Forum: Politik
Trumps Amerika: Wenn Demokratien kippen
Edel Rodriguez/ Der Spiegel

Über den bedrohlichen Präsidenten Donald Trump und die Medien.

Seite 24 von 38
kuac 07.02.2017, 19:52
230. New York Daily News, 2015, Trump als Kopfabschneider...

Zitat von achwas35
Ob man Trump nun mag (unwahrscheinlich) oder nicht - mit diesem Titelbild hat der Spiegel jedes Maß verloren. Wenn Sie mutiger wären, gäbe es genug echte Kopfabschneider, denen Sie eine solche Darstellung widmen könnten. Aber: am tapfersten ist man immer da, wo keinerlei Gefahr droht...
Warum Spiegel Bashing? New York Daily News hatte bereits 2015 eine solche Zeichnung publiziert. Alles normal, Pressefreiheit.
http://www.huffingtonpost.com/entry/donald-trump-daily-news_us_5667acafe4b080eddf562575

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carlitom 07.02.2017, 19:53
231.

Zitat von lachina
Bisher hat uns Trump nix getan.... und kein US- Präsident bisher war ein Engel gewesen.
Bis Ende August 1939 hatte Hitler Polen auch noch nichts getan. Was hat das genützt?

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micromiller 07.02.2017, 19:54
232. Gut das der Spiegel Stellung bezieht,

nur halte ich das Titelbild nicht für angebracht, da es offenbar nicht als Satire gemeint ist. Die USA sind eine vorbildliche Demokratie und werden im Ernstfall auch mit einem marodierenden Präsidenten fertig. Die Bürger der USA hatten eine sehr schwierige Wahlentscheidung zu treffen. Die etablierte Politik hatte einen grossen Teil der Bürger vergessen, deswegen war auch ein Bernie Sanders bei den Demokraten möglich, nur ist er zeitig recht undemokratisch verabschiedet worden. Die grossen Markenmedien in den USA hatten im Wahlkampf mehrheitlich eine klare Anti Trump Berichterstattung geliefert und damit die Polarisierung der Meinung befeuert. Vieles was Trump geliefert hat, klingt war eine Trotzreaktion auf die Art und Weise wie er behandelt worden ist. Es ist klar, dass der grobe, volksnahe Klotz, Trump wenig Sympathien bei den etablierten Eliten hatte, da er deren Fehlleistungen mit zu seinem Thema gemacht hat. Es ist höchste Zeit, dass die staunende Welt auf Trump zugeht und ihn Fragen stellt und nicht weiter attackiert. Wenn es Trump gelingt die Wirtschaftsteile seines Programms auch noch ansatzweise gut zu starten, werden seine Beliebtheitswerte in den USA rasant steigen und er wird sich bestätigt fühlen noch emotionaler auf seine Kritiker loszugehen, es ist höchste Zeit den Mann in die Mitte zu nehmen und zum Dialog zu zwingen..

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Heinrich_Hoert 07.02.2017, 19:55
233. Wieso

Zitat von martinnigel
Es braucht schon ein besonderes Demokratieverständnis um einen gewählten Präsidenten quasi auf eine Stufe mit dem mordenden IS zu stellen. Schade, dass der Spiegel zu solchen Methoden greift, um Auflage zu machen und ins Gespräch zu kommen.
kommen Sie auf den IS. Die Karikatur zeigt eben nicht einen enthaupteten Menschen sondern das Enthauptete Symbol des US Selbstverständnisses.

Aber es ist eben nicht nur Trump. Es sind nicht nur die USA. Die Regierungen vieler Länder werden von mehr oder weniger offenen Faschisten geprägt.

Ungarn, Polen, die Türkei, die Ukraine und nicht zuletzt das gesamte Baltikum.

Und hier die AfD. Es gilt noch immer der Grundsatz heimwärts zu schauen, weil genau hier die Gefahr besteht das wir die demokratischen Grundlagen via Notstands- und Sondergesetzen gegängelt werden.

Trump ist ideal um den Blick vom Abbau von Demokratie und Freiheit hier abzuwenden.

Nicht desto trotz halte ich den Mann für Gefährlich aber De Missere nicht und Merkel nicht für weniger.

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PolitBarometer 07.02.2017, 19:55
234. Politik für Amerika

Der Beitrag ist, wie auch der übrige Presseeinheitsbrei der Branche, unerträglich polternd und laut, teils auch mehr wie unwahr.
Das ständige Diffamieren einer Person und der stete Wille, alles in Frage zu stellen oder gar im Keim zu ersticken ist kontraproduktiv und zeugt nicht von geistiger Überlegenheit oder Intelligenz.

