektes aus und sollten wirklich niemals wörtlich genommen werden. Nein, und nochmals nein, das sind dann keine Lügen, sondern ein stragegischer Schachzug eines Politikers. Trump ist aber kein Politiker, sondern ein Immobilien-Pleitier. Ein Frauenbegrapscher, ein Gröler, ein machtbesessener Soziopath. Er wird nichts tun, was entweder Ihnen oder seinen Zujublern zum Vorteil gereichen wird. Er ist wie ein Knallgasexperiment; dumm und gefährlich.

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fritzberg1 12.01.2019, 14:43
202.

Zitat von nofreemen
.......So konnte es nicht weiter gehen. Dss er jrtzt seine Wahlversprechen einhalten will, wird ihm von den alt-Eliten sehr übrl genommen. Sowas populistisches tut man einfach nicht.
Das die Trump-Fans in den USA zu den eher bildungsfernen Schichten gehören könnte man noch verstehen.
Wenn aber ein SPON-Forist nach all dem was bisher Trump so angerichtet hat immer noch zu seinen Fans zählt ist kaum noch zu verstehen.
Es wäre schön wenn die hiesigen Trump-Fans wenigstens mal die Kommentare zu ihren eigenen Beiträgen lesen würden und wenn man dann auch sinnvoll mit ihnen diskutieren könnte.
Aber das zu hoffen ist wohl vergebens.

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ruhepuls 12.01.2019, 14:45
203. So funktioniert Politik nun mal..

Zitat von Outdated
Klar Trump ist weder der beste noch der die USA vereinenste Präsident. Dennoch: 1: Trump ist Präsident und damit die Executive 2: Trumps zentrales Wahlversprechen war der Bau der Mauer. 3: Trump will nur 5.7 Mrd. Doller aus diesem Haushalt für den Bau. Das es keine Möglichkeit gab diese vergleichsweise geringe Summe in dem riesigen Haushalt der USA unter zubringen liegt nicht an Sinn oder Unsinn, sondern alleine daran das die Demokraten aus taktischem Kalkül Trump keinen Erfolg gönnen wollen. Sie stellen ihn also vor die Wahl a: sei ein Lügner b: shutdown jetzt zu jammern "oh nein er macht wirklich shutdown" ist entweder peinlich oder ziemlich verlogen.
Politik funktioniert nun mal so, dass es weniger um gute Sacharbeit geht, sondern um den Eindruck, den man beim Wähler macht. Da der Wähler (auch der deutsche Wähler) meist weder das Sachwissen hat, noch Lust hat, es sich anzueignen, bleibt der Politik nichts anderes übrig, als den "Bauch" anzusprechen. Und dazu gehört auch, den politischen Gegner schlecht aussehen zu lassen. Das Trump mit Clinton so gemacht und nun machen es die Demokraten mit ihm.
Am Ende gewinnt der, der trotzdem beim Wähler ankommt, obwohl man ihn mit Schmutz bewirft. Vermutlich hat es daher auch viele erst gar nicht interessiert, dass man Trump Sexismus etc. vorgeworfen hat, denn im Wahlkampf rechnet man eh damit, dass die Kandidaten und deren Anhänger sind gegenseitig runter machen...

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draco2007 12.01.2019, 14:45
204.

Zitat von supergrobi123
... Trump ist der demokratisch gewählte Präsident der USA, der gerade versucht, ein Wahlversprechen zu halten (ich weiß, kennt man hierzulande kaum). Auch Obama machte das einst, auch da gab es einen Shutdown, er wollte damals das heute als verfassungswidrig eingestufte Obamacare durchboxen.
Oh man, hier haben wir einen Trumpisten in Reinform.

1. Obamacare wurde erst durch die Änderungen der Republikaner "verfassungswidrig" und das afaik auch nur in Texts

2. Und die Demokraten wurden erst kürzlich demokratisch gewählt um dem kleinen trotzigen Kind im WH Einhalt zu gebieten

3. Demokratie IST Kompromiss. Trump ist dazu nicht in der Lage. Und ein Kompromiss ist NICHT ein nicht eingehaltenes Wahlversprechen.

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r20110107 12.01.2019, 14:51
205. Trump findet doch die Unterstützung bei der GOP...

Also ist doch fast alles im Lot - auch der Stillstand der Behörden.
Das man zwar über einen "Notstand" redet, ihn aber nicht errklärt, ist in den USA auch nicht unüblich.
Der Mehrheitsfüherer im Senat sorgt schon dafür, dass nichts auf den Tisch kommt, dass Trump nicht absegnen wird.
Insofern bekommt Trump zunächst kein PR-Problem. Fox-News wird ggf. zeigen, wie gut alles läuft.

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Marinus_Ladegast 12.01.2019, 14:59
206. @ nofreemen

Zitat von nofreemen
Liebe Leute, nicht vergessen, der Mann läuft über Wasser. Als erster Präsident der Weltgeschichte ist er mit einer Minerheit an Stimmen demokratisch als Prädident hervorgegangen. Dieses Kunststückt macht ihm nicht so schnell einer nach. [...]
Immer etwas peinlich, Behauptungen in die Welt zu setzen, die man nicht überprüft hat. Abgesehen natürlich von Trump-Anhängern, die sind so etwas gewohnt.

