Forum: Politik
Trump und die Neonazis: Amerikas Geisterstunde
REUTERS

Mit zwei Tagen Verspätung und nur unter Druck hat Donald Trump die rechtsextreme Gewalt von Charlottesville doch noch verurteilt. Dabei weiß man längst, auf wessen Seite er steht.

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cipo 15.08.2017, 12:40
130.

Zitat von Beat Adler
Kein Praesident der USA kann ohne Kongress einen Krieg beginnen.
Kann er sehr wohl. Laut der Internetseite des US-Senats hat der Kongress das letzte Mal 1942 formal einen Krieg erklärt. Aber wieviele Kriege haben die USA seitdem geführt? Laut der War Powers Resolution von 1973 darf der Präsident "die Entsendung von Soldaten in einen Krieg ohne Mitwirkung des Kongresses nur gemäß einer Kriegserklärung auf Grund eines Gesetzes oder eines nationalen Notfalles befehlen, der einen Angriff auf die Vereinigten Staaten, ihrer Territorien oder Besitztümern oder ihrer Streitkräfte darstellt." Allerdings muss er innerhalb von 48 Stunden in jedem Fall den Kongress konsultieren. Trump machte davon sogar schon Gebrauch, als er den Militärflughafen asch-Schaʿirat in Syrien bombardieren ließ.

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epicur 15.08.2017, 12:41
131.

Sein Vater war Anhänger des KKK. Birtherism. Central Park 5. Mexikanischer Richter unfähig: Mexikanische Vergewaltiger.
Wer hat Zweifel an seinem Rassismus.
Eine Konstante eines verkommenen Lebens.

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tsitsinotis 15.08.2017, 12:43
132. Dass Kamerad Trump, wenn auch widerwillig,

öffentlich Rassismus verurteilt, wird die Wut der Nazis nur noch anstacheln. "Verrat" ist für Rechtsextreme das schlimmste Verbrechen. -- Gut eingefädelt, Stephen Bannon und wohl auch Jeff Sessions.

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nasodorek 15.08.2017, 12:48
133. Der Artikel

Zitat von Ohnesorg77
ist eine Hetzschrift - sie ist schon auf sprachlich-formaler Ebene so aufgesetzt, mit ihren pseudo-objektiv aufzählenden Halbwahrheitsbilanzen bezüglich Donald Trump. Journalisten, die sich so gebärden, wie es der Autor tut, haben ihren Beruf verfehlt, sie sind lediglich Manipulatoren mittleren Formates. Zur Sache: Trump hat sich korrekt verhalten, als er die Gewalt auf allen Seiten verurteilte. Offensichtlich ist Gewalt von rechtsradikalen Demonstranten sowie von Gegendemonstranten ausgegangen. Die Lage ist trotz des geistesgestörten Autofahrers weniger eindeutig, als sie scheinen mag.
ist kein Artikel, sonder ein Kommentar (Das steht auch dick drüber) und enthält daher die Meinung des Autors.

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Beat Adler 15.08.2017, 13:06
134. Wie war das nochmal? Hillary stimmt fuer und Obama gegen den Irakkri

Zitat von cipo
Kann er sehr wohl. Laut der Internetseite des US-Senats hat der Kongress das letzte Mal 1942 formal einen Krieg erklärt. Aber wieviele Kriege haben die USA seitdem geführt? Laut der War Powers Resolution von 1973 darf der Präsident "die Entsendung von Soldaten in .....
Wie war das nochmal? Senatorin Hillary stimmt fuer und Senator Obama gegen den Irakkrieg 2003-2010? Warum brauchte Bush jun. wohl die Zustimmung des Kongresses, wenn es auch Ohne geht? Das
war auch nicht 1942 (in Wirklichkeit war es schon 1941) sondern 2003.

Kein US Praesident kann einen Krieg beginnen ohne Zustimmung des Kongresses. Kein General wird ohne eine solche Zustimmung seine Truppen in den Krieg befehlen. Wenn er es trotzdem tut, bricht er das Gesetz. Es kann auch kein Praesident der USA einen Ersteinsatz einer Atombombe durchfuehren ohne Zustimming durch den Kongress. Trump kann es befehlen, aber seine Soldaten werden den Befehl nicht umsetzen.

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madameping 15.08.2017, 13:07
135. Ja, aber was soll die Welt tun? Stillhalten??

