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Trump und der US-Abzug aus Syrien: "Der Feind kriegt die Stimme"
REUTERS

Mit seinem Syrien-Abzug sagt Donald Trump dem außenpolitischen Establishment in Washington den Kampf an. Doch der US-Präsident verärgert auch Verbündete - und womöglich einen Teil seiner Stammwähler.

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archivdoktor 14.10.2019, 16:49
1. Richtig

Zwischen zwei Tweets über das Gouverneursrennen in Louisiana platzierte Donald Trump am Wochenende seine außenpolitische Botschaft: "Die endlosen Kriege müssen enden!" Finde ich total richtig - diese endlosen Kriege im Nahen Osten, mit Millionen Flüchtlingen, müssen m. E. aufhören. Und wenn die Europäer das anders sehen, sollen sie dort eingreifen und ihre Soldaten an die syrisch-türkische Grenze schicken. Unsere moralische Entrüstung über den Rückzug der Amerikaner ist heuchlerisch - wir sitzen moralisch mit dem gehobenen Zeigefinger ganz oben und möchten, dass die US-Soldaten die Kastanien aus dem Feuer nehmen.
Gefragt ist jetzt unser Außenminister, der sollte zusammen mit anderen Europäern aktiv werden und versuchen, die Türken, Russen, Iraner, Syrer und alle anderen die da mitmischen, an einen Tisch bringen und ihnen die europäische Außenpolitik "näher bringen"....!

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timi_moon 14.10.2019, 16:50
2. Verlogenes Propagandageschwätz

Während er ca. 1.000 Soldaten an der syrischen Grenze abziehen lässt, die dort einen Schutz für mehr als 100.000 Menschen boten, lässt er 2.000 Soldaten in den Mittleren Osten, nach Saudi-Arabien verlegen. Damit die Saudis den Jemen schneller vernichten können?

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jsavdf 14.10.2019, 16:50
3. Ich sehe das etwas anders...

Es gibt viele Amerikaner, die dem Präsidenten folgen, egal ob Sie für ihn sind oder gegen ihn. Wichtig ist dass es um das Land geht.
Wenn der Präsident sagt, dass sie Krieg führen führen sie Krieg, wenn der Präsident sagt wir bleiben daheim bleiben die Amis daheim.
Das ist stark vereinfacht gesprochen, weil es die Dynamik der Diskussion in den USA unterschlägt, soll aber auf das Momentum des Amtes in dieser und anderer Diskussion hinweisen.

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simcoe 14.10.2019, 16:51
4. Europa in der Rolle der USA?

Wäre es nun nicht folgerichtig, wenn eine geeinte Europaarmee diese Aufgaben übernimmt und Verantwortung in der Welt zeigt. Geht die USA in eine Konflikt rein, dann wir gejammert, gehen sie wieder raus, dann noch mehr. Wir werden für unsere Verteidigung, die ggf. auch am Hindukusch stattfindet, deutlich mehr investieren müssen in Zukunft, ob wir wollen oder nicht. Ich würde mir wünschen, dass wir in Europa die Mittel hätten, die wir dann, wenn wir die Wahl haben, nie oder nur bedacht einsetzen müssen. Jetzt haben wir keine Wahl weil wir keine Mittel haben dazu und das macht uns zu einem schwachen Verhandler in der Welt.

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Actionscript 14.10.2019, 16:53
5. Auch wenn Trump sich mit dem Abzug....

....der Truppen aus Syrien keine Freunde gemacht hat, werden die Republikaner inklusive der Evangelikalen voll hinter ihm stehen. Sie haben gar keine andere Wahl, wenn die Republikaner auch nach 2020 den Präsidenten stellen wollen. Was Trump gefährlich werden kann insbesondere bei den Unabhängigen, ist ein Einbrechen der US Wirtschaft und in der Folge Arbeitslosigkeit. Die Wirtschaft ist der Aufhänger, der die Trump Wähler bei Stange hält. Man hört das auch immer wieder in Gesprächen.

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Bohrwurm 14.10.2019, 16:57
6. Im Gegenteil

Die meisten Stammwähler von Trump wissen gar nicht, wo Syrien liegt, geschweige interessieren sich dafür. Alles worauf die reagieren, ist, wenn US-Soldaten im Sarg zurück in die USA kommen. Das schlägt dann auf die Stimmung. Ob die USA indes in Syrien um die Wüste dort mitkämpfen ist diesen "Stammwählern" wohl egal, im Gegenteil.

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Allein-Unter-Welpen 14.10.2019, 16:58
7. Von den 50 Mio. US$ hilfe fuer verfolgte Christen etc.

haette man aber auch berichten koennen.
Abgesehen davon: Trump wurde 2016 WEGEN seines Versprechens die Truppen wieder nach Hause zu bringen gewaehlt.
Und anscheinend will man hier in Deutschland nicht wahrhaben das er dafuer auch Unterstuetzung vom Lager der Dem-Waehler - insbesondere ehemaliger Bernie-or-Buster - bekommt!
Die Demokraten jenseits Tulsi outen sich gerade wieder mal als Falken - da ist die naechste Wahlniederlage vorprogrammiert.

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claus7447 14.10.2019, 16:59
8. Trump hat die Büchse der Pandora geöffnet ....

Ohne jegliche Abstimmung - Entscheidung aus dem Bauch! Die USA sind geographisch weit weg - Europa ist nah!

IS wird wieder installiert! Allerdings hat auch Europa zu lange gezögert sich um ihre eignen "Staatsbürger" zu kümmern! Den Preis den Europa zu bezahlen hat wird hoch sein! Aber Trump wie Erdogan müssen dafür zur Verantwortung gezogen werden!

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kleinsteminderheit 14.10.2019, 17:00
9. Unerklärlich

Endlich lag Amerika mal richtig mit einer seiner Militärinterventionen. Nicht nur irgendeine Regierung, sondern die gesamte Bevölkerung des Gebiets begrüßte die Anwesenheit der GIs. Die USA kämpften mit tapferen und fähigen Alliierten und nicht wie in Afghanistan mit einer Soladateska die zum Kampf getragen werden muss. Noch dazu gab es sogar noch übereinstimmende Werte. Demokratie, religiöse Toleranz, gelebte Gleichberechtigung. Und das alles wird ohne Not aufgegeben?

Welche Motivation liegt vor, wenn Trump sogar seine eigenen Parteifreunde vergrault? Trumps Handeln ist nicht nur abseitig sondern selbstschädigend. Er handelt wie fremdgesteuert..

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