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Trumps Afghanistan-Strategie: Minimaler Einsatz, maximales Risiko
REUTERS

In Katar verhandeln die USA seit Monaten mit den Taliban über die Zukunft Afghanistans, nun gibt es Fortschritte. Doch die Regierung in Kabul ist alarmiert - sie darf nicht mitreden.

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mansky 29.01.2019, 16:31
1. 17 Jahre 'War on Terror' hat noch mehr Terror gebarcht!

Anfänglich waren es überwiegend junge saudische Staatsbürger, die u.a. von Hamburg aus den Anschlag vom 11. September geplant und durchgeführt hatten. Afghanen waren keine unter den Terroristen von 09/11, doch Bush wollte unbedingt zuerst in Afghanistan einmarschieren, anschließend in den Irak und abschließend den Iran erobern. (Die Taliban waren zuletzt bereit, Osama aus Afghanistan auszuweisen.) Das war die wahre Absicht hinter dem Label 'War on Terrror' Wir wissen heute, und Afghhanistan ist ein Beleg dafür, dass der sog. 'War on Terror' nur noch mehr Terror produziert hat, Hunderttausenden das Leben gekostet und zu Flüchtlingen gemacht hat. Jetzt wird mit denen verhandelt, die kürzlich noch als Terroristen eingestuft und in Guantanamo festgehalten wurden. Die islamischen Fundamentalisten lachen sich doch über die USA schlapp, und sie wissen jetzt, dass sie am längeren Hebel sitzen. Wenn die USA den 'War on Terror' ernst meint, dann sollte sie die völkerrechtswidrigen Interventionen beenden und dem Regime in Riad und Doha den Garaus machen. Denn diesen Steinzeitregime haben wir es zu verdanken, dass der islamische Terror weltweit finanziert und gefördert wird, von den Philippinen bis USA. Aber solange die US Rüstungsindustrie mit diesen Ländern gute Geschäfte macht, werden diese Steinzeitmoslems an der Macht bleiben und weiterhin islamische Fundamentalisten finanzieren und fördern.

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Emderfriese 29.01.2019, 16:33
2. Nichts

Mal Trump beiseite - welche Alternativen hätte denn ein US-Präsident, das Afghanistan-Fiasko zu lösen? Es gibt nur die Möglichkeit des Verhandelns, an dessen Ende die Übergabe des Landes an die Taliban steht. Das mag gefallen oder nicht, aber was soll sonst geschehen? Ich seh da nichts...

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bürger_prollmann 29.01.2019, 16:36
3. Reden ist besser als schießen

Grundsätzlich sind Gespräche gut. Das ist das irrwitzige an jedem Krieg, wenn der "Blutzoll" (welch dämliches Wort - sicher erfunden von denen, die selber nur am Schreibtisch im Krieg waren) groß genug ist, redet man wieder miteinander.
Für die USA ist es mal wieder sehr dumm gelaufen. Einst hat man den heutigen Gegner ausgebildet, bewaffnet und stark gemacht. Damals hießen die Taliban noch Mudschahedin und wurden in den Medien als "Freiheitskämpfer" kommuniziert. Damals kämpfte man ja auch gegen die Russen und die damalige afghanische Regierung.
In diesem Land herrscht seit 40 Jahren Krieg. Eine ganze Generation ist dort aufgewachsen, ohne jemals Frieden zu erleben. Es wäre bitter nötig, alle Parteien an den Tisch zu holen um endlich Frieden zu schließen.
Letztlich löffeln die USA jetzt die Suppe aus, die sie sich vor langer Zeit selber eingebrockt haben.
Den Preis zahlen (wie immer) die Menschen im Land.

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mansky 29.01.2019, 16:38
4. Der afghanische Präsident..

ist von US Gnaden auf seinem Posten in Kabul. Er kann keine Forderungen stellen, und selbst die Afghanen würden ihn lieber heute als morgen wieder aus dem Amt jagen. Sein Gehalt und die Gehälter seiner ganzen Polizei und Militärtruppe werden von den USA bezahlt. Hinzu kommt, dass der aktuelle Präsident nicht mal vom afghanischen Volk gewählt wurde, sondern von John Kerry zum afghanischen Präsidenten gekrönt wurde. Für den Wahlsieger wurde ein neuer Posten des CEOs kreeiert, den es in der afghanischen Verfassung bis heute gar nicht gibt.

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oldman2016 29.01.2019, 16:41
5. Welche Strategie haben Heiko Maas und Ursula von der Leyen?

