Forum: Politik
Trump und die Verbündeten: Triumph der Scheinheiligkeit
REUTERS

Donald Trump ist zum ersten Mal als Präsident in Europa. Er wurde empfangen, als sei alles in Ordnung. Das ist eine politische Katastrophe.

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hojens 27.05.2017, 09:36
70. Trump hat gewonnen ???

Das bezweifel ich sehr-
Er schließt eine Waffenlieferung ab und der Papst gibt ihm eine Aufforderung zur Abrüstung.
Sicherlich sieht er das als Sieg, aber im Grunde hat er verloren. Na klar rafft der das nicht, aber eigentlich ist das egal - Er versaut sich die diplomatischen Beziehungen und er braucht Europa.
Es wird sichtlich schwerer für Ihn.
Auch Klimaabkommen - Tja schade- aber er wird auch hier mit den Konsequenzen rechnen .
Denn die Technologien werden nicht in der USA entwickelt sonder hier - also wird er irgendwann hinterherrennen, aber dann ist es zu spät.
Den Handel - tja schade aber na ja auch hier wird ein schmerzlicher Verlust für Ihn deutlich.
Er schießt die USA zurück . Verdienen wird er, aber unter was für Schaden anrichtet wird sich später zeigen .
Auch für die Reps.
Jeder ist seines Glückes Schmied

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keine-#-ahnung 27.05.2017, 09:37
71. Warum sich das "Erwachsene" bieten lassen?

Weil Erwachsene eher nicht dazu tendieren, Wunschträumen hinterherzujagen. Sondern ihren Familien eine sichere Existenz bieten wollen. In einer Welt die ist, wie sie ist. Das nennt man auf der grossen Bühne Realpolitik. Und Realpolitik heisst insbesondere für Europa, dass es sich nicht mit allen Grossmächten über Kreuz legen kann, dafür ist es selbst zu schwach. Und die dafür notwendige Stärke wird es m.E. auch nie haben - das ist wohl eher strukturell begründet. Weil es in Europa eben im Zweifel niemanden gibt mit der Autorität eines Präsidenten der USA oder Russlands, der in der Lage ist zu sagen "so Kinder, Ihr werdet Euch nicht einig, jetzt entscheide ich das." Und Erdogan wartet ja auch noch an der Südostkante.
Und da das so ist, wird Europa die "leadership" der USA tolerieren müssen, jetzt und in alle Ewigkeit, ob mit oder ohne Onkel Donald. Weil Europa sonst zerrieben wird - zwischen alten und neuen Blöcken.
Wie hatte das Westerwelle so schön formuliert? "Auf jedem Schiff, das dampft und segelt gibts EINEN, der die Sachen regelt ...".

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die-metapha 27.05.2017, 09:38
72.

Trump ist beratungsresisten - ihn an die "normalen Umgangsformen" erinnern zu wollen hat keinerlei Sinn.
Er wird von seinen Anhängern doch genau für dieses trotzig-rüpelhafte Auftreten geliebt - so wurde er doch gewählt, gegen dieses verhasste "Establishment" angehen.
Political Correctness wird zwar im Umgang mit ihm von anderen permanent eingefordert - er hingegen darf und soll ganz bewusst darauf verzichten. Trump wird sich mehr und mehr zur Persona non Grata entwickeln und damit die USA in die (politische) Isolation führen. Und letztlich liegt es an den Wählern in den USA selbst, wenn sie Trump weiter so gewähren lassen wie bisher.

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Harrue 27.05.2017, 09:39
73. Was ist denn mit Ihnen los?

Sie konstatieren richtig: "Donald Trump hat gewonnen, das lässt sich schon jetzt sagen, (...)". Es folgt ein Hassartikel.

Falls Sie es hier nicht gemerkt haben sollten: Trump ist Präsident der USA und als solcher nur dem Wohl seiner Bevölkerung verpflichtet. Eine ethische Verpflichtung, die den globalisierungsgeilen (d. h. jede Verantwortung wegschiebenden) europäischen Politikern längst abhanden gekommen ist.

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lies.das 27.05.2017, 09:39
74. Keepern cool - In vier Jahren ist er wieder weg.

