Forum: Politik
Trumps Amerika: Day One
REUTERS

Donald Trump macht ernst: Schon am ersten Amtstag beginnt er damit, das politische Erbe seines Vorgängers auszuradieren: "Wir spielen nicht mehr rum".

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Proggy 21.01.2017, 12:33
290.

Zitat von Sommersprosse
und Arme werden ärmer. Das ist perfekter Nährboden für Revolutionen und Kriege. Man schaue in die Vergangenheit. Gar nicht gut.........
Man kann es auch so ausdrücken: Leistung lohnt sich wieder mehr, Arbeitsplätze im eigenen Land werden gefördert und eine unsäglich verstümmelte und kontraproduktive Obama-Care wird umgebaut.
Die, die das Land täglich mit Lebensmitteln und Waren versorgen, sind seine Wählerschaft - das tut den 'gelernten' Politiker zwar weh, wird aber die USA eher verbessern.
Man kann schon jetzt nach einem Tag sehen, was Obama alles nicht geschafft hat - wäre es gut gewesen, hätte es ihn überdauert.

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decathlone 21.01.2017, 12:35
291. Der meint das so...

Wir werden uns wohl daran gewöhnen müssen, die USA so zu kategorisieren wie Russland: aggressiv und chauvinistisch, eine ehemalige Weltmacht im Niedergang, die noch zusammenraffen will, was geht und ansonsten 'nach uns die Sintflut'. Wenn das dazu führt, dass die Europäer ihren Act endlich mal auf die Reihe kriegen, dann hätte das wenigstens etwas Gutes. Unheilvoll werden aber die Handelskriege zwischen allen Fronten sein. Großbrittanien hats ja auch schon vorgemacht: man trifft eine Entscheidung für sich selbst (Brexit) und wenn das Ausland nicht die Folgekosten tragen will, dann droht man mit einer Konfrontation auf wirtschaftlicher Ebene (Steuerdumping zur absichtsvollen Destabilisierung Resteuropas). Nichts anderes hat anscheinend auch Trump im Sinn. Vor hundert Jahren war sowas der Einstieg in den ersten Weltkrieg. Wenn man wirtschaftlich nicht genug PS auf die Strasse bringt, wie man möchte, oder die Konkurrenz fürchtet, gibt es ja immer noch das beliebte Säbelrasseln --- und dann genügt ein Funke und es knallt. Die Europäer haben bisher in der Rüstung gespart und es dafür in Kauf genommen, von den USA als Hegemonialmacht abhängig zu sein. Höhere Rüstungsausgaben als die abhängigen Länder sind nun einmal der Preis, den eine Hegemonialmacht zahlen muss. Wenn Europa jetzt auch noch die militärischen Abenteuer (im US-Fall in der Mehrzahl Dummheiten oder schlicht Verbrechen (Irakkrieg II) der Amerikaner finanzieren soll, ist es an der Zeit GI Joe im Konfettiregen zu verabschieden und nach Hause zu schicken.

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kleinbürger 21.01.2017, 12:35
292. interessen

ihr vorredner hat nicht behauptet trump wäre ein linker, sondern hat dargelegt, dass der linke-mainstream sich nie wirklich für die interessen der unteren schichten der bevölkerung interessiert hat sondern im gegenteil sehr gut vom kapitalistischen system lebt.

auf der einen seite kritisieren z.b. augstein und herr dietz das kapitalistische system kassieren aber für ihre anti-kapitalistischen kolumnen gutes kapitalistisches geld bzw. fühlen sich in us-amerikanischen kaderschmieden des kapitalismus pudelwohl.

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spiegelwatcher 21.01.2017, 12:37
293.

