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Trump vs. China: Das nächste Pulverfass
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Noch bevor Trump als US-Präsident vereidigt ist, irritiert er China. In der Taiwan-Frage geht er auf Konfrontation, der Inselstaat steht zwischen beiden Weltmächten. Peking weiß das zu nutzen.

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Bueckstueck 06.01.2017, 00:01
50.

Zitat von thunderstorm305
Auf der einen Seite das demokratische Taiwan und auf der anderen das totalitäre System China. Da fällt es natürlich leicht Partei zu ergreifen. Der Westen wendet sich natürlich nach China.
Du würdest also wegen Taiwan in den Krieg ziehen?

Falls du es nicht wusstest, dass ist die ultima ratio in dieser Frage, denn China wird in der Taiwan Frage niemals auch nur einen Fussbreit nachgeben.

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Bueckstueck 06.01.2017, 00:04
51.

Zitat von StefanKomarek
Was hat denn der Besuch von Frau Tasu mir Donald Trump zu tun? Er ist doch bislang nur Präsident auf Twitter. Wenn diese oder nächste Woche ein US-Präsident irgendwelche Anweisungen an US-Behörden zu geben hat, Landeverbote oder so, wäre immer noch Obama Barack zuständig. Erst ab dem 20. hat Donald Trump wirklich das Recht, Befehle zu erteilen.
Der Tross wird aber nicht Obama besuchen sondern ein paar GOPler und Trump und zwar weil diese sie eingeladen hätten. Landeverbot kann nur die aktuelle Regierung erteilen, das ist richtig, aber wieso sollte sie? Sie kommen ja nicht zur Regierung auf Besuch...

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pietschko 06.01.2017, 00:04
52.

Zitat von seit1958
nicht richtig bewusst wie ein aufgeschreckter Drache reagiert. Für ihn wäre ein Blick in die Geschichte und das Selbstverständnis Chinas ein erster Schritt, die Rolle rückwärts ganz schnell in Betracht zu ziehen.
auch wenn china, aktuell sicher ein echter drache ist, so erklären sie mal, wo denn in der grschichte der drache seine zähne gezeigt hat? eigentlich lag er immer sehr schnell auf der seite.

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Bueckstueck 06.01.2017, 00:08
53.

Zitat von stefan.p1
Obama war auf dem besten Weg (verschuldet oder nicht) sich Rußland und China zum Feind zu machen. Rußland ua wegen der Krim und Syrien und China wegen den Südchinesischem Meer. Da erscheint es mir doch cleverer das sich Trump offensichtlich nur mit einem der beiden anlegen will. Das dahinter ein Plan steht glaube ich auch, denn China ist nun mal der größere wirtschaftliche Konkurrent während Rußland der vermeintlich militärisch Stärkere der beiden ist. Obama war auf dem besten Weg sich zwischen allen Stühlen zu setzten während Trump schon vor der Amtseinführung klar gesagt hat wohin die Reise geht. Und uns als Deutsche sollte es doch dreimal lieber sein wenn sich die USA mit China überwirft als mit Rußland.
Albern. Sowohl deine These zu Obama als auch die zu Donald.

Donald hofiert Putin aus Eigeninteresse, weil er in Russland schon seit Jahren Geschäfte mit Putins Oligarchen macht.

Und er zickt mit China aus Eitelkeit rum, weil ihm dort, genau wie allen anderen ausländischen Investoren, nur der Teppich ausgerollt wird, wenn er die Kontrolle über Investitionen aufgibt.

Das sind typische Donald Verhaltensmuster die er auch täglich per twitter zu zahllosen Themen mit oder ohne besondere Relevanz bestätigt. Einfach mal mitlesen...

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unumvir 06.01.2017, 00:10
54.

Trump hat, auch wenn seine Gegner dies nie eingestehen würden, ein sehr einfach nachvollziehbares Konzept.

Er setzt darauf, seine Verhandlungsposition dadurch zu stärken, dass er für sein Gegenüber schwer auszurechnen ist.


Im Geschäftsleben wie im Wahlkampf hat das für ihn bislang nicht schlecht funktioniert ... ob es in der Politik genauso effektiv ist, wird sich zeigen.
Es spricht jedoch a priori erst einmal nichts dagegen, dass es tatsächlich funktionieren könnte.

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Loso 06.01.2017, 00:11
55.

