Forum: Politik
Trump und Europa: Spalte und herrsche
REUTERS

Donald Trumps Worte verunsichern die Europäer, und das zu Recht. Die Nato nennt er obsolet, der EU prophezeit er den Zerfall. In seiner Welt gibt es keine Verbündeten, nur Konkurrenten - und die gilt es zu schwächen.

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palavern 16.01.2017, 20:18
1. Was soll der Alarm?

Kaum twittert Trump etwas oder gibt irgendetwas von sich, schon wird in den Medien Alarm geschlagen. Politiker, die sonst nichts zum Profilieren haben, machen auch Alarm. Und die Wirtschaft verkündet ebenso Alarm. - Wie wäre es mal damit, den Ball ruhig zu halten. Sonst kommt es zur selbsterfüllenden Prophezeiung, für die es rückwirkend betrachtet es keinen realen Grund gab, ausser das alle wie die aufgeschreckten Hühner umher laufen und schreien, wenn Trump ein Windchen entweicht. Immer relaxed bleiben!

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tulius-rex 16.01.2017, 20:20
2. 35% Strafsteuer für BMW und andere

Bezüglich der angepeilten 35%igen Strafsteuer darf nicht vergessen werden, dass europäische Autos auf dem amerikanischen Markt zu Dumpingpreisen angeboten werden, um Marktanteile (Verkäufe) zu sichern. Diese kalkulatorischen Mindereinnahmen gleicht der deutsche Autokäufer (genannt Autonarr) durch überhöhte Preise im heimischen Markt aus. So gesehen kann man die Amis verstehen; sie wollen die Konkurrenzfähigkeit der eigenen Produkte erhöhen. Für deutsche Käufer könnten die Autos billiger angeboten werden, wenn solche Preisvorteile auch hierzulande angeboten würden. Verkäufe und Arbeitsplätze gingen dann halt in den überseeischen Fabriken verloren; das virtuelle trumpsche Beschäftigungswunder wäre mit der Schließung europäischer Autofabriken in den USA schon mal kleiner. Ob Herr Trump das bedacht hat?

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echoanswer 16.01.2017, 20:20
3. Warum

sollten sich 1000e intelligente Diplomaten und Wirtschaftslenker von diesem Geschwätz einschüchtern lassen. US-Konzerne leben zum größten Teil auch vom
Export. Der US-Binnenmarkt ist lächerlich klein.
Trump soll erstmal liefern. Noch redet er nur als Nochnicht-POTUS.

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Atheist_Crusader 16.01.2017, 20:20
4.

Ein Ende der NATO gäbe der EU nur einen Grund mehr, zusammenzuhalten. Nicht zuletzt weil genau der Faktor der eine bessere militärische Zusammenarbeit bisher blockiert hat - namentlich die Briten - demnächst wegfallen wird.

Dass das Imperium von Trumpistan dazu auch noch die Beine für Russland breit macht, verstärkt das Ganze nur noch. Wenn die ganze Welt durchdreht, dann tut man sich lieber mit den Nachbarn zusammen - die man vielleicht nicht so super leiden kann, aber zumindest keine Angst vor ihnen hat.

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K:F 16.01.2017, 20:21
5. Jeder gegen Jeden?

Wenn die Strategie von Trump "Jeder gegen Jden ist" dann kann es für die EU nur "Alle für Einen" geben. Die 27 Musketiere. So schwer das auch fallen mag aber das scheint eine Möglichkeit zu sein, in der EU an einem Strang zu ziehen.

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Benjowi 16.01.2017, 20:21
6. Hausgemachtes europäisches Problem!

Letztlich haben die Europäer an ihrer relativ mißlichen Lage selbst schuld. Die einen sind reform- und beratungsresistent und wollen unhaltbare Privilegien nicht antasten-als Beispiel können die Staaten des sogenannten Club-Med gelten. Dort werden Arbeitnehmer lieber arbeitslos als-wie in Frankreich-z.B.von der 35-Stundenwoche zu lassen. Das führt zu wirtschaftlicher Schwäche, die man ausgerechnet mit Nationalismus bekämpfen will. Die anderen sind ideologiegetrieben und nationalistisch-als Beispiele können die östlichen Mitgliedsstaaten gelten- und treten die Grundlagen der Demokratie mit Füßen. Fast allen fehlt neuerdings aus kleinkarierten nationalistischen Motiven der Drang zur Einigung. Von den unsäglichen Brexit-Ruderversuchen erst garnicht zu reden. Damit werden alle jeweils einzeln zu leichten Opfern der großen Player wie USA, China oder demnächst Indien und 70 Jahre währende Einigungsarbeit wird geist- und hirnlos einfach weggeworfen. Militärisch und machtpolitisch drohen sie alle ohnehin zum Spielball zu werden, was insbesondere den östlichen Mitgliedsstaaten noch teuer zu stehen kommen könnte. Im Zeitalter der großen Serien und großen Märkte wirkt das Getue vieler europäischer Staaten wirtschaftlich ohnehin einfach nur noch lächerlich. Man könnte meinen, in Europa sei die Lust am Weg in die Bedeutungslosigkeit ausgebrochen!

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aleamas 16.01.2017, 20:25
7. Nennen wir die Dinge beim Namen

Trump ist ein Feind Europas. Die USA unter ihm werden Europa verraten und bekämpfen. Eben solches ist von Großbritannien zu erwarten - wobei man im UK allerdings noch feststellen wird, dass ein Deal mit Trump noch lange nicht bedeutet, dass davon etwa die britische Wirtschaft ihre chronische Ineffizienz überwinden würde oder die massive Überschuldung des UK bekämpft würde.

Trump hat Europa den Wirtschaftskrieg erklärt. Und es ist nicht ausgeschlossen, dass er da noch lange nicht halt macht.

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coz 16.01.2017, 20:30
8.

Er scheint TTIP und Globalisierung tatsächlich zu bekämpfen. So wie viele Demonstranten in Deutschland, ein Interessenvertreter von Attac und co. sozusagen. Europas NATO-Staaten bleiben ständig unterhalb der NATO-Verpflichtung an Verteidigungsausgaben. Merkel hat den Zerfall Europas (Brexit) mit ihrer Hippie-Politik (Briten) aktiv herbeiregiert in typisch deutscher Naivität. Diese Hysterie in Deutschland, weil mal jemand ein paar Dinge beim Namen nennt, köstlich.

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Freidenker10 16.01.2017, 20:30
9.

Ich jedenfalls bin gespannt was passieren wird wenn Trump Präsident ist. Klingt vielleicht blöd, aber mir gefällt es dass da einer mal lospoltert und nicht nur Worthülsen von sich gibt wie unsere Politiker. Ich kann das political correctness Gerede schon lange nicht mehr hören! Und wenn er was für seine Landsleute tun will, ist das doch ok! Wünschte unsere Politiker würden auch mal in die Niederungen der deutschen Bevölkerung schauen und nicht nur davon Schwadronieren wie gut es dem Land doch geht! Nach jahren der merkelschen Volkssedierung tut ein Trump(el) mal ganz gut!

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