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Trump-Wähler: Es waren nicht nur alte, weiße Männer
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Frustriert, männlich, weiß - so sieht angeblich der typische Trump-Wähler aus. Aber ist das wahr? Tatsächlich stimmten auch Frauen im großen Stil für den Mann, der mit sexuellen Übergriffen prahlte.

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Pfaffenwinkel 12.11.2016, 19:51
1. Meine 40-jährige Nichte ist Amerikanerin

und lebt in Florida. Sie wählte Trump. Um hinterher zu sagen: "Das war ein Fehler, ich habe nicht richtig nachgedacht." Ich vermute, kein Einzelfall.

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yossariania 12.11.2016, 19:53
2. hallo,

es geht doch! Danke für einen Beitrag, der berichtet und das Berichtete auch gleich einordnet, ohne zu werten, zu moralisieren oder die Wähler zu beschimpfen.
Allerdings ist der Ankündigungstext wieder für die Tonne - kann es vielleicht sein, das der amerikanische Wähler ein anderes Verständnis davon hat, was ein sexueller Übergriff und was prahlen ist, und kann es vielleicht auch sein, das der Masse der Wähler das Sexualverhalten von Politikern so ziemlich egal ist, diese Tatsachen im Wahlkampf also keine entscheidende Rolle spielten?
Also spon, wenn wir uns auf das Niveau des Artikels un Zukunft einigen könnten, würde mich das sehr freuen!

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gunpot 12.11.2016, 19:58
3. Tja, manche

ladies mögen es heiß and for sure, Hillary hat auf die bevölkerungsreichen und strukturstarken
Staaten am Atlantik und Pazifik gesetzt und das Wählerpotenzial in dem weniger bevölkerten
Middle West unterschätzt bzw es nicht für entscheidend für das Endergebnis gehalten. Arroganz
muss bestraft werden!

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Beat.Adler 12.11.2016, 20:00
4. Miserable Stimmbeteiligung von knapp ueber 50%

Diese Wahl hatte eine sehr geringe Stimmbeteiligung von knapp ueber 50%. Anders ausgedrueckt ging diese Praesidentschaftwahl 2016 fast 50% der Stimmberechtigen am Allerwehrtesten vorbei. Jetzt ist das Geheule gross. Selber Schuld, wer nicht waehlt oder an einem Referendum teilnimmt, ist mit sich und der Welt und seinen Politikern und seinem Establishment in gluecklicher und seliger Einheit und Zufriedenheit tief und fest verbunden;-)
mfG Beat

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hotgorn 12.11.2016, 20:03
5.

Es hat ja auch gute Seiten das Trump dran ist. Ein Durchregieren von Clinton hätte die Demokratie einschlafen lassen und auch Sanders Anhänger die vielleicht Jünger sind als der laute Donald Trump hätten Clintons Letargie kaum ertragen. Noch etwas auch alte Männer sind meist mit alten Frauen liiert und die sehen das es ihrem Cowboy schlecht geht ;)

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noalk 12.11.2016, 20:08
6. Frauen und Trump: Noch eine Erklärung

Trump konnte bei weißen Frauen ohne College-Abschluss einen Stimmenanteil von 62% für sich verbuchen. Die folgende Begründung dafür klingt zunächst sexistisch: Unter diesen Frauen gibt es einen großen Anteil, der Trumps Verhalten gegenüber Frauen billigt (möglicherweise sogar wünscht?). Ist sie aber wirklich so abwegig? Wenn ja: Warum?

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ErichReichardt 12.11.2016, 20:11
7. Die Wahrheit!

Endlich hat auch mal der Spiegel die Wahrheit gesagt. Danke Spiegel es war höchste Zeit nach all dieser Hetze, Verdrehungen und Unwahrheiten!

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pressionist reloaded 12.11.2016, 20:11
8. Es ist ganz simpel ...

... die Wahl hat die Kandidatin verloren. Es gibt vieles, was Clinton zum Nachteil gereichte. Aber eines von enormer psychologischer Bedeutung wird scheinbar vergessen. Sie lebte mit einem Mann zusammen, der offensichtlich exakt so strukturiert ist, wie Trump. Hätte sich Frau Clinton damals nach der Lewinski-Affäre von ihrem Mann getrennt, wäre sie heutzutage eine glaubwürdige starke Frau gewesen mit Distanz zum System alter Männer. Sie hättte gewonnen.

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Global Citizen 12.11.2016, 20:17
9. Diese Wahl hat das Potenzial zum Skandal

Der Tenor, dass Trump nich nur alte weiße Männer sondern zu einem gewissen Grad auch weitere nach Alter, Geschlecht und Bildungsgruppen zu differenzierende Wählergruppen erreicht hat, ist offensichtlich. Es bleibt aber dabei, dass er er seine Swing-Wählerschaft im Gros bei der unteren weißen Mittelschicht und zum Teil bei weißen Arbeitern erreicht hat.

Aber das ist nicht der Punkt: Im Moment werden an den Ost- und der Westküste, insbesondere in Californien und Washington State immer noch Stimmen ausgezählt und der Vorsprung von Clinton bei der Volkswahl, dem "Popular Vote" könnte am Ende in den Millionenbereich gehen. Dann wäre klar, dass dieses antiquierte Wahlsystem des "Electoral College" nicht nur für einen Schönheitsfehler sondern für eine massive Verfälschung des demokratischen Wählerwillens gesorgt hat. Die Mehrheit der Amerikaner hat Hillary Clinton gewählt. Die Präsidentschaft wurde ihr gestohlen. In einem weit größeren Ausmaß als das in 2000 schon bei Al Gore gegolten hat.

Trump hat das System selbst als Disaster bezeichnet. Als Profiteur schweigt er dazu nun aber beredt.
Die Amerikaner lehnen des EC zu 2/3 ab und präferieren die Volkswahl. Wenn Trump es ernst meint, dann müsste er sich an die Spitze einer Initiative stellen, welche dem Volk die Wahl zurück gibt. Dem steht aber das republikanische Establishment entgegen.

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