Trump ist der fünfte US-Präsident, der mit weniger Stimmen trotzdem Präsident wurde. Der letzte vor ihm war George W Bush im Jahr 2000.

Die Behauptung, dass Trump über Wasser läuft, sprengt jeden Lachometer. Unfähigster Präsident in der Geschichte, nicht mehr und nicht weniger.

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altais 12.01.2019, 15:09
207.

Zitat von Promethium
Es geht um sehr viel Geld. Die mexikanischen Drogenkartelle nehmen in den USA zwischen 19 und 29 Milliarden Dollar pro Jahr ein![1] Das ist deutlich mehr als z.B. die gesamten mexikanischen Rohöl-Exporte einbringen. ($15.8B laut The Observatory of Economic Complexity) Der Mauerbau könnte diese Profite massiv gefährden. 1.CNN:Mexico Drug War Fast Facts "Mexican drug cartels take in between $19 billion and $29 billion annually from drug sales in the US." englisch Billion = Milliarde
Ja und? Warum nehmen die diese Summen ein? Googlen Sie mal Raymond Sackler und OxyContin. Und lesen Sie. Zum Beispiel:
https://www.newyorker.com/magazine/2017/10/30/the-family-that-built-an-empire-of-pain. Vielleicht verstehen Sie dann, warum Mexiko ganz leise die Idee äußert, die USA wären selbst schuld an der Krise. Und dass eine Mauer da irgendeinen Rückgang im Drogenschmuggel bewirken könnte, glaubt auch nur jemand, der Sprüche raus haut, wie: "Wheels are older than walls" (Trump). Mittelalterliches Denken. Damals hat man auch noch Mauern um Städte gezogen und den Feind raus gehalten. Spätestens mit der Erfindung von Kanonen waren Mauern obsolet. Oder?
.

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Marinus_Ladegast 12.01.2019, 15:24
208.

Zitat von supergrobi123
... Trump ist der demokratisch gewählte Präsident der USA, der gerade versucht, ein Wahlversprechen zu halten (ich weiß, kennt man hierzulande kaum). Auch Obama machte das einst, auch da gab es einen Shutdown, er wollte damals das heute als verfassungswidrig eingestufte Obamacare durchboxen. [...]
Wieso geht es eigentlich in manche Schädel einfach nicht rein, dass der Mauerbau auf Steuerzahlerkosten eben NICHT ein Wahlversprechen Trumps ist, sondern das genaue Gegenteil?

**Mexiko bezahlt die Mauer** - was ist eigentlich an diesem Satz so unglaublich schwer zu begreifen?

Und der Vergleich mit Obamacare hinkt an alles Ecken und Enden. Der "Affordable Care Act" wurde 2010 vom Kongress gebilligt und vom Supreme Court trotz mehrfacher Attacken durch die Republikaner immer wieder bestätigt.

Teile von Obamacare - und zwar der Passus über das "individuelle Mandat" - gelten allein deshalb als verfassungswidrig, weil die Republikaner mit ihrer Steuerreform von 2017 das Steuerrecht entsprechend abänderten. Zum Zeitpunkt des Zustandekommens waren sie legal, wie der Supreme Court wie gesagt deutlich kundgetan hat.

Obama hat also nicht irgendein durchgeknalltes Milliardenprojekt in einem wilden Egotrip durchgeboxt, sondern es handelt sich um ein vollkommen legal zustande gekommenes Gesetz, welches erst im Nachhinein in Teilen illegal gemacht wurde - und selbst dies wird von den Demokraten zur Zeit noch angefochten.

Try again.


Quelle zum individuellen Mandat: https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/usa-bundesrichter-texas-obamacare-verfassungswidrig/

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madameping 12.01.2019, 16:00
209.

Zitat von Theophanus
...eigentlich selbst reden? Dieser Hass, diese Arroganz....und Sie fühlen sich wirklich moralisch überlegen? Merken Sie nicht ganz tief innendrin, dass es vielleicht besser wäre abzurüsten und vom hohen Ross herunterzusteigen?
Da muss ich Sie korrigieren, denn das, was Sie als Arroganz und Hass bezeichnen, ist genau der Kern, um den es hier geht. Nicht der Forist/die Foristin sitzt auf dem hohen Ross, wie Sie behaupten, sondern er/sie erkennt und durchschaut vielmehr ein Spiel, ein böses Spiel, ein diabolisches Spiel - eben von jenen initiiert, die durch ihr Sprachrohr, Herrn Trump, jene bloßstellen wollen, die sie Elite nennen. Trump mag dazu nicht in der Lage sein, das zu erkennen, entweder durch fehlenden Verstand oder durch seine Verblendung, - andere, seine Manipulatoren und Strippenzieher sind es durchaus.
Doch eine üble Machenschaft zu durchblicken, ist definitiv KEIN Ausdruck von Arroganz.
Es tut mir sehr leid für Sie, wenn Sie das als arrogant bezeichnen.
Wenn hier überhaupt jemand auf dem hohen Ross sitzt, um mit Ihren Worten zu sprechen, dann Trump und seine Manipulatoren. Und nochmals; wenn Sie das nicht erkennen, unabhängig davon, was Sie von Trump halten, tut es mir sehr leid für Sie.

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