4: "Konfrontation um jeden Preis? Wer würde darunter am ehesten leiden? Das kleine Taiwan wahrscheinlich. "
Es ist die taiwanische Präsidentin, die zündelt, nicht Trump. Der tritt nur in die ausgelegten Fallen dieses Bruderzwistes. Auf Taiwan weiss man sehr gut, dass es auf absehbare Zeit nie zu einem Krieg oder alternativ friedlichen Wiedervereinigung kommen wird. Trotz des Grössenverhältinisses von David zu Goliath, würde sich China dort eine blutige Nase holen. Die Mentalität des modernen Chinas ist auch nicht mehr so, dass man gegen den Willen von 99% die Insel zwangsbeglücken wollen würde. Man hofft halt auf Wandel und Annäherung, beim unbedingten Aufrechterhalten der Anschluss-Option. Taiwan ist seit 1895 aber de facto vom Festland getrennt, wurde von Japan als Musterkolonie gehätschelt, hat während der kommunistische Ära in China eine eigene Entwicklung vollzogen.
Die Welt wird sich daran gewöhnen müssen, das Trump zu allem und jedem Twitter-Schnellschüsse raushaut, die ohne ernsthafte Folgen bleiben. Dass er nach dem Wahlkampfgetöse damit nicht aufgehört hat, lässt dies auch nach dem 20.1. naheliegend erscheinen. Er ist aber jemand der eine enorme Distanz zu militärischem Firlefanz hat. Seine neue Bewunderung für Generäle zeigt ja nur, wie fremd ihm diese Dimension das US-Weltschachspiels bisher war. Wer deshalb glaubt, der Mann würde jetzt auf einmal Spass an militärischen Muskelspielen und Regimechanges finden, bzw. dem Drängen dazu nachgeben, der wird sich noch erleichtert wundern, auch wenn deutsche Leitmedien das zynisch als "Rückzug aus der Verantwortung" oder Schwäche sprachlich pervertieren.

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five-oceans-buccaneer 06.01.2017, 01:09
56. Nationalistische Regierungsformen

Zitat von alpstein
schön wärs, aber China ist der Vorreiter einer neuen Regierungsform : die nationalistische Diktatur. Putin und die Golfstaaten machens nach, Türkei, Polen Ungarn stehen in den Startlöchern.
sind nur möglich mit der Mehrheit der Bevölkerung. Die mag es zum Teil geben bedingt durch die dumme, ungebildete und sehr einfache Bevölkerung, doch die intelligentere Schicht wandert ab und sucht alle Möglichkeiten, das Land verlassen zu können. Ich lebe in Polen und sehe dies tagtäglich und es rumort mehr und mehr und artet zu einem Bürgerkrieg aus. China und Russland sind bereits Diktaturen, die Türkei ist dran eine zu werden, hingegen in Polen und Ungarn bröckelt es und immer mehr. Alle diese von Ihnen genannten Staaten kränkeln im Innern gewaltig und es ist nur eine Frage der Zeit und entweder gibt es einen Knall (Bürgerkrieg) oder es biegt sich von selbst irgendwie hin. Die Investitionen bleiben aus, gerade vom Ausland, die Firmen wandern ab, das Geld verlässt diese Länder und das wirtschaftliche Chaos ist vorprogrammiert.

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christianu 06.01.2017, 01:10
57. Es geht um China und Taiwan, nicht um Trump

Ich habe beide Länder jeweils mehr als zehnmal besucht, und es steht außer Zweifel, dass die Entwicklung von Taiwan der von China weit voraus ist. Das betrifft nicht nur die Wirtschaft, sondern vor allem die Lebensumstände für die Bevölkerung im Lande. Die hier angesprochene Ein-China-Politik ist von Peking schon längst verwässert. Die Wirtschaftsbeziehungen sind intensiv, auch auch der Reiseverkehr zwischen den Ländern ist längst normalisiert. Nur westliche Fluggesellschaften sollen immer noch Taiwan nicht anfliegen. Peking möchte den USA verbieten, Politiker aus Taiwan in die USA einreisen zu lassen. Wer das für richtig hält, stellt wirtschaftliche Interessen über Menschenrechte.

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five-oceans-buccaneer 06.01.2017, 01:15
58. USA bashing

Zitat von mohsensalakh
Seit seines Bestehens hat USA sicher 10 Mal mehr unschuldige Menschenleben auf dem Gewissen als die Nazis und Stallin zusammen. Ob Obama oder Trump - was macht es für einen Unterschied? Die Folge der Mafia-Politik von Obama war über eine Million Tote in Irak und Syrien und über 50 Millionen, die in Not um ihre Leben fliehen müssten. Kaum sieht man Zeichen der Entwarnung und schon holen die Kriegsverbrecher aus USA den Säbel wieder raus. Pfui Teufel.
Da ist die Welt schuld da sie die USA immer wieder als Weltpolizist geholt hat. Die USA sollen dies einstellen und dann beginnt das Wehklagen und greade die, die jetzt hetzen, die werden am meisten heulen...

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humptata 06.01.2017, 01:15
59. Es ist nicht Trump, der da zündelt.

Zitat von Barath
Dieses Zündeln von Trump ist schon beunruhigend, aber weit weg. Daher ein bisschen Whataboutism: Wurden heute wirklich 2000 US-amerikanische Panzer in Deutschland angenommen und werden nun von der Bundeswehr nach Osten transportiert? Also die größte Truppenbewegung in Deutschland seit 1990, ganz unkommentiert von den Medien? Oder sind das "Fake-News"? Wegen "Pulverfass" und so...
Es ist Frau Tsai, die die Gelegenheit mit einem noch nicht ganz in die Geschäfte eingeführten politischen Neuling für ihre Ziele zu nutzen versucht.
Nun warte ich mal ab, ob es den Pekinger Diplomaten gelingt, den Neuen behutsam auf die richtige Schiene zu setzen.
Ob dieser Husarenritt der taiwanesischen Präsidentin positiv für "den kleinen Inselstaat" entwickelt, wage ich zu bezweifeln.

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