Wir haben hier in Europa spürbar ganz andere Probleme, die es zu stemmen gilt. Da brauchen sich hier einige Lauttöner nicht über die Politaktivitäten eines Mannes aus Übersee, der noch nicht mal 30 Tage am Start ist, künstlich aufzuregen.
Trump ist ein Macher, einer der anpackt, auch die unangenehmen, unbequemen Themen. Das kommt nicht überall gut an, ja, stimmt. Muss es aber auch nicht, denn die politische Richtung ist für Amerikaner angedacht und nicht für Asiaten, Europäer, oder Minderheiten, die jetzt plötzlich ihre Felle schwimmen sehen.
Und das unterscheidet ihn deutlich von seinem Vorgänger, der immer gerne den Weichgespülten und Angepassten gab.

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carlitom 07.02.2017, 19:55
235.

Zitat von faustus-von-zeuch-strasse
Ausgerechnet aus Deutschland, dem die USA nach Meinung des Bundespräsidenten von Weizsäcker erst die Demokratie gebracht hat, kommt dieser hanebüchener Anwurf, dass dort die Demokratie zugrunde gerichtet wird. Erst verliert man das Mass, dann den Verstand.
Wieso sollte das ein Widerspruch sein? Deutschland hat offenbar die Werte der Demokratie verinnerlicht (hoffentlich beweisen uns die AfD-Wähler im Herbst nicht das Gegenteil) und die USA haben sich von diesen Werten abgewandt und halten sie nicht mehr für so wichtig. Warum sollte man das nicht anprangern dürfen? Man muss es sogar.

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reflektiert_ist_besser 07.02.2017, 19:55
236. genau so sehe ich das auch

Zitat von opitz2010
nein, es sind die Leute, die ihn gewählt haben und immer noch von ihm begeistert sind. Es ist die gleiche ungebildete Schicht, die bei uns für die rechtsextremen Positionen steht. Daher habe ich Angst vor den kommenden Wahlen in NL, F, D. Ich kann verstehen, dass die verarmte weiße Generation in den USA nach rechts tendiert, weil ihnen nichts bleibt. Aber in Europa mit seinem Sozialsystem, das niemanden hungern oder ohne medizinische Versorgung lässt? Wo es kostenlose Bildung gibt? Wieso hat unser Bildungssystem diese tumbe Entwicklung nicht aufhalten können?
genau so sehe ich das auch. Wenn das nur ein Problem Trump wäre, könnte man damit leben und hoffen, dass sich das Problem eines 70jährigen auf eine biologische Art und Weise von alleine löst.
Noch schlimmer sind seine Unterstützer und Aktivisten. Das dürfen wir ja auch hier in Europa und Deutschland erleben. Nicht nur unsere Demokratie ist von den Adolf Höckes dieser Welt bedroht, sondern auch unsere Werte und unsere Art des Zusammenlebens.

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Jasro 07.02.2017, 19:57
237. Es gab NOCH NIE ein 'Recht für jedermann, in die USA zu kommen'

Zitat von yepp
(...) Mit seinem Einwanderungsdekret hat er den Symbolgehalt der Statue, die nicht umsonst genau an dieser Stelle steht, zerstört und schön mehr oder weniger den Kopf abgesäbelt. (...)
Um mal mit diesem Mythos aufzuräumen:

Es gab, trotz Freiheitsstatue, noch nie ein unbegrenztes "Recht" auf Einwanderung in die USA immer schon haben [i|gerade[/i] die USA danach gestrebt zu entscheiden, wen sie ins Land lassen und wen nicht.

Ich zitiere mal aus Wikipedia:

(...)

Die Einwanderer nannten Ellis Island die "Träneninsel" (engl. "isle of tears"), da sich hier nach einer zweiminütigen Befragung und einer medizinischen Untersuchung ihr weiteres Schicksal entschied. Die Einwanderer mussten gleich zu Beginn eine 50-stufige steile Treppe zum Registrierraum emporsteigen, wobei sie von Ärzten beobachtet wurden. Hatte jemand Probleme, deutete das auf ein Herzleiden hin und er wurde intensiver untersucht. Die Mediziner prüften auf Infektionskrankheiten, schauten sich Hände, Gesicht und Haare an; falls jemand verdächtig war, bekam er ein Kreidezeichen auf die rechte Schulter gemalt (ein S stand für Senilität, ein Ct für die Augenkrankheit Trachom und ein X für eine psychische Erkrankung). Die anderen gingen durch eine Tür mit der Aufschrift „Push to New York“ und waren aufgenommen.