Der macht sich auch in den USA mehrheitlich derart lächerlich, dass er nach der nächsten Wahl wahrscheinlich wieder verschwindet. Wie Berlusconi und andere Rüpel. In 10 Jahren ist auch er vergessen und nur noch ein Schandfleck der US-History. Solange können wir ja wohl noch abwarten und ihn ertragen. Die Schwarmdummheit seiner klotzköpfiger Wähler ist auch in unserer Demokratie zunehmend leichter möglich. Getriggert mediale Interaktionen.

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780 27.05.2017, 09:39
75.

Ist denn allen Europäern klar, was mit ihnen geschieht, wie sehr sie zu Vasallen von Trump werden?
Merkel sagt, es sei hart aber auch konstruktiv gewesen? Für wen, jedenfalls nicht für die Europäer.

"Trumpismus ist das Recht des Stärkeren, des Reicheren, es ist politischer Darwinismus, es ist der Triumph der Scheinheiligkeit und der Gier und der Lüge über die Demokratie."

Es geht nicht darum, einem Präsidenten das zu sagen, wenn man es auch gerne würde, es geht darum, ihm das in der Sache klar zu machen. Dass er mit seiner ganzen Stärke nichts ausrichtet, wenn er keine Partner hat. -Und es muss ihm klar gemacht werden, was Demokratie wirklich heißt, durch eine harte inhaltliche Verhandlung, die Stück für Stück die Sichtweise Trumps entlarvt.

Erst wenn dies geschehen ist, kann wirklich verhandelt werden, d. h. man muß mit solch einem Typen erst einmal auf Augenhöhe sein, das ist bis jetzt nicht der Fall.

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lars.manhof 27.05.2017, 09:40
76. Gut beschrieben

Dieser Artikel benennt mutig alles beim Namen, wie es ist und wie es war. Nur fehlt mir ein wenig, daß dem Rüpel nur Erfolg beschieden ist, wenn ihm die Umgebung bereitwillig aus dem Weg geht. Das ist auch eine Aktivität und ist aber auch eine falsche. Wir sind nicht verwandt oder verschwägert mit den USA, sondern müssen uns jetzt mit einer demokratisch gewählten anderen Seite, die wir nicht gewohnt sind, auseinandersetzen, statt dies immer weiter wegzulügen.

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spon-facebook-1440053692 27.05.2017, 09:40
77. Ja? Europa ist in der Tat zu schwach

Wenn bei einer Meisterschaft der Degenfechter plötzlich einer mit dem Vorschlaghammer auf die anderen los geht, dann sind sie erst mal hilflos. Wer sich nicht an die Spielregeln hält, ist meist erst mal im Vorteil.
Das Problem ist, dass es keinen Schiedsrichter gibt, der den Übeltäter vom Platz stellt - es gibt auch niemanden, der auf den Vorschlaghammer mit der Eisenstange antworten kann.
Insofern hat diese Gestalt auch ein Gutes: Sie hält dem Rest der Welt den Spiegel vor und zeigt uns, dass wir viel zu lange zugeschaut haben, wie aus den früher mal freien USA ein derartiges Machtmonster wurde.
So muss Europa langfristig lernen, nach dem Grundsatz zu handeln, dass es in der Politik keine Freunde gibt - es gibt nur Feinde, die manchmal einen Schafspelz über stülpen, wenn dies ihren Interessen dient. Und das gilt auch dann, wenn sich das Trumpeltier von selbst erledigt hat.

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noellechanhin 27.05.2017, 09:41
78. Alles unter den Teppich kehren

Alle Chefs Von Nationen Stephen vor ihm und schlucken alles. Er bekommt Das Gefuehl, Sieger zu sein. Ein guter Artikel, der feststellt, dass Eiropa zu passiv ist, dieser Marionnette gegenüber.
Trump will nicht den Tiefgang der Umstaende begreifen. Europa sagt nichts. Weil wir nicht zahlen wollen oder können?
Alles dreht sich um Geldmacht. Wir sollen nicht Maronnetten von einer sein.

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Ienz 27.05.2017, 09:42
79. Demonstranten?

Alles richtig, was die Politiker angeht. Aber wo war die Bevölkerung, wo waren die Massendemonstrationen? Bin ich zu naiv zu glauben, dass in Deutschland Millionen auf die Straße gehen würden, wenn Trump sich hier blicken ließe?

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