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Trump versus Teheran: Die Iran-Sanktionen wirken - genau das ist das Problem
LEADER OFFICE HANDOUT/EPA-EFE/REX

Irans Wirtschaft kollabiert unter den US-Sanktionen, das Volk ist verbittert - und auch beim Regime in Teheran zeigen die Strafmaßnahmen Wirkung. Allerdings nicht die erhoffte: Die Hardliner sind gestärkt.

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hugahuga 11.07.2019, 17:59
40.

Zitat von draco2007
Ach nein. Genau das sage ich seit dem Bruch des Abkommens durch Trump. Die Mullahs sagten immer: "Dem Westen kann man nicht trauen", die moderaten Kräfte im Iran hielten dagegen und hatten das Abkommen als Funken Hoffnung um endlich echtes Vertrauen zum Westen aufbauen zu können. Mit der Zeit wäre das Mullah-Regime von INNEN heraus gestürzt worden. Mit der Strategie, die Beat hier schon oft erwähnte. Studenten-Austauschprogramme. Holt die Iraner in den Westen, bildet sie aus und schickt sie zurück. Das wird Jahrzehnte dauern, sorgt aber für einen inneren Regime Change und nur der hat Bestand. Durch Trumps Hass auf Obama hat er das Abkommen einseitig, ohne Beweis, gebrochen und damit den Satz der Mullahs bestärkt. Man kann dem Westen NICHT trauen. Damit hat er sämtlichen moderaten Kräften die Grundlage geraubt. Und ein äußerer Feind, dafür eignet sich Trump sehr gut, lässt ein Land näher zusammenrücken. Funktioniert in den USA genauso wie im Iran. Damit hat Trump exakt das Gegenteil von dem erreicht, was er behauptet hat, das er ereichen will. Die Hardliner sind gestärkt und die Atombombe rückt viel stärker in den Fokus, gerade vor dem Hintergrund Nordkorea. Dümmer als Trump konnte man nicht agieren... Da kommt er nur mit Gesichtsverlust (zugeben, dass er einen Fehler gemacht hat) oder mit Krieg raus.
Stimmt alles - allerdings ist Trump nur die exzessive Puppe - die ausspricht und veranlasst, was die Strippenzieher im Hintergrund von ihr verlangen.

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BahnCard50 11.07.2019, 18:00
41. Kim hat es vorgemacht

So knackt man Trump: Hast Du keine Bombe, bist Du für ihn ein shithole country. Baust Du die Bombe, bist Du der Feind (und bekommst Sanktionen). Hast Du die Bombe, geht kannst Du mit ihm entspannt golfen gehen.

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maohan 11.07.2019, 18:00
42. Trump versus Teheran: Die Iran-Sanktionen wirken - genau das ist das P

Herr sydow Berichteübernahen Osten, wo Iran vorkommt sind Propaganda: Er kann sich um ein Visum bemühen und nach Iran reisen: Sätze wie:
1.Auf harte Sanktionen folgen gefährliche Provokationen. Sanktionen sind Seelenmassage, warum eigentlich böse sein: Sydow tauscht Ursache und Wirkung. Iraner wehren sich gegen jede art Provokation und Wirtschaftsterrorismus. Das ist das Recht von Iraner auch nach altem Testament: Ausgerechnet um Auge zahn um Zahn.

2. Der Zusammenbruch der Wirtschaft ist da" falsch, weit gefehlt. Dollar ist seit mehr als 7 Monaten stabil. Irans Wirtschaft ist nur um 35 % vom Öl abhängig. Iran ist zu einem Exportland für 350 Mil. Nachbar geworden. Dieser Handel kann Trump-Sanktionen nichts anhaben. Reicher Araber lassen sich im Irans Krankenhäuser behandeln. Iran hat Top Medizin. Die notwendige Material wird eben von den Araber geliefert.
Religiöse Stiftungen mit Milliardenvermögen: Das ist die andere Säule der Anttirump- Sanktionen. Deswegen ist Trump auch Böse auf diese Stiftungen. Diese Religiöse Stiftungen sind die grössten Investoren und beschäftigen Millionen von Menschen. Allein Mashad empfängt pro jähr 8 mil. Pilger, die Spenden, die Wiederum unterschiedliche Projekte realisieren und zwar auch durch Khtemolanbia. Khatemolanbia kann mit jedem Bauherr für Grossindustrie in Westen aufnehmen. Staudämme, Öl und Gasplatforme , Schiffs-, Strassen-, Eisenbahn und Tunnelbau sind das tägliche Brot.

Soviel Polemik und Unwissenheit bei Herr Sydof habe ich nur bei Bild Journalisten erwartet.