Zitat von Europa!
Selbst seine glühendsten Anhänger werden zugeben müssen, dass Trump überfordert ist. Sein Vorgänger, Barak Obama war bei seinem Amtsantritt 48, körperlich topfit, hochgebildet und intelligent. Er hat mit Geduld, Scharfsinn und Unterstützung der besten Köpfe regiert, die Amerika aufbieten kann. Und doch besteht seine größte Leistung "nur" darin, dass er den Frieden bewahrt und Amerika zusammengehalten hat. Trump war schon über siebzig, als er Präsident wurde, er hat keinerlei politische Erfahrung, ist weitaus weniger gebildet und hat sein Temperament nicht im Griff. All die neunmalklugen Journalisten, die täglich Gift und Schimpfwörter über ihm ausschütten, sollten sich hüten, den alten Mann zum Äußersten zu treiben. Schon im eigenen Interesse - und dem ihrer Kinder.
Damit bestätigen Sie genau das, für das ihn die meisten halten: Für brandgefährlich. Mir drängt sich ein wenig der Eindruck auf, dass Sie, die Sie ihn offensichtlich ebenso einstufen, keineswegs aus dem Amt gejagt haben wollen (was natürlich juristisch keineswegs einfach ist und schon gar nicht von heute auf morgen geht), sondern dass Sie nach dem Augen-zu-und-durch-Prinzip denken. Das halte ich für eine Fehleinschätzung und für gefährlich, denn gerade, weil er so gefährlich ist, sollte man ihm auf die Finger gucken und gelegentlich darauf klopfen - sinbildlich gesprochen - denn sonst fühlen er und seine Rechtsaußengenossen sich umso mehr bestärkt, wie großartig sie doch sind - und wählen ihn wieder. Ganz ehrlich, ich zähle die Tage, bis er weg ist...

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ArRah 15.08.2017, 13:10
136.

Erstens ist das Thema des Artikels nicht Charlottesville sondern der Rassismus des POTUS. Wenn Sie das nicht als ein wichtiges Thema ansehen sondern als ein Thema mit dem von den "wirklich wichtigen Themen" abgelekt wird möchte ich ihnen als Demokrat und Humanist entschieden widersprechen.
Zweitens: 0,2% der Trump-Wähler? Haben sie irgendweine Vorstellung was grade in den USA abgeht? Ich habe kurz nach dem Charlottesville-Anschlag verschiedene rechts-konservative Seiten und Kanäle verfolgt. Die Kommentare reichten von "meine Mutter hat mir schon gesagt 'spiel nicht auf der Straße, sonst kann man umkommen'" bis zu "endlich bekommen die liberals was sie verdienen". Nein, so denken nicht alle Trump-Wähler aber ein signifikanter Prozentsatz.
Das Problem in solchen Situationen ist die Masse der weniger radikalen Unterstützer. Ähnlich wie bei den Muslimen sind nicht die wenigen das Problem die aktuell zur Gewaltanwendung bereit sind, sondern die vielen Leute die das sehen und sagen "die kämpfen für die richtige Sache mit den falschen Mitteln." Wer sich in so einer Situation befindet neigt dazu jede Ausrede und Rechtfertigung die einem angeboten wird begierig aufzugreifen. Man landet dann ganz schnell bei "das sind doch gute Jungs, die mal über die Stränge geschlagen haben, aber man muss das auch verstehen, sie wurden ja massiv provoziert, die überzogenen Reaktionen von linker Seite die jetzt folgen sind das eigentliche Problem." Schon hat man zwei Seiten die nicht mehr in der Lage sind miteinander zu kommunizieren und dann ist es zum Bürgerkrieg nicht mehr weit. Es findet grade ein Kulturkampf in Amerika über die Deutungshoheit statt.
Mal meine Einschätzung die aus ca. 2h täglichem US-Medienkonsum entstanden ist: Ein gewaltsamer aufstand rechter Gruppen hätte jetzt schon locker 5% Beführworter in den USA (um ihren absurden 0,2% mal was entgegenzustzen). Das war vor 2-3 Jahren nicht mal die Hälfte. Es gibt einen weiteren Kreis von ca. 20% der Bevölkerung, die in einer Filterblase leben und ihre Informationen nur durch rechte Medien bekommen. Diese stehen auch nach dem Anschlag klar auf Seiten der rechten Gruppen in Charlottesville und ordnen die Geschehnisse entsprechend ein. Der Täten war ein verwirrter Einzelfall, die wahren Gewalttäter waren die linken Gruppen, Bilder von KKK-Mitgliedern werden nicht gezeigt, die Augen werden vor dem offensichtlichen verschlossen.
Aktuell auf Breitbart News die drei am weitesten oben plazieren Artikel über Charlottsville: 1. Trump beschwert sich über Fake News; 2. ein Artikel der darstellt, dass Planned Parenthood (die linke Gruppierung von Abtreibungsrechtlern) eigentlich rassisten sind und sich darüber aufregt, dass diese die rassisten in Charlottesville kritisieren; 3. Ein Artikel der kritisiert, dass eine Gründerin von Black Lives Matter sagt, dass "Hate Speech" nicht durch die Verfassung geschützt wird. Kein Artikel über die Anschlag, über die Opfer, über die rechten Gruppen. Fox ist übrigens nicht viel besser.