Der ganze Prozess der offiziellen Einwanderung konnte mehrere Tage dauern. Während dieser Zeit konnten die Einreisewilligen jederzeit aussortiert werden. Teilweise mussten die Passagiere noch tagelang auf ihren Schiffen bleiben, bevor sie überhaupt an Land gelassen wurden. Passagiere der ersten und zweiten Klasse, also Leute mit Geld oder Reputation, kamen jedoch nicht über Ellis Island an Land, sondern nach einer kurzen Visitation direkt nach Manhattan.

(...)


http://de.wikipedia.org/wiki/Ellis_I...er_Einwanderer

Ich empfehle außerdem diesen höchst informativen Artikel des "Time"-Magazin bezüglich des "McCarran-Walter-Act" von 1952, der seinerzeit vermeintlichen oder tatsächlichen Kommunisten die Einreise in die USA rigoros verbot:

http://time.com/4656940/donald-trump...on-order-1952/

Außerdem: Welches Land lässt denn "einfach so" jedermann einreisen?

Ich halte Donald Trump auch für einen problematischen Charakter, aber dass Trump der Freiheitsstatue symbolisch "den Kopf abschneidet", nur deshalb, weil er für die USA Einreisebeschränkungen verfügt, wie es sie eigentlich in der einen oder anderen Form in den USA immer schon gegeben hat, ist doch absurd. Und angesichts der Tatsache, dass ja auch Australien bekanntlich zu illegalen Einwanderern sagt: "No Way!" und das ohne, dass der australische Ministerpräsident Malcolm Turnbull deshalb in einer Art und Weise wie Donald Trump dargestellt würde, ziemlich heuchlerisch.

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Leblanc 07.02.2017, 20:00
238. Die Augen öffnen

Zitat von Useless_User
Herr Trump hat den Kriegstreibern Obama und Clinton den Kampf angesagt und kümmert sich um Arbeitsplätze für die Millionen vom Großkapital Aussortierten. Was kann daran schlecht sein? Das Alte muß zerstört werden, um Neues zu erschaffen. Also - nur Mut!
Wie passt ins Bild, dass es noch NIE in einer US-Administration soviele Milliardäre gab, Vertreter des von Ihnen zitierten Großkapitals;
zusätzlich ist bekannt, dass Hr.Trump mit über 3000 Klagen meist kleine Handwerker um ihre Rechnungsforderungen "betrogen" hat, von denen viele einfach nicht das Geld hatten, sich per Anwalt zu wehren.

Das Alte muss zerstört werden??? Könnte fast aus dem Mund des Hr.Bannon stammen.... zur Zeit werden die Hoffnungen vieler US-Bürger, das Image der US als freiheitliches Land und die Basis für viele Hightec-Firmen der US zerstört (siehe deren Protestschreiben von gestern)

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Pride & Joy 07.02.2017, 20:00
239. „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“ (Brecht)

Zitat von postit2012
wie die USA damit umgehen.
Wir alle sind gefragt..den Widerstand zu formieren. Uns solidarisch mit den US-Bürgern zu erklären und auf die Straßen zu gehen, in allen Deutschen Städten, denn Trump hat uns alle kalt erwischt.

Es werden bereits Vorbereitungen getroffen: http://www.tagesspiegel.de/berlin/feministischer-protest-berlin-strickt-pinke-muetzen-gegen-trump/19360376.html
http://www.bento.de/politik/donald-trump-wie-kann-ich-von-deutschland-aus-etwas-gegen-ihn-tun-1164738/

Strikt nicht nur, sondern tragt sie, überall, zum Zeichen des Widerstandes!
Außerdem kann man Geld spenden, und Unterschriftenlisten gegen Trump unterschreiben, insbesondere gegen den geplanten Bau der Pipeline.https://www.campact.de/trumps-pipeline/
Man kann seine Abgeordneten anschreiben und um Unterstützung bitten, damit klar wird, dass auch wir uns gegen Trumpismus wehren wollen. In einigen Parteien werden schon Vorbereitungen zu Kampagnen und Aktionen getroffen, denen kann man sich anschließen. Aber lasst nicht zu, dass dies als Wahlpropaganda genutzt wird.

Was SPON tun kann, außer guten Artikeln zu verfasen. Gebt das Plakat zur Vervielfältigung frei als Symbol des Widerstandes!

In ffm, HH und Berlin haben bereits zahlreiche Demos stattgefunden. Es gabt spontane Reaktionen, sog. Flashmobs in weiteren Städten. Schließt euch dem an!

Es reicht nicht mehr aus, sich nur in Foren zu echauffieren, es muss GEHANDELT werden!

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