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Trump und die Neonazis: Amerikas Geisterstunde
REUTERS

Mit zwei Tagen Verspätung und nur unter Druck hat Donald Trump die rechtsextreme Gewalt von Charlottesville doch noch verurteilt. Dabei weiß man längst, auf wessen Seite er steht.

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epicur 16.08.2017, 06:46
160. Rassist

Wer daran noch Zweifel hat lügt sich an.

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annoo 16.08.2017, 09:41
161. Ein sehr guter Beitrag

Zitat von altais
Guter Präsident. Er hat auch durchaus positive Effekte bewirkt. Sein Auftreten hat mal aller Welt vor Augen geführt, wie Politik von Rechtsaußen aussieht. Ich glaube, dass deshalb in einigen westlichen Ländern rechte Strömungen Unterstützer verloren haben. In Holland, Frankreich, Deutschland hoffentlich auch und Großbritannien. Außerdem gefährdet er die Vormachtsstellung der USA. Ganz Südamerika hat er mit seinen Venezuela-Interventionsideen aufgebracht. China schärft seine Strategien, Putin wirkt ihm gegenüber geradezu moderat und intellektuell. Europa schaut sich nach neuen Bündnissen um. Wenn alles gut geht stehen die USA am Ende seiner Regierungszeit deutlich geschwächt als Welt-Führungsmacht da, ohne dass viel Blut geflossen ist. Außerdem, wann hatte man je die Möglichkeit einem US-Präsidenten direkt beim ... naja, Denken zuzusehen.
Das ist wirklich gut erkannt, was Sie da schreiben. Die Relativierer sind ja der Meinung, Trump wäre gar nicht so schlecht sondern würde nur von den Medien ungerecht gezeichnet und sie behaupten auch, die Trump-Geschichte würde nur genutzt, um von hiesien Problemen abzulenken. Das ist zwar von der Logik her ganz falsch, da die Medien ja nur berichten als Reaktion und unsere Politiker sich davon erst mal unberührt zeigen (nein, Frau Merkel twittert glücklicherweise nicht jeden ungefilterten Gedanken, der ihr in den Sinn kommt) - aber im Enddeffekt stimmt es natürlich, es wirkt sich positiv auf unsere Politiker aus. Neben einem Trump wirken Putin, Erdogan und Kim durchschnittlich und unsere Politiker können in neuem Licht erglänzen, ohne etwas dafür besonders viel tun zu müssen. Obwohl ich alles andere als CDU-nah bin, kommt mir Angela Merkel so wohltuend eloquent und diplomatisch vor (ist sie ja auch), dass ich zum ersten mal in meinem Leben für eine Sekunde lang überlegt habe, ob sie nicht doch mein Kreuzchen bekommt.

Ihr letzter Satz "Außerdem, wann hatte man je die Möglichkeit einem US-Präsidenten direkt beim ... naja, Denken zuzusehen." ist genial - You made my day!

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Gruebel123 16.08.2017, 18:34
162. Nein, das ist kein Bericht...

Zitat von nofreemen
Stetige Wiederholungen und auflisten von Trumps Aussagen ändern nichts an den Problemen die der Präsident von seinen Vorgängern übernehmen musste. Es wurde zu lange alles verlogen und gedeckelt. Der heile Welt Gesang seiner Vorgänger war Populismus pur und fahrlässig. Aufarbeitung sieht anders aus. Es sind Berichte wie dieser die das Problem noch verstärken und Lösungen erschweren. Es mag daran liegen das die deutsche Brille eben doch noch zu beschlagen ist. Man duckt sich automatisch immer weg und schiebt Probleme ständig und lieber vor sich hin. Trump ist nicht bekannt dafür, sich nicht zu stellen, wenn es brennt. Wann und wie er das tut ist ihm alleine überlassen. Populisten haben immer schnell die passende Antwort parat, wie dieser Artikel zeigt. Und genau das erwartet man von Trump zu bekämpfen. Die Pronleme waren alle schon lange vor seiner Wahl da. Er wird dese nun zu lösen haben und ist als einziger in der Lage es zu tun. Sofern seine Gegner endlich ein Einsehen haben. Aber viele von denen sind gar nicht an einer Lösung interessiert. Im Gegenteil, man braucht solche Anlässe um sich in Position zu bringen, auf Kosten von Geschädigten. Probleme löst man nicht indem man mehr Probleme schafft. Und genau das tut dieser Bericht. Schade.
...sondern ein Kommentar. Damit darf der Autor sehr wohl zuspitzen. Aber er bewegt hier sich nicht im freien Raum, sondern liefert eine ganze Liste an Defiziten des Genies frei Haus.

"Probleme löst man nicht indem man mehr Probleme schafft." Einerseits: Ein Kommentar muß keine Probleme lösen. Andererseits: Ein Präsident sehr wohl. Warum hört Trump dann nicht auf, Probleme zu schaffen?

Wie viel Selbsthypnose muss man betreiben, um die Politik-Imitation dieses Menschen zu verteidigen? Um Probleme zu lösen, muß man sie erst mal erkennen. Und das Problem ist nicht Trump, sondern seine Anhängerschaft, mit der man sich darum streitet, ob 2+2=4 ist.

Die wahren Probleme (Legitimität von politischer Macht; Vermögens- & Machtkonzentration in den Händen weniger; Erhaltung der Ressourcen, die die Grundlage der Existenz der Menschheit bilden; Massstäbe für Respekt und Fairness innerhalb der Gesellschaft und zwischen den Völkern...) bleiben hinter der Nebelwand. So lachen sich die Kochs, deVos, Gates etc. ins Fäustchen...

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