Zitat von Nonvaio01
haben Sie angst vor dem Frieden in Europa? Hat Trump gesagt das er Europa angreifen will? Erklaeren Sie bitte warum der Frieden in Europa in gefahr ist.
Den wiederholten Äußerungen DT´s zufolge ist ihm die EU und vor allem Deutschlands Erfolg als Wirtschaftsmacht ein Dorn im Auge. Es dürfte also nicht sonderlich schwierig sein zu verstehen, dass er eine Politik betreiben wird, die die EU schwächen und Deutschland entsprechend schaden würde. Aber ich gehe noch weiter. Das Szenario eines zweitens Jaltas ist heute wahrscheinlicher als man es je für möglich gehalten hätte. Die Kritik Trumps an der NATO hat diese nämlich eigentlich schon entmachtet. Damit liegt die Einladung an Russland, unserem Kontinent sein mafiöses, korruptes und freiheitsfeindliches Staatsmodell überzustülpen, bereits auf dem Tisch! Oder glaubt tatsächlich noch irgendjemand daran, dass Amerika bei einem Zugriff Russlands auf Europas Oststaaten für uns auch nur einen Finger krumm machen würde? Das Zerreißen des Kontinents und die daraus resultierenden Einzelstaaten mit ihrem aufkeimenden Nationalismus, der Übernahme der Kontrolle über Europa durch Russland (die hoffentlich niemals Wirklichkeit werden wird) gepaart mit den politischen, gesellschaftlichen und sozialen Unsicherheiten, die solche tiefgreifenden Umbrüche auslösen - denken Sie, dass das eher zu Frieden, Gerechtigkeit und Ausgleich führt oder eher zu Krisen, Unterdrückung und Rücksichtslosigkeit zwischen den Staaten? Flankiert von dem wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands, den der amerikanische Protektionismus und das Auseinanderfallen der EU ohne jeden Zweifel hervorrufen würde, wären alle Grundlagen geschaffen, um unseren Wohlstand, unseren Zusammenhalt, unseren seit über 70 Jahre währenden Frieden aus den Angeln zu heben.
Ich bin überzeugt davon, dass Trump seinem eigenen Land mehr schaden wird als unserem, aber der Unterschied im jeweiligen Grad der Zerstörung wird marginal sein.

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reflektiert_ist_besser 21.01.2017, 12:37
294. Unterschied zwischen Diagnose und Therapie

Zitat von wahrsager26
Wer von den werten Foristen hat Amerika monatelang bereist (nicht shoppen in New York ist gemeint),wer kann etwas über die Lebensbedingungen,Infrastruktur Aussagen ?Mein eigener Aufenthalt liegt leider zu lange zurück und ist nicht mehr für Beurteilungen der Lage dort,relevant.Mir kommt es nämlich mal wieder so vor, als ob ideologische Grabenkämpfe wichtiger sind!!Mr Trump hat wohl Recht ,wenn er sagt:In Amerika ist vieles sehr verkommen....Wjr sollten uns anstrengen,dass wir nicht eines Tages ähnliche Zustände bekommen.....und jetzt nicht sagen,das sei an den Haaren herbeigezogen!Danke
sie verwechseln, bzw. vermischen Diagnose und Therapie.
In der Diagnose, in der Beschreibung des Ist-Zustandes sind wir nahe beisammen, da kann es auch nicht viele andere Meinungen geben. In den USA ist vieles an Infrastruktur verkommen und genug andere Probleme sind da. Keine Frage, kein Dissens.
Der große Unterschied besteht doch in der Therapie. Und das unabhängig von den offensichtlichen, persönlichen Defiziten des Trumpeltiers. Seine Therapie ist halt grundlegend falsch. Protektionismus als Beispiel schadet vor allem dem kleinen Mann, Trump selbst wird da nicht ärmer werden, keine Sorge. Er leugnet den Klimawandel, er nimmt Wallstreet-Vertreter direkt ins Kabinett, will die Finanzmarktregulierungen zurückdrehen (und die waren sowieso schon zu schwach), usw. usf.
Die Auseinandersetzung mit seiner Persönlichkeit ist das eine, die viel dramatischere Auseinandersetzung bezieht sich auf seine Inhalte, und da muss es einem genauso schlecht werden.

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wahrsager26 21.01.2017, 12:39
295. An Listkaefer. Nr2€3

Das üble aber ist:Europa hat sich bisher nur selbst ruiniert und wird demzufolge,so wie Sie hoffen,nicht in der Lage sein,sich zu emanzipieren von Amerika.Warum sollte Me Trump mit uns verzogenen Deutschen nachsichtig sein?Haben wollen wir viel(NATO), zahlen aber nicht .Und überhaupt :Bw? Wie sieht es da aus? Als Präsident,auch für die deutschen Reden.....würde ich 'einbestellen'..und gar nichts weiter! danke

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redwed11 21.01.2017, 12:43
296.