Für jeden getöteten Taliban werden fünf neue Afghanen geboren, Anders kann ich die Angabe, wonach das Durchschnittsalter der afghanischen Bevölkerung gerade einmal 10 Jahre sein soll, nicht interpretieren.
Militärisch sind die Taliban offenbar nicht zu besiegen. Nach 17 Jahre Einsatz ausländischer Truppen sind die Taliban nicht geschwächt und schon gar nicht eliminiert. Ganz im Gegenteil, bringen wieder mehr mehr Gebiete unter ihre Kontrolle haben. Damit wächst natürlich auch zunehmend die Gefahr für die Freiheit Deutschlands, die ja am Hindukusch mit zig Milliarden Euro verteidigt wird. Daher ist unausweichlich, die gesamte Bundeswehr zur Verteidigung der Freiheit Deutschlands nach Afghanistan zu schicken. Die Bundeswehr wird es den Amerikanern schon zeigen und ganz nebenbei natürlich auch den Russen, wie man erfolgreich kämpft. Das ist alternativlos. Natürlich wäre auch eine europäische Lösung, sprich ein militärischer Einsatz der gesamten EU wünschenswert, um die Freiheit Europas zu verteidigen. Aber die EU kann ja noch nicht einmal die Außengrenzen schützen und verteidigen.

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Fuscipes 29.01.2019, 16:46
6.

Nach über 40 Jahren Krieg kommt man zum Schluß, das war wohl nichts, dieses Desaster wäre vor fast 20 Jahren schon besser nicht weitergeführt worden. Verhandelt haben jetzt die USA und die Taliban, sonst niemand?
Grotesk.

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irobot 29.01.2019, 17:06
7.

Zitat von bürger_prollmann
Einst hat man den heutigen Gegner ausgebildet, bewaffnet und stark gemacht. Damals hießen die Taliban noch Mudschahedin und wurden in den Medien als "Freiheitskämpfer" kommuniziert.
Ach, was. Und warum haben im afghanischen Bürgerkrieg dann die Taliban gegen die Mudschahedin gekämpft? Ein bißchen sollte man doch schon differenzieren, gelle?

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HerrPeterlein 29.01.2019, 17:09
8. Und jetzt?

Der Afghanistankrieg war ja für die USA und Deutschland alternativlos, weil ja dort unsere Demokratie verteidigt wurde. Und jetzt? Es wurde gar nichts aus der Geschichte gelernt, Unmengen an toten Zivilisten und Soldaten später, enorme Geldausgaben hat sich was verändert? Außer das alles schlechter wurde durch noch mehr Waffen in diesem Pulverfass? Dieses Mal kann man nicht mal den Russen die Schuld geben. Also fällt das ganze Land bald an die Taliban und man muss diese anerkennen. Mittlerweile sind diese ja noch so etwas wie "gemäßigte" Islamisten, ohne sich irgendwie gebessert zu haben.
Es folgte später noch der Jemen, Libyen, Irak und Syrien. Im Iran und Venezuela stehen die nächsten Überlegungen eines gewaltsamen Militäreinsatz in den Überlegungen, was für ein Wahnsinn.

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g.eliot 29.01.2019, 17:13
9. Söldner nach Afghanistan

Wie man aus den Vorgängen auf Bezug auf den Shutdown ersehen kann, so legt Trump derart großen Wert auf die Äußerungen der ihm wohlgesonnenen Medien, dass er sich nach deren Kritik richtet. So z.B. beim Shutdown, zu welchem es nach seiner Zustimmung zum Budgetvorschlag erst nach einer bösen Kritik seitens ultrarechter Medien, u.a. Fox News kam.

Eventuell läuft es jetzt nach einem ähnlichen Muster in Afghanistan.
Fox News hat in einem Artikel ihm nahe gelegt, das Militär in Afghanistan durch Söldner zu ersetzen. Bisher folgt Trump also oft deren Rat, warum nicht auch diesmal?
Trump is right to withdraw from Syria -- He should replace US troops with private contractors
https://www.foxnews.com/opinion/trump-is-right-to-withdraw-from-syria-he-should-replace-us-troops-with-private-contractors

So könnte er seinen scherreichen Sponsoren evtl. einen Gefallen tun. Und das Geschäft bleibt auch quasi in der Familie, ist doch Betsy DeVos, seine Bildungsministerin, die Schwester des Gründers von Blackrock aka Academii.

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