Forum: Politik
Trump und Kim in Singapur: Die Vertrauensfrage
REUTERS/ Korea Summit Press

Damit sich US-Präsident Trump und Koreas Staatschef Kim in Singapur auf einen Deal zur Denuklearisierung einigen können, sind sie auf gegenseitiges Vertrauen angewiesen. Beide aber haben zuletzt Vereinbarungen gebrochen.

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Actionscript 09.06.2018, 23:07
1. Ein "Erfolg" der Verhandlungen....

...wird bis Ende November dauern. Das ist die Zeit, wenn die Mid-Term Wahlen in den USA stattfinden, die, wie sich alle einig sind, eine Beurteilung der Trump Politik sind. Von daher muss Trump jedenfalls scheinbar dieses Treffen mit Kim Jong Un als Erfolg verkaufen. Und von daher wird er auch zu einigen Zugeständnissen bereit sein. Dieses Mal sollte man sich nicht so sicher sein, ob Nordkorea alleine die Verträge bricht. Es kann auch durchaus sein, dass nach November die Verträge für Trump nicht mehr gut genug sind oder irgend ein Grund gesucht wird, die Verträge zu kündigen. In jedem Fall soll es wie ein Erfolg für Trump aussehen. Der Schuldige, falls es später schief geht, wird in jedem Fall auch immer die andere Seite sein.

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gandhiforever 10.06.2018, 00:07
2. Erfolg garantiert

Wenn man das, was man aus Nordamerika und Nordkorea so hoert, betrachtet, dann kann/muss das Treffen ein Erfolg werden, denn beide Seiten wollen den Erfolg herbeireden.

Bei der Umsetzung wird sich dann zeigen, dass Herbeireden nicht reicht. Jede Seite wird von der anderen Seite erwarten, zuerst ihren guten Willen zu zeigen.

Und, sollte es trotz aller Widrigkeiten (z.B. Scharfmacher Bolton) doch zu einen echten Ergebnis kommen, dann sollte man Moskau gratulieren. Denn Putin hat gute Beziehungen sowohl zu Kim als auch zu Trump.

Und, ich kann es mir nicht verkneifen, ein eindeutiges Indiz fuer Erfolg waere z.B. eine Ankuendigung, dass in Nordkorea ein Trump-Tower und ein Trump-Golfplatz geplant seien.

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hileute 10.06.2018, 00:36
3. Kennlernabend

mehr kann man von diesem Treffen nicht erwarten. Ein Erfolg wäre es wenn einige Grundlagen für ein weiteres Treffen gelegt werden könnten, da müsste aber vor allem Trump auch einige Versprechen, z.b keine Militärmanöver in der Region, geben, was ich für sehr unwahrscheinlich halte

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henry.miller 10.06.2018, 00:36
4.

Was für ein Vertrauen soll es hier geben? Ein Diktator, der per se keine Menschlichkeit in sich trägt und ein eitler Pfau und Chauvi, der sein Glück kaum fassen kann, Präsident zu sein

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Valis 10.06.2018, 01:36
5. Seriöse Berichterstattung?

In diesem Bericht bleibt unerwähnt das sehr wohl auch die USA für das Scheitern einiger dieser Deals verantwortlich waren.
"Dann kamen Provokationen aus Nordkorea die Trump veranlassten den Gipfel abzusagen"
Was kam denn zuvor aus den USA? "Man könnte mit Nordkorea auch das Modell Lybien machen".

Das war an Arroganz, Feindseligkeit und Überheblichkeit kaum zu toppen!
Nein, die USA steht Nordkorea im nix nach! Warum entscheiden die USA eigentlich wer auf dieser Welt eine Atombombe haben darf und wer nicht? Wer ist denn der einzige Staat auf dieser Erde der diese Bombe je auf Städte detonieren lassen hat und tausende unschuldige damit tötete.
Sollte man auch nicht vergessen!

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Fuxx81 10.06.2018, 01:49
6. Atomprogramm hinten anstellen

Kim wird sein Atomprogram nicht aufgeben solange er dann fürchten muss, dass die USA rüberkommen und ihn "demokratisieren". Deshalb muss zuerst Vertrauen gebildet werden. Eine Basis dafür wäre ein echter Friedensvertrag zwischen Nord- und Südkorea. Wenn man daraufhin vielleicht mal ein Jahr ohne gegenseitige Provokationen auskäme, könnte man weitersehen.

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nixblicker00 10.06.2018, 03:03
7. Choreografierte Koreagraphie

Korea hat so ziemlich die beste geographische Lage: Unmittelbar neben China in der Boomregion der Welt. Eine Region die für die US-Interessen - sowohl wirtschaftlich wie strategisch - äusserst interessant ist. The place to be, zumal die Bedeutung des nahen Ostens in den kommenden Jahrzehnten schwer gegen Null streben wird. Zumindest für die USA, denn Öl werden sie nicht mehr importieren.

Der Einfluss in Korea, Norden inklusive, sollte den USA hunderte Milliarden wert sein, viele. Uns natürlich auch, aber unsere Regierenden verstehen es vermutlich nicht und wenn schon, dann will Herr Kim unter den Rockzipfel der stärksten, also den der USA. Der eigentliche Gegner allerdings ist China. Für beide nebenbei und NK kann sich keineswegs mehr auf die frühere Schutzmacht verlassen.

Also werden die USA vermutlich die paar hundert Milliarden auf Nordkorea schmeißen. In Form von Geld statt Bomben. Wesentlich effektiver und billiger und alle Seiten bekommen, was sie wollen. Nordkorea wird mit atemberaubendem Tempo in die Moderne katapultiert werden und vermutlich innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahrzehnte zur weltweiten Spitze des BIP aufschließen. Günstigere Voraussetzungen kann es kaum geben.

Das bisherige Theater? Gut gespielt. Hier gibt es so unglaublich viel zu gewinnen, da muss der Weltöffentlichkeit und dem verknöcherten Militär in NK doch was geboten werden. Gut möglich, dass die bisherigen Bomben und Rakteten Nordkoreas bereits mit Hilfe aus den USA entwickelt und gebaut wurden. Es wundern sich doch alle, woher NK so plötzlich so viel Technologie beherrscht.

Ganz nebenbei hat Herr Kim sein Land und die Diktatur geerbt - eines der schwächsten Länder der Welt in der stärksten Region der Welt. Macht das Spaß? Man verstetze sich in die Lage: Was würde man tun?

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sven2016 10.06.2018, 04:53
8.

Auch das Treffen wird platzen, unabhängig davon, was Nordkorea anbietet.

Es sei denn, ein Trump-Golfplatz in Pyöngyang und billigere Produktionspreise für die Ivanka-Trump-Kollektion als in China sind drin.

Dann vielleicht.

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lars.manhof 10.06.2018, 05:20
9. Andere Meinung

Also, der wankelmütigste Staatenlenker ist ja wohl Herr Trump, siehe der Zirkus um G7.
Wenn das Jong Un verfolgt hat, wird das amerikanische Wunschdenken in Singapur sofort scheitern.
Warum sollte Jong Un seine Verhandlungsdruckmittel aufgeben, wenn Amerika keine einzige seiner 7000 atomaren Waffen abgibt. Ich bin sicher, daß Trump (zu Recht) mit leeren Taschen von Singapur nach Hause fliegen wird.

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