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iasi 11.07.2019, 18:00
43. Die Siftungen sind von den Sanktionen nicht verschont und

natürlich reagiert ein Regime unter Druck ganz so, wie man es z.Z. erlebt. Solche Aktionen, wie man sie von somalischen Piraten kennt, verdeutlichen doch in welchem Zustand sich das Regime befindet. Es gibt eigentlich auch nichts zu verhandeln: Der Iran darf nicht in den Besitz von Atomwaffen kommen. Schon das aktuelle Kräftemessen in Form der Anreicherung von Uran ist eine klare Grenzüberschreitung. Israel wird niemals zulassen, dass Iran die Möglichkeit erhält, waffenfähiges Uran oder Plutonium zu besitzen. Es ist aber gleichzeitig erbärmlich, wie die USA unter Obama den arabischen Frühling derart verraten haben und nun unter Trump die Regime in Ägypten und Saudi Arabien unterstützt. Und die Europäer? Sie streiten sich darum, ob man Bootsflüchtlinge nach Libyen zurückbringen kann, statt dort Bedingungen zu schaffen, die den Flüchtlingen Sicherheit und Versorgung gewährleisten.

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schoenneu 11.07.2019, 18:00
44. Die Geschichte endet anders

als der Bericht: Die Fortsetzung lautet mehr Radikalisierung gegen den Westen, neue Anschläge, Gegen-Bündnisse mit Russland und China... Trump glaubt vielleicht noch, sein Hardliner-Kurs sei dem Ausgleich eines Barack Obama überlegen. Die Quittung zählt die Welt.

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karlo1952 11.07.2019, 18:00
45. Aus Erfahrung sollten Politiker

eigentlich lernen. Endlose Sanktionen haben noch nie zu einem Einknicken einer Regierung oder eines Regimes geführt, sondern führen zu Gegenreaktionen. Das sieht man doch auch an Russland. Und die Bevölkerung sieht in den allermeisten Fällen nicht die eigene Regierung als den Schuldigen, sondern die welche sanktionieren. Und wenn jemand nichts mehr zu verlieren hat greift er zu den gewaltsamsten Maßnahmen. Aber das ist ja in der Politik völlig neu.

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PeaceNow 11.07.2019, 18:01
46. Leider führt nach den Totalfiaskos

in Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien nun auch das sinn- und hirnlose US Agieren und Agitieren gegen den Iran wieder zum Blow Back Effekt, Alias Bummerang.
Denn die USA und deren transatlantische Vasallen aus der NATO und EU, haben offenbar immer noch nicht verstanden das zwar auch viele Iraner die Mullahs nicht ausstehen können, gleichzeitig aber die Iraner große Patrioten sind und äußere Kriegsdrohungen, Sanktionierungen und Respektlosigkeiten rund um die ganze Farce des Atomabkommens, diese immer fester und enger zusammenschweissen und damit ausgerechnet wieder die Hardliner und Mullahs stärken.

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hugahuga 11.07.2019, 18:02
47.

Zitat von Newspeak
"Wahrscheinlicher sei eine Fortführung des Status quo, der zu einer wachsenden Isolation Irans führe, sagt Posch. "Das ist ein Schrecken ohne Ende für alle Beteiligten."" Die Frage ist, was denn die Alternative sein soll? Will man wirklich abwarten, bis Iran die Atombombe besitzt? Was glaubt man, wird dann Saudi-Arabien tun? Natuerlich werden diese auch nuklear aufruesten. Und Israel? Wird dem sicher nicht tatenlos zuschauen. Dann wird es ueber kurz oder lang ganz sicher zu einem Atomkrieg in der Region kommen. Die momentane Eskalation schliesst diese Gefahr nicht ganz aus, koennte aber doch das obige Szenario verhindern.
Nur zur Erinnerung - auch wenn mehrere Staaten die Atombombe besitzen - einen 2. Sieger wird es nicht geben. Gleichgewicht des Schreckens - nicht neu und schon gar nicht schön, aber es wird keine Erpressungen mehr geben können.

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estark 11.07.2019, 18:04
48. Südfrika

war glaube ich das einzige Land, bei dem Sanktionen zu einem Regimewechsel führten. Kuba, Nordkorea sind weitere Beispiele des Scheiterns.

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argumentumabsurdum 11.07.2019, 18:04
49. Eigentlich sollte bekannt sein...

... und sich auch mindestens bis ins Weiße Haus herumgesprochen haben, wie katastrophal der Gesichtsverlust in einer Kultur wie der persischen ist.
Trump will den Iran betteln sehen, alles akzeptierend, was er ihnen diktiert. Das funktioniert so aber nicht. Dem Iran muss eine Möglichkeit gelassen werden, mit erhobenem Kopf aus der Geschichte heraus zu kommen, nur durch Druck erreicht man gar nichts. Gesichtsverlust mag in unserer westlichen Gesellschaft nicht weiter tragisch sein. Aber in den Asiatischen und Arabischen Kulturen ist das extrem wichtig.

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