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mostly_harmless 15.08.2017, 13:14
137.

Zitat von Cochrane
ist ziemlich dämlich. Er beruft sich auf die Deutungshoheit der Linken in den letzten Dekaden, die aber immer mehr verlustig geht, und warum geht sie verlustig? Wegen solcher religiöser Artikel und der damit verbundenen zwangsläufig rekrutierten polarisierenden Opposition, die damit provoziert wird. [..]. Die Religiösität der Kritik basiert auf dem Glaubensbekenntnis der Linken, ethnische Mehrheiten schlecht, weil Täter, ethnische Minderheiten gut, weil Opfer, siehe Sioux am Standing Rock. [....]
Nun, REAL ist die Ursache der Deutungshoheit der DEMOKRATEN seit 1945 ganz einfach: Nachdem die Nationalisten im 20. Jahrhundert 2x einen Weltkrieg verursacht hatten, mit zig Millionen Toten, war dieser Irrsinn einige Zeit einfach nicht en vogue.
Und erst eine von beispielloser Ahnungslosigkeit geprägte Generation hielt diese schwachsinnige Ideologie wieder für eine gute Idee.

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gatopardo 15.08.2017, 13:17
138. Ihr Beitrag amüsiert mich,

Zitat von altais
Er hat auch durchaus positive Effekte bewirkt. Sein Auftreten hat mal aller Welt vor Augen geführt, wie Politik von Rechtsaußen aussieht. Ich glaube, dass deshalb in einigen westlichen Ländern rechte Strömungen Unterstützer verloren haben. In Holland, Frankreich, Deutschland hoffentlich auch und Großbritannien. Außerdem gefährdet er die Vormachtsstellung der USA. Ganz Südamerika hat er mit seinen Venezuela-Interventionsideen aufgebracht. China schärft seine Strategien, Putin wirkt ihm gegenüber geradezu moderat und intellektuell. Europa schaut sich nach neuen Bündnissen um. Wenn alles gut geht stehen die USA am Ende seiner Regierungszeit deutlich geschwächt als Welt-Führungsmacht da, ohne dass viel Blut geflossen ist. Außerdem, wann hatte man je die Möglichkeit einem US-Präsidenten direkt beim ... naja, Denken zuzusehen.
weil er genau meine eigene Meinung über die Situation widerspiegelt, in der wir uns durch diesen Präsidenten befinden.

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walter_e._kurtz 15.08.2017, 13:24
139. nicht zu früh freuen

Zitat von tsitsinotis
Dass Kamerad Trump, wenn auch widerwillig, öffentlich Rassismus verurteilt, wird die Wut der Nazis nur noch anstacheln. "Verrat" ist für Rechtsextreme das schlimmste Verbrechen. -- Gut eingefädelt, Stephen Bannon und wohl auch Jeff Sessions.
Den nicht gänzlich der Fähigkeit zum Denken beraubten Rassisten ist ja nicht entgangen, daß Trump sich - aus deren Sicht! - lediglich dem Druck des verhaßten Establishments und der MSM gebeugt hat.
Zu feiern hatten diese obskuren Gestalten in der jüngsten Vergangenheit schließlich eine ganze Menge, dank Trump.
Auch arbeiten Figuren, wie bsplw. Sessions und Bannon, immer noch erfolgreich (in deren Sinne!) am Abbau des Minderheitenschutz.
Es könnte also bloßes Getöse sein, während sie sich in ihren Kellern ins Fäustchen lachen...
Kritisch würde es dann - widerum mE - wenn sich Trump aus freien Stücken dazu hinreißen lassen würde zuzugeben, diese Spinner nur als Vehikel benutzt zu haben. Und eben das wird nicht passieren...

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