Zitat von Kein Gutmensch
Kann man so sehen . Dann sollte man verlangen, dass Parteien keinerlei Wahlversprechen machen dürfen. Ein Beispiel habe ich gebracht. Weitere hab ich genügend. Das ist noch keine Sippenhaft, aber schon systembedingt. Und genau DAS untergräbt die Demokratie. Und ja, Politik und viele Medien sind eine Parallelgesellschaft abseits der Bevölkerung, die das systembedingt mitträgt und dadurch immer unglaubwürdiger wird. Und das Geheule jetzt, nur weil jemand (unabhängig davon, ob er es schafft oder schaffen will oder ob das gut ist) tatsächlich in seine ersten Rede nicht alle Wahlversprechen einkassiert, das IST ein erschreckendes Welt-, Menschen- und Gesellschaftsbild. Und nein, eine Diktatur ist nicht die bessere Lösung. Eine gewisse Haftung würde genügen (und dazu sicher auch zusättzlich Projekte wie S21, BER, Elbphilharmonie etc. verhindern oder auf ein erträgliches Maß verbilligen)...
Sie scheinen die Demokratie nicht verstanden zu haben. Wahlversprechen sind Absichtserklärungen der Politik für die Zukunft. Das nicht alle Wahlversprechen eingelöst werden können, liegt daran, dass z.B. in diesem Land keine Partei allein regieren kann und daher Kompromisse eingegangen werden müssen. Kompromiss bedeutet auch, an den eigenen Forderungen und Wünschen Abstriche zu machen. Denn nicht alle wünschbaren Projekte lassen sich mit einem politischen Partner auch durchsetzen.
Kommen Sie endlich in der demokratischen Realität an, denn nur Diktatoren müssen keine Kompromisse machen.
Auch ein Trump wird Kompromisse machen müssen, wenn er in der Realität ankommt oder er wird grandios scheitern.

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hapeschmidt2 21.01.2017, 12:43
297. BIP`s

Zitat von demokritos2016
Ich habe mich zwar zu unklar ausgedrückt, weil ich den Anteil am BIP meinte. Prozentual betrachtet ist Russland eines der bei Militärausgaben führenden Länder. 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) fließen ins Militär. Die USA geben 3,5 Prozent ihres BIP für die Streitkräfte aus.
BIP`s schießen nicht. Das machen Waffen.

Ein Beispiel: Sie verdienen 100 € und kaufen sich für 50€ ein Luftgewehr. Ihr Nachbar verdient 100.000 € und kauft sich 10 Sturmgewehre eine Panzerfaust und 25 Handgranaten für insgesamt 10.000 €.

Glauben Sie, dass Sie mit ihrem Luftgewehr eine größere Bedrohung sind als ihr Nachbar weil Sie 50% Ihres Einkommens für Waffen ausgegeben haben und ihr Nachbar nur 10%?

Wohl kaum.

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zeisig 21.01.2017, 12:43
298. Dieses Gejammer ist ja furchtbar.

Laßt uns doch alle in Ruhe abwarten, was passiert. Man könnte ja meinen, die Welt geht unter.

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7-zwerge 21.01.2017, 12:47
299. Und was ist jetzt mit TTIP?

Keine Begeisterung mehr? Was waren unsere Politiker, allen voran Merkel und Gabriel, so überzeugt von TTIP. Und jetzt: Stille, kein Wort. Die Gefahr, dass ein Wechsel in der US-Politik der EU-Wirtschaft massiv schaden könnte, wollte kein Politiker sehen. Im Gegenteil, jede Kritik wurde abgebügelt. Über die sogenannten Schiedsstellen hätte Trump der EU gezeigt, was er von Umweltschutz und Beeinträchtigung der US-Wirtschaft usw. hält. VW und die Deutsche Bank können drei Kreuze machen, dass der größte Teil ihrer Verfehlungen unter Obama geregelt wurde. Amerika ist vielleicht nicht der Erfinder des Kapitalismus, aber sie haben ihn perfektioniert. Nur unsere Politiker-Elite, die meistens noch nicht einmal in der freien Wirtschaft gearbeitet hat, will und wollte das nicht begreifen (siehe auch Cross-Border-Leasing). Gott sei Dank ist TTIP erst einmal vom Tisch.

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